{"id":2042,"date":"1999-12-20T12:40:10","date_gmt":"1999-12-20T12:40:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cilip.de\/?p=2042"},"modified":"1999-12-20T12:40:10","modified_gmt":"1999-12-20T12:40:10","slug":"buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=2042","title":{"rendered":"B\u00fcrgerorientierte Polizeiarbeit &#8211; Gegenw\u00e4rtige Tendenzen in Deutschland"},"content":{"rendered":"<h3>von Norbert P\u00fctter<\/h3>\n<p><b>Bereits die Bezeichnungen sprechen f\u00fcr die Idee. Ob &#8222;b\u00fcrgerorientierte&#8220;, &#8222;b\u00fcrgernahe&#8220; oder &#8222;gemeinwesenbezogene Polizeiarbeit&#8220; &#8211; wer, so mu\u00df man fragen, &#8222;m\u00f6chte keine b\u00fcrgernahe, demokratisch organisierte und demokratisch eingestellte Polizei?&#8220;<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn1\" name=\"fnverweis1\">[1]<\/a> Insofern ist es nicht verwunderlich, wenn sich Polizeistrategen wie -praktiker durchg\u00e4ngig positiv auf das Konzept der B\u00fcrger(innen)orientierung beziehen. Allerdings zeigt der Blick in die Praxis recht schnell, da\u00df der Begriff besonders zur polizeilichen Selbstdarstellung taugt. Die angenehme Rhetorik verbirgt nicht nur eine Konfusion der Begriffe, sie legitimiert auch die unterschiedlichsten Sicherheits- und Ordnungskonzepte, die nicht auf mehr, sondern auf weniger Demokratie hinauslaufen.<\/b><\/p>\n<p>Wer die Polizei an den Interessen der B\u00fcrgerInnen orientieren will, kann sich in Deutschland auf h\u00f6chste Autorit\u00e4ten berufen. In der Fortschreibung ihres &#8222;Programms Innere Sicherheit&#8220; hat die Innenministerkonferenz den Vorzug der Pr\u00e4vention vor der Repression betont. Dies bedeute &#8222;eine b\u00fcrgernahe Pr\u00e4ventionsarbeit insbesondere auf kommunaler Ebene&#8220;.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn2\" name=\"fnverweis2\">[2]<\/a> In einem Grundsatzpapier, das sich mit der Bedeutung von &#8222;Community Policing&#8220; f\u00fcr die Polizeien auseinandersetzte, appellierte die &#8222;Projektleitung Polizeiliche Kriminalpr\u00e4vention&#8220; &#8211; eine Untergliederung der Innenministerkonferenz &#8211; an die L\u00e4nder und Kommunen, eine &#8222;b\u00fcrgernahe, probleml\u00f6sungsorientierte und pro-aktive Polizeiarbeit im Rahmen einer deutschen Kommunalen Sicherheits- und Ordnungspartnerschaft&#8220; zu unterst\u00fctzen.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn3\" name=\"fnverweis3\">[3]<\/a><!--more--><\/p>\n<h4>Begr\u00fcndungen<\/h4>\n<p>Jenseits dieser bekenntnishaften Aufforderungen werden in der von Polizeistrategen, Kriminalisten und KriminologInnen gef\u00fchrten Diskussion immer wieder einige Argumente genannt, die daf\u00fcr sprechen (sollen), da\u00df die Polizei (wieder) enger an die B\u00fcrgerInnen r\u00fcckt.<\/p>\n<ul>\n<li>Die Polizei brauche &#8222;den vertrauensvollen Umgang mit den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern, um ihre Aufgaben erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen&#8220;: 90% aller Anzeigen w\u00fcrden von B\u00fcrgerInnen erstattet; in rund der H\u00e4lfte der F\u00e4lle w\u00fcrden T\u00e4ter oder Verd\u00e4chtige mit der Anzeige &#8222;mitgeliefert&#8220;. Ohne das b\u00fcrgerschaftliche Vertrauen in die Polizei sei deren Leistungsf\u00e4higkeit erheblich gef\u00e4hrdet.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn4\" name=\"fnverweis4\">[4]<\/a><\/li>\n<li>Auch um den lokalen Sicherheitsbed\u00fcrfnissen entsprechen zu k\u00f6nnen, sei &#8222;ein st\u00e4ndiger Kontakt mit dem B\u00fcrger&#8220; wichtig. &#8222;Je dichter der Kontakt, desto besser die M\u00f6glichkeit der gegenseitigen Information (&#8230;) Hinweise auf Probleme und Gef\u00e4hrdungspotentiale sind Voraussetzung f\u00fcr eine erh\u00f6hte Wirksamkeit der polizeilichen T\u00e4tigkeit.&#8220;<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn5\" name=\"fnverweis5\">[5]<\/a><\/li>\n<li>Sofern die Polizei die Sicherheitsbed\u00fcrfnisse nicht ernst nehme, sei sie auf Dauer der Konkurrenz der Privaten Sicherheitsdienste nicht gewachsen. &#8222;Wer st\u00e4ndig am Markt vorbei produziert, l\u00e4uft Gefahr, die Kundschaft zu verlieren, auch wenn er ein Monopol innezuhaben glaubt.&#8220;<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn6\" name=\"fnverweis6\">[6]<\/a> Durch &#8222;Kundenorientierung&#8220; k\u00f6nne die Polizei ihre Position gegen\u00fcber anderen Anbietern sichern. Gleichzeitig w\u00fcrde damit verhindert, da\u00df sich zuk\u00fcnftig nur noch Reiche Sicherheit leisten k\u00f6nnten.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn7\" name=\"fnverweis7\">[7]<\/a><\/li>\n<li>Da\u00df es der deutschen Polizei an &#8222;B\u00fcrgern\u00e4he&#8220; fehle, wird auf die Polizeireformen der 70er Jahre zur\u00fcckgef\u00fchrt. Die Zentralisierung (Verstaatlichung der Gemeindepolizeien, Aufl\u00f6sung der Reviere) und Professionalisierung (EDV-Einf\u00fchrung, spezialisierte Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung) der Apparate habe zu unerw\u00fcnschten Folgen gef\u00fchrt. Die Polizei sei deshalb heute weniger in den Gemeinden verankert; der Polizeialltag und die Interessen der B\u00fcrgerInnen h\u00e4tten sich auseinander entwickelt. Hier m\u00fcsse es zu einer neuen Balance kommen.