{"id":2111,"date":"1999-08-20T13:15:03","date_gmt":"1999-08-20T13:15:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cilip.de\/?p=2111"},"modified":"1999-08-20T13:15:03","modified_gmt":"1999-08-20T13:15:03","slug":"polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=2111","title":{"rendered":"Polizeiliche Bek\u00e4mpfung von Jugendkriminalit\u00e4t &#8211; Ambivalente Strategien zwischen Pr\u00e4vention und Repression"},"content":{"rendered":"<h3>von Martina Kant und Christine Hohmeyer<\/h3>\n<p><b>Bereits Ende der 70er Jahre wurden in zahlreichen St\u00e4dten sogenannte Jugendpolizeien ins Leben gerufen.[<a name=\"fnverweis1\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn1\">1<\/a>] Nach massiver Kritik an der Vermischung von sozialp\u00e4dagogischer und polizeilicher Arbeit gaben die meisten Bundesl\u00e4nder ihre Jugendpolizeien wieder auf. Seit Anfang der 90er Jahre ist jedoch eine Renaissance zu beobachten. Jugendkommissariate, Jugendbeauftragte und spezielle Ermittlungsgruppen wurden in nahezu allen gr\u00f6\u00dferen Kriminalpolizeidienststellen eingerichtet. Zwar betont die Polizei ihren pr\u00e4ventiven Ansatz, jedoch verbirgt sich hinter der zuweilen fortschrittlichen Rhetorik oftmals knallharte Repression.<\/b><\/p>\n<p>Die Bearbeitung von \u201eJugendsachen\u201c wurde in den 70er Jahren bundesweit durch die Polizeidienstvorschrift (PDV) 382 geregelt. Sie ist Richtlinie f\u00fcr alle polizeilichen Ma\u00dfnahmen in Jugendsachen, d.h. bei (Ermittlungs-)F\u00e4llen, an denen Minderj\u00e4hrige oder Heranwachsende beteiligt sind. \u201ePr\u00e4vention geht vor Repression\u201c, lautet der Grundsatz polizeilicher Jugendarbeit, \u201esch\u00e4dliche Eingriffe strafrechtlicher Sozialkontrolle in den Proze\u00df des Erwachsenwerdens\u201c sollen vermieden werden.[<a name=\"fnverweis2\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn2\">2<\/a>] Nach der PDV 382 m\u00fcssen daher in Jugendsachen besonders geschulte Polizeibeamte, sogenannte Jugendsachbearbeiter, eingesetzt werden. Au\u00dferdem gefordert wird im pr\u00e4ventiven und repressiven Bereich eine st\u00e4ndige Kooperation der Jugendsachbearbeiter mit anderen Institutionen, die sich mit Jugendfragen befassen. Doch die Organisation der Polizeien in den Bundesl\u00e4ndern zur Bek\u00e4mpfung der \u201eJugendkriminalit\u00e4t\u201c ist insgesamt recht unterschiedlich. Sie reicht von den Jugendbeauftragten \u00fcber eine spezialisierte Sachbearbeitung in zentralen Jugendkommissariaten bis hin zu operativen Einsatzgruppen, die gezielt bestimmte Jugendgruppen wie etwa Sprayer oder Hooligans \u00fcberwachen.<!--more--><\/p>\n<h4>Nicht nur zur Pr\u00e4vention: Polizeiliche Jugendbeauftragte<\/h4>\n<p>Polizeiliche Jugendbeauftragte sind in den Polizeidienststellen mittlerweile weit verbreitet. Hinter dem Begriff Jugendbeauftragte verbergen sich allerdings PolizeibeamtInnen mit sehr unterschiedlichen Funktionen und Aufgaben. Die \u201eBeauftragten f\u00fcr Jugendsachen\u201c der Polizeidirektion Hannover zum Beispiel werden \u00fcberwiegend zur Kriminalpr\u00e4vention eingesetzt. In jeder der f\u00fcnf Polizeiinspektionen sind speziell ausgebildete BeamtInnen t\u00e4tig. Ebenfalls im Dienst der Pr\u00e4vention sehen sich die Jugendbeauftragten der Berliner Kriminalpolizei. Diese sind sowohl im Landeskriminalamt (LKA) als auch in den \u00f6rtlichen Direktionen angesiedelt. 