{"id":13423,"date":"2017-09-12T11:06:53","date_gmt":"2017-09-12T11:06:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cilip.de\/?p=13423"},"modified":"2017-09-12T11:06:53","modified_gmt":"2017-09-12T11:06:53","slug":"literatur-52","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=13423","title":{"rendered":"Literatur"},"content":{"rendered":"<h4>Zum Schwerpunkt<\/h4>\n<p>\u201eDeradikalisierung\u201c \u2013 ein neues Zauberwort bereichert die sicherheitspolitische Debatte der letzten Jahre. Blickt man in die einschl\u00e4gige Publikationslandschaft, werden schnell bekannte Muster deutlich; Muster, die f\u00fcr den Verlauf, die AkteurInnen und Interessengruppen und die \u201eLogik\u201c der Konjunkturen innerer Sicherheitspolitiken kennzeichnend sind: Man nehme einen im Alltagsverst\u00e4ndnis positiv besetzten Begriff und entfalte in dem so \u00fcberschriebenen Feld eine Vielzahl von beliebigen Aktivit\u00e4ten, an denen sich alle beteiligen, die diese \u201ebeliebigen Aktivit\u00e4ten\u201c schon immer f\u00fcr sinnvoll hielten. Sogleich bildet sich eine \u201eScientific Community\u201c, deutlich dominiert von \u201ePraktikern\u201c und deren Interessen, die im Gleichklang zwei Dinge fordern: endlich eine Evaluation (um wissensbasierte Praxis beteiben zu k\u00f6nnen) und eine auf Dauer gestellte F\u00f6rderung (um die Standards umsetzen, die \u201eVernetzung\u201c vertiefen zu k\u00f6nnen). Im Ergebnis entsteht ein buntes Potpourri sozialer Interventionen, die von unterst\u00fctzend-helfenden bis zu repressiv-strafenden reichen \u2013 alle legitimiert durch die Idee, \u00fcber \u201eDeradikalisierung\u201c Innere Sicherheit zu gew\u00e4hrleisten. Im Folgenden Hinweise auf die deutschsprachige Szene:\u00a0<!--more--><\/p>\n<p><strong>Trautmann, Catrin; Zick, Andreas: <\/strong><em>Systematisierung von in Deutschland angebotenen und durchgef\u00fchrten (Pr\u00e4ventions-)Programmen gegen islamistisch motivierte Radikalisierung au\u00dferhalb des Strafvollzugs, Bielefeld 2016, <a href=\"https:\/\/www.forum-kriminalpraevention.de\/files\/1Forum-kriminalpraevention-webseite\/pdf\/2015-03\/2015-03_praev_gegen_islamistisch_motivierte_radikalisierung.pdf\">www.forum-kriminalpraevention.de\/files\/1Forum-kriminalpraevention-webseite\/pdf\/2015-03\/2015-03_praev_gegen_islamistisch_motivierte_radikalisierung.pdf<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>Trautmann, Catrin; Kahl, Wolfgang; Zick, Andreas:<\/strong> <em>Pr\u00e4vention von islamistischer Radikalisierung und Gewalt, in: forum kriminalpr\u00e4vention 2017, H. 1, S. 3-9, <a href=\"https:\/\/www.forum-kriminalpraevention.de\/systematisierung-von-praeventionsansaetzen.html\">www.forum-kriminalpraevention.de\/systematisierung-von-praeventionsansaetzen.html<\/a><\/em><\/p>\n<p>Initiiert vom \u201eDeutschen Forum f\u00fcr Kriminalpr\u00e4vention\u201c hat das Bielefelder \u201eInstitut f\u00fcr interdisziplin\u00e4re Konflikt- und Gewaltforschung\u201c einen Systematisierungsversuch der deutschen Deradikalisierungs-Land\u00adschaft unternommen. Die Untersuchung erfasst 36 Initiativen, die im Herbst 2015 bestanden. Identifiziert werden vier \u201ePrototypen\u201c (Medienschutz, Bildungsarbeit, Netzwerkbildung und Beratungsarbeit), die \u2013 mit Ausnahme des Medienschutzes \u2013 in jeweils zwei \u201eFormaten\u201c umgesetzt werden. Deutlich wird die pr\u00e4ventive Vorverlagerung in Richtung allgemeiner prosozialer, demokratisch intendierter Interventionen. Bei den wenigen Ans\u00e4tzen, die direkt an die Betroffenen adressiert sind, wird festgestellt, dass sie auf \u201eRessourcenorientierung\u201c und den Ausbau \u201eprotektiver Faktoren\u201c setzen.