{"id":13103,"date":"2013-12-06T10:39:09","date_gmt":"2013-12-06T10:39:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cilip.de\/?p=13103"},"modified":"2013-12-06T10:39:09","modified_gmt":"2013-12-06T10:39:09","slug":"identitaetskontrollen-in-frankreich-diskriminierung-festgestellt-reform-ausgeschlossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=13103","title":{"rendered":"Identit\u00e4tskontrollen in Frankreich:\u00a0Diskriminierung festgestellt, Reform ausgeschlossen?"},"content":{"rendered":"<h3>von Fabien Jobard und Ren\u00e9 L\u00e9vy<\/h3>\n<p><strong>Ohne zu \u00fcbertreiben l\u00e4sst sich sagen: Die Frage der polizeilichen Identit\u00e4tskontrollen hat einen zentralen Stellenwert in den Debatten \u00fcber den Platz der Minderheiten in der franz\u00f6sischen Gesellschaft, \u00fcber die Diskriminierungen, denen sie ausgesetzt sind, und das, was der Staat tut , um sie zu reduzieren.<\/strong><\/p>\n<p>Die dramatischen Ereignisse, die die Vorst\u00e4dte in den letzten Jahren ersch\u00fcttert haben, haben die Bedeutung dieser Frage noch verst\u00e4rkt: Es war eine simple Identit\u00e4tskontrolle wenige hundert Meter von ihrer Wohnung entfernt, vor der zwei Kinder im Oktober 2005 flohen und den Tod fanden, weil sie Unterschlupf in einem Transformatorenh\u00e4uschen suchten. Der Vorfall l\u00f6ste eine Welle des Aufruhrs aus, die innerhalb von drei Wochen nicht weniger als 300 St\u00e4dte erfasste.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><!--more--><\/p>\n<p>Neuen Schwung erhalten hat die Debatte \u00fcber das Racial Profiling bei Kontrollen seitdem durch die Publikation unserer Forschungsergebnisse im Juni 2009, mit denen wir erstmals die Voreingenommenheit, die die polizeiliche Kontrollt\u00e4tigkeit mindestens in Paris bestimmt, quantitativ belegten.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Finanziert durch die Open Society Justice Initiative und portiert durch diese NGO und ihre B\u00fcndnispartnerInnen spielte der Bericht auch eine Rolle im Pr\u00e4sidentschaftswahlkampf von 2012, aus dem Fran\u00e7ois Hollande als Sieger hervorging, und bei der Konstruktion der polizei-politischen Agenda der neuen Regierung. Bevor wir auf unsere Ergebnisse und ihre Wirkungen eingehen, seien hier zun\u00e4chst die rechtlichen Voraussetzungen f\u00fcr Identit\u00e4tskontrollen im \u00f6ffentlichen Raum dargestellt, die zum Teil erheblich von denen in der BRD abweichen.<\/p>\n<h4>Identit\u00e4tskontrolle: Was darf die Polizei und was nicht?<\/h4>\n<p>Schon vom rechtlichen Rahmen und den Eingriffsvoraussetzungen her ist die Identit\u00e4tskontrolle von Anfang an umstritten gewesen. Seit der Erstfassung von 1981 erlebte der Gesetzestext (Art.\u00a078-1 und 78-2 der Strafprozessordnung) insgesamt 15 \u00c4nderungen. In einigen Jahren gab es gleich drei Revisionen. Nahezu jeder Regierungswechsel (und von denen gab es viele seit 1981) f\u00fchrte zu einer Neufassung.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Umst\u00e4nde, unter denen ein Polizist berechtigt ist, die Identit\u00e4t einer Person im \u00f6ffentlichen Raum zu \u00fcberpr\u00fcfen, neigt das franz\u00f6sische Recht zu sehr unbestimmten Regelungen. Bei einer ersten Gruppe von F\u00e4llen steht die Identit\u00e4tskontrolle im Ermessen des jeweiligen Polizeibeamten. Eine Kontrolle ist m\u00f6glich, wenn die betroffene Person von der Justiz gesucht wird oder gerade eine Straftat begangen hat oder auch nur, wenn sie sachdienliche Angaben machen k\u00f6nnte. Kontrollen sind ferner zul\u00e4ssig, wenn sie sich gegen eine Person richten, von der anzunehmen ist, dass sie in K\u00fcrze eine Straftat begehen k\u00f6nnte. Gleiches gilt \u2013 unabh\u00e4ngig vom Verhalten der Betroffenen \u2013 bei Gefahren f\u00fcr die \u00f6ffentliche Ordnung oder die Sicherheit von