{"id":1681,"date":"2001-02-09T21:22:58","date_gmt":"2001-02-09T21:22:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cilip.de\/?p=1681"},"modified":"2001-02-09T21:22:58","modified_gmt":"2001-02-09T21:22:58","slug":"polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=1681","title":{"rendered":"Polizei gegen Rechtsextreme &#8211; Verfolgen, Kontrollieren, Szenen verunsichern"},"content":{"rendered":"<h3>Martina Kant und Norbert P\u00fctter<\/h3>\n<p><b>Die Polizei kann weder rechtsextremistische Einstellungen ver\u00e4ndern noch die Ursachen rechtsextremistisch motivierter Handlungen beseitigen. Insofern ist sie im &#8222;Kampf gegen rechts&#8220; \u00fcberfordert. Aber welchen Beitrag kann sie gegen die Gewalt(drohungen) von rechts leisten? Wie reagieren die deutschen Polizeien auf die Gefahr von rechts?<\/b><\/p>\n<p>Man k\u00f6nne &#8222;allenfalls Symptome mindern&#8220;.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn0\" name=\"fnB0\">[1]<\/a> Staatliche Repression tauge nicht dazu, demokratische Verhaltensmuster der B\u00fcrgerInnen zu erzeugen; sie habe (lediglich) eine &#8222;Ordnungs- und Abschreckungsfunktion&#8220;, indem sie rechtsstaatliche Grenzen durch Sanktionen verdeutliche und auf die Sicherheitsbed\u00fcrfnisse in der Gesellschaft reagiere.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn1\" name=\"fnB1\">[2]<\/a> Diese Vorstellung bestimmt das polizeiliche Selbstbild gegen\u00fcber rechtsextremer Gewalt. Gleichwohl sei &#8222;die Verwirklichung der grundgesetzlichen Wertordnung das eigentliche positive Ziel, die Vision&#8220; der Polizeiarbeit. Deshalb d\u00fcrfe sich die Polizei in &#8222;ihrem Vorgehen nicht nur gegen konkrete Gefahren und Straftaten richten, sondern (sie) muss im Rahmen ihrer rechtlichen M\u00f6glichkeiten die Ph\u00e4nomene von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus insgesamt mit angehen.&#8220;<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn2\" name=\"fnB2\">[3]<\/a> Mit dieser Argumentation er\u00f6ffnet sich die Polizei &#8211; der eingestandenen geringen gesellschaftlichen Wirkungen ihres Handelns zum Trotz &#8211; ein weites Bet\u00e4tigungsfeld: Ihre Zielpersonen sind einerseits die gewaltt\u00e4tigen Rechtsextremisten, andererseits muss sie sich auch dem diffusen Umfeld rechtsextremistischer, ausl\u00e4nderfeindlicher oder antisemitischer Einstellungen widmen. Diese Ausweitung des polizeilichen Auftrags schl\u00e4gt sich in den polizeilichen Bek\u00e4mpfungskonzepten nieder.<!--more--><\/p>\n<h4>Bek\u00e4mpfungskonzepte<\/h4>\n<p>Im Oktober 1991, einen Monat nach den rassistischen \u00dcberf\u00e4llen auf zwei Ausl\u00e4nderwohnheime im s\u00e4chsischen Hoyerswerda, befassten sich sowohl die Justiz- und Innenminister der L\u00e4nder auf einer gemeinsamen Sitzung als auch eine Ad-hoc-Arbeitsgruppe der Kommission Staatsschutz<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn3\" name=\"fnB3\">[4]<\/a> mit gewaltt\u00e4tigen \u00dcbergriffen auf Ausl\u00e4nderInnen. Als Ergebnisse wurden Ma\u00dfnahmenkataloge pr\u00e4sentiert, die zum einen zeigen sollten, dass die Polizei fremdenfeindlichen (Gewalt-)Delikten mit allen zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln entgegentrete, und zum anderen, dass Bund und L\u00e4nderpolizeien bereit seien, ihre Ma\u00dfnahmen bundesweit abzustimmen, sich gegenseitig umfassend zu informieren und im Bedarfsfall zu unterst\u00fctzen.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn4\" name=\"fnB4\">[5]<\/a> Zu den von der Kommission beschlossenen Ma\u00dfnahmen geh\u00f6rten u.a. eine schnelle und konsequente Strafverfolgung, verst\u00e4rkte Pr\u00e4senz an Brennpunkten, um lokale Szenen zu verunsichern, sowie &#8222;Vorfeldaufkl\u00e4rung&#8220;, um Erkenntnisse \u00fcber potentielle T\u00e4ter und T\u00e4terstrukturen zu gewinnen.<\/p>\n<p>Im Einzelnen empfahl die Kommission Staatsschutz die Einrichtung von Sonderkommissionen oder speziellen Ermittlungsgruppen, die mit geb\u00fcndelten Kr\u00e4ften und Spezialwissen t\u00e4terorientiert ermitteln sollen. Zudem sollten Verst\u00e4rkungskr\u00e4fte an Brennpunkten bereitgehalten und Spezialkr\u00e4fte zur Festnahme, Beweissicherung und Dokumentation eingesetzt werden. Das Konzept sieht den offenen Einsatz zum Raum- und Objektschutz sowie Razzien und verdeckte Aufkl\u00e4rung an Versammlungsorten potentieller T\u00e4ter vor. Schlie\u00dflich werden Polizei und Verfassungsschutz beauftragt, durch &#8222;Penetration (potentieller) T\u00e4tergruppen&#8220;, &#8222;Absch\u00f6pfen von Informanten und V-Personen&#8220; sowie dem &#8222;Einsatz von Verdeckten Ermittlern\/Verdeckten Aufkl\u00e4rern&#8220; Erkenntnisse \u00fcber m\u00f6gliche T\u00e4ter(gruppierungen), Tatplanungen und begangene Straftaten gewinnen. Die Innenministerkonferenz beschloss diese Ma\u00dfnahmen im November 1992. Der Katalog ist in den darauf folgenden Jahren fortgeschrieben worden.<\/p>\n<h4>Organisationsentwicklung<\/h4>\n<p>Sachsen war 1991 das erste Bundesland, das &#8211; im Vorgriff auf die Beschl\u00fcsse der IMK &#8211; eine &#8222;Sonderkommission Rechtsextremismus&#8220; (Soko REX) beim Polizeilichen Staatsschutz im Landeskriminalamt (LKA) einrichtete. In den vergangenen zehn Jahren folgten fast alle Bundesl\u00e4nder den Vorgaben der IMK und setzten spezielle Ermittlungs- oder Fahndungsgruppen gegen rechtsextremistische Straftaten ein (siehe Tabelle). Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz verzichten auf zentrale Sokos oder andere Sondereinheiten. Statt dessen werden hier Sonderkommissionen anlassbezogen, z.B. nach besonders schwerwiegenden rechtsextremistischen Straftaten, gebildet.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn5\" name=\"fnB5\">[6]<\/a> Auch in diesen sechs L\u00e4ndern jedoch ermitteln bei &#8222;politisch motivierten Straftaten&#8220; grunds\u00e4tzlich die Staatsschutzabteilungen der LK\u00c4 oder der nachgeordneten Polizeidienststellen. Insofern ist die Einrichtung spezieller Sokos und Ermittlungsgruppen (EG) eher ein politisches Signal als eine weitreichende Organisations\u00e4nderung. Denn auch die neuen Ermittlungs- und Fahndungseinheiten sind alle beim Polizeilichen Staatsschutz angesiedelt.<\/p>\n<p>Eine Neuerung sind allerdings mobile Einsatzeinheiten gegen rechts wie bspw. die drei Mobilen Einsatz und Fahndungsgruppen (MEFG), die die s\u00e4chsische Soko REX unterst\u00fctzen, das Mobile Einsatzkommando\/ Staatsschutz (MEK\/S) in Sachsen-Anhalt oder die Mobile Aufkl\u00e4rung Extremismus (MAEX) in Mecklenburg-Vorpommern. W\u00e4hrend die Sokos und Ermittlungsgruppen eher strafverfolgend t\u00e4tig werden, ist die Aufgabe der mobilen Trupps, Pr\u00e4senz zu zeigen, die &#8222;Szene zu verunsichern&#8220; oder bei gr\u00f6\u00dferen Ereignissen schnell einzugreifen. Die mobilen Trupps setzen daher z.T. auch BereitschaftspolizistInnen ein.<\/p>\n<h4>Sonderkommissionen und -einheiten gegen rechtsextremistische Straftaten<\/h4>\n<table border=\"\" width=\"100%\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr class=\"kb\" align=\"left\" valign=\"top\">\n<td>Bundesland<\/td>\n<td>Bezeichnung<\/td>\n<td>Gr\u00fcndung<\/td>\n<td>Ausstattung<\/td>\n<td>organisatorische Ansiedlung<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td rowspan=\"2\">Baden-W\u00fcrttemberg<\/td>\n<td>Sonderermittlungsgruppen (SEG)<\/td>\n<td>11\/1992<\/td>\n<td>4 SEG mit je 7 BeamtInnen<\/td>\n<td>Abteilung Staatsschutz beim LKA<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td>Ermittlungsgruppe Skin<\/td>\n<td>2000?<\/td>\n<td><\/td>\n<td>LKA<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td>Berlin<\/td>\n<td>Sonderermittlungsgruppe politisch motivierte Stra\u00dfengewalt (PMS) jetzt: LKA 514 (Sachbearbeitung) und LKA 6317 PMS (Operativgruppe)<\/td>\n<td>2.12.1992<\/td>\n<td>60 Stellen; im Bedarfsfall wird die Operative Einheit auf 80 Beamte erh\u00f6ht<\/td>\n<td>Polizeilicher Staatsschutz beim LKA \/ Spezialeinheiten beim LKA<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td rowspan=\"4\">Brandenburg<\/td>\n<td>Sonderkommission gegen rechtsorientierte Gewalt (Soko Rega)<\/td>\n<td>11\/1992<\/td>\n<td><\/td>\n<td>1995 eingestellt<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td>Mobile Einsatzeinheit gegen Gewalt und Ausl\u00e4nderfeindlichkeit (MEGA)<\/td>\n<td>23.1.1998<\/td>\n<td>80-100 BeamtInnen (an Wochenenden)<\/td>\n<td>bei den Staatsschutzkommissariaten der (noch bestehenden) 5 Polizeipr\u00e4sidien (PP)<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td>Polizeigruppe gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit<\/td>\n<td>1\/2001<\/td>\n<td>Cottbus: 5 BeamtInnen; Guben: St\u00e4rke unbekannt<\/td>\n<td>Projektgruppe im PP Cottbus und Guben<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td>Sonderkommissionen<\/td>\n<td>3\/2001<\/td>\n<td>2 Sokos \u00e0 6 BeamtInnen<\/td>\n<td>PP Potsdam<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td rowspan=\"3\">Mecklenburg-Vorpommern<\/td>\n<td>Soko EXTREM<\/td>\n<td>Ende 1992<\/td>\n<td><\/td>\n<td>LKA<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td>Mofreg (Mobiles Fahndungskommando gegen rechte Gewalt)<\/td>\n<td>1997<\/td>\n<td>12 BereitschaftspolizistInnen<\/td>\n<td>zentrale Stationierung beim LKA (eingestellt -&gt; Vorl\u00e4ufer der MAEX)<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td>Maex (Mobile Aufkl\u00e4rung Extremismus)<\/td>\n<td>7\/1999<\/td>\n<td>37 BeamtInnen (Verdoppelung f\u00fcr 2001 angek\u00fcndigt)<\/td>\n<td>5 dezentrale Einsatzgruppen in den PP; Koordinierungsstelle im LKA<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td rowspan=\"2\">Nordrhein-Westfalen<\/td>\n<td>Ermittlungsgruppen &#8222;Fremdenfeindliche Straftaten&#8220; (EG FFS)<\/td>\n<td>1.10.1992<\/td>\n<td>16 EG mit bis zu 153 BeamtInnen<\/td>\n<td>dezentral bei den 16 Kriminalhauptstellen \/ Staatsschutz<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td>Ermittlungsgruppen<\/td>\n<td>15.8.2000<\/td>\n<td><\/td>\n<td>in allen Kreisen und kreisfreien St\u00e4dten<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td>Rheinland-Pfalz<\/td>\n<td>Arbeitsgruppen Fremdenfeindliche Straftaten (AGFS)<\/td>\n<td>1993<\/td>\n<td><\/td>\n<td>1994\/95 eingestellt<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td>Saarland<\/td>\n<td>Sonderkommission &#8222;Rechtsextremismus&#8220;<\/td>\n<td>9\/1992<\/td>\n<td><\/td>\n<td>beim Staatsschutz im LKA (Einberufung lage- und bedarfsorientiert)<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td rowspan=\"2\">Sachsen<\/td>\n<td>Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko REX)<\/td>\n<td>1.7.1991<\/td>\n<td>35 BeamtInnen<\/td>\n<td>Staatsschutz beim LKA, Regionale Ermittlungsabschnitte in Chemnitz, Bautzen, Dresden<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td>Mobile Einsatz- und Fahndungsgruppen (MEFG)<\/td>\n<td>8\/1997<\/td>\n<td>3 MEFG mit je 10 BeamtInnen der Bereitschaftspolizei<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td rowspan=\"2\">Sachsen-Anhalt<\/td>\n<td>Mobiles Einsatzkommando Staatsschutz (MEK\/S)<\/td>\n<td>1993<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Staatsschutz<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td>Koordinierungs- und Ermittlungsgruppe gegen Rechtsextremismus (KEG Rechts)<\/td>\n<td>15.9.1994<\/td>\n<td>20 BeamtInnen<\/td>\n<td>zentrale Ermittlungsgruppe beim Staatsschutz im LKA<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td>Schleswig-Holstein<\/td>\n<td>EG &#8222;Bek\u00e4mpfung fremdenfeindlicher Straftaten&#8220;<\/td>\n<td>1991\/92<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Kiel, L\u00fcbeck, Flensburg, Itzehoe (Staatsschutzkommissariate der Kriminaldirektionen)<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td>Th\u00fcringen<\/td>\n<td>Sonderkommission Rechte Gewalt (Soko REGE)<\/td>\n<td>2000<\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td>Bundeskriminalamt<\/td>\n<td>Gruppe &#8222;Rechtsextremismus&#8220; (ST 2)<\/td>\n<td>Herbst 1992<\/td>\n<td>85 BeamtInnen und Angestellte (inkl. zentraler Dienste, MEK)<\/td>\n<td>Abteilung Staatsschutz, Gruppe mit vier Referaten (davon 2 Ermittlungsreferate)<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"k\" valign=\"top\">\n<td>Bundesgrenzschutz<\/td>\n<td>&#8222;Verst\u00e4rkungseinheit Niederlausitz&#8220;<\/td>\n<td>2\/2001<\/td>\n<td>80 BGS-BeamtInnen<\/td>\n<td>Forst (Spree-Nei\u00dfe)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h4>Verbund Polizei\/Verfassungsschutz<\/h4>\n<p>Eine \u00fcber das \u00dcbliche hinausgehende Zusammenarbeit zwischen Polizei und Verfassungsschutz in Sachen Rechtsextremismus wurde bereits im Dezember 1992 institutionalisiert. In der &#8222;Informationsgruppe zur Beobachtung und Bek\u00e4mpfung rechtsextremistischer\/-terroristischer, insbesondere fremdenfeindlicher Gewaltakte&#8220; (IGR) &#8211; einem Gremium innerhalb der Koordinierungsgruppe Terrorismus (KGT)<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn6\" name=\"fnB6\">[7]<\/a> &#8211; kommen unter der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des Bundesamtes f\u00fcr Verfassungsschutz (BfV) der Generalbundesanwalt, das Bundeskriminalamt (BKA), das Bundesministerium des Inneren (BMI) sowie die Landesbeh\u00f6rden von Justiz, Polizei und Verfassungsschutz zu regelm\u00e4\u00dfigen Treffen zusammen. Aufgabe der IGR ist es, die bei Verfassungsschutz, Polizei und Justiz &#8222;vorhandenen Erkenntnisse zusammenzuf\u00fchren und ggf. koordinierte landes- bzw. bundesweite Exekutivma\u00dfnahmen vorzubereiten.&#8220;<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn7\" name=\"fnB7\">[8]<\/a> Dass es nicht beim blo\u00dfen Konferieren bleibt, zeigen bspw. drei gro\u00dfangelegte Razzien gegen die rechtsextremistische Musikszene und Zeitschriften im Jahr 1993, die als Ergebnisse der IGR-Arbeit gelten.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn8\" name=\"fnB8\">[9]<\/a><\/p>\n<p>Auch auf L\u00e4nderebene wird zusehends das Trennungsgebot zwischen Polizei und Verfassungsschutz abgeschafft. Nach und nach wurden ebenfalls L\u00e4nder-Koordinierungsgruppen Terrorismus\/Extremismus eingerichtet bzw. auf den Bereich &#8222;rechtsextremistische\/fremdenfeindliche Straftaten&#8220; erweitert.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn9\" name=\"fnB9\">[10]<\/a> Ferner wurde im LKA Th\u00fcringen im Oktober 1998 eine &#8222;Zentralstelle zur Bek\u00e4mpfung des Extremismus&#8220; (ZEX) geschaffen, in der unter Beteiligung des Landesamtes f\u00fcr Verfassungsschutz alle Informationen \u00fcber Delikte und Personen der rechten Szene zusammenlaufen sollen.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn10\" name=\"fnB10\">[11]<\/a><\/p>\n<h4>&#8222;Konsequente Strafverfolgung&#8220;<\/h4>\n<p>Ziel der (polizeilichen) Bek\u00e4mpfungskonzepte ist es, rechtsextremistische, fremdenfeindliche und antisemitische Straftaten &#8222;konsequent&#8220; zu verfolgen. Eingebunden in die Forderung nach schnellen und strengen Verurteilungen durch die Gerichte, bedeutet konsequente Strafverfolgung f\u00fcr die Polizei zweierlei: Zum einen sollen Tatverd\u00e4chtige m\u00f6glichst schnell ausfindig gemacht werden; durch Spezialpolizeien &#8211; wie die Soko REX oder die Ermittlungsgruppen FFS in Nordrhein-Westfalen &#8211; und anlassbezogene Sonderkommissionen soll dieses Ziel erreicht werden. Auch die Errichtung spezieller Meldedienste und Dateien soll die Suche nach Tatverd\u00e4chtigen erleichtern. Zum anderen bedeutet &#8222;konsequente Strafverfolgung&#8220; auch, dass die Eingriffsschwellen polizeilichen Handelns gesenkt und die Kontrollintensit\u00e4t verst\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p>Die strafverfolgende T\u00e4tigkeit der Polizei ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es bedarf deshalb aus polizeilicher Sicht keiner Erw\u00e4hnung, dass &#8222;alle nach der Strafprozessordnung zur Verf\u00fcgung stehenden M\u00f6glichkeiten offener und verdeckter Ermittlungen zum Einsatz kommen&#8220;.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn11\" name=\"fnB11\">[12]<\/a> Welche Mittel dabei im Vordergrund stehen, ist aus den &#8222;Leistungsbilanzen&#8220; der Sondereinheiten ersichtlich. In den ersten neun Jahren ihres Bestehens ermittelte die s\u00e4chsische Soko REX in 873 Fallkomplexen 3.555 Tatverd\u00e4chtige. In 258 Gro\u00dfeins\u00e4tzen f\u00fchrte sie 1.289 Durchsuchungen durch.