<\/p>\n<p><strong>Gruber, Florian; L\u00fctzinger, Saskia; Kemmesies, Uwe E.:<\/strong> <em>Extremismus\u00adpr\u00e4vention in Deutschland \u2013 Erhebung und Darstellung der Pr\u00e4ventionslandschaft. Schwerpunktdarstellung Pr\u00e4ventionsprojekte in staatlicher Tr\u00e4gerschaft (2014\/ 2015), Wiesbaden (BKA) 2016, <a href=\"http:\/\/www.bka.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Publikationen\/Publikationsreihen\/Forschungsergebnisse\/2016ExtremismuspraeventionInDeutschland.html\">www.bka.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Publikationen\/Publikationsreihen\/Forschungsergebnisse\/2016ExtremismuspraeventionInDeutschland.html<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>Gruber, Florian; L\u00fctzinger, Saskia:<\/strong> <em>Extremismuspr\u00e4vention in Deutschland \u2013 Erhebung und Darstellung der Pr\u00e4ventionslandschaft. Modulabschlussbericht, Wiesbaden (BKA) 2017, <a href=\"http:\/\/www.bka.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Publikationen\/Publikationsreihen\/Forschungsergebnisse\/2017PueG_ExtremismuspraeventionInDeutschland_Erhebung.pdf\">www.bka.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Publikationen\/Publikationsreihen\/Forschungsergebnisse\/2017PueG_ExtremismuspraeventionInDeutschland_Erhebung.pdf<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>L\u00fctzinger, Saskia; Gruber, Florian:<\/strong> <em>Extremismuspr\u00e4vention in Deutschland \u2013 Herausforderungen und Optimierungspotenzial. Wiesbaden (BKA) 2017, <a href=\"https:\/\/www.bka.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Publikationen\/Publikationsreihen\/Forschungsergebnisse\/2017PueG_ExtremismuspraeventionInDeutschland_Herausforderung.html\">www.bka.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Publikationen\/Publikationsreihen\/Forschungsergebnisse\/2017PueG_ExtremismuspraeventionInDeutschland_Herausforderung.html<\/a><\/em><\/p>\n<p>Diese Untersuchungen entstanden im Rahmen des BKA-For\u00adschungsprojektes \u201eEntwicklungsm\u00f6glichkeiten einer ph\u00e4nomen\u00fcbergreifend ausgerichteten Pr\u00e4vention politisch motivierter Gewaltkriminalit\u00e4t (P\u00fcG)\u201c. F\u00fcr die Jahre 2014\/15 wurden dem Radikalisierungs-Paradigma folgend 721 Projekte in der \u201ePr\u00e4ventionslandschaft\u201c in den Bereichen Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus erfasst. Nachdem in dem Bericht von 2016 zun\u00e4chst die Projekte in staatlicher Tr\u00e4gerschaft vorgestellt worden waren, weist (auch) der Modulabschlussbericht von 2017 darauf hin, dass die psychosozialen Hintergr\u00fcnde von Radikalisierungsprozessen zu wenig beachtet w\u00fcrden, dem Linksextremismus zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet werde, und es insgesamt an aussagekr\u00e4ftigen Evaluationen mangele. Zur Erhebung des \u201eOptimierungspotenzials\u201c wurden die Angaben von neun ExpertInnen aus der Deradikalisierungsarbeit ausgewertet. Im Ergebnis findet sich der Common Sense aller Pr\u00e4ventionistInnen: von der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, die \u00fcbernommen werden m\u00fcsse, bis zur dauerhaft gesicherten Finanzierung.<\/p>\n<p><strong>Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Bundesministerium des Innern (Hrsg.):<\/strong> <em>Strategie der Bundesregierung zur Extremismuspr\u00e4vention und Demokratief\u00f6rderung, Berlin 2016, <a href=\"https:\/\/www.protokoll-inland.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Broschueren\/2016\/strategie-extremismuspraevention-und-demokratiefoerderung.html\">www.protokoll-inland.