{"id":15220,"date":"2019-02-15T15:17:46","date_gmt":"2019-02-15T15:17:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cilip.de\/?p=15220"},"modified":"2019-02-15T15:17:46","modified_gmt":"2019-02-15T15:17:46","slug":"abwehr-von-drohnen-polizei-nutzt-militaertechnik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=15220","title":{"rendered":"Abwehr von Drohnen: Polizei nutzt Milit\u00e4rtechnik"},"content":{"rendered":"<p><strong>Immer \u00f6fter sind Polizei und Milit\u00e4r mit der unerw\u00fcnschten Nutzung von handels\u00fcblichen Drohnen konfrontiert. F\u00fcr ihre Bek\u00e4mpfung m\u00fcssen die Flugger\u00e4te blitzschnell entdeckt und analysiert werden. Um sie unsch\u00e4dlich zu machen, haben R\u00fcstungskonzerne verschiedene Verfahren entwickelt.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Jedes Jahr werden allein in den USA und Europa rund eine Million kleine Drohnen verkauft. Diese Zahl nannte der stellvertretende Direktor der Wehrtechnischen Dienststelle f\u00fcr Luftfahrzeuge der Bundeswehr (<a href=\"https:\/\/www.baainbw.de\/portal\/a\/baain\/start\/diensts\/wtd61\/!ut\/p\/z1\/04_Sj9CPykssy0xPLMnMz0vMAfIjo8zinSx8QnyMLI2MXAJcjQw8jT3CTIOc_A3c_Y30wwkpiAJKG-AAjgb6wSmp-pFAM8xxm2GsH6wfpR-VlViWWKFXkF9UkpNaopeYDHKhfmRGYl5KTmpAfrIjRKAgN6LcoNxREQDABln5\/dz\/d5\/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh\/#Z7_B8LTL2922DPE20I3HV5RBO0GO3\">WTD 61<\/a>) vergangene Woche bei einer <a href=\"https:\/\/www.donaukurier.de\/lokales\/ingolstadt\/DKmobil-Jagdszenen-am-Flugplatz;art599,4073936\">Technikvorf\u00fchrung<\/a> am Sitz der Abteilung in Manching. Gemeint sind mehrere Kilogramm schwere Multikopter mit mehreren Rotoren, die eine Kamera oder andere Sensoren bef\u00f6rdern.<!--more--><\/p>\n<p>In Deutschland m\u00fcssen die Daten der BesitzerInnen auf einer Plakette am Ger\u00e4t angebracht werden. In vielen L\u00e4ndern sind der Verkauf oder die Nutzung von unbemannten Systemen aber nicht reglementiert, womit sie als &#8222;terroristisches Tatmittel&#8220; f\u00fcr das Milit\u00e4r im Einsatzgebiet zur Gefahr werden k\u00f6nnten. Das jedenfalls <a href=\"http:\/\/dipbt.bundestag.de\/doc\/btd\/19\/076\/1907620.pdf\">schreibt die Bundesregierung<\/a>. Kleine Drohnen haben sich demnach &#8222;als vielseitig anwendbares technisches Hilfsmittel in Planung, Durchf\u00fchrung und Auswertung von Operationen terroristischer Organisationen erwiesen&#8220;. Als &#8222;terroristisches Tatmittel&#8220; w\u00fcrden sie zur &#8222;luftgest\u00fctzten Aufkl\u00e4rung und Spionage, zum Identifizieren potentieller Schwachstellen im Vorfeld von Angriffen sowie Lenken von Steilfeuer&#8220; eingesetzt.<!--more--><\/p>\n<h4>Bundeswehr kauft &#8222;tragbare St\u00f6rausstattungen&#8220;<\/h4>\n<figure id=\"attachment_15230\" aria-describedby=\"caption-attachment-15230\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.cilip.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/BOR-A_550_rannikkotutka_1-e1562591097694.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-15230\" src=\"https:\/\/www.cilip.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/BOR-A_550_rannikkotutka_1-250x226.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"226\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-15230\" class=\"wp-caption-text\">Die Bundeswehr nutzt ein altes Radar (Bild: <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/BOR-A_550\">Wikipedia, gemeinfrei<\/a>).<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zur Erkennung von unerw\u00fcnschten Drohnen verf\u00fcgt die Bundeswehr \u00fcber ein &#8222;leichtes Gefechtsfeldaufkl\u00e4rungsradar&#8220; vom franz\u00f6sischen R\u00fcstungskonzern Thales. Es dient der Aufkl\u00e4rung von bewegten Zielen am Boden und in geringen H\u00f6hen. Die Technik ist f\u00fcr die Drohnenabwehr nur schlecht geeignet, denn sie muss auch falsche Alarme erkennen, etwa V\u00f6gel oder Drohnen, die mit einer Lizenz zu kommerziellen Zwecken unterwegs sind.