{"id":2116,"date":"1999-08-20T13:16:59","date_gmt":"1999-08-20T13:16:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cilip.de\/?p=2116"},"modified":"1999-08-20T13:16:59","modified_gmt":"1999-08-20T13:16:59","slug":"risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=2116","title":{"rendered":"Risiko Pr\u00e4vention &#8211; Zur polizeilichen Vorbeugung von Jugendkriminalit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<h3>von Christine Hohmeyer<\/h3>\n<p><b>\u201eWer Musikschulen schlie\u00dft, gef\u00e4hrdet die innere Sicherheit\u201c \u2013 f\u00fcr diesen Satz seiner Amtseinf\u00fchrungsrede bekam Innenminister Otto Schily Beifall aus allen Bundestagsfraktionen.[<a name=\"fnverweis1\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn1\">1<\/a>] Die breite Zustimmung zu der pointierten These zeigt eine Tendenz, die derzeit die politischen Diskurse \u00fcberzieht: Angesichts leerer Kassen werden Bildungs- und Sozialpolitik, die f\u00fcr eine \u00f6konomische Verwertung nicht taugen, auf ihren Nutzen f\u00fcr Sicherheit und Ordnung abgeklopft. Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung wird zum dominierenden Zweck, Pr\u00e4vention zum Schlagwort. Die neue Legitimationsformel ver\u00e4ndert nicht nur das Selbstverst\u00e4ndnis kultureller und sozialp\u00e4dagogischer Arbeit, sie st\u00e4rkt auch den Einflu\u00df der Polizei auf ehemals polizeiferne Bereiche.<\/b><\/p>\n<p>Die \u201ePr\u00e4vention zur Verhinderung von Fehlentwicklungen Jugendlicher\u201c[<a name=\"fnverweis2\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn2\">2<\/a>] steht offensichtlich im Mittelpunkt der einschl\u00e4gigen Debatte. \u201eJugendkriminalit\u00e4t mu\u00df ursachenorientiert bek\u00e4mpft werden: das ist das A und O &#8230;\u201c, lautet mittlerweile auch der Anspruch der Polizei.[<a name=\"fnverweis3\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn3\">3<\/a>] Bei solcher Rede ger\u00e4t leicht aus dem Blick, da\u00df eine ursachenorientierte Pr\u00e4vention dem Einflu\u00dfbereich der Polizei entzogen bleibt \u2013 nicht allein, weil diese die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nicht ver\u00e4ndern kann, sondern auch, weil die F\u00fclle von Ph\u00e4nomenen, die der Begriff \u201eJugendkriminalit\u00e4t\u201c fa\u00dft, schlichtweg nicht auf generelle Ursachen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Was bleibt, sind isolierte Ma\u00dfnahmen zur Tatverhinderung, Resozialisierung und Beeinflussung von Einzelnen oder Gruppen sowie eine Rhetorik, die den Nutzen von Pr\u00e4vention voraussetzt, Risiken und Nebenwirkungen aber nahezu unerw\u00e4hnt l\u00e4\u00dft.<!--more--><\/p>\n<h4>Jugend als gef\u00e4hrliche Gruppe \u2013 Polizeiliche \u201ePr\u00e4vention\u201c<\/h4>\n<p>Bereits 1995 richtete das Bundeskriminalamt eine Arbeitsstelle \u201eInfopool Pr\u00e4vention\u201c ein, die Informationen \u00fcber die wild wuchernde Infrastruktur deutscher Pr\u00e4ventionsprojekte sammelt. Von den 168 bundes- und landesweiten Modellen, die in dieser BKA-Datenbank exemplarisch erfa\u00dft sind, befassen sich allein 110 ausschlie\u00dflich oder schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit der Pr\u00e4vention von Kinder- und Jugendkriminalit\u00e4t.