{"id":15348,"date":"2015-06-01T09:38:39","date_gmt":"2015-06-01T09:38:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cilip.de\/?p=15348"},"modified":"2015-06-01T09:38:39","modified_gmt":"2015-06-01T09:38:39","slug":"tatbestand-jugend-zur-durchpolizeilichung-deutscher-schulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=15348","title":{"rendered":"Tatbestand Jugend.\u00a0Zur Durchpolizeilichung deutscher Schulen"},"content":{"rendered":"<h3>von Volker Eick<\/h3>\n<p><strong>Die polizeiliche Durchdringung von Bildungsanstalten ist kein neues Ph\u00e4nomen und entsprechende Vorstellungen von Kriminalpr\u00e4ven\u00adtion sowie deren praktische Anwendung reichen bis ins 18. Jahr\u00adhundert zur\u00fcck. Auch wenn der vielstimmige Chor aus pragmati\u00adscher Sozialwissenschaft und sozialarbeiterisch-polizeilicher Praxis in ihr ein Produkt des 20. Jahrhunderts erkennen mag, neu sind allenfalls damit verbundene Pazifizierungshoffnungen.<\/strong><\/p>\n<p>Deutsche Polizeien werden repressiv aufgrund der ihnen nach der Strafprozessordnung zugewiesenen Aufgabe der Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten t\u00e4tig (v.a. nach \u00a7 163 Strafprozessordnung und den Ordnungswidrigkeitsgesetzen). Pr\u00e4ventiv handeln sie zu deren Verh\u00fctung nach den Polizeigesetzen. Beide T\u00e4tigkeiten setzen jeweils \u201eAngeschuldigte\u201c bzw. \u201eSt\u00f6rerInnen\u201c sowie einen hinreichenden Tatverdacht oder eine \u201ekonkrete Gefahr\u201c voraus.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Das ist bei polizeilichen gewaltpr\u00e4ventiven Ma\u00dfnahmen an Schulen regelm\u00e4\u00dfig nicht der Fall.<!--more--><\/p>\n<p>Weil in den letzten Jahrzehnten die \u201ePr\u00e4vention\u201c zu einem zentralen Aktivit\u00e4tsfeld der Polizei erkl\u00e4rt wurde,<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> haben sich die Polizeien vermehrt den Schulen zugewandt: In Schleswig-Holstein investiert die Polizei zwei Stunden pro Monat und Schule, in Hamburg werden mehr als 230 Polizeikr\u00e4fte zur Betreuung von 503 Schulen abgestellt, an Niedersachsens Schulen wird ein Gesamtkonzept auf der Grundlage eines Gemeinsamen Runderlasses der Landesministerien umgesetzt.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> In Berlin gibt es j\u00e4hrlich rund 1.300 polizeiliche Anti-Gewalt-Veranstaltungen an Schulen; an Baden-W\u00fcrttembergs Schulen waren es 2013 rund 13.100 polizeipr\u00e4ventive Veranstaltungen, die 312.000 Kinder, Jugendliche und Heranwachsende erreichten.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Auch die Polizeien anderer Bundesl\u00e4nder (und die Bundespolizei) sehen Schulen als zentrales Handlungsfeld und werden dort, in unterschiedlicher Intensit\u00e4t und Ausrichtung, <em>kriminalpr\u00e4ventiv<\/em> t\u00e4tig. Vom Schultheater-Projekt f\u00fcr 1. und 2. Klassen mit PolizeibeamtInnen im K\u00e4nguru-Kost\u00fcm<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> bis zu Gewaltpr\u00e4ventionsveranstaltungen in 5. bis 8. Klassen<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> \u2013 von polizeilicher Zust\u00e4ndigkeit, etwa dem Vorliegen einer <em>konkreten<\/em> Gefahr, ist nichts zu erkennen.<\/p>\n<p>Mitverantwortlich f\u00fcr dieses Engagement ist die definitorische Flachheit des Begriffs <em>Kriminalpr\u00e4vention<\/em>, die mittlerweile Einzug gehalten hat. Zitiert oder paraphrasiert wird in der Regel die nicht\u00f6ffentliche Polizeidienstverordnung (PDV) 100.