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn8\" name=\"fnverweis8\">[8]<\/a><\/li>\n<li>Polizeiarbeit, die auf Verbrechensbek\u00e4mpfung durch Spezialisten setzt, sei an ihre Grenzen gesto\u00dfen. F\u00fcr deren weiteren Ausbau seien weder die Ressourcen vorhanden, noch sei zu erwarten, da\u00df durch sie die registrierte Kriminalit\u00e4t gesenkt oder den Sicherheitsbed\u00fcrfnissen der B\u00fcrgerInnen entsprochen werden k\u00f6nnte. &#8222;B\u00fcrgerorientierte Polizeiarbeit&#8220; stelle einen Ausweg aus diesem Dilemma dar.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn9\" name=\"fnverweis9\">[9]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4>Elemente<\/h4>\n<p>Die Merkmale, die eine Polizei als &#8222;b\u00fcrgerorientiert&#8220; auszeichnen sollen, betreffen die Ziele, Mittel und Organisation polizeilichen Handelns sowie die F\u00e4higkeiten der PolizistInnen.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn10\" name=\"fnverweis10\">[10]<\/a> Dies bedeutet im einzelnen:<\/p>\n<p><b>Ziele:<\/b> &#8222;Vordringlich erscheint es, die bestehende Priorit\u00e4tensetzung von der Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung hin zu mehr B\u00fcrgerservice zu verschieben.&#8220;<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn11\" name=\"fnverweis11\">[11]<\/a><br \/>\n<b>Mittel:<\/b> &#8222;Dringlich w\u00e4re eine Aufwertung des Streifen- und Revierdienstes zur kompetenten Krisenintervention (&#8230;) f\u00fcr die B\u00fcrger und mit den B\u00fcrgern. Das setzt Pr\u00e4senz und Wahrnehmbarkeit voraus&#8220;.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn12\" name=\"fnverweis12\">[12]<\/a> Die Polizei m\u00fcsse mit Personen und Institutionen lokal zusammenarbeiten, &#8222;um gemeinsam geeignete Strategien zur Problembew\u00e4ltigung zu entwickeln&#8220;.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn13\" name=\"fnverweis13\">[13]<\/a> Gleichzeitig komme es darauf an, den B\u00fcrgerInnen &#8222;T\u00e4tigkeitsangebote zu machen, um &#8218;Aktionspartizipation&#8216; im Sinne von t\u00e4tiger Teilhabe an Projekten, Modellen u.\u00e4. zu erm\u00f6glichen.&#8220;<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn14\" name=\"fnverweis14\">[14]<\/a><br \/>\n<b>Organisation:<\/b> &#8222;Die Organisation der Polizei (mu\u00df) dezentralisiert, die F\u00fchrung problem- (und nicht kriminalit\u00e4ts-)orientiert und die praktische T\u00e4tigkeit kommunikativ und nicht direkt strukturiert sein.&#8220;<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn15\" name=\"fnverweis15\">[15]<\/a><br \/>\n<b>Qualifikation:<\/b> Durch gezielte &#8222;Fortbildungsma\u00dfnahmen&#8220; m\u00fc\u00dften die PolizistInnen in die Lage versetzt werden, den neuen Anforderungen (Konfliktschlichtung, soziale und kommunikative Kompetenzen) gerecht zu werden.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn16\" name=\"fnverweis16\">[16]<\/a><\/p>\n<p>Insgesamt, so Feltes, sei &#8222;Dienstleistung am, im und mit dem Gemeinwesen (&#8230;) gefragt, nicht b\u00fcrokratische Abwicklung von Vorg\u00e4ngen oder hierarchisch-gewaltmonopolistisches Denken.&#8220;<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn17\" name=\"fnverweis17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>Die Diskussion \u00fcber &#8222;b\u00fcrgerorientierte Polizei&#8220; zielt h\u00e4ufig auf Reformen. Insofern ist sie ein Indikator f\u00fcr die Kritik an der Polizei, die offenkundig von vielen geteilt wird. Allerdings unterscheiden sich bereits die Reformvorschl\u00e4ge erheblich. Nahezu alle reden von mehr &#8222;B\u00fcrgern\u00e4he&#8220;, aber bei dem einen ersch\u00f6pft sie sich in der Forderung nach mehr polizeilichen Fu\u00dfstreifen, w\u00e4hrend andere eine grundlegende Reform des polizeilichen Selbstverst\u00e4ndnisses anstreben. Noch gravierender werden die Unterschiede, wenn man sich der polizeilichen Praxis zuwendet &#8211; also dem, was bundesdeutsche Polizeien bereits gegenw\u00e4rtig als &#8222;b\u00fcrgerorientierte Polizeiarbeit&#8220; bezeichnen.<\/p>\n<p>Die Aktivit\u00e4ten der &#8222;Polizei vor Ort&#8220; lassen sich zur Zeit nicht umfassend bilanzieren. \u00dcberall, so hat es den Anschein, wird reformiert und experimentiert, werden Modelle erprobt, die unterschiedlichen Ans\u00e4tzen folgen. Manches wird von der politischen F\u00fchrung (Innenministerien) forciert, manches entsteht aber auch durch die spezifischen Bedingungen und Konstellationen in den St\u00e4dten. Im folgenden wird zwischen f\u00fcnf Varianten &#8222;b\u00fcrgerorientierter Polizeiarbeit&#8220; unterschieden. Obwohl aktuelle Beispiele genannt werden, handelt es sich um eine Typisierung, die verdeutlichen soll, wie gro\u00df die Unterschiede sind, wenn heutzutage von einer &#8222;b\u00fcrgerorientierten Polizei&#8220; in Deutschland die Rede ist. In der Polizeiwirklichkeit tauchen diese typischen Reaktionsweisen regelm\u00e4\u00dfig in Mischformen auf.<\/p>\n<h4>Erstens: &#8222;B\u00fcrgerorientiert&#8220;? &#8211; Schon immer!