1994 wurde im LKA eine \u201eZentralstelle f\u00fcr Jugendsachen\u201c eingerichtet, in der sieben Jugendbeauftragte arbeiten. In den sieben Direktionen sind insgesamt elf haupt- oder nebenamtliche Jugendbeauftragte t\u00e4tig.[<a name=\"fnverweis3\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn3\">3<\/a>] Ermittlungsaufgaben haben die Jugendbeauftragten des LKA und der Direktionen nicht. In erster Linie sind sie f\u00fcr Koordination und Auswertung zust\u00e4ndig, sammeln Informationen \u00fcber Jugendkriminalit\u00e4t und erstellen Lagebilder.[<a name=\"fnverweis4\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn4\">4<\/a>] Daten von jungen \u201eMehrfach- und Intensivt\u00e4tern\u201c werden gesondert gesammelt und an die Zentralstelle beim LKA gemeldet. Die Kontaktpflege zu den JugendsachbearbeiterInnen, zur Jugendgerichtshilfe, zur Staatsanwaltschaft und zu anderen Institutionen geh\u00f6rt genauso zum Aufgabenbereich der Jugendbeauftragten wie \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Mitwirkung an Pr\u00e4ventionsprojekten. Schlie\u00dflich haben die Jugendbeauftragten Multiplikatorenfunktion, indem sie die jugendsachbearbeitenden BeamtInnen in den Fachkommissariaten fortbilden.<\/p>\n<p>Eine ganz andere Ausrichtung haben dagegen die \u201eBeauftragten f\u00fcr Jugendkriminalit\u00e4t\u201c der Polizei Frankfurt am Main. Dort sind seit 1992 jeweils zwei Beamte der vier schutzpolizeilichen Sonderkommandos (SoKo) zur Bek\u00e4mpfung der Stra\u00dfenkriminalit\u00e4t als Beauftragte f\u00fcr Jugendkriminalit\u00e4t (BJK) t\u00e4tig. Ihr Einsatz ist freiwillig, eine besondere Qualifikation wird nicht verlangt.[<a name=\"fnverweis5\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn5\">5<\/a>] Im Rahmen ihrer allgemeinen T\u00e4tigkeit in den SoKos legen sie besonderes Augenmerk auf Straftaten, bei denen Jugendliche als Verd\u00e4chtige oder Opfer in Erscheinung treten. \u00c4hnlich wie in Berlin schaffen die BJK Kontakte zu Jugendeinrichtungen und nehmen an Veranstaltungen z.B. in Schulen teil. Dar\u00fcber hinaus verfolgen sie jedoch ein repressives Konzept. Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li>\u201eIntensive Kontroll- und \u00dcberwachungsma\u00dfnahmen\u201c an \u00d6rtlichkeiten, die durch Jugendkriminalit\u00e4t \u201ebelastet\u201c sind, bei Jugendtreffs und Jugendveranstaltungen.<\/li>\n<li>\u201eErfassung von potentiellen Straft\u00e4tern mit der Unterscheidung von Intensivt\u00e4tern und Mitl\u00e4ufern.<\/li>\n<li>Feststellung \u00fcber\u00f6rtlicher T\u00e4tergruppen durch Informationsaustausch mit anderen Dienststellen.<\/li>\n<li>Verunsicherung der Szene durch st\u00e4ndige Pr\u00e4senz.\u201c[<a name=\"fnverweis6\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn6\">6<\/a>]<\/li>\n<\/ul>\n<p>Strategie sei es, Intensivt\u00e4ter aus der sie sch\u00fctzenden Anonymit\u00e4t herauszurei\u00dfen und das nur \u201ebedingt aktive Umfeld\u201c einzusch\u00fcchtern. Alle polizeiinternen Mitteilungen und Strafanzeigen werden von den BJK ausgewertet und in einer \u201eJugendt\u00e4terkartei\u201c gesammelt. Diese umfa\u00dft ca. 4.000 Jugendliche, die als \u201eEinzel- oder Mehrfacht\u00e4ter mit Aufenthaltsorten und sonstigen Bindungsdaten\u201c unterschieden werden k\u00f6nnen.