{"id":1821,"date":"2000-08-09T22:50:22","date_gmt":"2000-08-09T22:50:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cilip.de\/?p=1821"},"modified":"2000-08-09T22:50:22","modified_gmt":"2000-08-09T22:50:22","slug":"wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=1821","title":{"rendered":"Wachsame Nachbarn &#8211; Lokale Gemeinschaften im Dienst der Sicherheit"},"content":{"rendered":"<h3>von Christine Hohmeyer<\/h3>\n<p><b>Raschelnde Gardinen, argw\u00f6hnisch be\u00e4ugte Fremde oder der kontrollierende Blick \u00fcber den Gartenzaun &#8211; wachsame Nachbarn sind in Deutschland altbekannt. Relativ neu sind dagegen die Bem\u00fchungen der Polizei, deren Kontrollpotentiale in eigene Programme einzubinden. Nachbarschaftsinitiativen st\u00fctzen vor allem eine symbolische Politik, mit der die Verantwortung f\u00fcr soziale Probleme auf das wiederentdeckte Gemeinwesen abgew\u00e4lzt werden soll. <\/b><\/p>\n<p>&#8222;Nachbarn sch\u00fctzen Nachbarn&#8220;, so hie\u00df schon eine Schwerpunktaktion im Kriminalpolizeilichen Vorbeugungsprogramm 1984. Plakate und Brosch\u00fcren verrieten, wie Nachbarn leerstehende H\u00e4user sch\u00fctzen oder auf \u00e4ltere Mitb\u00fcrgerInnen achten k\u00f6nnen. W\u00e4hrend sich dieses Programm noch vorwiegend auf technische Beratung und Verhaltenstipps beschr\u00e4nkte, r\u00fcckte gut ein Jahrzehnt sp\u00e4ter der nachbarschaftliche Gemeinsinn in den Mittelpunkt. &#8222;Diesmal sollen interessierte und engagierte B\u00fcrger f\u00fcr die Idee der Hausgemeinschaften und Nachbarschaftshilfen gewonnen werden&#8220;,<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn0\" name=\"fnB0\">[1]<\/a> hie\u00df es 1996 zum Auftakt der bundesweiten Aktion &#8222;Vorsicht! Wachsamer Nachbar&#8220;. Daran beteiligt waren die Innenministerkonferenz, der St\u00e4dte- und Gemeindebund, der Deutsche St\u00e4dtetag, der Verband der Schadensversicherer und die Polizei. Gesucht wurden &#8222;neue Wege in unseren Bem\u00fchungen &#8230;, nachbarschaftliche Aufmerksamkeit und gegenseitige Verantwortung wieder zu tragenden Elementen der Kriminalit\u00e4tsverh\u00fctung im Gemeinwesen auszubauen.&#8220;<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn1\" name=\"fnB1\">[2]<\/a><!--more--><\/p>\n<p>Diese Entdeckung der Nachbarschaft kam nicht von ungef\u00e4hr. Zum einen schienen die &#8222;Neighbourhood Watch&#8220;-Programme der angels\u00e4chsischen L\u00e4nder Erfolg versprechend. So geh\u00f6rten der seit 1982 bestehenden Bewegung in England zu diesem Zeitpunkt bereits \u00fcber 6 Mio. Menschen an. Zum zweiten hatten sich an einigen Orten l\u00e4ngst private Initiativen gebildet, die mehr oder minder militant ihr Eigentum zu sch\u00fctzen versuchten. Diese galt es, in den Rahmen polizeilicher Konzepte einzubinden und zu befrieden &#8211; was einerseits durch institutionalisierte Sicherheitswachten,<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn2\" name=\"fnB2\">[3]<\/a> anderseits durch informelle Nachbarschaftshilfe bew\u00e4ltigbar schien. Drittens passten gerade Nachbarschaftsprogramme ganz besonders zur Programmatik der &#8222;Pr\u00e4ventionsbewegung&#8220;. Schlie\u00dflich konnten sie nicht nur mit aktivem Selbstschutz, Beteiligung und Vorbeugung werben, sondern versprachen &#8211; anders als technische Tipps &#8211; auch mehr Lebensqualit\u00e4t. Nachbarschaftshilfe leiste &#8222;wertvolle Beitr\u00e4ge zur St\u00e4rkung des Sicherheitsgef\u00fchls, zur Entspannung der \u00f6rtlichen Kriminalit\u00e4tslage sowie nicht zuletzt zu einem bewussteren Umgang der B\u00fcrger miteinander und mit ihrer Polizei.