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Broschueren\/2016\/strategie-extremismuspraevention-und-demokratiefoerderung.html<\/a><\/em><\/p>\n<p>Bereits im Titel dieser \u201eStrategie\u201c wird die prinzipielle Grenzenlosigkeit des Ansatzes deutlich. Als ihr \u201e\u00fcbergeordnetes Ziel\u201c verk\u00fcndet die Bundesregierung, \u201edurch Pr\u00e4vention von Radikalisierung und Gewalt zu einer demokratischen und sicheren Gesellschaft beizutragen\u201c, und das geschieht \u00fcber die F\u00f6rderung von Beratungsangeboten bis zum Ansatz, \u00fcber die \u201eF\u00f6rderung von Engagement, Mut, Zivilcourage und Konfliktf\u00e4higkeit die gelebte Demokratie und ihre Werte zu st\u00e4rken\u201c. Im Hinblick auf Deradikalisierung wird auf verschiedene Forschungsprojekte, insbesondere des BKA, und die F\u00f6rderung kritischer Evaluierung hingewiesen.<\/p>\n<p><strong>Steffen, Wiebke:<\/strong> <em>Pr\u00e4vention der salafistischen Radikalisierung (Teil 1 und 2), in: forum kriminalpr\u00e4vention 2015, H. 4, S. 10-17 u. 52-56, <a href=\"https:\/\/www.forum-kriminalpraevention.de\/files\/1Forum-kriminalpraevention-webseite\/pdf\/2015-04\/radikalisierung.pdf\">www.forum-kriminalpraevention.de\/files\/1Forum-kriminalpraevention-webseite\/pdf\/2015-04\/radikalisierung.pdf<\/a><\/em><\/p>\n<p>Im zweiten Teil dieses auf dem Vortrag auf der Herbsttagung 2015 des BKA fu\u00dfenden Artikels werden verschiedene Pr\u00e4ventionsans\u00e4tze vorgestellt. Als langj\u00e4hrige Kennerin sieht Steffen die Islamismuspr\u00e4vention in der Tradition allgemeiner Kriminalpr\u00e4vention, deren bekannte Risiken (\u201eVersicherheitlichung\u201c, mangelnde Professionalit\u00e4t, Vernetzung und Evaluierung) sie in Rechnung stellt und um die Kritik an der ausgrenzenden \u201eLogik des Verdachts\u201c und die kontraproduktiven Wirkungen aus muslimische Gemeinschaften erweitert. Ohne daraus Konsequenzen zu ziehen, werden dann die Initiativen in den Bereichen Polizei, Jugendhilfe und Schulen vorgestellt, um dann in \u00dcbereinstimmung mit der Innenministerkonferenz eine \u201enationale Pr\u00e4ventionsstrategie\u201c zu fordern \u2013 mit den zustimmend zitierten Worten des BKA-Pr\u00e4sidenten: einen \u201etragf\u00e4higen Masterplan\u201c, der die \u201eZusammenarbeit von Polizei und Nachrichtendiensten \u2026 Justiz, Sozial-, Bildungs- und Jugendbeh\u00f6rden\u201c regelt.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6hler, Daniel (Verf.):<\/strong> <em>Strukturelle Qualit\u00e4tsstandards in der Pr\u00e4ventionsarbeit gegen gewaltbereiten Extremismus, Stuttgart 2016<\/em>, <em><a href=\"http:\/\/www.kpebw.de\/wp-content\/uploads\/Handbuch-KPEBW.pdf\">www.kpebw.de\/wp-content\/uploads\/Handbuch-KPEBW.pdf<\/a><\/em><\/p>\n<p>Das beim Innenministerium des Landes angesiedelte \u201eKompetenzzentrum zur Koordinierung des Pr\u00e4ventionsnetzwerks gegen den (islamistischen) Extremismus in Baden-W\u00fcrttemberg\u201c (KPEBW) hat dieses Handbuch f\u00fcr PraktikerInnen im Bereich der Extremismuspr\u00e4vention in Auftrag gegeben. Bevor der Autor ab S. 23 zu den Qualit\u00e4tsstandards kommt, werden Systematisierungen von Pr\u00e4ventionen\/Interventionen vorgestellt. Auch wird die internationale Debatte \u00fcber Ziele und Wirkungen von Deradikalisierungsprogrammen referiert. Die Standards selbst beziehen sich auf die Dimensionen \u201eProgrammleitung\/-entwick\u00adlung\u201c, \u201ePersonal und Organisation\u201c, \u201eKlienteneinstufung\u201c, \u201eBeratung und Betreuung\u201c, \u201eQualit\u00e4tssicherung\u201c und \u201eTransparenz\u201c. Das ist zumindest auf der immanenten Ebene ein Versuch, Professionalit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten. Fraglich bleibt allerdings, inwiefern PraktikerInnen (auch materiell) in der Lage sind, diesen Standards gerecht zu werden.