<\/p>\n<p>Dieses Arsenal r\u00fcstet die Bundeswehr jetzt auf. F\u00fcr den Schutz von Kasernen werden f\u00fcnf station\u00e4re Systeme angeschafft, sie sollen gef\u00e4hrliche Drohnen unsch\u00e4dlich machen. Au\u00dferdem will die Bundeswehr 30 &#8222;tragbare St\u00f6rausstattungen&#8220; einkaufen. Das Ger\u00e4t <a href=\"https:\/\/hp-jammer.de\/drohnenabwehr\/\">&#8222;HP 47+&#8220;<\/a> stammt von der Firma H.P. Marketing &amp; Consulting W\u00fcst GmbH, die auf die Herstellung von St\u00f6rsendern spezialisiert ist. Zur Wirkungsweise schreibt der Hersteller, Drohnen k\u00f6nnten damit zur Landung gezwungen oder &#8222;zum Ausgangspunkt zur\u00fcck geschickt werden&#8220;, um die steuernde Person zu identifizieren.<\/p>\n<h4>Datenbank mit optischen und akustischen Informationen<\/h4>\n<p>Auch die Radare zur Entdeckung der Drohnen werden bald durch neue Technik ersetzt. Das Verteidigungsministerium hat dazu eine Studie bei der Firma IABG in Auftrag gegeben. Zur Erkennung und Einordnung eines anfliegenden Luftfahrzeugs setzen die Hersteller dieser Technologie auf unterschiedliche Methoden. Die erste Erkennung und anschlie\u00dfende Verfolgung der Flugbahn kann mit Bewegungsmeldern und Kameras erfolgen. Verschiedene Sensoren analysieren gleichzeitig die Bewegung, das Aussehen, elektromagnetische oder elektrostatische Emissionen oder die Temperatur. Die Drohnen k\u00f6nnen auch anhand ihres Ger\u00e4uschs oder der Funkfrequenz der Fernbedienung identifiziert werden.<\/p>\n<p>In Deutschland forschen unter anderem <a href=\"https:\/\/www.vvs.fraunhofer.de\/servlet\/is\/102897\/\">sechs verschiedene Fraunhofer-Institute<\/a> zu solchen Verfahren: Es geht um Radarger\u00e4te mit einer Reichweite von angeblich mehreren Kilometern, um Richtmikrofone und Laserentfernungsmesser.<\/p>\n<figure id=\"attachment_15226\" aria-describedby=\"caption-attachment-15226\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.cilip.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/CUS-Thun1_Drohne-red.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-15226\" src=\"https:\/\/www.cilip.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/CUS-Thun1_Drohne-red-250x171.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"171\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-15226\" class=\"wp-caption-text\">Auch die Airbus-Ausgr\u00fcndung Hensoldt verkauft ein System zur Erkennung und St\u00f6rung von Drohnen (Bild: <a href=\"https:\/\/www.hensoldt.net\/press\/press-release\/news\/detail\/News\/hensoldt-expands-xpeller-counter-uav-product-family\/\">Hensoldt<\/a>).<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Erkennungssysteme gleichen die Informationen mit einer sogenannten Signaturdatenbank ab. Sie enth\u00e4lt optische, akustische und andere technische Daten bekannter Drohnen. Eine solche &#8222;Merkmalsdatenbank&#8220; hat das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung <a href=\"https:\/\/www.iosb.fraunhofer.de\/servlet\/is\/73426\/\">vorgestellt<\/a>. Dort sind die Eigenschaften &#8222;einer Vielzahl bekannter Drohnenmodelle&#8220; hinterlegt. Nach einer Abfrage der &#8222;Merkmalsdatenbank&#8220; erf\u00e4hrt die AnwenderIn, welches Verhalten die Drohne bei einer &#8222;Abwehrma\u00dfnahme&#8220; zeigen w\u00fcrde.<\/p>\n<h4>F\u00e4lschung von GPS-Signal<\/h4>\n<p>Zur Abwehr der Drohnen wird zwischen <a href=\"https:\/\/www.fraunhofer.de\/de\/forschung\/aktuelles-aus-der-forschung\/drohnenabwehr-technologien.html\">&#8222;weichen oder harten Methoden&#8220;<\/a> unterschieden. Zu den weichen Ma\u00dfnahmen z\u00e4hlen St\u00f6rsignale, mit denen eine Drohne zur Landung gezwungen wird. Einzelne Komponenten (etwa die Fernsteuerung oder Motoren) k\u00f6nnen mithilfe von St\u00f6rsendern lahmgelegt werden. Diese Technik nutzen die &#8222;tragbaren St\u00f6rausstattungen&#8220;, die jetzt von der Bundeswehr beschafft werden.