&#8220;<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn3\" name=\"fnB3\">[4]<\/a> Suggeriert wird dabei die Utopie einer Gemeinschaft, die den Kampf gegen &#8222;die Kriminalit\u00e4t&#8220; zu gewinnen vermag. &#8222;Man sagt, da\u00df Kriminalit\u00e4t in einer Gemeinschaft, die sich umeinander k\u00fcmmert, nicht existieren kann.&#8220;<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn4\" name=\"fnB4\">[5]<\/a><\/p>\n<h4>Kaffeeklatsch und Kontrolle &#8211; Handlungsformen<\/h4>\n<p>Nachbarschaftsinitiativen in Deutschland ergeht es derzeit wie vielen anderen Pr\u00e4ventionsinitiativen: Ihre Rhetorik ist ausgefeilt und anspruchsvoll, die praktischen Auspr\u00e4gungen und Wirkungen aber sind kaum bekannt. Dabei w\u00e4re ein wacher Blick auf die wachsamen Nachbarn angebracht, steckt doch in der Verquickung von gemeinschaftlicher Hilfe und Sicherheitsinteresse von Anfang an ein ambivalenter Kern &#8211; ein Potential f\u00fcr Hilfsbereitschaft und zivile Konfliktl\u00f6sung, aber auch f\u00fcr Ausschluss, \u00dcberwachung und obrigkeitsstaatliches Verhalten. Die sp\u00e4rlichen Informationen \u00fcber Nachbarschaftsinitiativen verraten ein weit gestreutes Profil. Nachbarschaften sind unterschiedlich organisiert, entstehen als B\u00fcrgerinitiative oder werden erst auf Anregung des \u00f6rtlichen Reviers, einer Wohnungsbaugesellschaft oder einer Partei gegr\u00fcndet. Und sie handeln verschieden. W\u00e4hrend die einen auf soziale Verantwortung setzen, halten die anderen sich lieber an \u00dcberwachung.<\/p>\n<p>Doch die &#8222;Wachsamen Nachbarn&#8220; haben auch Gemeinsamkeiten, die sich nicht nur bei den meisten Initiativen, sondern auch in den Handlungsempfehlungen der Polizeiberatungsstellen wiederfinden lassen. Beispielhaft ist die Nachbarschaftswache Lichtenweg in Bergisch-Gladbach, die 1993 gegr\u00fcndet wurde. Ihr Ziel ist es, &#8222;sich und ihr Eigentum zu sch\u00fctzen&#8220;, wobei auch hier Sicherheit &#8222;ein erw\u00fcnschter Effekt, aber nicht einziges Anliegen der Initiative ist.&#8220;<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn5\" name=\"fnB5\">[6]<\/a> Daf\u00fcr unterzeichneten die AnwohnerInnen eine Vereinbarung, die im Wesentlichen den 1996 von der polizeilichen Kampagne ausgegebenen Leitlinien gleicht:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Nachbarn kl\u00e4ren die gegenseitige Hilfeleistung, z.B. durch Kenntnis der Telefonnummern und Urlaubszeiten, durch die Vereinbarung von Lebenszeichen oder gegenseitige Hilfsangebote.<\/li>\n<li>Sie sichern die AnwohnerInnen gegen\u00fcber Angriffen von au\u00dfen. Grunds\u00e4tzlich sollen Fremde \u00fcberpr\u00fcft, ausw\u00e4rtige Nummernschilder notiert oder Unbekannte angesprochen werden. (Seltener sind dagegen die Initiativen, die auch Streifen und Wachen organisieren.)<\/li>\n<li>Sie pflegen einen guten Draht zur Polizei, indem Beratungsstunden organisiert und Auff\u00e4lligkeiten sofort gemeldet werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Gegenseitige Hilfeleistung<\/h4>\n<p>Allen Nachbarschaftsinitiativen gemeinsam ist die Verkn\u00fcpfung von sozialen Hilfen und Sicherheitsinteressen. Dabei sind gerade solche Nachbarschaften ein gern genanntes Idealbild, welche sich mehr auf nachbarschaftlichen Gemeinsinn als auf Kontrollstrategien berufen. Als vorbildlich werden seitens der Polizei verschiedene Wohn- und Lebensformen dargestellt: &#8222;Die lustigen Bewohner des Hauses Dr.-Schumacher-Stra\u00dfe in Bayern&#8220;, die gegenseitig Pflanzen und Haustiere pflegen, oder eine Selbsthilfegruppe in Augsburg, die durch gemeinsames Jogging, Kaffeeklatsch und Ausfl\u00fcge Gemeinschaftlichkeit herstellt. Sicherheit f\u00e4llt allenfalls als Nebenprodukt sozialen Handelns an.