<\/p>\n<p><strong>Kober, Marcus:<\/strong> <em>Zur Evaluation von Ma\u00dfnahmen der Pr\u00e4vention von religi\u00f6ser Radikalisierung in Deutschland, in: Journal for Deradicalization, No.11 (Summer 2017), pp. 219-256, <a href=\"http:\/\/journals.sfu.ca\/jd\/index.php\/jd\/article\/download\/105\/88\">http:\/\/journals.sfu.ca\/jd\/index.php\/jd\/article\/download\/105\/88<\/a><\/em><\/p>\n<p>Der Autor hat den Versuch einer Bilanz vorliegender Evaluationen unternommen. Seine aufw\u00e4ndige Recherche hat zu lediglich sieben Projekten gef\u00fchrt, zu denen Evaluationen vorliegen. Im zweiten Teil des Artikels entwickelt Kober Vorschl\u00e4ge, wie der \u201eeklatante Mangel an Evaluationen\u201c beseitigt werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>El-Mafaalani, Aladin; Fathi, Alma; Mansour, Ahmad; M\u00fcller, Jochen; Nordbruch, G\u00f6tz; Waleciak, Julian:<\/strong> <em>Ans\u00e4tze und Erfahrungen der Pr\u00e4ventions- und Deradikalisierungsarbeit, HSFK-Report 6\/2016, Frankfurt am Main, <a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/publikationen\/publikationssuche\/publikation\/ansaetze-und-erfahrungen-der-praeventions-und-deradikalisierungsarbeit\/\">www.hsfk.de\/publikationen\/publikationssuche\/publikation\/ansaetze-und-erfahrungen-der-praeventions-und-deradikalisierungsarbeit\/<\/a><\/em><\/p>\n<p>Die Studie will die Erfahrungen in anderen Pr\u00e4ventions- und Deradikalisierungsbereichen f\u00fcr die Auseinandersetzung mit dem Salafismus nutzbar machen. F\u00fcr die Distanzierung (= Abwendung von Gewalt) und Deradikalisierung (= zus\u00e4tzlich Abwendung von der Ideologie) wird auf Erfahrungen mit RechtsextremistInnen und Sektenmitgliedern verwiesen. In ihren Handlungsempfehlungen betonen die AutorInnen die Notwendigkeit weiterer Forschung. F\u00fcr die \u201epolitische und p\u00e4dagogische Praxis\u201c reicht ihr Katalog von der \u201eschulischen Unterrichtsentwicklung\u201c \u00fcber die \u201eProjektebene\u201c mit \u201ezivilgesellschaftlichen Akteuren\u201c, bis zu \u201eZeugenschutzprogrammen\u201c, \u201eder interkulturellen \u00d6ffnung der Institutionen\u201c oder der \u201eAusweitung des islamischen Religionsunterrichts\u201c.<\/p>\n<p><strong>Molthagen, Dietmar (Hrsg.):<\/strong> <em>Handlungsempfehlungen zur Auseinandersetzung mit islamistischem Extremismus und Islamfeindlichkeit, Berlin (Friedrich-Ebert-Stiftung) 2015, <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/dialog\/12034-20151201.pdf\">http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/dialog\/12034-20151201.pdf<\/a><\/em><\/p>\n<p>Dieser Band versammelt Beitr\u00e4ge des ExpertInnengremiums der Friedrich-Ebert-Stiftung. F\u00fcr Aspekte der Deradikalisierung sind die Beitr\u00e4ge von Werner Schiffauer zum \u201eWert\u201c verfassungssch\u00fctzerischen Wissens \u00fcber Islamismus und von Thomas M\u00fccke, der die Arbeit des \u201eViolence Prevention Network\u201c (VPN) schildert, von besonderem Interesse.<\/p>\n<p><strong>Neumann, Peter:<\/strong> <em>Radikalisierung, Deradikalisierung, Extremismus, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 2013, H. 29-31, S. 3-10, <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/164918\/radikalisierung-deradikalisierung-und-extremismus?p=all\">www.bpb.de\/apuz\/164918\/radikalisierung-deradikalisierung-und-extremismus?p=all<\/a><\/em><\/p>\n<p>Dieser Beitrag ist auch nach vier Jahren noch lesenswert, weil er versucht, ein wenig begriffliche Klarheit zu schaffen. Und weil in der begrifflichen Unterscheidung (etwa zwischen verschiedenen Extremismen, Varianten der Deradikalisierung und Demobilisierung) immer neue Unklarheiten auftauchen, die mehr Fragen aufwerfen als beantworten.