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Danach umfasst \u201ePr\u00e4vention\u201c die<\/p>\n<p>\u201eGesamtheit aller staatlichen und privaten Bem\u00fchungen, Programme und Ma\u00dfnahmen, welche Kriminalit\u00e4t und Verkehrsunf\u00e4lle als gesellschaftliche Ph\u00e4nomene oder individuelle Ereignisse verh\u00fcten, verhindern oder in ihren Folgen gering halten. Zu solchen negativen Folgen z\u00e4hlen physische, psychische und materielle Sch\u00e4den sowie Kriminalit\u00e4tsangst, insbesondere die Furcht, Opfer einer Straftat zu werden.\u201c<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>In dieser Logik wird ein sehr weites Feld an polizeilichen Aktivit\u00e4ten der Pr\u00e4ventionsarbeit zugeordnet und untergesetzlich, also ohne parlamentarische Beteiligung, \u00fcber Erlasse zugeschnitten.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Auch das Bestimmtheitsgebot, das f\u00fcr das Straf- und Ordnungswidrigkeitsrecht vorgeschrieben ist, ist bei pr\u00e4ventiven Kontakten zwischen Polizei und B\u00fcrgerInnen in der Praxis ohne Bedeutung.<\/p>\n<p>Da in fast allen Bundesl\u00e4ndern polizeiliche Gewaltpr\u00e4ventionsveranstaltungen in den regul\u00e4ren Schulunterricht integriert oder als Projekttage konzipiert und damit obligatorisch sind,<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> besteht bereits systematisch sowohl f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte wie f\u00fcr Schulkinder und -jugendliche oder deren Eltern kaum eine M\u00f6glichkeit, sich dieser pr\u00e4ventiven Einkreisung zu entziehen.<\/p>\n<h3>Ermitteln und vermitteln<\/h3>\n<p>Rafael Behr konstatiert bei der polizeilichen Bearbeitung von Jugendlichen zwei Varianten: die \u201eerste Variante betrifft die <em>Ermittler<\/em>, die zweite Variante die <em>Vermittler<\/em> \u2026, quasi <em>Sozialarbeiter mit Gewaltlizenz<\/em>\u201c.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Beide \u2013 so die PDV \u2013 sollen gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen beobachten und analysieren und \u201emit daf\u00fcr in Frage kommenden\u201c gesellschaftlichen Grup\u00adpierungen zusammenarbeiten, um \u201eErkenntnisse \u00fcber Schwerpunktbildung zu gewinnen.\u201c<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>Die mit gewaltpr\u00e4ventivem Auftrag eingesetzten PolizistInnen sollen in generalpr\u00e4ventiver Absicht Strafrecht vermitteln, aber auch mit ihm drohen; als <em>VermittlerInnen<\/em> sollen sie entsprechend belehren und dabei unaufh\u00f6rlich Informationen von Schulleitung, Lehrkr\u00e4ften sowie von Kindern und Jugendlichen sammeln, die bei Bedarf an die <em>ErmittlerInnen<\/em> weitergereicht werden. Schlie\u00dflich werden von den PoilizistInnen Informationen zur Vermeidung von und Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten bei un\u00fcbersichtlichen Situationen im kommunalen Nahraum erwartet.<\/p>\n<h3>Polizeiliche Pr\u00e4vention in und an Schulen: gestern<\/h3>\n<p>In Deutschland f\u00fchren ab den 1840er Jahren \u201eSchulpolizeien\u201c den Bildungsanstalten Kinder und Jugendliche zu, die sie auf der Stra\u00dfe (nicht aber in Fabriken, Manufakturen oder Handwerksbetrieben) bei Vers\u00e4umnis der Unterrichtspflicht aufgreifen.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> In Dortmund waren im Jahr 1900 beispielsweise zwei Polizisten ausschlie\u00dflich dazu da, \u201es\u00e4umige Sch\u00fcler zum Unterricht zu bringen\u201c.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Hundert Jahre sp\u00e4ter tut das die N\u00fcrnberger Polizei in Zivil, die Hannoveraner in Uniform \u2013 \u201eZuf\u00fchrung an die Schule\u201c inklusive.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>Die polizeiliche und justizielle Bearbeitung von Jugendlichen beginnt also bereits vor der Einf\u00fchrung des Jugendgerichtsgesetzes 1923, wird im selben Jahr aber mit der Etablierung einer uniformierten, auf Pr\u00e4vention orientierten weiblichen Schutzpolizei in K\u00f6ln institutionalisiert. Das Projekt wurde zwar nach zwei Jahren eingestellt, aber durch eine Anweisung des Preu\u00dfischen Innenministeriums 1926 als Weibliche Kriminalpolizei wiederbelebt.