<\/p>\n<p>Solche sicherheitspolitischen Minimalprogramme haben bereits bestehende Formen nachbarschaftlicher Gemeinschaft, gute Sozialbeziehungen zur Voraussetzung. Das macht sie vergleichsweise attraktiv, aber nicht unbedingt wirksam. &#8222;Dagegen lassen sich die Programme dort, wo sie gebraucht w\u00fcrden, kaum und nur selten auf Dauer begr\u00fcnden, n\u00e4mlich in problematischen Wohngegenden mit starker Kriminalit\u00e4tsbelastung &#8230; und geringen sozialen Beziehungen der Bewohner untereinander.&#8220;<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn6\" name=\"fnB6\">[7]<\/a> Da au\u00dferdem erst die aktive (polizeiliche) Zuschreibung aus Stra\u00dfenfesten eine Sicherheitsstrategie macht, so liegt es langfristig nahe, dass die Konzentration auf Sicherheit nicht nur nach Kaffeeklatsch, sondern nach anderen Konsequenzen verlangt.<\/p>\n<h4>Strategien gegen den Angriff von drau\u00dfen<\/h4>\n<p>Die Definition der nachbarlichen Gemeinschaft &#8211; laut Polizeiempfehlung sollen dies nicht mehr als 40 Wohnungen in einem Quartier sein &#8211; beinhaltet automatisch eine Abgrenzung zwischen Eigenen und Fremden. Die Auffassung, Gemeinschaften w\u00fcrden vor allem von au\u00dfen bedroht, f\u00fchrt zu verst\u00e4rktem Kontrolldruck. &#8222;Verd\u00e4chtig ist jeder, der hier nicht hingeh\u00f6rt&#8220;, bekundet eine kleine private Initiative des reichen D\u00f6rfchens B\u00f6nnigstedt in Schleswig-Holstein.<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn7\" name=\"fnB7\">[8]<\/a> Die Polizei teilt diese Ansicht: &#8222;Wachsame Nachbarn &#8230; fragen den Fremden, der die H\u00e4user absucht<br \/>\noder sich bereits auf einem Grundst\u00fcck aufh\u00e4lt, freundlich und bestimmt: ,Kann ich Ihnen weiterhelfen?`&#8220;<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn8\" name=\"fnB8\">[9]<\/a><\/p>\n<p>Gegen\u00fcber dieser noch recht &#8222;traditionellen&#8220; Wachsamkeit stellen die aktiven Wachen eine versch\u00e4rftere Form der Abschottung dar. Dabei sucht die Polizei in ihren Empfehlungen zumindest verbal die Abgrenzung zur B\u00fcrgerwehr. In zivilisierter Form sollte eher &#8222;offene B\u00fcrgerpr\u00e4senz an Brennpunkten demonstriert werden. Auf Rundg\u00e4ngen sollen engagierte B\u00fcrger \u00fcber Sicherungstechnik und sicherheitsbewusstes Verhalten beraten, Tatgelegenheiten erkennen und beseitigen helfen sowie durch aufmerksame aktive Anwesenheit das Sicherheitsgef\u00fchl st\u00e4rken.&#8220;<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn9\" name=\"fnB9\">[10]<\/a> Auch hier gilt, dass im Zweifelsfall die Polizei zu rufen ist. Richtige Streifendienste mit regelm\u00e4\u00dfigem &#8222;Dienst&#8220; dagegen sollen eher in die landesweiten Kooperationsformen wie Sicherheitspartnerschaften eingebunden, also st\u00e4rker institutionalisiert werden.<\/p>\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr die Einverleibung b\u00fcrgerlicher Eigenregie ist die &#8222;Solidargemeinschaft zum Schutz vor Kriminalit\u00e4t e.V.&#8220; (SSK) in Woltersdorf am Rande Berlins. Nachdem sich Anfang 1994 eine Einwohnerversammlung f\u00fcr die Gr\u00fcndung eines eigenst\u00e4ndigen Vereins ausgesprochen hatte, erfuhr der neue SSK kurze Zeit sp\u00e4ter &#8222;,mit Erstaunen`, dass der Ort &#8230; im Modellversuch des Ministeriums des Innern als Teilnehmer genannt wurde.&#8220;<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn10\" name=\"fnB10\">[11]<\/a> Nach einigen internen Diskussionen blieb der Verein in der brandenburgischen Sicherheitspartnerschaft. In seiner Satzung wurde nicht nur &#8222;die Entwicklung und Pflege nachbarschaftlicher Kontakte&#8220; und &#8222;die intensive Zusammenarbeit mit der Polizei&#8220; festgehalten, sondern auch &#8222;die aktive Kriminalit\u00e4tsverh\u00fctung durch den Einsatz von B\u00fcrgerstreifen, im Zusammenwirken mit der Polizei&#8220;.