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn12\" name=\"fnB12\">[13]<\/a> Durchsuchungen und Razzien geh\u00f6ren zu den meistgenutzten polizeilichen Ma\u00dfnahmen gegen rechte Tatverd\u00e4chtige. Dabei ist es unerheblich, ob die Kontrollen auf Grundlage der Strafprozessordnung oder der Polizeigesetze durchgef\u00fchrt werden. In Sachsen werden z.B. Springerstiefel mit Stahlkappen, Messer, Baseballschl\u00e4ger oder Ketten auf der Grundlage des S\u00e4chsischen Polizeigesetzes beschlagnahmt.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn13\" name=\"fnB13\">[14]<\/a> Der Erfolg derartiger Aktionen wird gemessen an der Zahl der Festnahmen, Beschlagnahmen, Platzverweise etc.<\/p>\n<p>Die Polizei nutzt Durchsuchungen und Razzien regelm\u00e4\u00dfig zu systematischen Datenerhebungen. In Sachsen werden tatverd\u00e4chtigen extremistischen Gewaltt\u00e4tern DNA-Proben entnommen. Alle rechtsextremen Tatverd\u00e4chtigen werden erkennungsdienstlich behandelt. Fotos werden in das polizeiliche Auskunftssystem des Landes &#8222;f\u00fcr jeden Polizisten recherchierbar eingestellt&#8220;.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn14\" name=\"fnB14\">[15]<\/a> Bei Hausdurchsuchungen in Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen wurde im September 2000 neben 6.400 CDs rechtsextremistischen Inhalts auch eine Adressenkartei mit 1.500 Namen und Anschriften beschlagnahmt.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn15\" name=\"fnB15\">[16]<\/a> Bei der Berliner &#8222;Vandalen&#8220;-Razzia im September 2000 wurden z.B. von allen 237 Anwesenden Fotos angefertigt und die Personalien registriert.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn16\" name=\"fnB16\">[17]<\/a> Ziel der extensiven Identit\u00e4tsfeststellungen &#8211; auch an Kontrollstellen in der Szene, s.u. &#8211; ist es, &#8222;die Erkenntnislage hinsichtlich der Mitglieder und Kontaktpersonen&#8220; zu verbessern.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn17\" name=\"fnB17\">[18]<\/a> Die repressiven Ma\u00dfnahmen dienen hier nicht allein der Strafverfolgung, sondern sie schaffen Daten, auf die die Polizei ggf. sp\u00e4ter zur\u00fcckgreifen kann.<\/p>\n<p>Neben dem offenen kommt im &#8222;Kampf gegen rechts&#8220; auch das Repertoire verdeckter polizeilicher Ma\u00dfnahmen zum Einsatz. Die Ermittler nutzten die &#8222;gesetzlichen Instrumente wie Ausschreibung zur polizeilichen Beobachtung, Telefon\u00fcberwachung und verdeckte Fahndungsma\u00dfnahmen&#8220;.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn18\" name=\"fnB18\">[19]<\/a> Die Polizeien setzen die oben beschriebenen Vorgaben der Kommission Staatsschutz zum Einsatz von Informanten, V-Leuten und verdeckten Ermittlern in die Praxis um. Berlin ordnete der Spezialeinheit zur Bek\u00e4mpfung politisch motivierter Stra\u00dfengewalt ein Mobiles Einsatzkommando zu, das die &#8222;Durchf\u00fchrung operativer Ermittlungen zur \u00dcberwachung und Aufkl\u00e4rung der Szene&#8220; \u00fcbernimmt.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn19\" name=\"fnB19\">[20]<\/a> Im Sommer 2000 betonte Berlins Innensenator Werthebach, &#8222;die gr\u00f6\u00dften Erfolge verspreche das Unterwandern der Rechtsextremisten. ,Nichts ist erfolgreicher, als wenn die Szene glaubt, sie habe Verr\u00e4ter in ihren Reihen`.&#8220;<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn20\" name=\"fnB20\">[21]<\/a> Auch Bayern bef\u00fcrwortet den Einsatz von V-Personen in der rechten Szene.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn21\" name=\"fnB21\">[22]<\/a> Bereits 1993 k\u00fcndigte der damalige baden-w\u00fcrttembergische Innenminister Birzele an, k\u00fcnftig verst\u00e4rkt verdeckte Ermittler &#8222;auf gewaltbereite Gruppen des rechten Spektrums&#8220; ansetzen zu wollen.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn22\" name=\"fnB22\">[23]<\/a> F\u00fcr die Polizei in Baden-W\u00fcrttemberg sind die verdeckten Ermittler zu einem &#8222;f\u00fcr die qualifizierte Lageeinsch\u00e4tzung unverzichtbaren polizeilichen Instrumentarium&#8220; geworden.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn23\" name=\"fnB23\">[24]<\/a> Angesichts dieser offenkundigen polizeilichen Durchdringung der Szene verwundert es, dass bislang lediglich die V-Personen des Verfassungsschutzes in der rechten Szene Skandale produziert haben.<\/p>\n<p>Kennzeichnend f\u00fcr die polizeiliche Bek\u00e4mpfung des Rechtsextremismus ist der nahtlose \u00dcbergang von repressiven zu pr\u00e4ventiven Ma\u00dfnahmen. So hofft man einerseits auf die spezial- und generalpr\u00e4ventiven Wirkungen effizienter Strafverfolgung (Straft\u00e4ter von weiteren Taten abhalten, potentielle Straft\u00e4ter abschrecken); andererseits soll etwa bei (pr\u00e4ventiven) Streifen &#8222;der Aspekt der Strafverfolgung mit betrachtet&#8220; werden.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn24\" name=\"fnB24\">[25]<\/a> Unter der repressiv-pr\u00e4ventiven Bek\u00e4mpfungsmaxime werden auch die rechtlichen Begrenzungen polizeilichen Handelns austauschbar: Notfalls werden die weiten Bestimmungen des Polizeirechts f\u00fcr Kontrollen oder Sanktionen herangezogen.