Personen oder Sachen. Die einzige Einschr\u00e4nkung dieser Befugnis besteht darin, dass der Polizist in der Lage sein muss, die konkreten Elemente, die seinen Verdacht rechtfertigen, vor dem Richter zu begr\u00fcnden \u2013 und das auch nur in dem seltenen Fall, dass bei der Kontrolle ein Gesetzesversto\u00df festgestellt werden konnte und die Angelegenheit eine Fortsetzung vor Gericht findet. Ohne eine solche Fortsetzung bleiben keine Spuren: Weder wird die Kontrolle von den Polizisten irgendwo verzeichnet noch wird dem Betroffenen irgendein Dokument ausgeh\u00e4ndigt, was ein juristisches Vorgehen sehr erschwert. Im Gegenzug darf niemand eine Identit\u00e4tskontrolle verweigern.<\/p>\n<p>Sehr oft basieren \u2013 zweitens \u2013 die Kontrollen auf der Anordnung eines Staatsanwalts: Er kann die Polizisten dazu erm\u00e4chtigen, in einem bestimmten Gebiet und f\u00fcr einen festgelegten Zeitraum jede beliebige Person unabh\u00e4ngig von deren Verhalten einer Identit\u00e4tskontrolle zu unterziehen \u2013 unter dem Vorwand, eine Serie von Straftaten zu verfolgen, die in der Anordnung benannt werden m\u00fcssen. In der Mehrzahl der F\u00e4lle sind es die Polizisten, die vom Staatsanwalt eine solche Anordnung verlangen, und es scheint, dass die Staatsanw\u00e4lte solche Ersuchen nur ausgesprochen lasch \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Der dritte Fall ist eine gesetzgeberische Finesse, die ohne Zweifel die Juristen unter unseren Lesern am\u00fcsieren wird. Niemand hat das Recht \u2013 siehe oben \u2013 eine Identit\u00e4tskontrolle zu verweigern, aber niemand ist verpflichtet, Identit\u00e4tspapiere (Pass, Personalausweis etc.) bei sich zu tragen. Ausl\u00e4nder hingegen m\u00fcssen immer Dokumente vorweisen k\u00f6nnen, die ihren legalen Aufenthalt in Frankreich belegen. Sie sind also immer ohne jegliche Bedingungen kontrollierbar. Mit einer restriktiven Interpretation versuchen jedoch die Obergerichte, einem Profiling vorzubeugen: Die Ausl\u00e4ndereigenschaft der zu kontrollierenden Person muss dem Polizisten bereits vorab bekannt sein; zumindest bedarf es einer legitimen \u201eAusl\u00e4ndervermutung\u201c, die auf \u201eobjektiven Elementen\u201c beruhen muss, die nicht aus der Person des Betroffenen selbst abgeleitet sein d\u00fcrfen. So darf sich der Polizist nicht auf die \u201escheinbare Herkunft des Betroffenen abst\u00fctzen, um ihn in seiner Qualit\u00e4t als Ausl\u00e4nder zu kontrollieren.\u201c Allerdings ist die Rechtsprechung hinsichtlich der Art der geforderten \u201eobjektiven Elemente\u201c sehr widerspr\u00fcchlich, so dass kontrollierte Ausl\u00e4nder alle erdenklichen M\u00fchen haben werden, darzulegen, dass eine Kontrolle unzul\u00e4ssig war. Dies umso mehr, als der Staatsanwalt die Polizei f\u00fcr einen bestimmten Zeitraum die Polizei mit der Kontrolle von Ausl\u00e4ndern beauftragen kann, indem er \u2013 wie oben dargestellt \u2013 eine Genehmigung unterzeichnet und darin festh\u00e4lt, dass unter den zu verfolgenden Straftaten solche des Ausl\u00e4nderrechts sind. Anzuf\u00fcgen w\u00e4ren zus\u00e4tzlich die auch in Deutschland bekannten Schengen-Befugnisse, die der Polizei die Kontrolle von Ausl\u00e4ndern (oder solchen, die sie daf\u00fcr h\u00e4lt) auf internationalen Bahnh\u00f6fen erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Identit\u00e4tskontrollen, die keine gerichtlichen Folgen haben und nicht von gewissenhaften Anw\u00e4lten gepr\u00fcft werden, k\u00f6nnen daher unter solchen Bedingungen kaum rechtlich angegriffen werden \u2013 umso weniger von Ausl\u00e4ndern oder ihren franz\u00f6sischen Nachkommen, deren Klagen sich im Laufe der Jahre akkumuliert haben.