[<a name=\"fnverweis7\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn7\">7<\/a>]<\/p>\n<h4>Konzentration auf T\u00e4ter: die Jugendkommissariate<\/h4>\n<p>F\u00fcr die Bearbeitung von Jugendsachen haben die meisten gr\u00f6\u00dferen Polizeidirektionen und -inspektionen spezielle Kommissariate eingerichtet. Dort werden in der Regel alle Delikte bearbeitet, sofern sie von Jugendlichen oder Heranwachsenden begangen wurden. So wurde 1992 in der Polizeidirektion Magdeburg ein Jugendkommissariat[<a name=\"fnverweis8\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn8\">8<\/a>] aufgebaut, um alle Jugenddelikte \u201ezielgerichteter aufzukl\u00e4ren\u201c; es umfa\u00dfte 1994 bereits 49 BeamtInnen und 13 Angestellte.[<a name=\"fnverweis9\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn9\">9<\/a>] Drei Ermittlungsgruppen (EG) befassen sich jeweils mit Auswertung, stadtteil\u00fcbergreifenden Gruppenstraftaten bzw. \u201ejugendlichen Gewaltt\u00e4tern\u201c. Dar\u00fcber hinaus gibt es die dezentralen Ermittlungsgruppen bei den f\u00fcnf Polizeirevieren. Die Ermittlungsgruppen arbeiten mit verschiedenen Strategien: t\u00e4terorientierte Sachbearbeitung bei Intensivt\u00e4tern, \u201epr\u00e4ventive\u201c Begleitung von Fu\u00dfballfans. Und nicht zuletzt soll bereits beim \u201eErkennen von krimineller Energie oder dem Verdacht auf Beginn krimineller Karrieren (&#8230;) unverz\u00fcglich ein Sozialarbeiter\u201c eingeschaltet werden.[<a name=\"fnverweis10\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn10\">10<\/a>] T\u00e4gliche Lageberichte der EG Auswertung sorgen f\u00fcr Information und Kommunikation zwischen den verschiedenen Dienststellen.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu dieser Generalzust\u00e4ndigkeit sind in Berlin die seit 1990 bestehenden \u201eFachkommissariate Jugendgruppengewalt\u201c nur bei Delikten mit Gruppenbezug zust\u00e4ndig. Die gegenw\u00e4rtig 135 BeamtInnen in den sieben Direktionen werden nur dann aktiv, wenn Raub und r\u00e4uberische Erpressung, K\u00f6rperverletzungen, Bedrohungen, Sachbesch\u00e4digungen sowie Begleitdelikte \u201eals gemeinschaftliche Handlung von mindestens zwei T\u00e4tern im Alter von 8-21 begangen\u201c werden oder wenn \u201evon einem Einzelt\u00e4ter (&#8230;) eine Gruppe als Machtinstrument\u201c eingesetzt wird.[<a name=\"fnverweis11\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn11\">11<\/a>] Mit individuellen Jugenddelikten, z.B. Ladendiebstahl, befa\u00dft sich die Vorgangsbearbeitung in den Polizeiabschnitten oder anderen Dienststellen.[<a name=\"fnverweis12\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn12\">12<\/a>]<\/p>\n<h4>Gruppen gegen Gruppen: Die Arbeit der EGs<\/h4>\n<p>In der arbeitsteiligen Organisation der Polizei nehmen die speziellen Ermittlungsgruppen (EG), die sich mit Jugendgruppierungen oder -milieus besch\u00e4ftigen, eine besondere Stellung ein. Diese Ermittlungsgruppen zielen auf unterschiedliche Ph\u00e4nomene: Zum einen werden bereits \u201eTaten von mindestens zwei T\u00e4tern im Alter von 8-21 Jahren\u201c[<a name=\"fnverweis13\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn13\">13<\/a>] als Gruppendelikte definiert und in Augenschein genommen, auch wenn nur recht vage Verbindungen bestehen. Zum anderen werden ganze Szenen zum Gegenstand des Interesses.