<\/p>\n<p>Mit einem gef\u00e4lschten GPS-Signal kann zudem der Kurs der Drohne beeinflusst werden, das Verfahren wurde vergangene Woche in Manching (vielleicht erstmals) <a href=\"https:\/\/www.donaukurier.de\/lokales\/ingolstadt\/DKmobil-Jagdszenen-am-Flugplatz;art599,4073936\">vorgef\u00fchrt<\/a>. Auch der in manchen Drohnen eingebaute &#8222;E-Kompass&#8220; ist aus der Ferne manipulierbar. Denkbar ist sogar, die Sensoren, mit denen das Gleichgewicht oder die Richtung der Drohne reguliert wird, zu st\u00f6ren. Bei einigen Modellen soll es m\u00f6glich sein, den Videostream abzufangen und die Steuerung zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<h4>Erkennen, St\u00f6ren und Abschie\u00dfen<\/h4>\n<p>Auch die Polizei klagt in zunehmendem Ma\u00dfe \u00fcber die unerw\u00fcnschte Nutzung handels\u00fcblicher Drohnen. Die von PilotInnen gemeldeten Behinderungen nehmen ebenfalls rasant zu, Drohnen werden au\u00dferdem f\u00fcr Protestaktionen oder unerlaubte Lieferungen in Gef\u00e4ngnisse benutzt. Die Deutsche Flugsicherung <a href=\"https:\/\/www.dfs.de\/dfs_homepage\/de\/Presse\/Pressemitteilungen\/2017\/18.01.2017.-%20DFS%20begr%C3%BC%C3%9Ft%20Beschluss%20der%20Bundesregierung%20zur%20Drohnen-Nutzung%20als%20ersten%20Schritt\/\">sch\u00e4tzt<\/a>, dass die Gesamtzahl der kleinen Flugger\u00e4te in Deutschland bis n\u00e4chstes Jahr auf \u00fcber eine Million steigt.<\/p>\n<p>Die Polizeien des Bundes verf\u00fcgen selbst \u00fcber keine eigene Drohnenabwehr. F\u00fcr Eins\u00e4tze, bei denen eine terroristische Gef\u00e4hrdung angenommen wird (etwa bei Staatsbesuchen oder Gipfeltreffen) mieten die Personensch\u00fctzerInnen des Bundeskriminalamtes (BKA) deshalb entsprechende Ger\u00e4te.<\/p>\n<figure id=\"attachment_15222\" aria-describedby=\"caption-attachment-15222\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.cilip.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/WTD61_UTM_DDS_Netzfang-e1562591106747.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-15222\" src=\"https:\/\/www.cilip.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/WTD61_UTM_DDS_Netzfang-250x152.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"152\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-15222\" class=\"wp-caption-text\">Eine Drohne wird bei einer Vorf\u00fchrung der WTD 61 mit einem Netz zu Boden gebracht (Bild: WTD 61).<\/figcaption><\/figure>\n<p>In vielen F\u00e4llen stammt die Technologie vom Milit\u00e4r. Wie die Bundeswehr nutzen auch Polizeibeh\u00f6rden das &#8222;HP 47&#8220;. Schweizer Beh\u00f6rden haben die Technik f\u00fcr das <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/schweizer-polizei-drohnenabwehr-beim-weltwirtschaftsforum-in-davos-1701-125701.html\">World Economic Forum in Davos<\/a> gemietet, ein &#8222;HP 47&#8220; kam au\u00dferdem beim letzten Besuch des US-Pr\u00e4identen Barack Obama in Berlin zum Einsatz. Das BKA hatte dort auch das <a href=\"https:\/\/openworksengineering.com\">tragbare Modell &#8222;SkyWall 100&#8220;<\/a> der britischen Firma OpenWorks mitgebracht. Die martialisch anmutende Waffe verschie\u00dft ein Projektil mit einem Netz, das eine Drohne einfangen kann. Anschlie\u00dfend sinkt das Paket mit einem Fallschirm zu Boden.<\/p>\n<h4>Kooperation mehrerer R\u00fcstungskonzerne<\/h4>\n<p>Zuletzt wurde die Luftfahrtmesse ILA in Berlin mit dem &#8222;SkyWall 100&#8220; bewacht. Die Abwehrwaffe von OpenWorks war dabei in das System &#8222;GUARDION&#8220; eingebunden, das die deutsche Polizei bereits bei Gipfeltreffen in Bayern und Hamburg genutzt hat. &#8222;GUARDION&#8220; ist eine Kooperation mehrerer deutscher R\u00fcstungskonzerne. Die Anlage kann Drohnen aufsp\u00fcren und in einem F\u00fchrungssystem der Firma ESG, das urspr\u00fcnglich f\u00fcr das Milit\u00e4r entwickelt worden ist, anzeigen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_15228\" aria-describedby=\"caption-attachment-15228\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.cilip.