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Angesichts der biegsamen rechtlichen Regelungen ist es daher nicht erstaunlich, dass eine Vielzahl von Konflikten zwischen Franzosen <em>mit Migrationshintergrund<\/em> und Polizisten ihren Ursprung in Kontrollen haben.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<h4>Anlage des Forschungsprojekts<\/h4>\n<p>Ein ausgesprochen weiter Ermessensspielraum f\u00fcr die Polizei, umstrittene Kontrollen, die in gewaltsame Auseinandersetzungen m\u00fcnden, seit langem erhobene Rassismus- und Diskriminierungsvorw\u00fcrfe: all das hat em\u00adpirische Forschungen \u00fcber die Realit\u00e4t der Identit\u00e4tskontrollen geradezu herausgefordert. Dennoch war unsere 2007 auf Initiative der Open Society Stiftung gestartete Untersuchung die erste, die hier mehr Klarheit brachte.<\/p>\n<p>Sie bestand darin, Polizisten ohne ihr Wissen zu den Orten zu folgen, die sich \u00fcblicherweise f\u00fcr Identit\u00e4tskontrollen anbieten. Wir wollten herausfinden, ob und wie sich die Zusammensetzung der Gruppe der Kontrollierten von jener der Gesamtheit der an dem Ort anwesenden und damit gewisserma\u00dfen f\u00fcr eine Kontrolle \u201everf\u00fcgbaren\u201c Bev\u00f6lkerung unterscheidet. Letztere, so haben diverse britische und amerikanische Studien gezeigt, kann erheblich von der jeweiligen Wohnbev\u00f6lkerung in einem Gebiet abweichen. Mit dem Bezug auf die tats\u00e4chlich an einem Ort Anwesenden beseitigt auch das Forschungshindernis der in Frankreich (wie in Deutschland) fehlenden \u201eRassenstatistiken\u201c.<\/p>\n<p>In einer Voruntersuchung haben wir zun\u00e4chst f\u00fcnf Orte mit hoher polizeilicher Kontrollh\u00e4ufigkeit in Paris ausgew\u00e4hlt: drei verschiedene Bereiche im Gare du Nord (GDN), einen unterirdischen im M\u00e9tro- und Regionalbahnhof \u201eCh\u00e2telet Les Halles\u201c und einen oberirdischen in dessen N\u00e4he. Sodann sollten die Untersuchenden die Zusammensetzung der dort zu verschiedenen Tageszeiten sich Aufhaltenden erheben \u2013 und zwar nach f\u00fcnf verschiedenen Variablen, die sich alle auf Annahmen aufgrund des \u00e4u\u00dferen Erscheinungsbilds bezogen: mutma\u00dfliches Alter (jung\/nicht jung), mutma\u00dfliches Geschlecht, mutma\u00dfliche Herkunft (Wei\u00dfe\/Schwar\u00adze\/Maghrebiner\/Inder bzw. Pakistani\/andere Asiaten\/sonstige\/unbe\u00adkannt), Bekleidung \u2013 Ausstaffierung (Freizeitkleidung\/Business\/Jugend\u00adkultur), mitgef\u00fchrtes Gep\u00e4ck (keines\/gro\u00dfes Gep\u00e4ckst\u00fcck\/normale Tasche). Auf diese Weise wurden insgesamt an den f\u00fcnf Orten die Merkmale von \u00fcber 37.000 Personen erhoben.<\/p>\n<p>In einer zweiten Phase folgten die Untersuchenden nun den Polizisten, um die von ihnen durchgef\u00fchrten Kontrollen zu erfassen. Um die beobachtete Situation nicht zu st\u00f6ren, musste diese Phase ohne Wissen der Polizisten ablaufen. Die Beobachtenden \u2013 in der Mehrzahl Frauen \u2013 wurden mit Mobiltelefonen (ohne Kamerafunktion) ausgestattet, mithilfe derer sie nach dem vorgegeben Schema die Charakteristiken der Kontrollierten erfassten und sie dann per SMS in die USA schickten, wo ein Server sie in statistische Daten umwandelte. In dieser Phase wurde ebenfalls erfasst, wie die Kontrolle vonstatten ging (blo\u00dfe Kontrolle der Papiere, Abtasten, Durchsuchung, Festnahme). W\u00e4hrend dabei die eine Beobachterin die Daten erfasste, bem\u00fchte sich die andere, dem Kontrollierten (sofern er nicht festgenommen wurde) einen kurzen Fragebogen zu \u00fcberreichen (zu Erfahrungen mit Kontrollen in Vergangenheit und Gegenwart, zu Gef\u00fchlen angesichts der Situation). Nach einem knappen halben Jahr hatten wir 525 Kontrollen erfasst und 147 Betroffene hatten unseren Fragebogen beantwortet.