<\/p>\n<p>Besonderes Merkmal der Ermittlungsgruppen, die sich mit allgemeinen, eher losen Gruppierungen besch\u00e4ftigen, ist ihre Methodenvielfalt. Immer auch als \u201epr\u00e4ventiv\u201c ausgezeichnet, sind sie meist die aktiven Vollstrecker einer repressiven Linie. Die \u201eOperativen Gruppen Jugendgewalt\u201c in Berlin, seit 1991 an die sieben Direktionen angegliedert, sollen zwar Kontakte zu Jugendlichen herstellen, beobachten jedoch auch deren Treffpunkte, f\u00fchren Au\u00dfenermittlungen durch und vollstrecken Haftbefehle und Durchsuchungsbeschl\u00fcsse.[<a name=\"fnverweis14\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn14\">14<\/a>] Ebenfalls in Berlin arbeitet die zentrale \u201ePr\u00e4ventivstreife junge Gewaltt\u00e4ter\u201c, die an das Mobile Einsatzkommando des LKA angegliedert ist. Die 20 szenekundigen BeamtInnen treten bei speziellen Anl\u00e4ssen in Erscheinung.[<a name=\"fnverweis15\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn15\">15<\/a>] In L\u00fcbeck ist seit 1991 ein zw\u00f6lfk\u00f6pfiges Einsatzkommando in Zivil unterwegs, das 1994 in Einsatz- und Ermittlungsgruppe (EEG) umgetauft wurde. Hier soll der Jugendliche \u201ezu einem Zeitpunkt polizeilich betreut werden, letztlich auch in Gewahrsam genommen werden, zu dem er m\u00f6glichst noch keine Straftaten begangen hat.\u201c[<a name=\"fnverweis16\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn16\">16<\/a>] Auch die AG Jaguar in Wiesbaden[<a name=\"fnverweis17\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn17\">17<\/a>] und die Ermittlungsgruppe \u201eJugendliche Intensivt\u00e4ter\u201c in Potsdam neigen in ihrem Spagat zwischen pr\u00e4ventiver Orientierung und repressiven Methoden deutlich zu letzterer Seite.<\/p>\n<p>Die spezialisierten Ermittlungsgruppen dagegen besch\u00e4ftigen sich mit einer bestimmten \u201eKlientel\u201c: Waren es fr\u00fcher die Rocker, denen die Aufmerksamkeit der Polizei galt, so sind es heute rechtsextremistische Jugendliche, Punks, Hooligans und Sprayer. Gerade letztere werden im gesamten Bundesgebiet mit Vehemenz verfolgt. Nahezu jede Stadt verf\u00fcgt \u00fcber spezielle Graffiti-Ermittlungsgruppen. In K\u00f6ln wurde 1998 das Ermittlungskommissariat Farbe gegr\u00fcndet, in Hamburg will die EG 956 f\u00fcr die \u201eSt\u00e4rkung des Sicherheitsgef\u00fchls im Hinblick auf die mit Graffiti-Delikten zusammenh\u00e4ngende Kriminalit\u00e4t\u201c[<a name=\"fnverweis18\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn18\">18<\/a>] sorgen. Auch der BGS ist h\u00e4ufig involviert. In Berlin arbeitet die Ermittlungsgruppe Graffiti seit 1994 mit dem BGS zusammen. In Kassel lie\u00df 1998 eine SoKo des BGS die von der Stadt zur Verf\u00fcgung gestellten legalen (!) Graffitifl\u00e4chen per Video observieren und f\u00fchrte anschlie\u00dfend Hausdurchsuchungen durch.[<a name=\"fnverweis19\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn19\">19<\/a>]<\/p>\n<h4>Polizeiliche Bezugspersonen? T\u00e4terorientierte Ermittlungen<\/h4>\n<p>1994 empfahl die unabh\u00e4ngige Kommission zur Verhinderung und Bek\u00e4mpfung von Gewalt in Berlin, eigene Jugenddezernate in den Direktionen einzurichten. Jugendsachen sollten nicht l\u00e4nger quer zu den Ressorts, sondern zentral t\u00e4terorientiert bearbeitet werden. So k\u00f6nnten die immer gleichen SachbearbeiterInnen auch bei verschiedenen Delikten eine \u201eBeziehungskonstanz\u201c garantieren, die \u201egerade bei straff\u00e4llig gewordenen Minderj\u00e4hrigen erforderlich\u201c sei.