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Der <em>Tatbestand Jugend<\/em> entwickelte sich seither sukzessive zu einem polizeilichen Sachverhalt, betraf zun\u00e4chst aber nur Jungen bis zum Alter von zw\u00f6lf Jahren.<\/p>\n<p>Verkehrserziehung wird ab 1902 f\u00fcr den Schulunterricht propagiert, 1906 per Erlass vorgegeben, aber erst ab 1930 wird \u201eschulische Verkehrserziehung\u201c institutionalisiert.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Oberregierungsrat Degenhardt be\u00adrich\u00adtet Mitte der 1920er Jahre aus Berlin, es sei \u201ebeinahe durchgef\u00fchrt, dass in jeder Schule Lichtbildervortr\u00e4ge mit Demonstrationen \u00fcber den Verkehr und seine Regelungen gehalten werden\u201c.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> Zeitgleich werden dezidiert Pl\u00e4ne ausgearbeitet, um auch die \u201eVermittlung des Wissens <em>von der Polizei<\/em>\u201c mittelfristig den Lehrkr\u00e4ften zu \u00fcbertragen.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Es kam anders. Die Verpolizeilichung des Schulwesens schritt voran, eskalierte in der Zeit des Nationalsozialismus und wurde erst mit dessen Niederlage gebrochen \u2013 aber nur vor\u00fcbergehend.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a><\/p>\n<p>Denn bereits ab 1950 werden Jugendschutzdienststellen eingerichtet, die nun auch m\u00e4nnliche Jugendliche und Heranwachsende in den jugendpolizeilichen Blick nehmen. Schon 1952 werden Jugendclubs als \u201ePolizeiprojekte in M\u00fcnchen, Mannheim, Hamburg\u201c gegr\u00fcndet.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a> Im Zuge der Re-Organisation der Kriminalpolizeien in den 1970er Jahren wurden die Jugendschutzdienststellen durch Jugenddezernate ersetzt, die sich ebenfalls sofort den Jugendlichen in deren Umfeld widmen. So hei\u00dft es etwa, der<\/p>\n<p>\u201eJugendpolizist soll in b\u00fcrgerlicher Kleidung auftreten, sich ehrlich zu erkennen geben und Vorurteile bei den Jugendlichen abbauen. Wenn er aber das Vertrauen der Jugendlichen gewonnnen hat und weitgehenden Einblick in die Entwicklungen der <em>Jugendscene<\/em> erlangt hat, muss er gleichzeitig Bericht erstatten, anzeigen und unmittelbaren Kontakt zum Staatsanwalt unterhalten.\u201c<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a><\/p>\n<p>Etwa zur gleichen Zeit treten polizeiliche Drogen- und Gewaltpr\u00e4vention als Themen in Schulen hinzu: In Baden-W\u00fcrttemberg wird 1979, noch vor Einrichtung polizeilicher Jugenddezernate und Jugendsachbearbei\u00adter\u00ad\u00adInnen, eine <em>Rauschgiftaufkl\u00e4rungsgruppe<\/em> eingerichtet, die u.a. an Schulen \u201ejunge Menschen, die bisher noch keinen Kontakt mit Drogen hatten\u201c, zur \u201eRauschgiftproblematik\u201c informiert.<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a> Im Rahmen des Hamburger <em>Pr\u00e4ventionsprogramms Kinder- und Jugenddelinquenz<\/em> besuchen Polizeikr\u00e4fte bereits seit 1981 Schulklassen und gestalten gemeinsam mit Lehrkr\u00e4ften den Unterricht.<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a> Hinzu tritt die Etablierung von \u201eJugendpolizeien\u201c auf der Stra\u00dfe.<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a> Demgegen\u00fcber scheitert 1980 ein erster Versuch, auch die Sozialarbeit in die Polizei zu integrieren, gemessen am eigenen Anspruch der gemeinsamen Aufgabenbew\u00e4ltigung, grandios.<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a> \u00dcberhaupt formiert sich Kritik gegen die polizeiliche Penetration der Sozialarbeit zun\u00e4chst dezidiert.