<\/p>\n<h4>Resultate: Sichtbare Minderheiten<\/h4>\n<p>Erstes Resultat der Untersuchung: Der Anteil der Kontrollierten, die festgenommen und auf den Polizeiposten mitgenommen wurden (beispielsweise zur genaueren Feststellung der Identit\u00e4t), ist mit etwa 12\u00a0Prozent nur gering. Die Kontrollen werden zwar h\u00e4ufig damit begr\u00fcndet, dass sie notwendig seien, um strafbare Handlungen zu entdecken. Tats\u00e4chlich erweisen sie sich aber auf diesem Gebiet als nicht sehr effizient.<\/p>\n<p>Zweites Resultat: Die kontrollierte Bev\u00f6lkerungsgruppe unterscheidet sich in ihrer Zusammensetzung radikal von der f\u00fcr Kontrollen zur Verf\u00fcgung stehenden Gesamtheit der an einem Ort anwesenden Bev\u00f6lkerung. Die Tabelle zeigt dies deutlich am Beispiel der Variable \u201emutma\u00dfliche Herkunft\u201c.<\/p>\n<p>Tab. 1: Mutma\u00dfliche Herkunft \u2013 Zusammensetzung der Referenzpopulation<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"85\">Kontrollort<\/td>\n<td width=\"66\">Total<\/td>\n<td width=\"66\">Wei\u00dfe<\/td>\n<td width=\"66\">Schwarze<\/td>\n<td width=\"66\">Maghrebiner<\/td>\n<td width=\"66\">Andere<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"85\">GDN Bahnhof<\/td>\n<td width=\"66\">8.008=100\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">70,6\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">15,3\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">8,7\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">5,5\u00a0%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"85\">GDN Regionalz\u00fcge<\/td>\n<td width=\"66\">8.496=100\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">42,7\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">32,1\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">14,8\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">10,5\u00a0%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"85\">GDN Thalys<\/td>\n<td width=\"66\">3.726=100\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">86,4\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">7,0\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">2,8\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">3,8\u00a0%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"85\">Chatelet Bahnhof<\/td>\n<td width=\"66\">9.409=100\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">52,1\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">27,9\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">11,1\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">8,8\u00a0%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"85\">Chatelet Innocents<\/td>\n<td width=\"66\">7.687=100\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">54,8\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">22,7\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">14,3\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">8,2\u00a0%<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Tab. 2: Mutma\u00dfliche Herkunft \u2013 Zusammensetzung der Gruppe der Kontrollierten<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"85\">Kontrollort<\/td>\n<td width=\"66\">Total<\/td>\n<td width=\"66\">Wei\u00dfe<\/td>\n<td width=\"66\">Schwarze<\/td>\n<td width=\"66\">Maghrebiner<\/td>\n<td width=\"66\">Andere<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"85\">GDN Bahnhof<\/td>\n<td width=\"66\">123=100\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">17,9\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">26,0\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">29,3\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">26,8\u00a0%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"85\">GDN Regionalz\u00fcge<\/td>\n<td width=\"66\">129=100\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">20,2\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">50,4\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">12,4\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">17,1\u00a0%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"85\">GDN