<\/h4>\n<p>Man darf vermuten, da\u00df die Meinung, die deutsche Polizei sei schon immer b\u00fcrgerorientiert, innerhalb der Polizei(f\u00fchrung)en weit verbreitet ist. Naturgem\u00e4\u00df findet man diese Stimmen eher selten, denn wer eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit zu oft betont, macht sich verd\u00e4chtig. Besonders pr\u00e4gnanten Ausdruck findet diese Position in der Antwort auf die vom Autor selbst gestellte Frage, ob denn die Kripo b\u00fcrgernah sei: &#8222;Die Kriminalpolizei der Bundesrepublik Deutschland ist b\u00fcrgernah &#8211; der B\u00fcrger merkt es nur nicht!&#8220;<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn18\" name=\"fnverweis18\">[18]<\/a> Verst\u00e4rkte \u00d6ffentlichkeitsarbeit, Informationen der Gesch\u00e4digten und ZeugInnen \u00fcber Stand und Ergebnisse der Ermittlungen sollen dieses Defizit ausgleichen.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn19\" name=\"fnverweis19\">[19]<\/a> Mitunter werden leichte Modifikationen vorgeschlagen. Die Polizei solle nicht nur mehr Mitteilungen an die B\u00fcrgerInnen schicken, sondern mehr mit ihnen reden: Sie soll &#8222;B\u00fcrgersprechstunden&#8220; oder &#8222;zivile Beir\u00e4te&#8220; einrichten, in denen Anregungen an die Polizei weitergegeben werden k\u00f6nnten.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn20\" name=\"fnverweis20\">[20]<\/a><\/p>\n<p>Vorgeschlagen und praktiziert werden auch Formen der &#8222;aufsuchenden Polizeiarbeit&#8220;, etwa indem PolizistInnen ohne Anforderung Eigenheimbesitzer zum Thema &#8222;Einbruch und Urlaub&#8220; beraten, &#8222;um so polizeiliche Pr\u00e4senz und Gespr\u00e4chsbereitschaft zu vermitteln&#8220;.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn21\" name=\"fnverweis21\">[21]<\/a> Die Meinung, da\u00df die Polizei schon l\u00e4ngst b\u00fcrgerorientiert arbeite, kommt auch in den h\u00e4ufigen Hinweisen auf die Kontaktbereichsbeamten (KOB) zum Ausdruck<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn22\" name=\"fnverweis22\">[22]<\/a> &#8211; dabei ist der KOB schon seit seinen Anf\u00e4ngen in den 70er Jahren das Feigenblatt des polizeilichen R\u00fcckzugs aus der \u00d6ffentlichkeit. Im Grundsatz, so l\u00e4\u00dft sich diese Position zusammenfassen, ist mit unserer Polizei alles in Ordnung; kleinere Modifikationen sind erw\u00fcnscht, best\u00e4tigen aber nur die positive Gesamtdiagnose.<\/p>\n<h4>Zweitens: Organisationsreformen und B\u00fcrgerorientierung<\/h4>\n<p>&#8222;B\u00fcrgerorientierung&#8220; ist ein Aspekt der gegenw\u00e4rtig allenthalben unternommenen Polizeireformen. Kennzeichnend f\u00fcr diese Reformen ist, da\u00df durch sie mehrere Ziele gleichzeitig erreicht werden sollen; &#8222;B\u00fcrgerorientierung&#8220; geh\u00f6rt regelm\u00e4\u00dfig zu diesen Zielen. Zwei Beispiele illustrieren diesen Typus:<\/p>\n<ul>\n<li>Im sogenannten &#8222;Berliner Modell&#8220; praktiziert die Berliner Polizei nach eigenen Angaben &#8222;b\u00fcrgernahe Polizeiarbeit&#8220;.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn23\" name=\"fnverweis23\">[23]<\/a> Das seit Februar 1998 in einer Direktion praktizierte Modell<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn24\" name=\"fnverweis24\">[24]<\/a> \u00fcbertr\u00e4gt einen Teil der bislang kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung auf die Schutzpolizei. Die &#8222;b\u00fcrgernahen&#8220; Elemente bestehen darin, da\u00df Anzeigenaufnahme und Ermittlungen nun in einer Hand liegen. Au\u00dferdem sollen die PolizistInnen in ihrem Bezirk h\u00e4ufiger pr\u00e4sent sein, durch Fu\u00dfstreifen oder indem sie mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln zum Einsatzort fahren. Das strategische Ziel des &#8222;Berliner Modells&#8220; besteht jedoch darin, durch innerpolizeiliche Arbeitsumverteilung und durch Rationalisierungen mehr Kapazit\u00e4ten bei der Kriminalpolizei zu schaffen, um schwere Kriminalit\u00e4t intensiver bek\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>In Nordrhein-Westfalen wird das Neue Steuerungsmodell bei der Polizei erprobt. Zielvereinbarungen auf der Ebene der Kreispolizeibeh\u00f6rden, dezentrale Entscheidungskompetenzen und Budgetierung sind Elemente dieses Modells. Um &#8222;die Sicherheitsbed\u00fcrfnisse der B\u00fcrger vor Ort (&#8230;) so gut wie m\u00f6glich befriedigen zu k\u00f6nnen&#8220;, sei &#8222;eine wesentliche Verst\u00e4rkung b\u00fcrgerorientierter Polizeiarbeit&#8220; erforderlich.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn25\" name=\"fnverweis25\">[25]<\/a> Die gr\u00f6\u00dften Potentiale zu mehr B\u00fcrgern\u00e4he sieht die Landesregierung im Bezirks- und Wachdienst, bei denen &#8222;eigenverantwortliches Handeln, Kreativit\u00e4t und Initiative&#8220; der PolizeibeamtInnen gefragt seien. &#8222;Dies geschieht im Rahmen des Neuen Steuerungsmodells durch Vereinbarung pers\u00f6nlicher Arbeitsziele.&#8220;<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn26\" name=\"fnverweis26\">[26]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Stellenwert der &#8222;B\u00fcrgerorientierung&#8220; in beiden Reformkonzepten ist nicht eindeutig. Ob sie am Ende mehr darstellt als einen R\u00fcckgriff auf eine wohlklingende, Zustimmung versprechende Idee, kann nur die Praxis zeigen.