<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a><\/p>\n<h3>Polizeiliche Pr\u00e4vention in und an Schulen: heute<\/h3>\n<p>Die Durchpolizeilichung allgemeinbildender Schulen st\u00f6\u00dft hingegen auf vergleichsweise geringen Widerstand. Daher kann das 1996 in Schleswig-Holstein entwickelte Programm \u201ePr\u00e4vention im Team\u201c heute in nahezu allen Bundesl\u00e4ndern Polizei, Lehrk\u00f6rper und Sozialarbeitende f\u00fcr die Klassenstufen 5 bis 8 zusammenbringen. So in Hessen, wo die Beteiligten gemeinsam kriminalpr\u00e4ventive Trainingsma\u00dfnahmen erarbeiten und umsetzen, die auf \u201epotentielle Opfer von Gewaltsituationen (und nicht T\u00e4ter)\u201c zielen, mit denen \u201e\u00dcbungen durchgef\u00fchrt werden\u201c.<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a> In Rheinland-Pfalz werden Teams \u201ezur Vorbeugung gewaltt\u00e4tiger, suchtbedingter und fremdenfeindlicher Verhaltensweisen\u201c gebildet.<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a> In Bayern erteilen Lehr- und Polizeikr\u00e4fte kriminalpr\u00e4ventiven Unterricht zu den Themen Medien und Gewalt (ab der 5. Jahrgangsstufe), Eigentum (ab der 6.), zu Gewalt (7.) und zu Sucht (8.), die als \u201eLebenskompetenztraining\u201c zusammengefasst werden.<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a><\/p>\n<p>Auf Kriminalpr\u00e4vention spezialisierte Polizeikr\u00e4fte zielen darauf, unerw\u00fcnschte Ph\u00e4nomene gar nicht erst eintreten zu lassen. Da dem Grunde nach <em>alles<\/em> relevant f\u00fcr eine kriminalpr\u00e4ventive Bearbeitung werden und ein Risiko darstellen kann, muss auch <em>alles<\/em> gewusst und der Verdacht verallgemeinert werden. Eine solche Herangehensweise impliziert, dass die Polizei dort zugegen sein muss, \u201ewo nichts geschehen ist\u201c.<a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\">[31]<\/a> Es bedeutet aber auch, dass die kriminalpr\u00e4ventiv t\u00e4tige Polizeikraft f\u00fcr sich zu wissen beanspruchen muss, welche Verhaltensweisen und Zust\u00e4nde w\u00fcnschenswert sind und welche ein Risiko darstellen \u2013 ohne Risiko keine Pr\u00e4vention.<\/p>\n<p>Gewaltpr\u00e4ventionsveranstaltungen werden durch die Polizei vorwiegend zwischen den 4. und 8. Klassenstufen angeboten und \u00e4hneln sich deutschlandweit in ihrer konzeptuellen Unterlegung, da sie mittels pr\u00e4ventiv geschulter Polizeikr\u00e4fte, polizeiinterner Curricula und Unterrichtsmaterialien \u2013 wenn auch mit bundeslandspezifischen Eigenheiten \u2013vereinheitlicht werden. Inhaltlich nehmen sie vor allem Normverdeutlichung, Rechtslehre, Selbstschutz und Fremdhilfe in den Fokus, sind modular aufgebaut und dauern etwa drei bis vier Stunden.<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\">[32]<\/a> Die Veranstaltungen sind eingebettet in ein Kontinuum von pr\u00e4ventiven und repressiven Polizeikontakten zu Schulleitungen, Lehrkr\u00e4ften und Schulklassen in Gestalt von Verkehrssicherheits-, Jugend- und Pr\u00e4ventionsbeauftragten.<\/p>\n<p>Die Veranstaltungen beginnen mit einer ausf\u00fchrlichen Vorstellungsrunde (Vorname, Nachname, Alter, Geschwister, Hobbys), zu der die in der Regel zwei Polizeikr\u00e4fte (eine Kraft in Zivil, eine in Uniform und bewaffnet) Nachfragen stellen.<a href=\"#_ftn33\" name=\"_ftnref33\">[33]<\/a> Es folgen normverdeutlichende Unterrichtsmodule, in denen Gewalt thematisiert wird: Was ist Gewalt, wo kann sie im Alltag stattfinden (Schule, Schulhof und -weg, Spielplatz)? Wie ist die strafrechtliche Einordnung (visualisiert mit Gewaltspirale, Gewaltstrahl, Gewaltwolke), und was sind die straf- und zivilrechtlichen Folgen (\u201eWas passiert dann mit Euch?\u201c; \u201eWei\u00df jemand, wie das bestraft wird?