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/SkyWall100-Protecting-the-Berlin-Airshow.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-15228\" src=\"https:\/\/www.cilip.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/SkyWall100-Protecting-the-Berlin-Airshow-250x121.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"121\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-15228\" class=\"wp-caption-text\">Das britische System &#8222;Skywall100&#8220; bei der ILA 2018 (Bild: <a href=\"https:\/\/openworksengineering.com\/news\/203-skywall-protects-the-berlin-air-show-with-guardion\">Open Works<\/a>).<\/figcaption><\/figure>\n<p>Erweist sich das Flugger\u00e4t als feindlich, wird es mit St\u00f6rsendern des \u00dcberwachungsdienstleisters Rohde &amp; Schwarz bek\u00e4mpft. Bleibt dies wirkungslos, wird geschossen. Die Plattform &#8222;GUARDION&#8220; nutzt daf\u00fcr das <a href=\"https:\/\/drohnenabwehr.de\/en\/integrated-system\/effectors\/hpem\">&#8222;HPEMcounterUAS&#8220;<\/a> von Diehl Defence. Die Drohnen werden mit elektromagnetischen Wellen traktiert, elektronischen Systeme dadurch lahmgelegt. Andere R\u00fcstungskonzerne haben sogar den Abschuss einer kleinen Drohne <a href=\"https:\/\/www.defensenews.com\/digital-show-dailies\/paris-air-show\/2015\/06\/17\/mbda-germany-targets-mini-uavs-with-laser\/\">mit einem Hochenergielaser vorgef\u00fchrt<\/a>. Zur &#8222;harten Abwehr&#8220; geh\u00f6rt au\u00dferdem das Abschie\u00dfen mit Wasserwerfern oder einer Schusswaffe, der Angriff mit &#8222;Kamikazedrohnen&#8220; oder das Bespr\u00fchen der Drohnen mit Kleber.<\/p>\n<p>Unter Leitung des Fraunhofer Instituts f\u00fcr Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie und im Verein mit R\u00fcstungsfirmen entwickeln deutsche und \u00f6sterreichische Polizeibeh\u00f6rden unter dem K\u00fcrzel &#8222;AMBOS&#8220; <a href=\"http:\/\/www.sifo.de\/files\/Projektumriss_AMBOS.pdf\">eine Plattform, bei der verschiedene Abwehrma\u00dfnahmen zur Auswahl stehen<\/a>. Die Forschungen werden mit Geldern aus dem Programm &#8222;Zivile Sicherheit &#8211; Aspekte und Ma\u00dfnahmen der Terrorismusbek\u00e4mpfung&#8220; vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) gef\u00f6rdert und enden in diesem Jahr. Das System soll dann unter anderem bei Gro\u00dfveranstaltungen eingesetzt werden. \u00c4hnliche Verfahren finanziert das BMBF unter den Namen <a href=\"https:\/\/www.sifo.de\/files\/Projektumriss_ArGUS.pdf\">&#8222;ArGUS&#8220;<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.sifo.de\/files\/Projektumriss_MIDRAS_C3.pdf\">&#8222;MIDRAS&#8220;<\/a>. Dort wird auch der Einsatz von &#8222;Abfang-Drohnen&#8220; erprobt.<\/p>\n<h4>Internationale Arbeitsgruppen<\/h4>\n<p>Obwohl das BKA \u00fcber keine eigene Technik verf\u00fcgt, hat die Beh\u00f6rde in der Vergangenheit zwei internationale Arbeitsgruppen zur Drohnenabwehr angef\u00fchrt. Bei der Europ\u00e4ischen Union ist das <a href=\"https:\/\/www.eumonitor.nl\/9353000\/1\/j9vvik7m1c3gyxp\/vj0945gsalzo\">polizeiliche Netzwerk von Personensch\u00fctzern<\/a> mit dem Thema befasst, zu den Mitgliedern geh\u00f6rt auch die Polizeiagentur Europol. Die Gefahren von kleinen Drohnen werden au\u00dferdem im Rahmen eines weltweiten Netzwerkes staatlicher Personenschutzdienststellen untersucht. Teilnehmer dieser &#8222;Association of Personal Protection Services&#8220; sind Polizeibeh\u00f6rden aus Polen, den Niederlanden und S\u00fcdkorea sowie der israelische Inlandsgeheimdienst.