<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn11\" name=\"fnB11\">[12]<\/a><\/p>\n<p>Wie auch immer die institutionalisierte Wachsamkeit erfolgt: sie ist nur in \u00fcbersichtlichen Gegenden zu realisieren und in Gro\u00dfstadtquartieren mit hoher Einwohnerdichte oder starkem Durchgangsverkehr untauglich &#8211; ebenso in Gebieten, in denen schon eine fehlgeschlagene Stadtplanung f\u00fcr soziale Konflikte sorgt. Gleichzeitig f\u00fchren die Strategien dort, wo sie funktionieren, zu einer Schlie\u00dfung der Stadtviertel. Die Abschottung der meist wohlhabenden Quartiere versch\u00e4rft sich.<\/p>\n<h4>Der gute Draht zur Polizei<\/h4>\n<p>&#8222;Nachbarschaftshilfeprogramme sind B\u00fcrgerinitiativen&#8220; &#8211; zumindest dem polizeilichen Anspruch nach. Dementsprechend beschr\u00e4nkt soll die Rolle der Polizei bleiben: keinesfalls Leitung oder Organisation, sondern &#8222;Anleitung, Beratung und Kontaktpflege&#8220;.<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn12\" name=\"fnB12\">[13]<\/a> W\u00e4hrend es sich bei den Beratungen (Tipps f\u00fcr die Gr\u00fcndung einer Initiative, Schwachstellenanalyse und technische Pr\u00e4vention) eher um eine punktuelle Zusammenarbeit handelt, verlangt die Abwehr gegen\u00fcber Fremden nach einer dauerhaften Beteiligung der Polizei: &#8222;Falls sich verd\u00e4chtige Personen in der Nachbarschaft aufhalten, notieren Sie sich Einzelheiten. Haben Sie keine Bedenken, im Zweifelsfall die Polizei anzurufen.&#8220;<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn13\" name=\"fnB13\">[14]<\/a> Wie wirksam dieser hei\u00dfe Draht funktioniert, durfte Berlins Senator f\u00fcr Inneres pers\u00f6nlich erfahren. Als sein Referent auf der Suche nach der Frohnauer Initiative &#8222;Hier wachen Nachbarn&#8220; wiederholt durch das Wohngebiet fuhr, lie\u00dfen Anwohner den verd\u00e4chtigen Wagen von der Polizei kontrollieren.<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn14\" name=\"fnB14\">[15]<\/a><\/p>\n<p>Die Weitergabe von verd\u00e4chtigen Informationen an die Polizei ist ein Kontakt, der in der Regel nur in einer Richtung funktioniert. Dagegen wurden 1999 im Pilotprojekt &#8222;Wachsame Nachbarn&#8220; in Bensheim erstmals in Deutschland 530 Privathaushalte und 60 Gesch\u00e4fte an ein System angeschlossen, das den Nachbarn per Telefon Informationen \u00fcbermittelt &#8211; dem sog. &#8222;Ringmaster&#8220;, einem Computerprogramm mit digitalisierter Sprachaufzeichnung, das von der Partnerstadt Amersham \u00fcbernommen wurde und in England weit verbreitet ist. Dank Ringmaster haben &#8222;bei einem Drogenabh\u00e4ngigen die Handschellen geklickt, als der Mann in einer der informierten Apotheken ein zuvor in der Arztpraxis gestohlenes &#8230; Rezept einzul\u00f6sen gedachte.&#8220;<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn15\" name=\"fnB15\">[16]<\/a> Zudem habe &#8222;sich Ringmaster schon bei der Suche nach einem Kleinkind&#8220; bew\u00e4hrt.<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn16\" name=\"fnB16\">[17]<\/a><\/p>\n<p>&#8222;Ear and Eye of the Police&#8220; &#8211; das ist die Funktion, die Nachbarschaften in einem solchen Gef\u00fcge zugewiesen wird. Abgesehen von der bereits erw\u00e4hnten Ausgrenzungspolitik ist eine solche Funktionalisierung auch f\u00fcr nachbarliche Beziehungen selbst problematisch. Schon der Verdacht von Denunziation und Spitzelei gen\u00fcgt, um die fragile Balance von Gegenseitigkeit und Hilfsbereitschaft zu st\u00f6ren. Daher warnt der australische Kriminologe Grabosky vor den in Amerika verbreiteten Telefon-Hotlines: Deren Missbrauch verschlimmere nur die Erosion zwischenmenschlichen Vertrauens in der Gesellschaft.