\u201c)? Die selbst- und fremdhilfeorientierten Unterrichtsmodule beinhalten Rollenspiele<a href=\"#_ftn34\" name=\"_ftnref34\">[34]<\/a> und fragen, wie man sich in un\u00fcbersichtlichen Situationen (Bushaltestelle, abendlicher Spielplatz, U-Bahn) selbst sch\u00fctzen, Gewalt aus dem Wege gehen und anderen helfen kann, ohne sich selbst zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Die nachfolgende Sequenz aus der Feldforschung<a href=\"#_ftn35\" name=\"_ftnref35\">[35]<\/a> illustriert den polizeilichen Versuch, die Bedeutung strafrechtlicher Normen in Interaktion mit Schulkindern einer 7. Klasse zu erarbeiten. Sie zeigt, welchen Ambivalenzen und Herausforderungen alle Beteiligten sich bei dem Versuch gegen\u00fcbersehen, Gewaltpr\u00e4vention zu betreiben.<\/p>\n<p>Die Vorstellungsrunde hat stattgefunden; die Pause ist vor\u00fcber. Es werden jetzt die einzelnen Straftaten abgearbeitet. Rollenspiele hat es noch nicht gegeben; d.h. wir bewegen uns in der Normverdeutlichungsphase. Die Kinder sollen nicht nur lernen, was das Strafgesetzbuch ist, sondern auch, dass, selbst wenn sie bei Gesetzes\u00fcbertretung noch nicht strafm\u00fcndig waren, ihnen immer noch das Zivilrecht nacheilen kann und wird. Konkret geht es jetzt darum, wie die einzelnen Straftaten zu gewichten und wo sie auf einem \u201eGewaltstrahl\u201c<a href=\"#_ftn36\" name=\"_ftnref36\">[36]<\/a> anzuordnen sind:<\/p>\n<p>\u201e\u201aNicht so schlimm!\u2018 \u2013 Das ist immer schwierig, das zu sagen, wenn es um Verbrechen geht\u201c, sagt Beamtin A. Und dann meint sie, dass f\u00fcr ein Verbrechen mindestens eine Freiheitsstrafe von einem Jahr drohen muss, sonst handele es sich um ein Vergehen. \u201eIch wollte noch wissen\u201c, sagt sie dann, \u201ewie sich Mobbing gestaltet\u201c, denn \u201eMobbing ist ein schwieriges Thema\u201c. Ihre Kollegin B. unterst\u00fctzt sie und sagt, \u201eMobbing ist immer der Anfang\u201c, es k\u00f6nne immer \u201eschwerwiegender\u201c werden, \u201ealso, wehret den Anf\u00e4ngen.\u201c Die Kinder finden Mobbing <em>schlimm<\/em>, die Karte mit dem Wort soll weit oben auf dem Strahl ausgelegt werden. \u201eIch finde es sch\u00f6n, dass Ihr Mobbing so weit vorne angesiedelt habt. Ihr wisst also schon, dass das etwas Schlimmes ist\u201c, sagt Kollegin A. [\u2026].<\/p>\n<p>\u201eAbziehen, also Raub, das wird immer etwas verniedlicht in Eurem Jargon\u201c, und \u201ebei Verbrechen haben wir das Recht, die Waffe zu ziehen\u201c, erl\u00e4utert A. B. \u00fcbernimmt und fragt, \u201ehabt Ihr von dem Vorfall geh\u00f6rt in der 7e? Raub, hier auf dem Schulhof.\u201c Ein Sch\u00fcler antwortet: \u201eDer hat einen Stein auf ein Auto geschmissen.\u201c B. ist \u00fcberrascht und antwortet: \u201eDas ist ja neu. Muss ich das jetzt aufnehmen?\u201c. Sie stockt, und mit dem Nennen der Klasse 7e hat sie das Interesse der Kinder geweckt, die nun mehr und Genaues erfahren wollen. B. merkt, sie hat einen Fehler gemacht bei dem Versuch, Raub zu illustrieren. Denn die Kinder interessieren sich jetzt nicht f\u00fcr die Straftat Raub, sondern ein Teil von ihnen will wissen, wer es war, was getan wurde, wann das genau war. Sie blockt die Fragen ab, wirkt in die Enge getrieben. \u201eIch werd\u2018 jetzt nichts mehr dazu sagen\u201c, und als die Kinder ungl\u00e4ubig nachfragen, erkl\u00e4rt sie warum: \u201eWeil wir Polizei sind. Das Thema ist jetzt abgehakt.