<\/p>\n<p><strong>Reicher, Fabian:<\/strong> <em>Deradikalisierung und Extremismuspr\u00e4vention im Jugendalter, in: soziales_kapital Nr. 14 (2015),<\/em> <a href=\"http:\/\/www.soziales-kapital.at\/index.php\/sozialeskapital\/article\/view\/398\"><em>www.soziales-kapital.at\/index.php\/sozialeskapital\/article\/view\/398<\/em><\/a><\/p>\n<p>Der Aufsatz fasst die wenigen kritischen Positionen zur (islamistischen) Deradikalisierung zusammen: Die Aufmerksamkeit gegen\u00fcber muslimischen Jugendmilieus aus der Sicherheitsperspektive k\u00f6nnen als Diskriminierung wahrgenommen werden und die Anziehungskraft bestimmter Szenen verst\u00e4rken. Die AdressatInnen der Deradikalisierung w\u00fcrden h\u00e4ufig als defizit\u00e4re Individuen mit einem problematischen sozialen oder famili\u00e4ren Umfeld wahrgenommen; dies sei eine \u201eProjektion\u201c, mit der von \u201emenschenfeindlichen Strukturen in der gesellschaftlichen Mitte\u201c abgelenkt w\u00fcrde. Da einerseits nicht bestimmt sei, wo \u201eRadikalit\u00e4t\u201c beginnt, andererseits \u201eRadikalisierung\u201c einen Prozess beschreibt, gehe von pr\u00e4ventiven Interventionen die Gefahr aus, eine ganze Generation unter Verdacht zu stellen. Schlie\u00dflich fu\u00dfe der Versuch, \u00fcber zeitlich begrenzte Projekte etwas bewirken zu wollen, auf einer \u201eSimplifizierung\u201c der Zusammenh\u00e4nge von \u201eproblematischen Strukturen innerhalb der einzelnen Sozialisationsinstanzen und der gesamten Gesellschaft\u201c.<\/p>\n<p><strong>Kulturb\u00fcro Sachsen (Hrsg.):<\/strong> <em>Vom Kopf auf die F\u00fc\u00dfe. Zum anwaltschaftlichen Arbeiten mit menschenrechtsorientierten Jugendlichen im l\u00e4ndlichen Raum, Dresden 2014, <a href=\"http:\/\/www.kulturbuero-sachsen.de\/images\/PDF\/WJD-Abschlussdoku.pdf\">www.kulturbuero-sachsen.de\/images\/PDF\/WJD-Abschlussdoku.pdf<\/a><\/em><\/p>\n<p>Diese Ver\u00f6ffentlichung entstand im Zusammenhang mit Projekten in zwei s\u00e4chsischen Kleinst\u00e4dten, die lokale \u201erechte Hegemonien\u201c durch die Arbeit mit \u201emenschenrechtsorientierten Jugendlichen\u201c durchbrechen sollten. F\u00fcr den Schwerpunkt unseres Heftes ist der abschlie\u00dfende Beitrag von Susanne Feustel (\u201eVon der \u201aGlatzenpflege auf Staatskosten\u2018 zur Deradikalisierung als Konzept\u201c) besonders lesenswert. Nach dem kritischen R\u00fcckblick auf die Praxis \u201eakzeptierender Sozialarbeit\u201c in den 1990er Jahren, wendet sich die Autorin der Deradikalisierung zu, die sie als \u201eBegriffscontainer\u201c bezeichnet. Der Begriff sei \u201eschwammig\u201c und stehe f\u00fcr die \u201eallumfassende Idee \u201aetwas gegen rechts zu tun\u2018\u201c. Selbst in den engen Bereichen, in denen der Ansatz plausibel sei, etwa im Umgang mit AussteigerInnen oder in Haftanstalten, fehle es h\u00e4ufig an den Voraussetzungen f\u00fcr qualifizierte Arbeit. Gingen die Aktivit\u00e4ten dar\u00fcber hinaus, dann w\u00fcrden die knappen Ressourcen faktisch dazu f\u00fchren, auf Kosten \u201eder anderen\u201c f\u00fcr \u201eideologisch durchdrungene rechtsorientierte Jugendliche \u2026 ein besseres Setting zu schaffen\u201c.<\/p>\n<p><strong>Burschel, Friedrich (Hrsg.): <\/strong><em>Durchmarsch von rechts. V\u00f6lkischer Aufbruch: Rassismus, Rechtspopulismus, rechter Terror, Berlin (Rosa-Luxemburg-Stiftung) 2016, <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/8811\/durchmarsch-von-rechts\">www.rosalux.de\/publikation\/id\/8811\/durchmarsch-von-rechts<\/a><\/em><\/p>\n<p>Der Beitrag von Esther Lehnert und Enrico Glaser (\u201eVerstellter Blick\u201c) k\u00fcndigt im Untertitel \u201eeine Absage an \u201aDeradikalisierung\u2018\u201c f\u00fcr die Jugendarbeit \u201egegen rechts\u201c an. Das Konzept wird als \u201ekontraproduktiv\u201c bewertet. Kritisiert wird die Defizitorientierung des Ansatzes, der Blick auf (m\u00e4nnliche) \u201eRadikalisierte\u201c, die Verortung des Problems am Rande der Gesellschaft und die Vernachl\u00e4ssigung demokratisch orientierter Jugendlicher. Damit werde die \u201edringend notwendige Auseinandersetzung mit gesellschaftlich weit geteilten Einstellungen \u2026 erschwert.