[<a name=\"fnverweis20\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn20\">20<\/a>] Dieser Vorschlag wurde vom Polizeipr\u00e4sidenten und der Senatsverwaltung f\u00fcr Inneres abgelehnt, da \u201eeine grunds\u00e4tzlich t\u00e4terorientierte Vorgehensweise bei Jugendlichen (&#8230;) hinsichtlich ihrer Effektivit\u00e4t keine Vorteile br\u00e4chte.\u201c[<a name=\"fnverweis21\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn21\">21<\/a>] Tats\u00e4chlich arbeiten die Sachbearbeiter Berlins (abgesehen von den erw\u00e4hnten Fachkommissariaten zur Jugendgruppengewalt) bis heute deliktorientiert. Erst wenn Jugendliche mehr als zehnmal im Jahr als Tatverd\u00e4chtige auftauchen, werden sie in das \u201eIntensivt\u00e4terprogramm\u201c aufgenommen und fortan t\u00e4terorientiert einzelnen SachbearbeiterInnen zugewiesen.<\/p>\n<p>Doch die Berliner Organisation steht der gegenw\u00e4rtigen Entwicklung entgegen. T\u00e4terorientierte Ermittlung scheint gerade f\u00fcr die Bearbeitung von Jugendsachen mehr denn je gefragt. Dahinter steht die Einsch\u00e4tzung der Polizei, \u201eda\u00df die straff\u00e4llig gewordenen Kinder und Jugendlichen keine deliktspezifischen Straftaten begehen, sondern Straftaten nach Gelegenheit ver\u00fcben.\u201c[<a name=\"fnverweis22\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn22\">22<\/a>] Hinzu kommt p\u00e4dagogischer Impetus: \u201eDie Spezialisierung der Polizeibeamten l\u00e4\u00dft Kompetenz in der Aufgabenbew\u00e4ltigung wachsen; dazu geh\u00f6rt auch psychologisches Geschick und soziales Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die auff\u00e4llige Klientel.\u201c[<a name=\"fnverweis23\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn23\">23<\/a>] Aber die als \u201eBezugspersonen\u201c geadelten BeamtInnen k\u00f6nnen auch anders: In Hanau beispielsweise f\u00fchrte ein \u201eModellversuch zur t\u00e4terorientierten Bek\u00e4mpfung der Stra\u00dfenkriminalit\u00e4t\u201c zu einer regelm\u00e4\u00dfigen \u201eSzene\u00fcberwachung\u201c verd\u00e4chtiger Jugendlicher. Dar\u00fcber hinaus wurden beschuldigte \u201ejugendliche R\u00e4uber (&#8230;) von zu Hause direkt abgeholt.\u201c[<a name=\"fnverweis24\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fn24\">24<\/a>]<\/p>\n<h4>Uneinheitlich ambivalent: Die Strategien<\/h4>\n<p>Die Strategien gegen Jugendkriminalit\u00e4t in den verschiedenen St\u00e4dten und L\u00e4ndern sind so uneinheitlich wie die Polizeiorganisationen selbst. Dennoch lassen sich Gemeinsamkeiten und Entwicklungslinien ausmachen:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Arbeit der Polizei in spezifischen Fachkommissariaten oder Ermittlungsgruppen verfolgt meist einen t\u00e4terorientierten Ansatz.<\/li>\n<li>Der Blick der speziellen Ermittlungsgruppen richtet sich fast immer auf T\u00e4tergruppen und dahinterliegende Strukturen.