[<a name=\"fnverweis4\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn4\">4<\/a>] Die Datensammlung zeigt nicht nur die Dominanz des Themas \u201eJugendkriminalit\u00e4t\u201c, sondern belegt zudem, da\u00df ursachenorientierte Ans\u00e4tze fehlen. Tritt die Polizei als Pr\u00e4ventionsagentur in Erscheinung, so tut sie dies mit zwei gegenl\u00e4ufigen Strategien. Zum einen sollen, um <i>gef\u00e4hrliche Situationen<\/i> zu vermeiden, Jugendliche \u00fcber Gefahren informiert werden. Diese unspezifische Art der Pr\u00e4vention wendet sich an Jugendliche haupts\u00e4chlich als potentielle Opfer. Zum anderen sollen <i>gef\u00e4hrliche Gruppen<\/i> bek\u00e4mpft werden \u2013 eine als \u201ePr\u00e4vention\u201c getarnte Form der Repression, die den Blick vorab auf potentielle T\u00e4ter richtet.<\/p>\n<p>Unspezifisch, d.h. an potentiell alle Jugendlichen gerichtet, ist die \u00d6ffentlichkeitsarbeit der Polizei \u2013 im Polizeijargon \u201eAufkl\u00e4rung\u201c oder \u201eAllgemeine Pr\u00e4vention\u201c.[<a name=\"fnverweis5\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn5\">5<\/a>] Dabei wird haupts\u00e4chlich in der Schule \u201edie kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt\u201c[<a name=\"fnverweis6\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn6\">6<\/a>] gesucht \u2013 mit p\u00e4dagogischen Mitteln vom Puppenspiel (Pilotprojekt \u201eGewalt&#8230;? Ohne uns!\u201c in N\u00fcrnberg) \u00fcber Hausaufgabenhefte f\u00fcr Grundsch\u00fclerInnen (LKA Bayern) bis hin zu CD-ROM-Spielen mit moralisierendem Duktus (Dunkle Schatten, \u201eFairst\u00e4ndnis\u201c-Kampagne). Alternativ oder erg\u00e4nzend dazu veranstaltet die Polizei Gespr\u00e4chskreise und Konflikttraining mit Sch\u00fclerInnen sowie Elterngespr\u00e4che; das Berliner Anti-Gewalt-Projekt bildet Eltern zu schulischen KonfliktschlichterInnen fort. Abgesehen davon, da\u00df die punktuelle Arbeit kein Ersatz f\u00fcr kontinuierliche Angebote der Schulen sein kann, bleibt bereits diese \u201eallgemeine Pr\u00e4vention\u201c nicht nur pr\u00e4ventiv: Der Kommissar ist auch als Lehrer seinem Strafverfolgungsauftrag verpflichtet. So macht das Bremerhavener \u201ePolizeiliche Pr\u00e4ventionsprojekt an Schulen\u201c keinen Hehl daraus, da\u00df die Arbeit im Unterricht sowohl auf \u201eAkzeptanz und Vertrauensbildung zwischen Kindern\/ Jugendlichen und der Polizei\u201c, als auch auf die \u201ebesondere Lageerhebung im Bereich von Jugendgewalt und -kriminalit\u00e4t\u201c zielt.[<a name=\"fnverweis7\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn7\">7<\/a>]<\/p>\n<p>Mit einer \u00e4hnlichen Doppelstrategie arbeitet die Polizei auch, wenn sie \u2013 wie seit 1991 in Berlin mit <i>operativen Gruppen Jugendgewalt (OGJ)<\/i> \u2013 \u201egef\u00e4hrliche Gruppen\u201c spezifisch aufs Korn nimmt. Zwar steht auch hier Pr\u00e4vention im Mittelpunkt der Rhetorik: \u201eJunge Polizeibeamte \u2013 meist Schutzpolizisten in Zivil \u2013 suchen Jugendliche an ihren Treffpunkten auf und f\u00fchren pr\u00e4ventive Gespr\u00e4che.\u201c Gleichzeitig wird der Pr\u00e4ventionsbegriff jedoch ausgeweitet: \u201eGanz bewu\u00dft machen diese Polizisten nicht nur Vorbeugungsarbeit, sondern f\u00fchren auch strafprozessuale Ma\u00dfnahmen durch.\u201c Diese als \u201eoperative Pr\u00e4vention\u201c[<a name=\"fnverweis8\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn8\">8<\/a>] bezeichnete Strategie der sogenannten Kommunikations- und Kontaktstreifen hat Folgen.