{"id":12239,"date":"2016-09-27T08:25:18","date_gmt":"2016-09-27T08:25:18","guid":{"rendered":"https:\/\/cilip.site36.net\/?p=12239"},"modified":"2016-09-27T08:25:18","modified_gmt":"2016-09-27T08:25:18","slug":"bundespolizei-verstreut-popcorn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=12239","title":{"rendered":"Bundespolizei verstreut Popcorn"},"content":{"rendered":"<p>Im Projekt \u201eEchtzeitdienste f\u00fcr die Maritime Sicherheit \u2013 Securi\u00adty\u201c (EMSec) erproben die Bundespolizei und das Deutsche Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) neue Techniken der luft- und weltraumgest\u00fctzten \u00dcberwachung. In mehrt\u00e4gigen Tests kippten die Beteiligten vor Helgoland 50 Kubikmeter Popcorn in die Nordsee und simulierten damit einen \u00d6lteppich.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Mithilfe von Satellitendaten sollte dessen Driftrichtung beobachtet und berechnet werden. Das verursachende Schiff wurde dabei \u00fcber die Positionsdaten der AIS-Transponder (Automatic Identification Signal) geortet. In einem anderen Szenario wurde die Entf\u00fchrung einer F\u00e4hre simuliert, die gezwungen wird vom Kurs abzuweichen und auf eine \u201emaritime kritische Infrastruktur\u201c zuzufahren. Um die Ortung zu erschweren, wurde das Signal des Globalen Navigationssatellitensystems (GNSS) gest\u00f6rt. Ein im EMSec-Projekt entwickelter Demonstrator sollte die GNSS-St\u00f6rquelle aufsp\u00fcren und lokalisieren.<!--more--><\/p>\n<p>Zu den Partnern des Projekts geh\u00f6ren die R\u00fcstungskonzerne Atlas Elektronik und Airbus. Ebenfalls beteiligt sind Wasserschutzpolizeien der Bundesl\u00e4nder und die Universit\u00e4t Rostock. Als Verbundprojekt wird EMSec innerhalb des Programms \u201eForschung f\u00fcr die Zivile Sicherheit\u201c des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rdert. Ziel ist die Entwicklung eines \u201eSensor-Verbunds\u201c zur Warnung vor Bedrohungen im maritimen Bereich. Hierzu werden alle verf\u00fcgbaren \u201eschiffsspezifischen Informationen\u201c abgeglichen. Die Daten stammen unter an\u00adderem von radarbasierten oder optischen Satelliten, die von privaten Konzernen betrieben werden. Auch die \u00fcber das EU-Satellitenzentrum in Spanien betriebene Mission \u201eSentinel 1\u201c wurde genutzt. Schlie\u00dflich wurden die weltraumgest\u00fctzten Bilddaten mit \u201eausw\u00e4hlbarer luftgest\u00fctzter Sensorik\u201c angereichert. Das DLR lie\u00df hierzu Flugzeuge \u201eim bemannten sowie unbemannten automatischen Flug\u201c aufsteigen.<\/p>\n<p>Vermutlich wurden die Satellitendaten vom Antennenzentrum des DLR in Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern) empfangen und verarbeitet. Die Anlage ist ein wichtiger Knoten f\u00fcr die deutschen und europ\u00e4ischen Satellitenmissionen. Das DLR ist unter anderem am EU-Forschungsprojekt OPSSERVE beteiligt, in dem Produkte und Verfahren zur Aktivit\u00e4ts- und Schiffsdetektion von \u201eh\u00f6chstaufgel\u00f6sten optischen Satellitendaten\u201c entwickelt werden.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Diese werden in nahezu Echtzeit der europ\u00e4ischen Agentur f\u00fcr maritime Sicherheit (EMSA) bereitgestellt. In Kooperation mit der Grenzagentur Frontex ist die EMSA f\u00fcr die \u00dcberwachung der Meere mithilfe von Drohnen zust\u00e4ndig. Frontex hat das \u00dcberwachungssystem EUROSUR entwickelt, das auf Satelliten basiert und beispielsweise Risikoprognosen f\u00fcr m\u00f6glicherweise verd\u00e4chtige Schiffsbewegungen erstellt.<\/p>\n<p>(Matthias Monroy)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.dlr.de\/dlr\/presse\/desktopdefault.aspx\/tabid-10307\/470_read-19187\/year-all\/\">Pressemitteilung DLR<\/a> v. 2.9.2016<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <a href=\"http:\/\/elib.dlr.de\/100399\">http:\/\/elib.dlr.de\/100399<\/a><\/p>\n<h3>Bild: Im Rahmen vom EMSec sch\u00fcttet die Bundespolizei Popcorn in die Nordsee. (DLR, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/3.0\/de\/\">CC BY 3.0<\/a>)<\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Projekt \u201eEchtzeitdienste f\u00fcr die Maritime Sicherheit \u2013 Securi\u00adty\u201c (EMSec) erproben die Bundespolizei und das<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":12048,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[116,146],"tags":[],"class_list":["post-12239","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-cilip-111","category-meldungen-inland"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12239","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12239"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12239\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/12048"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12239"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12239"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12239"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}