<\/p>\n<h4>Drittens: B\u00fcrgerInnenaktivierung<\/h4>\n<p>Die Polizei f\u00fchlt sich \u00fcberfordert. Sie ist deshalb auf der Suche nach Verb\u00fcndeten. Auf lokaler Ebene sind dies vor allem die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. Durch polizeiliche &#8222;Initiativen zur F\u00f6rderung der Eigensicherung, Nachbarschaftshilfe und Mitwirkung an Projekten und Ma\u00dfnahmen zur Kriminalit\u00e4tsverh\u00fctung&#8220; werde das &#8222;Gemeinschaftsbewu\u00dftsein&#8220; gef\u00f6rdert. Vielfach habe sich auf diesem Wege &#8222;sogar schon ein v\u00f6llig neues Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl und Verantwortungsbewu\u00dftsein gegen\u00fcber den Mitmenschen entwickelt&#8220;.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn27\" name=\"fnverweis27\">[27]<\/a> Derartige Vorschl\u00e4ge zielen regelm\u00e4\u00dfig darauf ab, durch erh\u00f6hte Aufmerksamkeit gegen\u00fcber &#8222;Auff\u00e4lligkeiten&#8220; und &#8222;verd\u00e4chtigen Personen&#8220; Straftaten zu verhindern.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn28\" name=\"fnverweis28\">[28]<\/a><\/p>\n<p>Die britischen &#8222;Neighbourhood Watch&#8220;-Programme sind die unmittelbaren Vorbilder dieser Projekte. Angeleitet durch die englische Partnerstadt hat das hessische Bensheim seit 1997 in einigen Stadtbereichen damit begonnen, die B\u00fcrgerInnen in diesem Sinne aktiv zu beteiligen. Die Grenzen der &#8222;betreuten Bereiche&#8220; wurden durch Stra\u00dfenschilder mit der Aufschrift &#8222;Wachsame Nachbarn &#8211; Sicherheit verbindet&#8220; markiert. Mitte 1998 hatten sich &#8222;fast 200 Haushalte einschlie\u00dflich der Kaufleute&#8220; schriftlich bereit erkl\u00e4rt, an das &#8222;Informationssystem Ringmaster&#8220; angeschlossen zu werden. Die Stadt Bensheim finanziert die Hardware. Mit &#8222;Ringmaster&#8220; soll der Informationsaustausch zwischen Polizei, Stadtverwaltung, Wirtschaft, Schulen, B\u00fcrgerInnen etc. verbessert und beschleunigt werden. Mit &#8222;Ringmaster&#8220; sollen Suchmeldungen und sonstige Aufrufe an die Bev\u00f6lkerung verbreitet werden. Gleichzeitig sehe der &#8222;B\u00fcrger, (&#8230;) da\u00df die Beh\u00f6rden &#8218;etwas bringen&#8216; und bereit sind, f\u00fcr ihn und die Stadt aktiv zu werden&#8220;. Durch den Informationsaustausch kontrolliere der B\u00fcrger &#8222;die \u00f6ffentlichen Einrichtungen&#8220;, und er werde zur weiteren Zusammenarbeit &#8222;motiviert, weil diese seine Hilfe annehmen und seinen Hinweisen nachgehen.&#8220; Dar\u00fcber hinaus haben sich &#8222;viele B\u00fcrger&#8220; als &#8222;concerned citizens&#8220; in Listen eingetragen, um &#8222;als st\u00e4ndiger Ansprechpartner zur Verf\u00fcgung zu stehen&#8220;.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn29\" name=\"fnverweis29\">[29]<\/a><\/p>\n<p>In diesen Versuchen klingt die aus der angloamerikanischen Diskussion stammende Hoffnung an, durch das Anliegen &#8222;Sicherheit&#8220; lie\u00dfen sich Nachbarschaften und damit informelle Kontrollformen (wieder)herstellen. F\u00fcr die Polizeipraxis entscheidend ist jedoch, da\u00df die B\u00fcrgerInnen zu einer Art Fr\u00fcherkennungssystem werden, das die Polizei mit Informationen aus den sozialen Nahbereichen versorgt. Ein Klima des Mi\u00dftrauens gegen\u00fcber &#8222;Fremden&#8220; und &#8222;Auff\u00e4lligem&#8220; ist der Preis derartiger &#8222;B\u00fcrgerorientierung&#8220;.<\/p>\n<p>Wird diese Logik weitergedacht und &#8222;B\u00fcrgerorientierung&#8220; als &#8222;Einbindung des B\u00fcrgers in polizeiliche Belange&#8220; verstanden,<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn30\" name=\"fnverweis30\">[30]<\/a> dann lassen sich nicht nur die alten Polizeireserven in Berlin und Baden-W\u00fcrttemberg,<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn31\" name=\"fnverweis31\">[31]<\/a> sondern auch die Sicherheitswachten in Bayern und Sachsen oder der neue &#8222;Freiwillige Polizeidienst&#8220; in Hessen als Elemente b\u00fcrgerorientierter Polizeiarbeit begreifen. Die Idee einer &#8222;b\u00fcrgerorientierten Polizei&#8220; wird jedoch vollends konturlos, wenn sie auch Hilfspolizeien und staatlich erm\u00e4chtigte Freizeitpolizisten umfassen soll.<\/p>\n<h4>Viertens: Null-Toleranz als B\u00fcrgerInnenauftrag<\/h4>\n<p>In der polizeilichen Strategiedebatte und in den Selbstdarstellungen der PraktikerInnen sind die repressiven Elemente b\u00fcrgernaher Polizeiarbeit un\u00fcbersehbar. Dies beginnt bereits bei der Suche nach den Ursachen f\u00fcr die gegenw\u00e4rtige Polizeimisere. Nach Ansicht des Vizepr\u00e4sidenten des Bundeskriminalamtes haben vor allem zwei politische Weichenstellungen das Verh\u00e4ltnis zwischen Polizei und B\u00fcrgerIn belastet. Erstens habe der Verzicht einiger Landesgesetzgeber auf die &#8222;\u00f6ffentliche Ordnung&#8220; als polizeiliche Aufgabe zur Kluft zwischen polizeilichem Auftrag und den Sicherheitsbed\u00fcrfnissen der B\u00fcrgerInnen gef\u00fchrt. Die Politik m\u00fcsse sich nun fragen, ob nicht &#8222;hier ein fast aufgegebenes polizeiliches Aufgabenfeld wiederbelebt werden soll&#8220;.