<\/p>\n<p>Wenn PolizeibeamtInnen sich \u201e\u00e4hnlich wie Streetworker darstellen\u201c und \u201eversuchen, Jugendliche mit p\u00e4dagogischen Mitteln zu bearbeiten\u201c,[<a name=\"fnverweis9\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn9\">9<\/a>] so ist dies zum einen wegen der unzureichenden p\u00e4dagogischen Qualifikation der PolizeibeamtInnen und f\u00fcr das Vertrauensverh\u00e4ltnis von Jugendlichen und \u201erichtigen\u201c Streetworkern prek\u00e4r. Zum andern werden unter dem Begriff der Pr\u00e4vention repressive Ma\u00dfnahmen legitimiert, deren Logik der OK-Bek\u00e4mpfung gleicht. An die Stelle der tatorientierten Ermittlung tritt das ins Vorfeld verlagerte Interesse an verd\u00e4chtigen T\u00e4terInnen, Netzwerken und Gruppen. \u201eDas Jugendkommissariat arbeitet im Unterschied zur \u00fcblichen Arbeitsorganisation bei der Polizei nicht \u201adelikt-, sondern t\u00e4terorientiert\u2018: der einzelne Ermittler soll m\u00f6glichst umfassende Kenntnisse \u00fcber \u201aseine\u2018 jugendlichen T\u00e4ter bekommen.\u201c[<a name=\"fnverweis10\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn10\">10<\/a>]<\/p>\n<p>Scheinbar notwendig bringt die \u201eoperative Pr\u00e4vention\u201c mit sich, da\u00df potentielle T\u00e4ter in speziellen Karteien erfa\u00dft und potentiell gef\u00e4hrliche Gruppen \u00fcberwacht werden. So leiten die Kommunikations- und Kontaktstreifen in Berlin ihre Informationen an das LKA weiter, das wiederum \u201eandere Regierungsressorts\u201c[<a name=\"fnverweis11\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn11\">11<\/a>] bedient. In Brandenburg sammelt das \u201eProjekt: Polizeilich relevante jugendliche Gruppierungen\u201c in ca. 520 Bezirken zweimal j\u00e4hrlich Daten \u00fcber \u201eAktivit\u00e4ten, Sammelpunkte bzw. Aufenthaltsbereiche\u201c jener Gruppen und verarbeitet sie \u201epr\u00e4ventiv\u201c zu einem landesweiten \u201eGesamtlagebild\u201c. Die Wiesbadener AG Jaguar[<a name=\"fnverweis12\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn12\">12<\/a>] kontrolliert regelm\u00e4\u00dfig \u201edie gewaltbereiten Gruppierungen sowie gewaltt\u00e4tige Kinder und Jugendliche &#8230;, (observiert) ihre Treffpunkte und (holt) Mitglieder aus ihrer Anonymit\u00e4t. Jede Veranstaltung im Zust\u00e4ndigkeitsbereich des PP Wiesbaden, bei der potentielle T\u00e4tergruppen auftreten k\u00f6nnten, wird \u00fcberwacht.\u201c[<a name=\"fnverweis13\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn13\">13<\/a>] Da unklar bleibt, welche Jugendgruppen als gewaltbereit oder polizeilich relevant eingestuft werden, verd\u00e4chtigt man unter dem Leitmotiv der Pr\u00e4vention gleich eine ganze Generation.<\/p>\n<p>Insgesamt kann die Polizei \u2013 trotz anders lautender Rhetorik \u2013 nicht als Instanz f\u00fcr ursachenorientierte Pr\u00e4vention gelten. Dieses Manko versucht sie auszugleichen: indem sie repressive Ma\u00dfnahmen als Pr\u00e4vention verkauft, gleichzeitig aber auch andere gesellschaftliche Bereiche f\u00fcr den Zweck der Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung einzubinden versucht.<\/p>\n<h4>Expandierender Einflu\u00df: Polizei und andere<\/h4>\n<p>1977 beklagte der damalige Bremer Kriminaldirektor Herbert Sch\u00e4fer die mangelnde \u201eVerbreitung der Einsicht, da\u00df zahlreiche Kriminalit\u00e4tserscheinungen nicht aus kriminalpolitisch, sondern aus sozialpolitisch einzusch\u00e4tzenden Problemlagen herr\u00fchren. Diese m\u00fc\u00dften an der Wurzel mit entsprechend angesetzten Prophylaxestrategien angegangen werden, die jenseits der (&#8230;) pr\u00e4ventivpolizeilichen Aufgabenstellung liegen, die aber mindestens die enge Kooperation mit der Polizei erfordern.