<\/li>\n<li>Der Begriff der Pr\u00e4vention dient stets dazu, vorauseilende \u00dcberwachungen und Kontrollen zu legitimieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Strategien \u00e4hneln denen, die zur Bek\u00e4mpfung der sog. Organisierten Kriminalit\u00e4t eingesetzt werden \u2013 und ihre Ambivalenzen sind nicht zu \u00fcbersehen. Selbst wenn die T\u00e4terorientierung zu einer \u201eBeziehungskonstanz\u201c zwischen Jugendlichen und SachbearbeiterInnen beitragen sollte, so verstellt sie andererseits auch den Blick des Beamten, der \u201eseine Pappenheimer\u201c zu kennen glaubt. Werden Jugendszenen als organisierte Gruppen betrachtet, so mag dies in wenigen F\u00e4llen an die Wirklichkeit heranreichen, wird aber meistens dazu f\u00fchren, abweichende Lebensformen oder Unbeteiligte zu kriminalisieren. In der Konzentration auf auff\u00e4llige Gruppen, auf T\u00e4ter statt Taten und nicht zuletzt auf Pr\u00e4vention steckt die Gefahr, da\u00df das Prinzip der Unschuldsvermutung und die Freiheitsrechte von Jugendlichen ausgeh\u00f6hlt werden.<\/p>\n<h5>Martina Kant und Christine Hohmeyer sind Redakteurinnen von B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen an der FU Berlin.<\/h5>\n<h6>[<a name=\"fn1\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis1\">1<\/a>] siehe dazu Lessing, H.; Liebl, M.: Polizeiliche Jugendarbeit in der Bundesrepublik (Teil I und II), in B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP 1979, Nr. 4, S. 11-15 und 1980, Nr. 5, S. 3f.<br \/>\n[<a name=\"fn2\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis2\">2<\/a>] PDV 382 (Bearbeitung von Jugendsachen), Ausgabe 1995<br \/>\n[<a name=\"fn3\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis3\">3<\/a>] Der Polizeipr\u00e4sident in Berlin, Landeskriminalamt \u2013 LKA 143, Zentralstelle f\u00fcr Jugendsachen (Hg.): Jugenddelinquenz in Berlin, Berlin o.J., S. 38<br \/>\n[<a name=\"fn4\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis4\">4<\/a>] zu den Aufgaben siehe die Gesch\u00e4ftsanweisung LKA Nr. 5\/1994 \u00fcber die Aufgaben und Zust\u00e4ndigkeit der Jugendbeauftragten (JuBA) der Kriminalpolizei vom 1.8.1994<br \/>\n[<a name=\"fn5\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis5\">5<\/a>] R\u00f6mer, B.; Schick, Th.: Beauftragte f\u00fcr Jugendkriminalit\u00e4t \u2013 ein neuer Weg, in: Hessische Polizeirundschau 1995, H. 6-7, S. 10-13 (11)<br \/>\n[<a name=\"fn6\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis6\">6<\/a>] ebd.<br \/>\n[<a name=\"fn7\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis7\">7<\/a>] ebd., S. 12<br \/>\n[<a name=\"fn8\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis8\">8<\/a>] vgl. den <a href=\"\/ausgabe\/63\/simon.htm\">Beitrag von Titus Simon in diesem Heft<\/a><br \/>\n[<a name=\"fn9\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis9\">9<\/a>] Deppe, K.P.: Aufbruch mit neuen Ideen, in: Kriminalistik 1994, H. 2, S. 123-127 (124f.)<br \/>\n[<a name=\"fn10\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis10\">10<\/a>] ebd., S. 126<br \/>\n[<a name=\"fn11\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis11\">11<\/a>] Antwort des Berliner Innensenators Werthebach auf die Kleine Anfrage Nr. 13\/4903 der Abgeordneten Marion Seelig (PDS) \u00fcber: Ermittlungsgruppen bei der Berliner Polizei, in: Landespressedienst Berlin 144\/99, 28.7.1999<br \/>\n[<a name=\"fn12\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis12\">12<\/a>] Informationsgespr\u00e4ch im LKA Berlin am 9.8.1999<br \/>\n[<a