<\/p>\n<h4>Netzwerke aufdecken<\/h4>\n<p>Auch andere Elemente moderner Verbrechensbek\u00e4mpfung werden gegen Rechtsextreme eingesetzt: An die Stelle deliktischer sollen durch Spezialdienststellen oder Sonderkommissionen t\u00e4terorientierte und Strukturermittlungen treten, mit denen man die rechtsextremistischen Personengeflechte offenlegen will. Spezielle &#8222;Auswertungsprojekte&#8220;, bei denen systematisch alle verf\u00fcgbaren polizeilichen und au\u00dferpolizeilichen Informationen gesammelt und mittels einschl\u00e4giger Analysemethoden ausgewertet werden, sollen dazu dienen, &#8222;auch schon im Vorfeld f\u00f6rmlicher Ermittlungsverfahren zun\u00e4chst nur in Ans\u00e4tzen erkennbare Problembereiche und Strukturen aufzuhellen, um daraus Verfahren zu initiieren&#8220;, so BKA-Abteilungspr\u00e4sident Klaus Neidhardt.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn25\" name=\"fnB25\">[26]<\/a><\/p>\n<p>Durchleuchtet werden soll zudem die Finanzierung der rechten Gruppierungen, um ggf. durch die Beschlagnahme von Geldern deren finanzielle Basis zu ersch\u00fcttern.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn26\" name=\"fnB26\">[27]<\/a><\/p>\n<p>Als wichtigstes &#8222;Propagandanetzwerk&#8220; neben der rechtsextremen Musik sch\u00e4tzt die Polizei das Internet ein. Den Sicherheitsbeh\u00f6rden sind derzeit rund 800 von deutschen Rechtsextremisten aktiv betriebene Homepages bekannt.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn27\" name=\"fnB27\">[28]<\/a> Die IGR hat Mitte der 90er Jahre eine Arbeitsgruppe &#8222;INTERNET&#8220; bestehend aus dem GBA, BfV und BKA eingerichtet, die &#8222;durchf\u00fchrbare M\u00f6glichkeiten&#8220; erarbeiten soll, um gemeinsam die Verbreitung rechtsextremistischer Propaganda \u00fcber das Internet zu bek\u00e4mpfen.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn28\" name=\"fnB28\">[29]<\/a> Die Strategien der Polizei verfolgen zwei Ziele. Zum einen sollen mittels anlassunabh\u00e4ngiger Recherchen im Internet und anderen Onlinediensten wie Chats, Newsgroups etc. strafrechtlich relevante Inhalte aufgesp\u00fcrt und verfolgt werden. Das BKA setzt daf\u00fcr 20 BeamtInnen ein, die t\u00e4glich das Netz durchsuchen; Bayern hat bereits seit 1995 &#8222;Cyber Cops&#8220; im Einsatz. Zum anderen werten Polizei und Verfassungsschutz gezielt das Internet aus, um Informations- und Kommunikationswege der rechten Szene aufzuhellen.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn29\" name=\"fnB29\">[30]<\/a> Vom BKA-Staatsschutz wurde bereits der Aufbau einer Datenbank zur Registrierung rechtsextremer Internetangebote angek\u00fcndigt.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn30\" name=\"fnB30\">[31]<\/a><\/p>\n<h4>Kontrolldruck erh\u00f6hen<\/h4>\n<p>Neben der &#8222;konsequenten Strafverfolgung&#8220; praktiziert die Polizei bei der Bek\u00e4mpfung rechtsextremistischer, fremdenfeindlicher und antisemitischer Kriminalit\u00e4t eine Verunsicherungsstrategie gegen\u00fcber der rechten Szene. Nachdem die Ermittlungserfolge der s\u00e4chsischen Soko REX nachlie\u00dfen, setzte das Innenministerium des Landes 1997 mobile Fahndungseinheiten ein, die offene Pr\u00e4senz an den Szene-Treffpunkten zeigen. Auf gleiche Weise gehen auch die Sondereinheiten in den anderen Bundesl\u00e4ndern vor. Nach dem Konzept der brandenburgischen MEGA sollen &#8222;potentielle T\u00e4ter an ihren Treffpunkten aufgesp\u00fcrt und kontrolliert werden, um Tatgelegenheitsstrukturen aufzubrechen, die Anonymit\u00e4t potentieller T\u00e4ter zu beseitigen, die Szene zu verunsichern und Voraussetzungen f\u00fcr die Aufkl\u00e4rung von Straftaten zu schaffen.&#8220;<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn31\" name=\"fnB31\">[32]<\/a> Zwar sei es der MEGA gelungen, die Szene von ihren Treffpunkten zu verdr\u00e4ngen. Als Folge davon w\u00fcrden sich die &#8222;ideologisch rechtsextrem verfestigten Gruppen&#8220; jedoch nun abschotten, wie ein MEGA-Beamter feststellt, und Treffen, Szene-Veranstaltungen, Konzerte konspirativ abwickeln.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn32\" name=\"fnB32\">[33]<\/a><\/p>\n<p>Um Personen, ihre Treffpunkte, Zusammenh\u00e4nge und Organisationsstrukturen identifizieren zu k\u00f6nnen, greift die Polizei zu offenen und verdeckten Ma\u00dfnahmen: Die Palette umfasst wiederholte Razzien an bekannten Versammlungsorten, Observationen von Treffpunkten und Personen, Ausschreibungen zur &#8222;Polizeiliche Beobachtung&#8220; und Einrichtung von Kontrollstellen. Auch &#8222;Schleierfahndung&#8220; und Video\u00fcberwachung (in Hessen, Brandenburg und Bayern) kommen zum Einsatz. Ein konkreter Verdacht f\u00fcr derartige Ma\u00dfnahmen besteht in der Praxis oftmals nicht. Die brandenburgische MEGA kontrolliert bspw. nach einem Hinweis auf ein rechtes Konzert &#8222;Autos mit auff\u00e4lligen Personen&#8220;.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn33\" name=\"fnB33\">[34]<\/a> Kriterien sind dabei lediglich szenetypisches Aussehen wie Glatze und Bomberjacke.<\/p>\n<p>Bei jeder \u00dcberpr\u00fcfung fallen personenbezogene Daten an, die in den polizeilichen Systemen gespeichert werden. Nach einem IMK-Beschluss wurde am 23.1.2001 beim BKA die Datei &#8222;Gewaltt\u00e4ter Rechts&#8220; errichtet und Ende Februar in Betrieb genommen.