\u201c<\/p>\n<p>Diese kleine Sequenz illustriert nicht nur den (\u00fcber)komplexen polizeilichen Arbeitsauftrag, die mit ihm transportierten Selbstgewiss- und Unsicherheiten. Sie verdeutlicht nicht nur die paternalistische Anrufung des Guten und Richtigen mit Anleihen aus der schwarzen P\u00e4dagogik. Der Arbeitsauftrag \u201eNormverdeutlichung\u201c aktualisiert die Vorstellung vom general- und spezialpr\u00e4ventiven Wirken des Strafrechts (ob man daran glaubt oder nicht). Aus der Klasse 7e erw\u00e4chst ein veritabler Ermittlungsansatz, der weit im Vorfeld selbst von Verdachtssch\u00f6pfung liegt (ob man ihm nachgeht oder nicht). Und mit dem Stein, der auf ein Auto geschmissen worden sein soll, ist aus polizeilicher Sicht auch belegt, dass Kriminalpr\u00e4vention r\u00e4umlich \u00fcber die Schule hinausweisen und situativ \u00fcber schulische Intervention hinausreichen muss. Alle drei Beobachtungen bedeuten im \u00dcbrigen auch, dass <em>Pr\u00e4vention<\/em>, die praktisch wird, <em>Intervention<\/em> ist.<\/p>\n<h3>Polizeiliche Pr\u00e4vention in und an Schulen: morgen<\/h3>\n<p>Die Durchpolizeilichung allgemeinbildender Schulen steht in der Tradition kapitalistischer Disziplinierung und wandelt sich in ihrer Form im Einklang mit dem vorherrschenden Produktionsregime. So steht im 18. und 19. Jahrhundert im Zuge von Industrialisierung, Urbanisierung, S\u00e4kularisierung und beginnender Klassenformation noch die polizeiliche Rolle als Tugendw\u00e4chter und Sittenrichter zur Vorbereitung auf Lohnarbeit im schulischen Interventionsvordergrund. Diese Rolle wandelt sich im keynesianisch-fordistischen gepr\u00e4gten 20. Jahrhunderts zu einer, in der der Polizei nun \u2013 neben anderen Institutionen zwischen \u201eVerbrechen &amp; Strafe\u201c und \u201eSchw\u00e4che &amp; F\u00fcrsorge\u201c<a href=\"#_ftn37\" name=\"_ftnref37\">[37]<\/a> \u2013 auch die Aufgabe zukommt, sich der Formung des jugendlichen <em>Schulmaterials<\/em> im Sinne einer paternalistisch patinierten Besserung zu widmen.<\/p>\n<p>Mit der Neoliberalisierung gesellschaftlicher Verh\u00e4ltnisse, unter denen auch (und gerade) Schulen \u2013 neben der Aussortierung der Nicht-Produktiven <em>\u2013 <\/em>die Einschreibung von Eigenverantwortung und rationaler Handlungsmodi in den <em>Sch\u00fclerk\u00f6rper<\/em> aufgetragen wird, bleibt die Polizei nicht l\u00e4nger verl\u00e4ngerter Arm der Disziplinarinstanz Schule, sondern \u00fcbernimmt sukzessive auch Aufgaben, die herk\u00f6mmlich als schulische begriffen wurden. Schulleiter mit Standortbewusstsein und ein durch ausgeblutete Bildungshaushalte \u00fcberaltertes, unterausgestattetes und desillusioniertes Schulkollegium begreifen die uniformiert und bewaffnet durchs Schultor marschierenden StaatskollegInnen als harten Standortfaktor, der ihnen Arbeit abnimmt.<\/p>\n<p>Sobald Lehrkr\u00e4fte und Eltern erkennen, dass sich die Schule von einem p\u00e4dagogischen Raum in ein pr\u00e4ventiv-polizeiliches Exerzierfeld verwandelt hat, kann auch es auch wieder um Kindeswohl gehen \u2013 und nicht nur um Polizeiwehe.<\/p>\n<h6><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> \u00a0 Kugelmann, D.: Polizei- und Ordnungsrecht, Heidelberg 2012, Kap. 5, Rdnr. 4, 101, 175<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> \u00a0 vgl. f\u00fcr viele: Roll, W.: Pr\u00e4vention und Polizei, in: Berliner Forum Gewaltpr\u00e4vention (Sondernr. 2), 2000, S. 103-113; Cla\u00dfen, C.: Kriminalpr\u00e4vention, in: M\u00f6llers, M. (Hg.): W\u00f6rterbuch der Polizei, M\u00fcnchen 2001, S. 933; Krevert, P.: Kriminalpr\u00e4vention, in: Lange, H.-J. (Hg.): W\u00f6rterbuch zur Inneren Sicherheit, Wiesbaden 2006, S. 165-169; Steffen, W.: Kriminalpr\u00e4vention, in: Wirth, I. (Hg.): Kriminalistik-Lexikon, Heidelberg 2011, S. 355<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> \u00a0 Gemeinsamer Runderlass Sicherheits- und Gewaltpr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen in Schulen, in: Nieders\u00e4chsisches Ministerialblatt 2010, Nr. 60, S. 39-42<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> \u00a0 s\u00e4mtliche Angaben nach Eick, V.: Pazifizierungsprobleme: Kriminalpr\u00e4vention macht Schule, in: Kriminologisches Journal 2014, H. 4, S. 231f.