Thalys<\/td>\n<td width=\"66\">121=100\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">52,1\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">23,1\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">9,9\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">14,9\u00a0%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"85\">Ch\u00e2telet Bahnhof<\/td>\n<td width=\"66\">68=100\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">8,8\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">54,4\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">27,9\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">8,8\u00a0%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"85\">Ch\u00e2telet Innocents<\/td>\n<td width=\"66\">83=100\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">28,9\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">47,0\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">22,9\u00a0%<\/td>\n<td width=\"66\">1,2\u00a0%<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Interpretation: Unter den 8.008 Personen am Bahnhof Gare du Nord (GDN), der Referenzpopulation, waren 5.654 (70,6\u00a0%) Wei\u00dfe. Von den 123 am selben Ort Kontrollierten dagegen nur 22 (17,9\u00a0%).<\/p>\n<p>Die Kontrollierten sind damit eine Bev\u00f6lkerungsgruppe, in der die \u201esichtbaren Minderheiten\u201c \u00fcberrepr\u00e4sentiert sind. An den Orten, wo farbige Menschen nicht sehr zahlreich sind wie am Ausgang des Thalys, des Super-Schnellzugs nach Br\u00fcssel oder London (weniger als 15 Prozent), werden sie \u00fcberdurchschnittlich oft kontrolliert (fast 50 Prozent der Kontrollierten). Aber auch dort, wo sich viele Farbige aufhalten \u2013 etwa auf der Plattform, die am Gare du Nord zu den Regionalz\u00fcgen in die Vorst\u00e4dte f\u00fchrt (57 Prozent der Anwesenden), gilt ihnen \u00fcberdurchschnittliches polizeiliches Interesse (80 Prozent der Kontrollierten).<\/p>\n<p>Aber dieser Unterschied zwischen den Kontrollierten und den f\u00fcr eine Kontrolle zur Verf\u00fcgung Stehenden ist nicht nur hinsichtlich der Herkunft und Hautfarbe offensichtlich. Er zeigt sich bei allen Variablen: Die Polizisten kontrollieren h\u00e4ufiger Junge (zwischen drei und 100 Mal \u00f6fter als Nicht-Junge)<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>, M\u00e4nner (zwischen 1,5 und 10 mal mehr als Frauen), typisch jugendlich gekleidete Passanten (zwischen 5 und 16 Mal mehr als Leute, deren Kleidung keinen speziellen Merkmalen folgte), und selbst die Passanten ohne Tasche geraten \u00f6fter in den Fokus der Polizei (zwischen 2 und 12,5 Mal h\u00e4ufiger als die mit einer kleinen oder Handtasche, zwischen 3 und 15 \u00f6fter als die mit einem gro\u00dfen Gep\u00e4ckst\u00fcck). Die Frage lautete nun, ob eine dieser Variablen signifikant bestimmender war als andere und insbesondere ob das Kriterium der Hautfarbe oder der unterstellten Herkunft bei der Entscheidung der Polizisten, eine Person zu kontrollieren, \u00fcberwog.<\/p>\n<p>Die Antwort darauf ist ausgesprochen schwierig, denn die statistische Analyse zeigt, dass die Variablen in Wirklichkeit alle miteinander verbunden sind: Die schwarze Hautfarbe beispielsweise \u00fcber-deter\u00adminiert die Kontrollentscheidung und dasselbe gilt f\u00fcr den typisch jugendlichen Kleidungsstil. Aber beide Variablen korrelieren eng miteinander und es ist unm\u00f6glich, sie in ihrer jeweils eigenen Wirkung zu isolieren.