\u201c[<a name=\"fnverweis14\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn14\">14<\/a>] Zwanzig Jahre sp\u00e4ter hat es sich herumgesprochen, da\u00df der polizeiliche Einflu\u00df f\u00fcr die propagierte \u201eursachenorientierte\u201c Pr\u00e4vention nicht ausreicht. Beispielhaft f\u00fcr viele andere stellten Kriminal- und Schutzpolizeibeamte der \u201eArbeitsgruppe Jugendkriminalit\u00e4t\u201c in M\u00fcnster 1994 fest: Die \u201ebisherigen Konzeptionen polizeilicher Pr\u00e4ventionsarbeit (&#8230;) reagieren vornehmlich auf das Oberfl\u00e4chenph\u00e4nomen und kurieren an Symptomen.\u201c[<a name=\"fnverweis15\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn15\">15<\/a>] Aus diesem Dilemma scheinen derzeit zwei Strategien den Weg zu weisen: der R\u00fcckgriff auf die Jugendhilfe sowie die gemeindenahe Arbeit in kriminalpr\u00e4ventiven R\u00e4ten.<\/p>\n<p>\u201eZum Ausgleich sozialer Benachteiligungen\u201c oder \u201ezur \u00dcberwindung individueller Beeintr\u00e4chtigungen\u201c m\u00fcssen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) sozialp\u00e4dagogische Hilfen angeboten werden.[<a name=\"fnverweis16\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn16\">16<\/a>] Da sich diese Hilfen oft an auff\u00e4llige Gruppen oder bereits straff\u00e4llig gewordene Jugendliche richten, mit denen sich auch die Polizei besch\u00e4ftigt, scheinen gemeinsame Projekte naheliegend:<\/p>\n<p>Bereits seit 1979 arbeitet die Polizei in Hannover mit Sozialarbeitern zusammen, die in der gleichen Beh\u00f6rde sitzen. Ziel ist eine sofortige Krisenintervention und Kurzzeitbetreuung. Ein \u00e4hnliches Projekt gibt es seit 1992 in Magdeburg, seit 1998 in ganz Sachsen-Anhalt. Laut einer 1998 erfolgten Befragung unter Berliner Polizeibeamten erfreuen sich \u201e\u00dcberlegungen bez\u00fcglich einer Erweiterung der Polizeibeh\u00f6rde durch direkt dort arbeitende Sozialarbeiter (&#8230;) einer gro\u00dfen Beliebtheit\u201c.[<a name=\"fnverweis17\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn17\">17<\/a>]<\/p>\n<p>1998 rekrutierte die Polizei in Weinheim acht arbeitslose Sozialp\u00e4dagogInnen auf 630,\u2013 DM-Basis f\u00fcr ein Programm \u201eKommunale Kriminalpr\u00e4vention \u2013 ein neues Aufgabenfeld f\u00fcr den Freiwilligen Polizeidienst\u201c.[<a name=\"fnverweis18\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn18\">18<\/a>] Eingesetzt werden die qualifizierten MitarbeiterInnen wie auch die freiwilligen HilfspolizistInnen f\u00fcr Streifeng\u00e4nge im Umfeld von Schulen, Kinderg\u00e4rten und Spielpl\u00e4tzen.<\/p>\n<p>In zahlreichen Projekten arbeiten Polizei und verschiedene Jugendhilfedienste Seite an Seite, wie etwa in Berlin beim \u201eAktionsplan Graffiti\u201c. Hier sollen Graffiti-Ausstellungen und Jugendkulturprojekte einerseits, Aufkl\u00e4rung und die Erarbeitung alternativer Sanktionen andererseits pr\u00e4ventiv wirken. Erschwert wird diese Arbeit durch die \u201eGemeinsame Ermittlungsgruppe Graffiti in Berlin\u201c, die parallel dazu die \u201eh\u00e4rtere, repressive Linie des Senats\u201c[<a name=\"fnverweis19\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn19\">19<\/a>] verfolgt, was 1997 zu einer Verdoppelung des Anzeigenaufkommens f\u00fchrte. Selbst im BKA-Infopool Pr\u00e4vention r\u00e4umt man ein, diese Aktivit\u00e4ten k\u00f6nnten \u201eim Sinne des integrativen Ansatzes des Aktionsplans Graffiti auch kontraproduktiv wirken.