name=\"fn13\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis13\">13<\/a>] vgl. Antwort des Berliner Innensenators Werthebach a.a.O. (Fn. 11)<br \/>\n[<a name=\"fn14\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis14\">14<\/a>] Der Polizeipr\u00e4sident in Berlin a.a.O. (Fn. 3), S. 38<br \/>\n[<a name=\"fn15\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis15\">15<\/a>] Informationsgespr\u00e4ch im LKA Berlin am 9.8.1999<br \/>\n[<a name=\"fn16\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis16\">16<\/a>] Schleswig-Holstein, Polizeiinspektion L\u00fcbeck: Das L\u00fcbecker Modell, L\u00fcbeck o.J., S. 33<br \/>\n[<a name=\"fn17\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis17\">17<\/a>] vgl. den <a href=\"\/ausgabe\/63\/praeven.htm\">Beitrag von Christine Hohmeyer in diesem Heft<\/a><br \/>\n[<a name=\"fn18\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis18\">18<\/a>] Feldmann, J.: Graffiti: Das Konzept der Polizei in Hamburg zur Bek\u00e4mpfung dieser besonderen Art der Sachbesch\u00e4digung, in: Die Polizei, 1998, H. 3, S. 81-89 (81)<br \/>\n[<a name=\"fn19\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis19\">19<\/a>] vgl. die Website der Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizistinnen und Polizisten: <a href=\"http:\/\/www.is-kassel.de\/%7Esafercity\/1999\/graffiti1.html\">http:\/\/www.is-kassel.de\/~safercity\/1999\/graffiti1.html<\/a><br \/>\n[<a name=\"fn20\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis20\">20<\/a>] Berlin, Senatsverwaltung f\u00fcr Inneres (Hg.): Endbericht der unabh\u00e4ngigen Kommission zur Verhinderung und Bek\u00e4mpfung von Gewalt in Berlin, Berlin 1994, S. 156<br \/>\n[<a name=\"fn21\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis21\">21<\/a>] Antwort des Senats\/der Senatorin Ingrid Stahmer (Schule, Jugend, Sport) auf die Kleine Anfrage Nr. 39 der Abgeordneten Renate K\u00fcnast, Abgeordnetenhaus von Berlin, 13. Wahlperiode, Drucksache 13\/236<br \/>\n[<a name=\"fn22\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis22\">22<\/a>] Deppe a.a.O. (Fn. 9), S. 124<br \/>\n[<a name=\"fn23\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis23\">23<\/a>] ebd., S. 127<br \/>\n[<a name=\"fn24\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/polizeiliche-bekaempfung-von-jugendkriminalitaet-ambivalente-strategien-zwischen-praevention-und-repression\/#fnverweis24\">24<\/a>] Schmidt, A.: Kriminalistik im Wandel. Ergebnisse eines Modellversuchs zur t\u00e4terorientierten Bek\u00e4mpfung der Stra\u00dfenkriminalit\u00e4t, in: Kriminalistik 1995, H. 8-9, S. 551-555 (554)<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Martina Kant und Christine Hohmeyer Bereits Ende der 70er Jahre wurden in zahlreichen St\u00e4dten<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[152,69],"tags":[],"class_list":["post-2111","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-artikel","category-cilip-63"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2111","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2111"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2111\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2111"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2111"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2111"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}