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn34\" name=\"fnB34\">[35]<\/a> Dort werden jedoch nicht nur &#8222;Gewalttaten&#8220; im engeren Sinne erfasst, sondern generell Daten zu &#8222;politisch rechts motivierten Straftaten&#8220;. Die Datei macht Personen-, Ereignis-, Sach- und Verwaltungsdaten bundesweit abrufbar. Gespeichert werden nicht nur Beschuldigte und rechtskr\u00e4ftig Verurteilte, sondern auch Personen, gegen die sich Ma\u00dfnahmen wie Personalienfeststellungen, Platzverweise, Ingewahrsamnahmen etc. richteten und bei denen die Polizei vermutet, dass sie zuk\u00fcnftig &#8222;Straftaten von erheblicher Bedeutung&#8220; begehen k\u00f6nnten; auch eine &#8222;Gruppenzugeh\u00f6rigkeit&#8220; wird erfasst. Die Datei soll Grundlage f\u00fcr konkrete Auflagen und Ma\u00dfnahmen gegen bekannte Personen der rechtsextremistischen Szene sein, \u00e4hnlich wie die sog. Hooligan-Datei.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn35\" name=\"fnB35\">[36]<\/a><\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus haben die Bundesl\u00e4nder mittlerweile eigene Dateien zum Zwecke der &#8222;Gefahrenabwehr&#8220; eingerichtet. So speichert die brandenburgische MEGA ihre Erkenntnisse \u00fcber Beschuldigte bzw. St\u00f6rer aus der rechten Szene sowie deren Begleit- und Kontaktpersonen in der Datei &#8222;Gewaltpr\u00e4vention St&#8220;. Vor der Dezentralisierung der MEGA im vergangenen Jahr enthielt die LKA-Datei ca. 3.000-4.000 Datens\u00e4tze mit zumeist &#8222;weichen Daten&#8220;, mittlerweile sind es aufgrund des geringeren Datenaufkommens und der L\u00f6schungsfristen unter 1.000.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn36\" name=\"fnB36\">[37]<\/a><\/p>\n<p>Die baden-w\u00fcrttembergische &#8222;Ermittlungsgruppe Skin&#8220; f\u00fchrt seit vergangenem Jahr eine &#8222;Personenliste rechtsextremistischer Skinheads&#8220;, die mittlerweile rund 700 Personen umfasst. Sie soll Grundlage zur aktuellen Lagebeurteilung sein sowie der landesweiten Abstimmung von Ermittlungs- und Einsatzma\u00dfnahmen dienen.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn37\" name=\"fnB37\">[38]<\/a> Personendaten aus Kontrollma\u00dfnahmen der MAEX in Mecklenburg-Vorpommern werden zuk\u00fcnftig in der Landes-Datei PEREX gespeichert.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn38\" name=\"fnB38\">[39]<\/a><\/p>\n<p>Die Polizeipr\u00e4sidien Cottbus und Guben (Brandenburg) haben im Januar dieses Jahres begonnen, eine Datei mit &#8222;Personagrammen&#8220; polizeilich bekannter Rechtsextremer aufzubauen. Ziel dieses rechtsstaatlich bedenklichen Vorgehens ist der &#8222;gl\u00e4serne Neonazi&#8220;. Es w\u00fcrden neben begangenen Straftaten und Fotos auch ganze Biographien erfasst, um ein &#8222;konkretes personenbezogenes Lagebild&#8220; zu erstellen. Die Informationen will die Polizei nicht allein aus eigenen Quellen zusammentragen. Zus\u00e4tzliche Ausk\u00fcnfte holt man beim Jugendamt, Sozialamt, Bew\u00e4hrungshelfern, Sportvereinen, bei Eltern, Arbeitgebern und im Freundeskreis der Neonazis ein. Ende Februar waren bereits rund 270 Rechtsextremisten im Bereich des PP Cottbus erfasst. Die Daten stehen jedem Polizisten und der BGS-Verst\u00e4rkungseinheit Niederlausitz, die seit Anfang des Jahres die brandenburgische Polizei gegen Rechte unterst\u00fctzt, zur Verf\u00fcgung.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn39\" name=\"fnB39\">[40]<\/a><\/p>\n<p>Die Strategien der Polizei setzen nicht nur auf Verunsicherung der Szene, sie bezwecken auch die Isolierung und Blo\u00dfstellung einzelner Rechter. In Nordrhein-Westfalen bekamen zwischen August 2000 und Ende Januar 2001 \u00fcber 750 Angeh\u00f6rige der rechten Szene unangemeldeten Besuch von BeamtInnen der EG FFS.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn40\" name=\"fnB40\">[41]<\/a> Auch Bayern (seit 1996), Baden-W\u00fcrttemberg (seit Mitte 2000) und Brandenburg versuchen mit Hausbesuchen und sog. Gef\u00e4hrderansprachen auf Angeh\u00f6rige der rechten Szene, Mitl\u00e4ufer und Sympathisanten Einfluss zu nehmen, indem sie sie davor warnen, erneut aktiv zu werden. &#8222;Sie sollen wissen: \u00dcberall wo ich hingehe, ist die Polizei schon da&#8220;, erl\u00e4utert der Cottbuser Polizeipr\u00e4sident die Taktik.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn41\" name=\"fnB41\">[42]<\/a><\/p>\n<h4>Den Kampf aufnehmen?<\/h4>\n<p>Polizeiapparat und -politik haben auf den Zuwachs rechter Gewalt reagiert. Ob das Personal jenseits der Spezialisten dies auch im Sinne der F\u00fchrungen umsetzt, muss dahingestellt bleiben. Einiges mag daf\u00fcr sprechen, dass die Arbeit manchen PolizistInnen vor Ort leichter fiel, als der Gegner noch links stand, w\u00e4hrend die Rechten an weitverbreiteten \u00dcberzeugungen und Vorurteilen anschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Das Stadium der Verharmlosung hat die Institution Polizei jedenfalls verlassen. Statt dessen ist der Kampf gegen rechts zu einem neuen Feld polizeilicher Legitimationsbeschaffung avanciert.<\/p>\n<p>J\u00fcngstes Element im polizeilichen Kampf gegen rechts sind die im letzten Jahr von den Polizeien eingerichteten Hotlines, bei denen sich B\u00fcrgerInnen \u00fcber Rechtsextreme informieren und Hinweise auf rechtsextreme Straftaten geben k\u00f6nnen. W\u00e4hrend der &#8222;Spiegel&#8220; die Hotline in den norddeutschen Bundesl\u00e4ndern als &#8222;v\u00f6lligen Flop&#8220; bewertete,<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn42\" name=\"fnB42\">[43]<\/a> meldete das Bundesinnenministerium im ersten Monat der BGS-Hotline, dass 60% der rund 600 Anrufe von &#8222;polizeilicher Relevanz&#8220; gewesen seien.