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn32\" name=\"fnverweis32\">[32]<\/a> Zweitens habe die Verrechtlichung polizeilichen Handelns (&#8222;Belehrungs-, Protokollierungs- und Verwendungsvorschriften&#8220;) &#8222;zwangsl\u00e4ufig hemmend auf das Gespr\u00e4ch zwischen B\u00fcrger und Polizei&#8220; gewirkt.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn33\" name=\"fnverweis33\">[33]<\/a> In dieser Argumentation wird &#8222;B\u00fcrgerorientierung&#8220; zum willkommenen Anla\u00df, alles abzuschaffen, was von Polizeif\u00fchrungen schon immer als st\u00f6rend empfunden wurde.<\/p>\n<p>Da\u00df die neuen lokalen Polizeikonzepte, ob sie &#8222;Sicherheitsnetz&#8220;, &#8222;Sicherheitspartnerschaften&#8220; oder &#8222;Ordnungspartnerschaften&#8220; genannt werden, im Kern auf vermehrte \u00dcberwachung des \u00f6ffentlichen Raumes, auf niedrigschwelliges Einschreiten von Ordnungskr\u00e4ften, auf (r\u00e4umliche) Ausgrenzungen zielen, ist nicht neu.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn34\" name=\"fnverweis34\">[34]<\/a> Immer wieder frappierend ist jedoch, wie unvermittelt hinter der b\u00fcrgerfreundlichen Selbstinszenierung durchaus unfreundliche Praktiken auftauchen:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Bundesgrenzschutz will &#8222;B\u00fcrgerkontaktbeamte&#8220; als Ansprechpartner vor Ort zur Verf\u00fcgung stellen; sie sollen sichtbare Pr\u00e4senz zeigen und damit das Sicherheitsgef\u00fchl steigern. An den deutschen Ostgrenzen wurden die &#8222;B\u00fcrgerkontaktbeamten&#8220; bereits eingesetzt: Sie &#8222;konnten gute Erfolge bei der Verhinderung unerlaubten Einreisens und der Bek\u00e4mpfung der Schleuserkriminalit\u00e4t vorweisen.&#8220;<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn35\" name=\"fnverweis35\">[35]<\/a><\/li>\n<li>In der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Heide besteht seit Mitte 1998 eine Vereinbarung zwischen Polizei und Stadt zur &#8222;St\u00e4rkung der \u00f6ffentlichen Sicherheit und der Erh\u00f6hung des individuellen Sicherheitsgef\u00fchls&#8220;. Die Stadt will die ordnungsrechtlichen Grundlagen f\u00fcr den polizeilichen Einsatz schaffen, w\u00e4hrend die Polizei &#8211; &#8222;bei hoher Sensibilit\u00e4t f\u00fcr Erscheinungen der \u00f6ffentlichen Unordnung&#8220; &#8211; &#8222;konsequentes und niedrigschwelliges Einschreiten&#8220; verspricht.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn36\" name=\"fnverweis36\">[36]<\/a><\/li>\n<li>Eine klarere Sprache bevorzugt die bayerische Polizei, wenn sie die Elemente der M\u00fcnchner &#8222;polizei\u00fcbergreifenden Kooperation&#8220; aufz\u00e4hlt. Auch hier steht an erster Stelle die &#8222;Verbesserung des Sicherheitsempfindens&#8220;. Aber ebenfalls in der Liste der &#8222;Zielvorstellungen&#8220; &#8211; und keineswegs als Mittel &#8211; geht es in M\u00fcnchen um &#8222;die Verhinderungen\/Unterbindung von Sicherheits- und Ordnungsst\u00f6rungen durch Angeh\u00f6rige sozialer Randgruppen&#8220;.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn37\" name=\"fnverweis37\">[37]<\/a><\/li>\n<li>Nahezu durchg\u00e4ngig werden dichtere Kontrollen (uniformierte Streifen des Ordnungsamtes<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn38\" name=\"fnverweis38\">[38]<\/a>) und die Aktivierung des gemeindlichen Ordnungsrechts<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn39\" name=\"fnverweis39\">[39]<\/a> als Elemente b\u00fcrgerorientierter Polizeiarbeit aufgef\u00fchrt. Die Zahl der erreichten Abschiebungen und der erteilten Platzverweise werden dann zu Erfolgsindikatoren.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn40\" name=\"fnverweis40\">[40]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Liste lie\u00dfe sich noch weiter fortsetzen. Offenkundig ist, da\u00df die Polizei, wenn sie in diesem Kontext von &#8222;B\u00fcrgerorientierung&#8220; spricht, nur ganz bestimmte &#8222;B\u00fcrger&#8220; meint, deren Interessen oder Vorstellungen sie ber\u00fccksichtigen will. Alle, die in der Polizei-B\u00fcrger-Harmonie st\u00f6ren, werden bereits begrifflich ausgeschlossen: Mit ihnen wird nicht zusammengearbeitet, sondern sie werden mit polizeilichen Mitteln abgedr\u00e4ngt und kriminalisiert.<\/p>\n<h4>F\u00fcnftens: Pr\u00e4ventive Alltagsorientierung<\/h4>\n<p>Besonders nachdr\u00fccklich wird eine b\u00fcrgerorientierte Reform der deutschen Polizei seit langem von einigen Kriminologen verlangt.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn41\" name=\"fnverweis41\">[41]<\/a> Ihre Forderungen st\u00fctzen sich auf drei Argumente.<\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"1\">\n<li>Empirisch sei erwiesen, da\u00df die Polizei von den B\u00fcrgerInnen als eine unspezifische Hilfeinstanz in allt\u00e4glichen Konfliktlagen gerufen wird. Auf diese Nachfrage m\u00fcsse sich die Polizei einstellen.<\/li>\n<li>Das auf Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung orientierte Polizeimodell sei an seine Grenzen gelangt. Weder werde mehr Repression die Sicherheitsprobleme l\u00f6sen, noch sei deren Ausbau finanzierbar oder rechtsstaatlich w\u00fcnschenswert. Lokale Pr\u00e4vention biete hier eine Alternative.