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Wir haben uns insbesondere gefragt, ob ein wei\u00dfer, jugendlich (in der Regel hiphop-m\u00e4\u00dfig) gekleideter Mann ohne Tasche eher kontroll-\u201eanf\u00e4llig\u201c ist als ein schwarzer oder maghrebinischer Mann ohne Tasche und ohne speziell auff\u00e4lligen Kleidungsstil. Wie die Tabelle zeigt, ist die Antwort darauf je nach Ort der Kontrolle unterschiedlich: manch\u00admal positiv, manchmal negativ und in wieder anderen F\u00e4llen nicht signifikant. Anders ausgedr\u00fcckt: Das Kriterium der Hautfarbe ist f\u00fcr die polizeiliche Auswahl der zu Kontrollierenden zwar zentral, es ist aber nicht das einzige.<\/p>\n<p>Tab. 3: Odds-ratios: Jugendlich gekleidete Wei\u00dfe im Vergleich zu unauff\u00e4llig gekleideten Angeh\u00f6rigen von Minderheiten<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"68\">Im Vergleich zu einem jungen<\/td>\n<td width=\"69\">GDN<br \/>\nBahnhof<\/td>\n<td width=\"69\">GDN<br \/>\nRegionalz\u00fcge<\/td>\n<td width=\"69\">GDN<br \/>\nThalys<\/td>\n<td width=\"69\">Ch\u00e2telet<br \/>\nBahnhof<\/td>\n<td width=\"69\">Ch\u00e2telet<br \/>\nInnocents<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"68\">Schwarzen<\/td>\n<td width=\"69\">1,35<\/td>\n<td width=\"69\">3,95***<\/td>\n<td width=\"69\">1,52<\/td>\n<td width=\"69\">0,77<\/td>\n<td width=\"69\">2,20***<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"68\">Maghrebiner<\/td>\n<td width=\"69\">0,70<\/td>\n<td width=\"69\">4,79***<\/td>\n<td width=\"69\">2,74***<\/td>\n<td width=\"69\">0,48**<\/td>\n<td width=\"69\">1,93**<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"68\">Angeh\u00f6rigen einer anderen Minderheit<\/td>\n<td width=\"69\">0,19***<\/td>\n<td width=\"69\">1,83<\/td>\n<td width=\"69\">0,77<\/td>\n<td width=\"69\">0,72<\/td>\n<td width=\"69\">10,92***<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Interpretation: Unter Ber\u00fccksichtigung der anderen unabh\u00e4ngigen Variablen besteht ein signifikanter Zusammenhang bei 1\u00a0%. Die Wahrscheinlichkeit bei den Regionalz\u00fcgen am Gare du Nord kontrolliert zu werden, ist f\u00fcr einen jungen, jugendlich gekleideten Wei\u00dfen ohne Tasche 3,95 Mal h\u00f6her als f\u00fcr einen jungen, unauff\u00e4llig gekleideten Schwarzen ohne Tasche. Signifikanz (Wald-Statistik) *** 1\u00a0%\u00a0; ** 5\u00a0%.<\/p>\n<h4>Die Rhetorik des Verleugnens hat ausgedient<\/h4>\n<p>Die Untersuchung hatte ein beachtliches Medienecho. \u201eLe Monde\u201c berichtete auf der Titelseite, Radios und Fernsehsender brachten Interviews. Aber hat der Bericht etwas an der Situation \u00e4ndern k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst ist festzuhalten, dass weder die Mehrheit der Polizeigewerkschaften noch die Institution Polizei selbst die Seriosit\u00e4t der Studie bestritten. Sie galt als \u201ewissenschaftlich nicht angreifbar\u201c. Die Magie der gro\u00dfen Zahlen und der spektakul\u00e4ren statistischen Signifikanz zeigte ihre volle Wirkung. Die \u00f6ffentlichen Diskussionen konzentrierten sich fortan in erster Linie auf die Diskriminierung aufgrund der Herkunft und Hautfarbe, denn die stand bereits vor der Untersuchung im Zentrum der Aufmerksamkeit und es gab nur wenige Stimmen, die herausstellten, dass der Bericht eben auch die Rolle des Geschlechts, des Alters und der Kleidung bei der polizeilichen Auswahl der Kontrollobjekte beleuchtet. Die Polizei, genauer die von Paris, erkl\u00e4rte, \u201es\u00e4mtliche Lehren aus den Resultaten ziehen\u201c zu wollen.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Man unterstrich aber ebenso, dass die Rolle der Polizei nicht darin bestehen k\u00f6nne, Leute nach dem Zufallsprinzip zu kontrollieren. Sie m\u00fcsse vielmehr die delinquenten Kreise der Bev\u00f6lkerung gezielt ins Auge nehmen und sich dabei von ihrer Erfahrung leiten lassen. Dieses Argument wurde immer sehr vorsichtig gehandhabt, denn rassistische Andeutungen, dass Minderheiten krimineller seien als der Rest der Bev\u00f6lkerung, sind nach franz\u00f6sischem Recht untersagt. Ein Kolumnist, der anl\u00e4sslich unserer Studie behauptete, Araber und Schwarze seien alle Drogenh\u00e4ndler, handelte sich deshalb eine Verurteilung ein.