\u201c<\/p>\n<h4>Aus dem Netz<\/h4>\n<p><a href=\"http:\/\/journal-exit.de\">http:\/\/journal-exit.de<\/a><\/p>\n<p>Seit 2013 erscheint das \u201eJournal EXIT-Deutschland. Journal f\u00fcr Deradikalisierung und demokratische Kultur\u201c. Entstanden aus der Arbeit, der seit 2000 bestehenden Organisation \u201eEXIT-Deutschland\u201c, die Angeh\u00f6rige der rechten Szene beim Ausstieg unterst\u00fctzt, besch\u00e4ftigt sich das Journal nicht allein mit rechtsextremistischer, sondern mit allen Formen der \u201eDeradikalisierung\u201c. Die Zeitschrift dient eher der Information und der Selbstverst\u00e4ndigung der AkteurInnen als der kritischen W\u00fcrdigung der Aktionen. Gleichwohl als Informationsquelle \u00fcber nationale und ausl\u00e4ndische Entwicklungen unverzichtbar.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/journals.sfu.ca\/jd\/index.php\/jd\/index\">http:\/\/journals.sfu.ca\/jd\/index.php\/jd\/index<\/a><\/p>\n<p>Seit dem Winter 2014\/15 erscheint das \u201eJournal for Deradicalization\u201c mit j\u00e4hrlich vier Ausgaben. Es wird herausgegeben vom \u201eGerman Institute on Radicalization and De-radicalization Studies\u201c, das von Daniel K\u00f6hler (s.o. \u201eQualit\u00e4tsstandards\u201c) geleitet wird. Ver\u00f6ffentlicht werden Beitr\u00e4ge in deutscher oder englischer Sprache. Inhaltlich sind die Gegenst\u00e4nde weit gestreut: Sie beziehen sich auf rechtsextremistische oder islamistische (De-)Radikalisierungen, auf Entwicklungen von der Schule bis zum Internet, auf die Lage in verschiedenen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, in Asien oder in der arabischen Welt. Und sie beleuchten die Entwicklungen in verschiedenen L\u00e4ndern. Das JD beweist mit jeder Ausgabe: (De-)Radikalisierung ist ein globales Ph\u00e4nomen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/politik\/extremismus\/radikalisierungspraevention\">www.bpb.de\/politik\/extremismus\/radikalisierungspraevention<\/a><\/p>\n<p>Die Seite der Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung ist auf den Salafismus fokussiert. Der \u201eInfodienst Radikalisierungspr\u00e4vention\u201c stellt Materialien zur Verf\u00fcgung. \u00dcber <em>links<\/em> wird auf verschiedene Initiativen und deren Arbeit verwiesen. Die Informationen beziehen sich zum Teil auch auf Aktivit\u00e4ten gegen\u00fcber anderen Radikalisierungen. Ein Newsletter, der aktuelle Informationen verspricht, kann abonniert werden.<\/p>\n<p>(alle: Norbert P\u00fctter)<\/p>\n<h4>Sonstige Neuerscheinungen<\/h4>\n<p><strong>Gro\u00dfmann, Werner (mit B\u00f6hm, Peter):<\/strong> <em>Der \u00dcberzeugungst\u00e4ter, Berlin (Verlag edition ost) 2017, 252 S., 16,99 EUR<\/em><\/p>\n<p>Dieses Buch ist eigentlich gar kein Buch. Vielmehr ist es ein rund 250 Seiten langes Interview, bei dem Frager und Befragter sich gegenseitig die B\u00e4lle zuwerfen. Bei dem freundschaftlichen Pingpong-Spiel ist Werner Gro\u00dfmann, der letzte Chef der Hauptverwaltung Aufkl\u00e4rung (HV A), des Auslandsgeheimdienstes der DDR, zweifellos der prominentere \u201eAutor\u201c. \u00dcber seinen \u201eCo-Autor\u201c Peter B\u00f6hm hei\u00dft es dagegen lediglich, er sei Journalist und recherchiere \u201eseit Jahren zum Thema Geheimdienste\u201c. Bei n\u00e4herer Betrachtung