<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fn43\" name=\"fnB43\">[44]<\/a> Erst die Zukunft wird zeigen, ob die hei\u00dfen Telefone mehr sind als eine Kombination aus symbolischer Geste und Instrument beliebiger Denunziation.<\/p>\n<p>Auffallend an den polizeilichen Reaktionen ist insgesamt, wie nahtlos das auf anderen Feldern entwickelte Repertoire verdeckter Ma\u00dfnahmen und voraussetzungsloser Polizeikontrollen auf die rechtsextremistischen Szenen angewendet wird. Rechtsstaatlich-demokratische Standards werden dabei auf ein Minimum an zu respektierenden Regeln reduziert. Mit der Abscheu der demokratischen \u00d6ffentlichkeit gegen\u00fcber den rechtsextrem, rassistisch oder antisemitisch motivierten Gewalttaten, gegen\u00fcber der dumpf-aggressiven Selbstinszenierung der Rechten wird die Vorverlagerung polizeilicher Zust\u00e4ndigkeiten legitimiert: Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz, Infiltration rechter Gruppen und Milieus mit Polizeispitzeln, verdachts- und ereignislose Identit\u00e4ts- und Personenkontrollen, Registrierung Unbeteiligter, Aufbau besonderer Dateien &#8230;<\/p>\n<p>Obgleich die Polizei nicht m\u00fcde wird zu beteuern, sie k\u00f6nne nur einen (bescheidenen) Beitrag zur Bek\u00e4mpfung des Rechtsextremismus leisten, unternimmt sie alles, tiefer in die entsprechenden Milieus einzudringen. \u00dcber die rechtsstaatlichen Kosten einer derartigen Verteidigung des Rechtsstaates redet kaum jemand. Zudem wird so faktisch die Vorstellung gest\u00fctzt, die Polizei (verst\u00e4rkt um den Verfassungsschutz) k\u00f6nne doch mehr als (nur) Straftaten aufkl\u00e4ren oder konkrete Gefahren verh\u00fcten. Politisch passt eine solche Botschaft gut ins Bild: Symbolischer staatlicher Antinazismus wird flankiert durch eine intensivere Polizeiarbeit, die die rechten Netzwerke unter Druck setzt. Dahinter verschwinden der allt\u00e4gliche Rassismus, die Ausgrenzungen staatsoffizieller Politik, die miserablen sozialen, kulturellen und sozio\u00f6konomischen Bedingungen, die den N\u00e4hrboden f\u00fcr rechtsextreme Gesinnungen und daraus resultierende Handlungen bilden. Eine demokratische Polizei t\u00e4te gut daran, sich nicht vor diesen Karren spannen zu lassen.<\/p>\n<h5>Martina Kant und Norbert P\u00fctter sind Redakteur\/-in von B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP und wissenschaftliche\/r MitarbeiterIn an der FU Berlin.<\/h5>\n<h6><a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB0\" name=\"fn0\">[1]<\/a> Walz, N.: Rechtsextremismus\/Fremdenfeindlichkeit. Lagebild und Bek\u00e4mpfungsstrategien, in: Die Kriminalpolizei 1994, H. 4, S. 193-205 (205)<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB1\" name=\"fn1\">[2]<\/a> Jaschke, H.-G.: Sehnsucht nach dem starken Staat &#8211; Was bewirkt Repression gegen rechts?, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 2000, H. 39, S. 22-29 (22)<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB2\" name=\"fn2\">[3]<\/a> Neidhardt, K.: Politische motivierte Straftaten, in: Kriminalistik 2001, H. 2, S. 93-99 (93f.)<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB3\" name=\"fn3\">[4]<\/a> Die Kommission Staatsschutz ist eine dauerhaft eingerichtete Kommission der AG Kripo, die wiederum dem AK II (\u00d6ffentliche Sicherheit und Ordnung) der Innenministerkonferenz untersteht.<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB4\" name=\"fn4\">[5]<\/a> zum Beschluss der Kommission Staatsschutz s. Klink, M.: Ma\u00dfnahmenkatalog zur Bek\u00e4mpfung fremdenfeindlicher Kriminalit\u00e4t, in: Die Polizei 1992, H. 11, S. 272-276 (274)<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB5\" name=\"fn5\">[6]<\/a> z.B. Bayern; s. http:\/\/www.innenministerium.bayern.de\/reden\/landtag.htm [Text in an unbekannte Stelle verschoben worden.]<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB6\" name=\"fn6\">[7]<\/a> Woche im Bundestag 19\/93 v. 27.10.1993, S. 13<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB7\" name=\"fn7\">[8]<\/a> BT-Drs. 12\/5795 v. 28.9.1993, S. 5<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB8\" name=\"fn8\">[9]<\/a> BT-Drs. 12\/7008 v. 9.3.1994, S. 22f., BT-Drs. 13\/1117 v. 12.4.1995<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB9\" name=\"fn9\">[10]<\/a> F\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg s. Walz, N.: Rechtsextremismus\/Fremdenfeindlichkeit. Lagebild und Bek\u00e4mpfungsstrategien, in: Die Kriminalpolizei 1994, H. 4, S. 193-205 (201).