\u201c[<a name=\"fnverweis20\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn20\">20<\/a>]<\/p>\n<p>Die Jugendhilfe \u2013 so scheint es \u2013 steht der Polizei zunehmend offener gegen\u00fcber, nicht zuletzt, da sie sich mit dem Verweis auf die Pr\u00e4ventiv-wirkung sozialer Arbeit derzeit am ehesten staatliche F\u00f6rderung erhofft. Doch mit dem Legalit\u00e4tsprinzip auf der einen, professionell engagierter Parteilichkeit auf der anderen Seite bleiben die unterschiedlichen Interessen von Polizei und Jugendhilfe bestehen.<\/p>\n<h4>Pr\u00e4ventionsr\u00e4te: Gesch\u00e4ftsinteressen und Sicherheitsfurcht<\/h4>\n<p>Seit Beginn der 90er Jahre versuchen kriminalpr\u00e4ventive R\u00e4te auf kommunaler Ebene, das Versprechen der Pr\u00e4vention einzul\u00f6sen. Unter Beteiligung von Beh\u00f6rden und Polizei, Vereinen, B\u00fcrgerinitiativen und engagierten B\u00fcrgerInnen soll Kriminalit\u00e4t am Ort ihres Entstehens verhindert werden. Dabei genie\u00dft die Pr\u00e4vention von Jugendkriminalit\u00e4t auch hier besondere Aufmerksamkeit. In einer Umfrage zu kriminalpr\u00e4ventiven R\u00e4ten in Baden-W\u00fcrttemberg wurde festgestellt, da\u00df \u201eJugendkriminalit\u00e4t bei den meisten Polizeidienststellen und Verwaltungsbeh\u00f6rden einen Schwerpunkt bildet und vorrangig gel\u00f6st werden soll.\u201c[<a name=\"fnverweis21\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn21\">21<\/a>] Nicht nur der Verein \u201eKriminalpr\u00e4vention Gie\u00dfen e.V.\u201c weist hinsichtlich der Konzentration auf jugendspezifische Fragestellungen eine \u201egewisse Schlagseitigkeit\u201c auf.[<a name=\"fnverweis22\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn22\">22<\/a>] Von den 1.380 \u201eGremien nach Art kriminalpr\u00e4ventiver R\u00e4te\u201c, die die BKA-Datenbank f\u00fcr Deutschland registriert, befassen sich allein 787 mit Jugendlichen.<\/p>\n<p>Das Engagement der B\u00fcrgerInnen zugunsten einer sonst eher \u00fcbersehenen \u201eKlientel\u201c wird von verschiedenen Interessen geleitet. Weil im Frankfurter Stadtteil Sossenheim eine \u201eClique vom rund 30 Jugendlichen und Heranwachsenden (&#8230;) als Bedrohung empfunden\u201c[<a name=\"fnverweis23\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn23\">23<\/a>] wurde, er\u00f6ffnete auf Initiative des Regionalrats im Mai 1999 ein Jugendb\u00fcro, das von zwei SozialarbeiterInnen gef\u00fchrt Freizeitangebote, Hilfe bei Bewerbungen, Notdienste etc. organisiert. Doch nicht allein Sicherheitsfurcht mobilisiert B\u00fcrgerInnen von L\u00fcbeck bis T\u00fcbingen. Anla\u00df f\u00fcr den \u201ekommunalpr\u00e4ventiven Gespr\u00e4chskreis\u201c der Stadt Westerland auf Sylt war, da\u00df die Insel nach der Einf\u00fchrung des Wochenend-Tickets der Bahn 1995 auch zum Ausflugsort von Punks und anderen Jugendgruppen avancierte. \u201eJugendliche, die (&#8230;) aufgrund mangelnder Unterkunftsm\u00f6glichkeiten am Strand \u00fcbernachten und dadurch Urlaubsg\u00e4ste \u201abel\u00e4stigen\u2018\u201c[<a name=\"fnverweis24\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn24\">24<\/a>], sollten mittels des Projektes \u201eBeachwork\u201c zu weniger unliebsamen Aktivit\u00e4ten angehalten werden. Die sozialp\u00e4dagogischen Freizeitangebote wurden auch hier von repressiven Ma\u00dfnahmen flankiert: Die Polizei intensivierte den Streifendienst in der Innenstadt und installierte Videokameras zur \u00dcberwachung, Sylter Unternehmer engagierten private Wachdienste.