<\/li>\n<li>Das bedrohte Sicherheitsgef\u00fchl, die allt\u00e4glichen Verunsicherungen verlangten nach anderen als (blo\u00df) polizeilichen Antworten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>B\u00fcrgernahe Polizeiarbeit wird deshalb aus dieser Perspektive in unmittelbarem Zusammenhang mit kommunaler Kriminalpr\u00e4vention gesehen; es handele sich um Konzepte, &#8222;die sich gegenseitig bedingen und nicht ausschlie\u00dfen&#8220;.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn42\" name=\"fnverweis42\">[42]<\/a> Welcher Stellenwert in diesem Kontext der Polizei zukommen soll, ist jedoch nicht klar. Es wird von ihr erwartet, &#8222;durch physische Pr\u00e4senz das Sicherheitsgef\u00fchl (zu) stabilisieren&#8220;<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn43\" name=\"fnverweis43\">[43]<\/a> und Ordnungsverst\u00f6\u00dfe zu verhindern.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn44\" name=\"fnverweis44\">[44]<\/a> Im Hinblick auf die Ursachen von Unsicherheit und Kriminalit\u00e4t soll sie sich darauf beschr\u00e4nken, ihr Fachwissen an andere weiterzugeben.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn45\" name=\"fnverweis45\">[45]<\/a> Wenn sich die Polizei jedoch mit allgemeinen (gesellschaftlichen) Ursachen von Kriminalit\u00e4t besch\u00e4ftigen, wenn sie ihre Arbeit an den Sicherheitsbed\u00fcrfnissen der B\u00fcrgerInnen ausrichten und wenn sie versuchen soll, auf allt\u00e4gliche Bel\u00e4stigungen und Konflikte angemessen zu reagieren, dann entstehen &#8222;Vorstellungen einer proaktiven Sozialzust\u00e4ndigkeit der Polizei&#8220;.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn46\" name=\"fnverweis46\">[46]<\/a> In vorsichtigen Worten klingen die neuen Repressionschancen, die einer solchen Polizei erwachsen k\u00f6nnen, auch in der Bemerkung von Feltes an, da\u00df &#8222;&#8218;b\u00fcrgernahe Polizeiarbeit&#8216; ohne strukturelle Konsequenzen zum gesamtgesellschaftlichen Unwohlsein f\u00fchren&#8220; k\u00f6nne.<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn47\" name=\"fnverweis47\">[47]<\/a> Von solchen &#8222;strukturellen Konsequenzen&#8220; ist die deutsche Polizei aber gegenw\u00e4rtig weit entfernt.<\/p>\n<h4>Hilfe, b\u00fcrgernahe Polizei<\/h4>\n<p>Insgesamt hinterl\u00e4\u00dft der Blick auf &#8222;b\u00fcrgerorientierte Polizei&#8220; in Deutschland einen doppelten Eindruck: Sofern eine solche Polizeiarbeit umgesetzt wird, ist sie regelm\u00e4\u00dfig mit versch\u00e4rfter Repression, mit Strategien der Strafandrohung, des Strafens und der Ausgrenzung verbunden. Und sofern angestrebt wird, die Polizei st\u00e4rker an der mittelfristigen L\u00f6sung von Kriminalit\u00e4ts- und Sicherheitsproblemen zu beteiligen, ist eine erhebliche Ausweitung polizeilicher Zust\u00e4ndigkeiten, des polizeilich verf\u00fcgbaren Wissens und damit auch der polizeilichen Handlungsm\u00f6glichkeiten die unausweichliche Folge.<\/p>\n<p>Gegen die vordergr\u00fcndig so sympathisch scheinende Idee einer b\u00fcrgerorientierten Polizei sind deshalb auch grundlegende Bedenken erhoben worden. Die &#8222;Interessen und vor allem das Wohlwollen &#8218;der B\u00fcrger'&#8220;, wie regelm\u00e4\u00dfig in diesen Konzepten unterstellt, fielen in einer demokratischen Gesellschaft als &#8222;eine eindeutige Orientierung polizeilichen Handelns aus&#8220;. Denn nach der Polizei werde immer nur dort gerufen, wo man sich selbst in der Rolle des potentiellen Opfers sehe. &#8222;F\u00fcr die Verfolgung krimineller Minderheiten wird die Polizei immer mehr Unterst\u00fctzung finden als f\u00fcr die Verfolgung (verkehrs-)ordnungswidriger Mehrheiten.&#8220;<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn48\" name=\"fnverweis48\">[48]<\/a> Angesichts der deutschen Ordnungsdebatte geht es jedoch l\u00e4ngst nicht mehr um &#8222;kriminelle&#8220; Minderheiten, sondern um solche Gruppen, die von lokal m\u00e4chtigen Kreisen als st\u00f6rend definiert werden: Obdachlose, BettlerInnen, Drogenabh\u00e4ngige, MigrantInnen, Jugendliche etc.<\/p>\n<p>Auch die Vorstellung, &#8222;da\u00df die Polizei als Probleml\u00f6ser \u00fcber ihren eigentlichen Auftrag hinaus auftreten soll und nicht als Helfer im Einzelfall und beschr\u00e4nkt auf Kriminalit\u00e4tskontrolle&#8220;, ist auf Bedenken innerhalb der Polizei gesto\u00dfen. Wer eine solche Ausweitung anstrebe, der m\u00fcsse sich u.a. der Frage nach der &#8222;Machterweiterung f\u00fcr die Polizei&#8220; stellen. &#8222;Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung&#8220; sei &#8222;eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe (&#8230;); dies verbietet, eine Institution f\u00fcr alles zust\u00e4ndig zu machen.&#8220;<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn49\" name=\"fnverweis49\">[49]<\/a><\/p>\n<p>Eine b\u00fcrgerorientierte Polizei im demokratischen Sinne ist deshalb nicht mit Modellen vereinbar, die polizeiliche Zust\u00e4ndigkeiten ausweiten und\/oder soziale Probleme mit polizeilichen Mitteln l\u00f6sen wollen. Statt dessen w\u00e4re es erforderlich,<\/p>\n<ul>\n<li>da\u00df die Polizei &#8222;sich trennen mu\u00df von der Vorstellung, eine umfassende und omnipotente Sicherungsinstanz zu sein&#8220; und<\/li>\n<li>&#8222;da\u00df diese Polizei sich begreifen mu\u00df als eine gesellschaftliche Zwangsinstanz, die prim\u00e4r zum Schutz der B\u00fcrgerInnen vor allt\u00e4glichen Gefahren und allt\u00e4glicher Gewalt da ist.