handeln zumindest seine letzten drei B\u00fccher von ehemaligen DDR-Spionen. Einen Begriff, den Gro\u00dfmann strikt von sich weist und lieber von \u201eAufkl\u00e4rern\u201c spricht. Damit sind die Unstimmigkeiten zwischen beiden dann auch schon ausger\u00e4umt. Kein Wunder also, dass B\u00f6hm bei der kameradschaftlichen Plauderei auch schon mal ein \u201euns\u201c oder \u201ewir\u201c in die Fragen ger\u00e4t. Und so haben die DDR-B\u00fcrgerInnen den Mauerbau 1963 denn auch mehrheitlich \u201ebegr\u00fc\u00dft\u201c; der \u201eWahrheitsgehalt\u201c der Publikationen der \u201eAufarbeiter\u201c in der Bundesbeh\u00f6rde zur Aufarbeitung der Stasi-Unterlagen (BStU) ist zumindest zweifelhaft, und von den Vorg\u00e4ngen in anderen Abteilung des Ministeriums f\u00fcr Staatssicherheit (MfS) hat Gro\u00dfmann ohnehin nichts gewusst usw. \u2013 usw. Wer die Guten und wer die B\u00f6sen waren, ist somit klargestellt. Also lassen wir es dabei und legen das Buch in eine m\u00f6glichst staubige Ecke. (Otto Diederichs)<\/p>\n<p><strong>Hirschmann, Nathalie<\/strong>: <em>Sicherheit als professionelle Dienstleistung und Mythos. Eine soziologische Analyse der gewerblichen Sicherheit, Wiesbaden (Springer VS) 2016, 307 S., 39,99 EUR<\/em><\/p>\n<p>Die vorliegende Studie ist 2015 als Dissertation an der Universit\u00e4t Potsdam angenommen worden und stammt aus dem Dunstkreis des zwischen 2010 und 2012 durchgef\u00fchrten Forschungsprojekts KoSiPol (Kooperative Sicherheitspolitik in der Stadt), das f\u00fcr diese Arbeit als \u201ethematischer Impulsgeber\u201c gedient habe (S. 33). Die Untersuchung fragt mit einem Methodenmix, der auch leitfadengest\u00fctzte Interviews umfasst, \u201ewie sich Sicherheitsdienstleister gegen\u00fcber anderen, konkurrierenden Berufsgruppen wie der Polizei zu etablieren suchen und welche Rolle dabei deren Kunden bzw. Auftraggeber spielen\u201c (S. 24). Mit dem Soziologen Andrew Abbot wird die Sicherheitswirtschaft einer professionssoziologischen Analyse unterzogen, obwohl sie \u201ekeine klassische Profession darstellt\u201c (S. 31), sowie \u201emittels zentraler Konzepte des Neo-Institutionalismus\u201c als Organisation in den Blick genommen, \u201eohne sie mit dem Konzept der Organisation gleichsetzen zu wollen\u201c (S. 60). Schlie\u00dflich teilt die Autorin einleitend mit, sie wisse schon irgendwie, es gehe im Sicherheitsgewerbe um Gewinnerzielung, aber \u201eda das Adjektiv \u201akommerziell\u2019 eine normative Komponente bzw. Bewertung enth\u00e4lt\u201c, gilt es ihr als \u201ewenig zielf\u00fchrend\u201c (S. 46); au\u00dferdem hei\u00dfe die juristische Regulierung der Branche ja auch <em>Gewerbe<\/em>ordnung. Nach einer solchen Logik verkauft Edeka Gef\u00fchle und Erotika (\u201eWir lieben Lebensmittel!\u201c) und ein Wach- und Sicherheitsunternehmen gr\u00fcndet sich mit dem Ziel, Rechtsfrieden (und nicht etwa Profit) zu generieren. Was sonst \u201ewenig zielf\u00fchrend\u201c ist, bleibt im Dunkeln. Jedenfalls, nach rund 200 Seiten altbekannter Ph\u00e4nomenbeschreibungen (S. 255): \u201eEs kann sich die Sicherheitswirtschaft nur so weit etablieren, legitimieren und professionalisieren\u201c, wie dies die \u201eAnspruchsgruppe\u201c (die Kunden) und das \u201eorganisationale Feld\u201c (Gesetzgeber, B\u00fcrgerInnen, Institutionen etc.) zulassen: \u201eUnd das ist unter den aufgezeigten Bedingungen wohl auch zu bef\u00fcrworten\u201c. Mag sein, nur hat es daf\u00fcr nicht wieder so ein <em>Produkt<\/em> aus dem Hause KoSiPol gebraucht. (Volker Eick)<\/p>\n<p><strong>Redaktionskollektiv (Hrsg.):<\/strong> <em>Wege durch den Knast. Alltag. Krankheit. Rechtsstreit<\/em><em>, Berlin (Assoziation A) 2017 (2. Aufl.), 680 S., 