<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn17\" name=\"fnB17\">[18]<\/a><\/p>\n<h4>Pannen, Interessen und symbolische Politik<\/h4>\n<p>&#8222;Mit sechs Streifenwagen und Hundef\u00fchrern ist die Mainzer Polizei k\u00fcrzlich mitten in der Nacht ausger\u00fcckt, um eine Grundschule zu umstellen. In dem Geb\u00e4ude hatten Nachbarn verd\u00e4chtige Bewegungen ausgemacht und Unbekannte mit Taschenlampen herumgeistern sehen. Nachdem die Polizisten das Gel\u00e4nde abgeriegelt hatten, stie\u00dfen sie &#8230; auf eine erschrockene dritte Grundschulklasse, die mit ihrer Lehrerin eine der in Mainz verbreiteten langen Lesen\u00e4chte veranstaltete.&#8220;<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn18\" name=\"fnB18\">[19]<\/a><\/p>\n<p>Der Zwischenfall zeigt, welcher Gratwanderung wachsame Nachbarschaften ausgesetzt sind. Meist kann zwischen Aufmerksamkeit und Hilfe einerseits, Kontrolle und Einmischung andererseits nicht trennscharf unterschieden werden. Dieses Problem ist so grunds\u00e4tzlich, dass auch die Polizei ihrer Quelle nicht immer zu trauen vermag: Geweckt von Schl\u00e4gen und metallischem Quietschen im Treppenhaus rief z.B. ein Ehepaar im Frankfurter Westend die Streife. Da sich der L\u00e4rm bis zum Eintreffen eines Gro\u00dfkommandos gelegt hatte, wurden die Anrufenden selbst verd\u00e4chtig: &#8222;Wir sollen &#8230; verd\u00e4chtige Autonummern notieren und die Polizei bei Verdachtsmomenten sofort anrufen &#8230; Und jetzt das: Da sitzt die Westend-Panzerknackerbande fast bei uns im Schlafzimmer, und ich werde von den Damen und Herren in Uniform behandelt wie ein schlaftrunkener Trottel.&#8220;<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn19\" name=\"fnB19\">[20]<\/a> (Erst am n\u00e4chsten Tag werden die aufgehebelten Metallt\u00fcren und die Einbr\u00fcche in den Nachbarb\u00fcros entdeckt.)<\/p>\n<p>Doch so wenig, wie sich Pannen vermeiden lassen, ist das in Bensheim versprochene Ideal einer &#8222;kriminalit\u00e4tsfreien Gemeinschaft&#8220; zu verwirklichen. Da selbst von Seiten der Polizei einger\u00e4umt wird, dass Nachbarschaftsprogramme &#8222;nach den bisherigen Erkenntnissen zur Verh\u00fctung von Kriminalit\u00e4t objektiv nur wenig&#8220;<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn20\" name=\"fnB20\">[21]<\/a> beitragen, muss umso aufmerksamer nach den Nebeneffekten gefragt werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Nachbarschaftsinitiativen beziehen ihre Attraktion vor allem aus ihrem Appell an gemeinschaftliches Handeln. Dahinter verbirgt sich das Idealbild einer Gemeinschaft, die einer &#8222;grunds\u00e4tzlichen Integration \u00fcber gemeinsame Werte und Normen&#8220;<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn21\" name=\"fnB21\">[22]<\/a> bedarf. Da aber st\u00e4dtische Quartiere und selbst l\u00e4ndliche Regionen l\u00e4ngst heterogener sind, als die polizeilichen Programme glauben machen, ist es letztlich vor allem der &#8222;Wert&#8220; des Eigentums, der solche Nachbarschaften zusammenschwei\u00dft. Das Gros der Initiativen entsteht in Nachbarschaften, die selten von sozialen Problemen, daf\u00fcr aber umso mehr von der Furcht materieller Verluste gebeutelt sind. Eine weitgehende Abschottung nach au\u00dfen droht als Folge.