<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> \u00a0 Der Tagesspiegel v. 25.4.2011<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> \u00a0 Bundeskriminalamt (BKA): Kriminalpr\u00e4vention in Deutschland, Wiesbaden 2000, S.\u00a087f., 111 u. 139<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> \u00a0 vgl. die in Fn. 2 angegebene Literatur sowie Steffen, W.: Kriminalpr\u00e4vention braucht Pr\u00e4ventionspraxis, Pr\u00e4ventionspolitik und Pr\u00e4ventionswissenschaft (Gutachten f\u00fcr den 19. Deutschen Pr\u00e4ventionstag), Karlsruhe 2014<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> \u00a0 vgl. PDV 100: 2.1.1.1.<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> \u00a0 Frevel, B.; Kuschewski, P.: Kommunale Kriminalpr\u00e4vention zwischen Anspruch und Wirklichkeit, in: Kreissl, R. u.a. (Hg.): Policing in Context, M\u00fcnster 2008, S. 73-101<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> BKA a.a.O. (Fn. 6), S. 111ff., 139ff.; Goldberg, B.: \u201eOhne Gewalt stark\u201c \u2013 Erste Ergebnisse einer Sch\u00fclerbefragung und Projektevaluation, in: Polizei-F\u00fchrungsakademie (Hg.): Jugendkriminalit\u00e4t in Deutschland, M\u00fcnster 2005, S. 64-90<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Behr, R.: Polizeikultur, Wiesbaden 2006, S. 115, <em>Hervorh<\/em>. im Orig.<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> PDV 100, 2.1.1.13, zit.n.: Polizeiliche Kriminalpr\u00e4vention der L\u00e4nder und des Bundes: Qualit\u00e4tssicherung polizeilicher Pr\u00e4ventionsprojekte, Stuttgart 2003, S. 103; in der Neuauflage von 2009 ist diese Passage aus der PDV 100 gestrichen.<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Klein, Ph.M.: Der Wanderer durch K\u00f6ln, K\u00f6ln 1863<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Jessen, R.: Preu\u00dfische Polizei und Arbeiterschaft im Kaiserreich, in: Nitschke, P. (Hg.), Die Deutsche Polizei und ihre Geschichte, Hilden 1996, S. 66<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> BKA: Kriminalpr\u00e4vention in Deutschland, Wiesbaden 2001, S. 75 u. 77<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Rother, D.: Frauen und polizeiliche Jugendarbeit, in: B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP 63 (2\/1999), S. 49-57<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Limbourg, M.: Von der Verkehrserziehung zur Mobilit\u00e4tserziehung, in: Institut Wohnen und Umwelt (Hg.): Mit dem Fahrrad durchs Netz, Darmstadt 2004, S. 16<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Degenhardt, H.: Polizei und Kind, in: Degenhardt, H.; Hagemann, M. (Hg.): Polizei und Kind, Berlin 1926, S. 41<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> ebd., <em>Hervorh<\/em>. im Orig.<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Mulot, T.: Erzieher in Uniform, in: F\u00fcrmetz, G.; Reinke, H.; Weinhauer, K. (Hg.): Nachkriegspolizei, Hamburg 2001, S. 255-276; Schmidt, U.: Die Menschen in den Schulen, in: Hering, R. (Hg.): Hamburger Schulen im \u201eDritten Reich\u201c, Hamburg 2010, S. 315-476<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Eder, C.: Soziale Arbeit und Polizei, M\u00fcnchen 2003, S. 16<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Breithaupt, A.: Zur Diskussion um die Einrichtung einer Institution \u201eJugendpolizei\u201c in Frankfurt am Main, in: Neue Praxis 1977, H. 2, S. 175, <em>Hervorh<\/em>. im Orig.<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> D\u00f6lling, D.: Drogenpr\u00e4vention und Polizei, Wiesbaden 1996, S. 38<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU betr. Pr\u00e4ventionsprogramm f\u00fcr Kinder- und Ju\u00adgend\u00addelinquenz, Hamburgische B\u00fcrgerschaft; Drs. 16\/3414 v. 7.12.1999, S. 1<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Merchel, J.: Zur sozialp\u00e4dagogischen Kritik an der Institution Jugendpolizei, in: Neue Praxis 1978, H. 2, S. 177-187<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Albrecht, P.