19.90 EUR, vollst\u00e4ndig unter: www.wegedurchdenknast.de, f\u00fcr Gefangene kostenlos \u00fcber den Verlag bestellbar<\/em><\/p>\n<p>In der zweiten Auflage ist der umstrittene Ratgeber f\u00fcr Gefangene \u201eWege durch den Knast\u201c erschienen \u2013 und mittlerweile in 24 Justizvollzugsan\u00adstalten verboten. Das OLG N\u00fcrnberg hat nun das Verbot erneut bekr\u00e4ftigt. In seinem Beschluss vom 9. M\u00e4rz 2017 hei\u00dft es: Textstellen des Ratgebers \u201eweisen eine nach Inhalt und Zielsetzung negative, gegen den Behandlungsauftrag gerichtete, die Sicherheit und Ordnung gef\u00e4hrdende Tendenz aus, da sie geeignet sind, bei den Gefangenen eine massive Oppositionshaltung gegen\u00fcber dem Vollzug und den Bediensteten der Anstalt hervorzurufen oder zu verst\u00e4rken.\u201c<\/p>\n<p>Das Buch ist unter Mitwirkung von Gefangenen, Ex-Gefangenen, PflegerInnen, Anw\u00e4ltInnen und \u00c4rztInnen entstanden. Es will den Gefangenen den Knastalltag erleichtern und ihnen ein St\u00fcck weit Handlungsf\u00e4higkeit zur\u00fcckgeben. In unkomplizierter und gut lesbarer Sprache werden die drei gro\u00dfen Themen Alltag, Gesundheit und Recht behandelt, wobei keine Themen ausgespart werden. Dabei geht es dem Redaktionskollektiv vor allem um die \u201eWissensweitergabe an Neuzug\u00e4nge\u201c, wie es in der Einleitung formuliert wird, wobei ein Gro\u00dfteil des Buches \u2013 vor allem die ersten Kapitel \u2013 aus Erfahrungsberichten von Gefangenen selbst besteht.<\/p>\n<p>Besonders hervorgehoben wird die Situation von Frauen im Strafvollzug, ein in der \u00f6ffentlichen Diskussion unterbelichtetes Thema. Frauen machen nur etwa f\u00fcnf Prozent an der gesamten Gef\u00e4ngnispopulation aus, was mit besonderen Nachteilen verbunden ist, da auf ihre Bed\u00fcrfnisse noch weniger eingegangen wird. Auch die besonderen rechtlichen Probleme von Gefangenen ohne deutschen Pass werden aufgegriffen, wobei es f\u00fcr diese allerdings auf Grund sprachlicher Barrieren schwierig sein k\u00f6nnte, von dem Buch direkt zu profitieren.<\/p>\n<p>Schwer getan hat sich die Redaktion mit dem Kapitel \u00fcber \u201eSexualit\u00e4t\u201c im Gef\u00e4ngnis, sich aber letztlich f\u00fcr die Aufnahme entschieden. Oft wird neben der Freiheitsbeschr\u00e4nkung, dem Mangel an \u201egeistiger Fortbildung\u201c und physischer Bet\u00e4tigung, die sexuelle Deprivation von Gefangenen vernachl\u00e4ssigt.<\/p>\n<p>Die abolitionistische Haltung der AutorInnen tritt deutlich zu Tage, insbesondere ist ein Unterkapitel dem Hungerstreik gewidmet. Nach eigener Aussage des Redaktionskollektivs im Vorwort gehe es ihnen um \u201eK\u00e4mpfe gegen den Knast und den gef\u00e4ngnisindustriellen Komplex\u201c. Im Vordergrund des gesamten Werkes steht aber die rechtliche und gesundheitliche Beratung sowie das Teilen und die Weitergabe von spezifischem Wissen und Erfahrungen.<\/p>\n<p>\u201eWege durch den Knast\u201c ist mehr als nur ein Ratgeber f\u00fcr Gefangene, sondern dar\u00fcber hinaus f\u00fcr alle interessant, die sich f\u00fcr Gef\u00e4ngnisstrukturen und Knastalltag interessieren. Dabei kann er \u2013 trotz seines Umfangs \u2013 als Ganzes gelesen oder einfach nur als \u201eNachschlagewerk\u201c im Regal stehen, denn obwohl er keine juristische Fachliteratur ist, ist er gr\u00fcndlich recherchiert und mit Sachkunde geschrieben. Vor allem aber gibt er Raum f\u00fcr die Perspektive der Gefangenen, die sonst nur selten geh\u00f6rt wird! (Louisa Zech)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Schwerpunkt \u201eDeradikalisierung\u201c \u2013 ein neues Zauberwort bereichert die sicherheitspolitische Debatte der letzten Jahre. 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