<\/li>\n<li>Gleichzeitig beeinflusst das Gemeinschaftsideal auch die innere Dynamik von Quartieren. Meist werden Ordnungsvorstellungen weit \u00fcber gesetzliche Normen hinausgehen. Dabei kann eine &#8222;hohe Homogenit\u00e4t im Hinblick auf die Werte in einer Gemeinschaft &#8230; durchaus extreme Formen der Ausgrenzung annehmen.&#8220;<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fn22\" name=\"fnB22\">[23]<\/a> Denkbar ist eine meinungsbildende Mehrheit, die Nachbarn mit anderen Ordnungsvorstellungen argw\u00f6hnisch betrachtet. Denkbar ist aber genauso, dass sich unter dem Dogma gemeinsamen Handelns die Konflikte in den Nachbarschaften eher erh\u00f6hen als reduzieren.<\/li>\n<li>Nicht zuletzt sind die versprochenen pr\u00e4ventiven M\u00f6glichkeiten solcher Nachbarschaften begrenzt. Sie schaffen keine Entfaltungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Kinder oder Jugendliche und tragen zur St\u00e4rkung sozial Benachteiligter kaum bei. Ihre Form der Pr\u00e4vention bleibt meist auf informelle Kontrolle und \u00dcberwachung beschr\u00e4nkt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wichtiger als diese praktischen Einw\u00e4nde ist, dass B\u00fcrgerinitiativen im Dienst der Sicherheit symbolische Politik betreiben und so zum Ausputzer einer Politik werden, die sich um heruntergekommene Quartiere ansonsten wenig k\u00fcmmert. Nachbarschaftsgemeinden sind gegen Kriminalit\u00e4t relativ nutzlos. Politisch aber tragen sie dazu bei, die Verantwortlichkeit auf wenige Gruppen abzuw\u00e4lzen, ohne st\u00e4dtebauliche, soziale oder infrastrukturelle Voraussetzungen daf\u00fcr zu schaffen. Aber nicht jede Nachbarschaft ist so privilegiert, sich selbst zu helfen.<\/p>\n<h5>Christine Hohmeyer ist Redakteurin von B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FU Berlin.<\/h5>\n<h6><a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB0\" name=\"fn0\">[1]<\/a> Die Welt v. 13.8.1996<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB1\" name=\"fn1\">[2]<\/a> Zentrale Gesch\u00e4ftsstelle Polizeiliche Kriminalpr\u00e4vention der L\u00e4nder und des Bundes (Hg.): Dokumentation Pr\u00e4ventionspreis der Polizei 1996, Stuttgart o.J., S. 6<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB2\" name=\"fn2\">[3]<\/a> Vgl. den Artikel von <a href=\"\/ausgabe\/66\/fpd.htm\" target=\"1\" rel=\"noopener\">P\u00fctter\/Kant in diesem Heft<\/a>.<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB3\" name=\"fn3\">[4]<\/a> Roll, W.: Aktuelle Ma\u00dfnahmen des Selbstschutzes von Opfern, in: Bundeskriminalamt (Hg.): Das Opfer und die Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung (BKA-Forschungsreihe, Bd. 36), Wiesbaden 1996, S. 119-147 (147)<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB4\" name=\"fn4\">[5]<\/a> Info-Brosch\u00fcre der Stadt Bensheim: &#8222;Wachsame Nachbarn &#8211; Sicherheit verbindet!&#8220;, o.J.<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB5\" name=\"fn5\">[6]<\/a> Schneppen, A.: Die neue Angst der Deutschen. Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Wiederentdeckung der Nachbarschaft, Frankfurt am Main 1997, S. 47f.<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB6\" name=\"fn6\">[7]<\/a> Roll a.a.O. (Fn. 4), S. 143<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB7\" name=\"fn7\">[8]<\/a> Der Spiegel 1999, Nr. 29 v.19.7.1999<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB8\" name=\"fn8\">[9]<\/a> Info-Brosch\u00fcre der Stadt Bensheim: &#8222;Wachsame Nachbarn &#8211; Sicherheit verbindet!&#8220;, o.J.