&#8220;<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fn50\" name=\"fnverweis50\">[50]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h5>Norbert P\u00fctter ist Redakteur und Mitherausgeber von B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP.<\/h5>\n<h6><a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis1\" name=\"fn1\">[1]<\/a> Boers, K.: Ravensburg ist nicht Washington., in: Neue Kriminalpolitik 1995, H. 1, S. 16-21 (16)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis2\" name=\"fn2\">[2]<\/a> Innenministerkonferenz: Programm Innere Sicherheit. Fortschreibung 1994, Potsdam 1993, S. 6<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis3\" name=\"fn3\">[3]<\/a> zit. nach Posiege, P.; Steinschulte-Leidig, B.: B\u00fcrgernahe Polizeiarbeit in Deutschland. Darstellung von Konzepten und Modellen (BKA-Forschung), Wiesbaden 1999, S. 4<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis4\" name=\"fn4\">[4]<\/a> Grohmann, H.: &#8222;B\u00fcrgernahe Polizeiarbeit&#8220;, in: Hessische Polizeirundschau 1997, H. 12, S. 19-21 (19)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis5\" name=\"fn5\">[5]<\/a> Koch, U.: B\u00fcrgerorientierung, in: Deutsches Polizeiblatt 1999, H. 2, S. 12-14 (13)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis6\" name=\"fn6\">[6]<\/a> Falk, B.: Polizeiliche Bek\u00e4mpfungsdefizite, in: Kriminalistik 1998, H. 1, S. 37-46 (39)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis7\" name=\"fn7\">[7]<\/a> Wehe, D.: Kundenorientierung in der Polizei, in: Polizei &#8211; heute 1999, H. 2, S. 55-58 (56)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis8\" name=\"fn8\">[8]<\/a> Steffen, W.: Ver\u00e4nderungen in der polizeilichen Aufgabenwahrnehmung &#8211; Gemeinwesenorientierung als moderne Zielperspektive?, in: Schriftenreihe der Polizei-F\u00fchrungsakademie 1995, H. 3\/4, S. 107-122 (108)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis9\" name=\"fn9\">[9]<\/a> Feltes, T.: Effizienz der Straftatenbek\u00e4mpfung, in: Kniesel, M.; Kube, E.; Murck, M. (Hg.): Handbuch f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte der Polizei, L\u00fcbeck 1996, S. 573-602 (590 ff.)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis10\" name=\"fn10\">[10]<\/a> s. auch Amft, K.H.: Checkliste B\u00fcrgern\u00e4he, in: Deutsches Polizeiblatt 1995, H. 4, S. 35f.<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis11\" name=\"fn11\">[11]<\/a> Grohmann a.a.O. (Fn. 4), S. 21<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis12\" name=\"fn12\">[12]<\/a> Falk a.a.O. (Fn. 6), S. 41<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis13\" name=\"fn13\">[13]<\/a> Feltes, T.: B\u00fcrgernahe Polizeiarbeit &#8211; neuer Wein in alten Schl\u00e4uchen?, in: Hammerschick, W.; Karazman-Morawetz, I.; Stangl, W. (Hg.): Die sichere Stadt. Pr\u00e4vention und kommunale Sicherheitspolitik (Jahrbuch f\u00fcr Rechts- und Kriminalsoziologie), Baden-Baden 1996, S. 125-148 (135)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis14\" name=\"fn14\">[14]<\/a> Feltes, T.: Zur Einf\u00fchrung: Kommunale Kriminalpr\u00e4vention und b\u00fcrgernahe Polizeiarbeit, in: Ders. (Hg.): Kommunale Kriminalpr\u00e4vention in Baden-W\u00fcrttemberg (Empirische Polizeiforschung, Bd. 9), Holzkirchen\/Obb. 1995, S. 11-30 (22)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis15\" name=\"fn15\">[15]<\/a> Feltes a.a.O. (Fn. 13), S. 141<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis16\" name=\"fn16\">[16]<\/a> Dreher, G.: Kommunale Kriminalpr\u00e4vention: Anliegen, Grundgedanken und Ertrag bisheriger Bem\u00fchungen, in: Die Polizei 1996, H. 7, S. 173-182 (175)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis17\" name=\"fn17\">[17]<\/a> Feltes a.a.O. (Fn. 14), S. 22<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis18\" name=\"fn18\">[18]<\/a> Jaeger, R.: Ist die Kripo b\u00fcrgernah?, in: Der Kriminalist 1996, H. 6, S. 275-280 (275)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis19\" name=\"fn19\">[19]<\/a> ebd., S. 277 ff.<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis20\" name=\"fn20\">[20]<\/a> Falk a.a.O. (Fn. 6), S. 43<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis21\" name=\"fn21\">[21]<\/a> Gutt, J.: Stadtteilpr\u00e4vention f\u00fchrt zu mehr B\u00fcrgern\u00e4he, in: Die Polizei 1997, H. 7, S. 189-194 (191)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis22\" name=\"fn22\">[22]<\/a> Posiege; Steinschulte-Leidig a.a.O. (Fn. 3), S. 27 (Berlin), S. 51 (M\u00fcnchen), S. 66 (Mecklenburg-Vorpommern)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis23\" name=\"fn23\">[23]<\/a> ebd., S. 55<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis24\" name=\"fn24\">[24]<\/a> Saberschinsky, H.: Das Berliner Modell: Eine Chance f\u00fcr mehr Sicherheit in der Stadt, in: Dreher, G.; Feltes, T. (Hg.): Das Modell New York: Kriminalpr\u00e4vention durch &#8222;Zero Tolerance&#8220;? Beitr\u00e4ge