<\/p>\n<p>Neben den technischen M\u00f6glichkeiten tauschen sich die Beh\u00f6rden auch zu m\u00f6glichen Einsatzgebieten der Drohnenabwehr aus. Zusammen mit der US-Regierung hat das deutsche Ausw\u00e4rtige Amt eine Initiative gegen die &#8222;terroristische Nutzung&#8220; von Drohnen im Rahmen des &#8222;Global Counterterrorism Forum&#8220; gestartet. An dem Zusammenschluss von 29 Regierungen ist neben Australien, Kanada, China, Russland, Saudi Arabien und der T\u00fcrkei auch die Europ\u00e4ische Union beteiligt.<\/p>\n<h4>Die Drohne als fliegendes Telefon<\/h4>\n<figure id=\"attachment_15234\" aria-describedby=\"caption-attachment-15234\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.cilip.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/ed-drones-youtube.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-15234\" src=\"https:\/\/www.cilip.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/ed-drones-youtube-250x146.png\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"146\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-15234\" class=\"wp-caption-text\">Drohnen von Beh\u00f6rden k\u00f6nnten sich zuk\u00fcnftig per Mobilfunk identifizieren (Screenshot, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vbwjbr3MXgM\">YouTube<\/a>).<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Forschungen zur Abwehr von Drohnen er\u00f6ffnen auch neue M\u00f6glichkeiten zu ihrer Regulierung. Denn die Erkennungssysteme sollen &#8222;kooperative&#8220; von &#8222;nicht kooperativen&#8220; Luftfahrzeugen unterscheiden. Als &#8222;kooperativ&#8220; gelten beispielsweise Transportdrohnen oder fliegende Kameras, die f\u00fcr die Kontrolle von Hochspannungsleitungen, Pipelines und zur \u00dcberwachung eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Im Projekt <a href=\"https:\/\/www.connected-drones.com\/de\/post\/connected_drones_de.html\">&#8222;Connected Drones&#8220;<\/a> haben die Deutsche Flugsicherung GmbH und die Deutsche Telekom eine solche Plattform vorgestellt. Die erlaubten Flugger\u00e4te f\u00fchren daf\u00fcr eine Mobilfunk-Sendeeinheit mit sich. \u00dcber eine SIM-Karte sendet die Drohne bis zu einer H\u00f6he von 100 Metern Positionsdaten an die Flugsicherung, wo sie im Luftlagebild angezeigt werden.<\/p>\n<p>Auf diese Weise geortet, k\u00f6nnten unbemannte Luftfahrzeuge von Polizei und Rettungskr\u00e4ften als &#8222;besonders autorisierte Nutzer&#8220; sogar in gesperrten Luftr\u00e4umen fliegen. Umgekehrt w\u00fcrden Drohnen, deren Telefonnummer nicht registriert ist, als &#8222;nicht kooperativ&#8220; erkannt. Diese <a href=\"https:\/\/www.aerosieger.de\/news\/12564\/bundeswehr-und-flugsicherung-testen-drohnenabwehr.html\/\">&#8222;Datengrundlage&#8220;<\/a> wird dann f\u00fcr ihre Bek\u00e4mpfung genutzt.<\/p>\n<p><em>Beitragsbild: Drohnenabwehr bei einer Pr\u00e4sentation der WTD 61 (WTD 61).<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer \u00f6fter sind Polizei und Milit\u00e4r mit der unerw\u00fcnschten Nutzung von handels\u00fcblichen Drohnen konfrontiert. F\u00fcr<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":15221,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[309,355,466,467,1094,1232],"class_list":["post-15220","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-blog","tag-bundeskriminalamt","tag-bundeswehr","tag-drohnen","tag-drohnenabwehr","tag-polizei","tag-ruestungsindustrie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15220","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15220"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15220\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/15221"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15220"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15220"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15220"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}