<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB9\" name=\"fn9\">[10]<\/a> Dokumentation Pr\u00e4ventionspreis der Polizei &#8222;Schutz \u00e4lterer Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger vor Kriminalit\u00e4t&#8220;, Stuttgart 1995, S. 24<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB10\" name=\"fn10\">[11]<\/a> Korfes, G.; Sessar, K.: Sicherheitspartnerschaften im Land Brandenburg, in: Brandenburg, Ministerium des Innern: Kommunale Kriminalit\u00e4tsverh\u00fctung. Eine Materialsammlung, Potsdam 1998, S. 26-97 (60)<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB11\" name=\"fn11\">[12]<\/a> Vereinssatzung, dokumentiert in: Brandenburg, Ministerium des Innern: Sicherheitspartner in Brandenburg. Abschlu\u00dfbericht der Projektgruppe Modellversuch, Potsdam 1994<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB12\" name=\"fn12\">[13]<\/a> Roll a.a.O. (Fn. 4), S. 144<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB13\" name=\"fn13\">[14]<\/a> Sicheres Wohnen. Ratschl\u00e4ge Ihrer Polizei zum Schutz gegen Einbrecher. Brosch\u00fcre der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle D\u00fcsseldorf, D\u00fcsseldorf o.J., S. 28<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB14\" name=\"fn14\">[15]<\/a> Zentrale Gesch\u00e4ftsstelle Polizeiliche Kriminalpr\u00e4vention a.a.O. (Fn. 2), S. 13<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB15\" name=\"fn15\">[16]<\/a> Bergstr\u00e4\u00dfer Anzeiger v. 19.8.1999<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB16\" name=\"fn16\">[17]<\/a> i-Punkt v. 26.8.1999<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB17\" name=\"fn17\">[18]<\/a> Grabosky, P.N.: Law Enforcement and the Citizen: Non-Governmental Participants in Crime Prevention and Control, in: Policing &amp; Society 1992, No. 4, pp. 249-271 (261)<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB18\" name=\"fn18\">[19]<\/a> Frankfurter Rundschau v. 23.6.2000<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB19\" name=\"fn19\">[20]<\/a> Deichmann, T.: Hallo Frau Nachbarin. in: Novo 1997, Nr. 31, S. 14f.<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB20\" name=\"fn20\">[21]<\/a> Roll a.a.O. (Fn. 4), S. 144<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB21\" name=\"fn21\">[22]<\/a> Groenemeyer, A.: Soziale Desorganisation in der Stadt als soziologisches Fundament f\u00fcr Pr\u00e4vention und &#8222;gemeindenahe Polizeiarbeit&#8220;?, in: Polizei-F\u00fchrungsakademie (Hg.): Planung der Kriminalit\u00e4tskontrolle im Rahmen gemeinwesen- und b\u00fcrgernaher Polizeiarbeit (PFA-Schlu\u00dfbericht Nr. 3\/1999), M\u00fcnster 1999, S. 13-38 (35)<br \/>\n<a href=\"\/2000\/08\/09\/wachsame-nachbarn-lokale-gemeinschaften-im-dienst-der-sicherheit\/#fnB22\" name=\"fn22\">[23]<\/a> ebd., S. 25<\/h6>\n<p>Bibliographische Angaben: Hohmeyer, Christine: Wachsame Nachbarn. Lokale Gemeinschaften im Dienst der Sicherheit, in: B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP 66 (2\/2000), S. 51-58<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Christine Hohmeyer Raschelnde Gardinen, argw\u00f6hnisch be\u00e4ugte Fremde oder der kontrollierende Blick \u00fcber den Gartenzaun<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[152,72],"tags":[976,987,1309,1313],"class_list":["post-1821","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-artikel","category-cilip-066","tag-nachbarn-schuetzen-nachbarn","tag-neighbourhood-watch","tag-sicherheitspolitik","tag-sicherheitswachten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1821","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1821"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1821\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1821"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1821"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1821"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}