<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB10\" name=\"fn10\">[11]<\/a> die tageszeitung v. 7.7.1998; LT Th\u00fcringen, Plenarprotokoll 3\/5 v. 15.12.1999, S. 201<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB11\" name=\"fn11\">[12]<\/a> Neidhardt a.a.O. (Fn. 3), S. 98<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB12\" name=\"fn12\">[13]<\/a> Sachsen, Innenministerium: Pressemitteilung v. 25.8.2000<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB13\" name=\"fn13\">[14]<\/a> P\u00e4hlich, P.: Die Soko REX, in: Der Kriminalist 2000, H. 12, S. 505-510 (508)<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB14\" name=\"fn14\">[15]<\/a> Sachsen, Innenministerium a.a.O. (Fn. 13)<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB15\" name=\"fn15\">[16]<\/a> S\u00fcddeutsche Zeitung v. 6.9.2000<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB16\" name=\"fn16\">[17]<\/a> Berliner Morgenpost v. 18.9.2000<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB17\" name=\"fn17\">[18]<\/a> Walz a.a.O. (Fn. 1), S. 203<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB18\" name=\"fn18\">[19]<\/a> Sachsen, Innenministerium a.a.O. (Fn. 13)<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB19\" name=\"fn19\">[20]<\/a> Klink a.a.O. (Fn. 5), S. 233<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB20\" name=\"fn20\">[21]<\/a> die tageszeitung v. 9.8.2000<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB21\" name=\"fn21\">[22]<\/a> S\u00fcddeutsche Zeitung v. 18.8.2000<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB22\" name=\"fn22\">[23]<\/a> S\u00fcddeutsche Zeitung v. 9.12.1993; Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 9.12.1993<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB23\" name=\"fn23\">[24]<\/a> Walz a.a.O. (Fn. 1), S. 203<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB24\" name=\"fn24\">[25]<\/a> Klink, M.: Fremdenfeindliche Kriminalit\u00e4t &#8211; M\u00f6glichkeiten und Grenzen polizeilicher Strafverfolgung, in: Murck, M.; Schmalzl, H.P.; Zimmermann, H.-M. (Hg.): Immer dazwischen. Fremdenfeindliche Gewalt und die Rolle der Polizei, Hilden 1993, S. 207-241 (224)<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB25\" name=\"fn25\">[26]<\/a> Neidhardt a.a.O. (Fn. 3), S. 98<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB26\" name=\"fn26\">[27]<\/a> so der Chef des Berliner Staatsschutzes lt. Der Tagesspiegel v. 29.9.2000<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB27\" name=\"fn27\">[28]<\/a> K\u00f6rper, F.R.: &#8222;Rechtsextremismus heute &#8211; Hintergr\u00fcnde und Gegenstrategien&#8220;, Vortrag an der Artillerieschule Idar-Oberstein am 10. Januar 2001<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB28\" name=\"fn28\">[29]<\/a> BT-Drs. 13\/6042 v. 7.11.1996, S. 7<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB29\" name=\"fn29\">[30]<\/a> Bayern, Innenministerium: Pressemitteilung vom 18.8.2000<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB30\" name=\"fn30\">[31]<\/a> Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.10.2000<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB31\" name=\"fn31\">[32]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.polizei.brandenburg.de\/mobil\/index.htm\" target=\"1\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.polizei.brandenburg.de\/mobil\/index.htm<\/a><br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB32\" name=\"fn32\">[33]<\/a> Der Tagesspiegel v. 29.11.1998 und 4.5.2000<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB33\" name=\"fn33\">[34]<\/a> Berliner Zeitung v. 16.3.1998<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB34\" name=\"fn34\">[35]<\/a> BT-Drs. 14\/5376 v. 20.2.2001, S. 2; alle weiteren Angaben hierzu stammen aus der Drs. Gleichzeitig wurde auch die Datei &#8222;Gewaltt\u00e4ter Links&#8220; errichtet. Die Speicherungssachverhalte sind nach Angaben der Bundesregierung deckungsgleich.<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB35\" name=\"fn35\">[36]<\/a> Hamburg, Staatliche Pressestelle: Tagesmeldung vom 23.8.2000<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB36\" name=\"fn36\">[37]<\/a> LT Brandenburg, Drs. 3\/2481 (Datenschutzbericht 2000)<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB37\" name=\"fn37\">[38]<\/a> Baden-W\u00fcrttemberg, Innenministerium: Pressemitteilung v. 1.8.2000; LT Baden-W\u00fcrttemberg Drs. 12\/5456 v. 15.8.2000, S. 4<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB38\" name=\"fn38\">[39]<\/a> Mecklenburg-Vorpommern, Innenministerium: Pressemitteilung Nr. 24 v. 2.3.2001<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB39\" name=\"fn39\">[40]<\/a> Berliner Zeitung v. 16.1.2001 und 28.2.2001<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB40\" name=\"fn40\">[41]<\/a> Nordrhein-Westfalen, Innenministerium: Pressemitteilung v. 31.1.2001<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB41\" name=\"fn41\">[42]<\/a> Berliner Zeitung v. 16.1.2001<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB42\" name=\"fn42\">[43]<\/a> Der Spiegel v. 11.9.2000<br \/>\n<a href=\"\/2001\/02\/09\/polizei-gegen-rechtsextreme-verfolgen-kontrollieren-szenen-verunsichern\/#fnB43\" name=\"fn43\">[44]<\/a> Bundesinnenministerium: Pressemitteilung v. 25.10.2000<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Martina Kant und Norbert P\u00fctter Die Polizei kann weder rechtsextremistische Einstellungen ver\u00e4ndern noch die Ursachen<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[152,74],"tags":[346,1094,1111,1195,1472,1491],"class_list":["post-1681","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-artikel","category-cilip-068","tag-bundeslaender","tag-polizei","tag-polizeigesetze","tag-rechtsextremismus","tag-v-personen","tag-verfassungsschutz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1681","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1681"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1681\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1681"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1681"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1681"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}