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Eine besondere Wirkung hatte die Untersuchung auf die Rhetorik rund um die Identit\u00e4tskontrollen. Das Fehlen von Erkenntnissen \u00fcber die Kontrollen und die Kontrollierten hatte Polizei und Beh\u00f6rden bisher alle Freiheit gelassen, um jegliche Diskriminierung zu bestreiten. Schlimmer noch: Wer Diskriminierungsvorw\u00fcrfe gegen die Polizei erhob, riskierte eine Verleumdungsklage und hatte dabei au\u00dfer einigen Einzelf\u00e4llen kaum etwas in der Hand. Heute sehen sich dagegen Polizisten und Beh\u00f6rdenvertreter regelm\u00e4\u00dfig mit der Frage konfrontiert: \u201eEine Studie des Nationalen Wissenschaftszentrums (CNRS) hat belegt, dass die Kontrollen diskriminierend sind, was sagen Sie dazu?\u201c Die einfache Rhetorik des Verleugnens hat ausgedient; die Sprecher mussten einigen Aufwand in neue Rechtfertigungen investieren. Das ist bis jetzt die offensichtlichste politische Folge der Untersuchung.<\/p>\n<h4>Der schnelle Wandel der politischen Agenda<\/h4>\n<p>Die Untersuchung hat aber auch die politische Agenda beeinflusst. Der Regierung Sarkozy, die zum Zeitpunkt der Ver\u00f6ffentlichung der Studie im Amt war, fiel nur die Einsetzung von \u201eArbeitsgruppen\u201c ein, die schnell wieder vergessen wurden. Erst w\u00e4hrend des Pr\u00e4sidentschaftswahlkampfes 2012 nahm die Debatte Formen an. Ein Runderlass gegen die Kontrollen aufgrund der Hautfarbe (\u201econtr\u00f4les au faci\u00e8s\u201c) sei notwendig, schrieb der Kandidat Fran\u00e7ois Hollande nun in seinem Wahlprogramm. Diese Forderung wurde vor allem vom linken Fl\u00fcgel und insbesondere von der Jugendorganisation der Sozialistischen Partei sowie von den Gr\u00fcnen und den Kommunisten erhoben. Am 1.\u00a0Juni 2012 wurde die neue Regierung ernannt. Einige Wochen sp\u00e4ter befragte ein Journalist den Premierminister zu den Identit\u00e4tskontrollen. Nach der schon rituellen Einleitung \u2013 \u201edie Kontrollen aufgrund der Hautfarbe sind eine Realit\u00e4t, das ist erwiesen\u201c \u2013 antwortet der Premier, der Innenminister arbeite an einem Projekt, wonach jeder kontrollierten Person eine Bescheinigung ausgeh\u00e4ndigt werden solle. Damit wolle man wiederholte Kontrollen verhindern.<\/p>\n<p>Das Thema war nun auf der Agenda, aber die Folgen dessen sind reichlich konfus. Der Innenminister, der eher dem rechten Fl\u00fcgel der Sozialistischen Partei entstammt und (anders als der Premier und der Pr\u00e4sident) bei den Franzosen eine gro\u00dfe Popularit\u00e4t genie\u00dft, beerdigte das Projekt ziemlich schnell: Am 26.\u00a0Juni 2012, wenige Tage nach einem Gespr\u00e4ch mit Fabien Jobard, rief er die Polizeichefs auf, darauf \u201ebedacht zu sein, die missbr\u00e4uchlich wiederholten und ohne Augenma\u00df durchgef\u00fchrten Kontrollen zu unterbinden\u201c. Identit\u00e4tskontrollen m\u00fcssten \u201egerechtfertigt\u201c sein. Nachdem die Polizeigewerkschaften den Sommer \u00fcber alles daran gesetzt hatten, den Sinn und die Begr\u00fcndetheit von Kontroll-Bescheinigungen zu bestreiten, erkl\u00e4rte der Minister im September, das Projekt werde aufgegeben: Es sei \u201eviel zu b\u00fcrokratisch und kaum umsetzbar\u201c und schaffe au\u00dferdem \u201eneue rechtliche Schwierigkeiten\u201c. (Der z\u00e4hneknirschende Premier scheint die Schlacht um die Bescheinigung aufgegeben zu haben.) Im Gegenzug jedoch l\u00e4sst der Innenminister den Ethikcode der Polizei aus dem Jahre 1986 \u00fcberarbeiten und f\u00fchrt gegen den Widerstand der Polizeigewerkschaften die Dienstnummern auf den Polizeiuniformen wieder ein, die vor Jahrzehnten verschwunden waren.