-A.: Polizei und Kriminalpr\u00e4vention, in: Sch\u00fcler-Springorum, H. (Hg.): Jugend und Kriminalit\u00e4t, Frankfurt\/M. 1983, S. 112<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Ohder, C.: Gewalt durch Gruppen Jugendlicher, Berlin 1992; Becker, J.; Berndt, E.: Vorbemerkungen zum Verh\u00e4ltnis von Sozialarbeit und Polizei, in: Gangway e.V. (Hg.): Streetwork und Professionalit\u00e4t, Berlin 1997, S. 291-301; vgl. aber M\u00f6ller, K. (Hg.): Dasselbe in gr\u00fcn?, Weinheim 2010<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> Lemmer, G.; Wagner, U.: Bericht zur zweiten Komponente der Evaluation des Gewaltpr\u00e4ventionsprojekts \u201ePiT-Hessen (Pr\u00e4vention im Team)\u201c, Marburg 2007, S. 6<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> R\u00f6wer, B.: Evaluationsbericht des Pr\u00e4ventionsprogramms PIT \u2013 Pr\u00e4vention im Team, Koblenz 2013, S. 1<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> Landeskriminalamt Bayern: PiT \u2013 Pr\u00e4vention im Team, M\u00fcnchen 2011, S. 16<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> Narr, W.-D.: Hin zu einer Gesellschaft bedingter Reflexe, in: Habermas, J. (Hg.), Stichworte zur \u201eGeistigen Situation der Zeit\u201c, Frankfurt\/M. 1979, Bd. 2, S. 489-528 (512)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> BKA a.a.O. (Fn. 6), S. 88, 139; BKA a.a.O. (Fn. 15), S. 65f; Goldberg a.a.O. (Fn. 10), S. 66f; Ambros, M.: Pr\u00e4vention in Polizei und Gesellschaft, Friedberg 2013, S. 52f.; Eick a.a.O. (Fn. 4), S. 242<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> BKA a.a.O. (Fn. 15), S. 30.<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> In einem polizeiinternen Curriculum aus dem Jahr 2007 hei\u00dft es, dass zur \u201eErh\u00f6hung des Lerneffekts \u2026 auch Rollenspiele, die sich aus typischen Tatsituationen ergeben, verwendet werden\u201c sollen. \u201eHierzu sind Erkenntnisse aus der Vorgangsbearbeitung auszuwerten\u201c; zit.n. Eick, V.: Hausaufgaben und Schularbeiten, in: Eick, V.; H\u00e4fele, J; Hillen, H.; Sack, F. (Hg.): Sicherheit und Kriminalpr\u00e4vention in urbanen R\u00e4umen des 21. Jahrhunderts, i.E.<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref35\" name=\"_ftn35\">[35]<\/a> vgl. dazu Eick a.a.O. (Fn. 4), S. 233<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref36\" name=\"_ftn36\">[36]<\/a> Friedrich-Ebert-Stiftung: Gewaltpr\u00e4vention im Schulalltag, Bonn 2008, S. 6<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref37\" name=\"_ftn37\">[37]<\/a> Cremer-Sch\u00e4fer, H.; Steinert, H.: Straflust und Repression, M\u00fcnster 1998<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Volker Eick Die polizeiliche Durchdringung von Bildungsanstalten ist kein neues Ph\u00e4nomen und entsprechende Vorstellungen<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[152,113],"tags":[1094,1146,1258,1336],"class_list":["post-15348","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-artikel","category-cilip-108","tag-polizei","tag-praevention","tag-schule","tag-sozialarbeit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15348","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15348"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15348\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15348"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15348"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15348"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}