zur aktuellen kriminalpolitischen Diskussion (Empirische Polizeiforschung, Bd. 12), Holzkirchen\/Obb. 1997, S. 171-175<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis25\" name=\"fn25\">[25]<\/a> so die Landesregierung in der Antwort auf eine Gro\u00dfe Anfrage, Landtag Nordrhein-Westfalen, Drs. 12\/3650 (12.1.1999), S. 4<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis26\" name=\"fn26\">[26]<\/a> ebd., S. 99<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis27\" name=\"fn27\">[27]<\/a> Amft, K.H.; Schmidt, D.: B\u00fcrgernahe Polizeiarbeit, in: Deutsches Polizeiblatt 1995, H. 4, S. 2-5 (5)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis28\" name=\"fn28\">[28]<\/a> Dabelstein, H.: Bev\u00f6lkerung beteiligen. Gesellschaftliche Zusammenarbeit verbessern, in: Deutsches Polizeiblatt 1992, H. 4, S. 8-10 (9)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis29\" name=\"fn29\">[29]<\/a> Fink, C.D. v.d.: In einer &#8222;Stadt der Solidarit\u00e4t&#8220; kann man sich wohl und sicher f\u00fchlen, in: Polizei &#8211; heute 1998, H. 5, S. 172- 174 u. 179 (179)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis30\" name=\"fn30\">[30]<\/a> Posiege; Steinschulte-Leidig a.a.O. (Fn. 3), S. 55<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis31\" name=\"fn31\">[31]<\/a> ebd.<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis32\" name=\"fn32\">[32]<\/a> Falk a.a.O. (F. 6), S. 44<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis33\" name=\"fn33\">[33]<\/a> ebd.<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis34\" name=\"fn34\">[34]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.cilip.de\/1998\/02\/20\/sicherheit-und-ordnung-in-den-staedten-zwischen-sicherheitsnetz-und-ordnungspartnerschaften\/\" target=\"1\" rel=\"noopener\">Kant, M.; P\u00fctter, N.: Sicherheit und Ordnung in den St\u00e4dten, in: B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP 59 (1\/98), S. 70-79<\/a><br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis35\" name=\"fn35\">[35]<\/a> Posiege; Steinschulte-Leidig a.a.O. (Fn. 3), S. 24<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis36\" name=\"fn36\">[36]<\/a> ebd., S. 89f.<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis37\" name=\"fn37\">[37]<\/a> ebd., S. 31<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis38\" name=\"fn38\">[38]<\/a> nur drei prominente Beispiele: Krefeld, s. Bu\u00dfmann, P.: Auch in einer l\u00e4ndlich gepr\u00e4gten Kreispolizeibeh\u00f6rde befinden sich die Kommunen nicht in einem sicherheitspolitischen Abseits, in: Die Polizei 1997, H. 5, S. 151f. (151); Mannheim, s. Posiege; Steinschulte-Leidig a.a.O. (Fn. 3), S. 47; Frankfurt am Main, s. Roth, P.: Zusammenarbeit von Polizei und Kommune &#8211; das Beispiel Frankfurt am Main, in: Polizei &#8211; heute 1998, H. 5, S. 169-172 (171)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis39\" name=\"fn39\">[39]<\/a> Hecker, W.: Die Regelung des Aufenthalts von Personen im innerst\u00e4dtischen Raum &#8211; Zur Frage der Zul\u00e4ssigkeit von Bettelverboten, Verboten des Alkoholkonsums und des Aufenthalts im \u00f6ffentlichen Raum (Materialien zur Wohnungslosenhilfe, Heft 38), Darmstadt 1998<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis40\" name=\"fn40\">[40]<\/a> Roth a.a.O. (Fn. 38), S. 170f.<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis41\" name=\"fn41\">[41]<\/a> vor allem einige Vertreter der s\u00fcdwestdeutschen Kriminologie: Feltes, Heinz, D\u00f6lling<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis42\" name=\"fn42\">[42]<\/a> Dreher a.a.O. (Fn. 16), S. 175<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis43\" name=\"fn43\">[43]<\/a> Heinz, W.: Kriminalpr\u00e4vention auf kommunaler Ebene, in: Jehle, J.-M. (Hg.): Kriminalpr\u00e4vention und Strafjustiz (Kriminologie und Praxis, Bd. 17), Wiesbaden 1996, S. 55-110 (72)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis44\" name=\"fn44\">[44]<\/a> Dreher a.a.O. (Fn. 16), S. 174<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis45\" name=\"fn45\">[45]<\/a> &#8222;Problemvermittlungsfunktion&#8220;, Kerner, H.-J.: Kriminalpr\u00e4vention. Ausgew\u00e4hlte strukturelle \u00dcberlegungen, in: Kriminalistik 1994, H. 3, S. 171-178 (177)<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis46\" name=\"fn46\">[46]<\/a> Boers a.a.O. (Fn. 1), S. 19<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis47\" name=\"fn47\">[47]<\/a> Feltes a.a.O. (Fn. 13), S. 125<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis48\" name=\"fn48\">[48]<\/a> Steffen a.a.O. (Fn. 8), S. 115f.<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis49\" name=\"fn49\">[49]<\/a> Grohmann a.a.O. (Fn. 4), S. 19f.<br \/>\n<a href=\"\/1999\/12\/20\/buergerorientierte-polizeiarbeit-gegenwaertige-tendenzen-in-deutschland\/#fnverweis50\" name=\"fn50\">[50]<\/a> Busch, H; Funk, A.; Narr, W.-D.; Werkentin, F.: &#8222;Nicht dem Staate, sondern den B\u00fcrgern dienen&#8220;, Berlin 1990, S. 109<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Norbert P\u00fctter Bereits die Bezeichnungen sprechen f\u00fcr die Idee. 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