<\/p>\n<p>Die politischen Folgen der Untersuchung sind also ambivalent: Auf der einen Seite gelang es, die Begrifflichkeiten in der Debatte \u00fcber Identit\u00e4tskontrollen umzusto\u00dfen und die Polizei in Rechtfertigungsschwierigkeiten zu bringen; auf der anderen Seite schaffte es die Polizei, die wichtigste Ma\u00dfnahme zur Begrenzung der diskriminierenden Kontrollen zu verhindern. Demn\u00e4chst d\u00fcrften die Gerichte \u00fcber die Klagen einiger NGOs entscheiden; es bleibt abzuwarten, ob die Justiz in der Frage der Identit\u00e4tskontrollen nun sensibler reagiert.<\/p>\n<h6><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0 Mucchielli, L.: Urbane Aufst\u00e4nde im heutigen Frankreich, in: Sozial.Geschichte Online 2010, H.\u00a02, S.\u00a064-115\u00b8 http:\/\/duepublico.uni-duisburg-essen.de\/servlets\/DocumentServ<br \/>\nlet?id=22145<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0 Der Forschungsbericht \u00abPolice et minorit\u00e9s visibles. Les contr\u00f4les d\u2019identit\u00e9 \u00e0 Paris, Washington 2009\u00bb findet sich auf der Homepage der Open Society Foundations: www.opensocietyfoundations.org\/sites\/default\/files\/french_20090630_0_0.pdf.<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0\u00a0 Jobard, F.: Ethnizit\u00e4t und Rassismus in der gesellschaftlichen Konstruktion der gef\u00e4hrlichen Klassen. Polizeikultur und \u2011praxis in den franz\u00f6sischen Vororten, in: Revue suisse de sociologie 2008, H. 2, S. 261-280<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0\u00a0 Lukas, T.; Gauthier, F.: Warum kontrolliert die Polizei (nicht)? Unterschiede im Handlungsrepertoire deutscher und franz\u00f6sischer Polizisten, in: Soziale Probleme 2011, H. 2, S. 174-206<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a>\u00a0\u00a0 Es handelt sich hier um Odds Ratios f\u00fcr jede einzelne Variable, jeweils isoliert von den anderen betrachtet. Alle Odds Ratios sind signifikant (p&lt;0,01) gem\u00e4\u00df der Wald-Methode (Ausnahmen: Variable Gep\u00e4ckst\u00fccke am GDN-Thalys \u2013 nicht signifikant; Geschlecht am Thalys \u2013 p&lt;0,05).<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a>\u00a0\u00a0 F\u00fcr eine genauere statistische Analyse vgl. Jobard, F.; L\u00e9vy, R.; Lamberth, J.; N\u00e9vanen, S.: Measuring appearance-based discrimination. An analysis of identity checks in Paris, in: Population-E 2012, no. 3, pp. 349-376<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a>\u00a0\u00a0 so Marie Lajus, Sprecherin der Pariser Polizeipr\u00e4fektur, gegen\u00fcber Mediapart v. 4.7.2009; das Innenministerium hat sich nie ge\u00e4u\u00dfert, sondern die Reaktion der Pariser Polizei \u00fcberlassen, die nur begrenzt seiner Aufsicht untersteht.<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a>\u00a0\u00a0 zu dieser Episode siehe Jobard, F.; L\u00e9vy, R.: Racial Profiling. The Parisian Police Experience, in: Canadian Journal of Criminology and Criminal Policy 2011, no. 1, pp. 87-93<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Fabien Jobard und Ren\u00e9 L\u00e9vy Ohne zu \u00fcbertreiben l\u00e4sst sich sagen: Die Frage der<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[152,109],"tags":[272,630,760,1094,1177],"class_list":["post-13103","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-artikel","category-cilip-104","tag-bahnhoefe","tag-frankreich","tag-identitaetskontrolle","tag-polizei","tag-racial-profiling"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13103","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13103"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13103\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13103"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13103"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13103"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}