[<a name=\"fnverweis25\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn25\">25<\/a>]<\/p>\n<p>Doch auch wenn man davon ausgehen mag, da\u00df viele Pr\u00e4ventionsr\u00e4te sich mit redlichen Absichten um Jugendliche bem\u00fchen, bleiben deren Erfolge zweifelhaft. Mit dem Rekurs auf die Gemeinde sollen lokale L\u00f6sungen f\u00fcr komplexe Probleme gefunden werden. Dabei wird \u2013 aus unterschiedlichsten Interessen \u2013 gern \u00fcbersehen, da\u00df \u201edie Ausweitung kommunaler Beteiligungsangebote nicht durch entsprechenden materiellen oder finanziellen Substanzgewinn der Kommunen (&#8230;) abgesichert ist.\u201c[<a name=\"fnverweis26\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn26\">26<\/a>] Angesichts knapper Haushalte drohen nicht nur Pr\u00e4ventionsr\u00e4te zu \u201eaus-ufernden Laberrunden\u201c[<a name=\"fnverweis27\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn27\">27<\/a>] zu verkommen. Vielmehr ist zu bef\u00fcrchten, da\u00df Jugendhilfeprojekte \u2013 die nach dem KJHG zur festen Infrastruktur der St\u00e4dte geh\u00f6ren m\u00fc\u00dften \u2013 den wechselnden Konjunkturen und Erfolgen b\u00fcrgerlichen Engagements \u00fcberlassen bleiben. Damit w\u00fcrde die Erosion von kultur-, bildungs- und sozialpolitischen Angeboten durch die wohlfeile Arbeit der Pr\u00e4ventionsr\u00e4te noch vorangetrieben.<\/p>\n<h4>Pr\u00e4vention als Risiko<\/h4>\n<p>Angesichts der F\u00fclle von Ma\u00dfnahmen und Projekten, die sich mit dem Etikett Pr\u00e4vention schm\u00fccken, erscheint der Begriff selbst fast nur noch als Trojanisches Pferd. Ist das liberal anmutende Schlagwort doch geeignet, verschiedene Interessen zu transportieren:<\/p>\n<ul>\n<li>die Interessen der Polizei an mehr Befugnissen f\u00fcr Vorfeldermittlungen und gr\u00f6\u00dferem Einflu\u00df auf Jugendhilfe, Schule und \u00d6ffentlichkeit,<\/li>\n<li>die Interessen lokaler Pr\u00e4ventionsr\u00e4te, die von finanziellem Kalk\u00fcl und Sicherheitsfurcht motiviert werden,<\/li>\n<li>nicht zuletzt das Interesse von Jugendhilfe und Sozialarbeit, durch die Legitimationsformel \u201eInnere Sicherheit\u201c den stetigen Abbau von Einrichtungen zu bremsen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Gefahren liegen auf der Hand. Unter dem Motto \u201eVorbeugen ist besser als strafen\u201c verkauft die Polizei repressive, t\u00e4terorientierte Ma\u00dfnahmen als \u201ePr\u00e4vention\u201c oder greift in die Lebens- und Erziehungsbereiche von Jugendhilfe und Schule ein. Nicht nur die Polizei, sondern auch Pr\u00e4ventionsr\u00e4te f\u00f6rdern Ausgrenzungsprozesse, wenn sie weniger auf die Verhinderung gef\u00e4hrlicher Situationen, sondern auf (konstruierte) gef\u00e4hrliche Gruppen zielen. Schlie\u00dflich mu\u00df sich die Jugendhilfe fragen lassen, wie weit sie sich selber schw\u00e4cht, wenn sie \u2013 von kurzfristigen Vorteilen motiviert \u2013 ihre Leistungen nicht mehr als Angebote f\u00fcr Kinder und Jugendliche, sondern als Mittel der Inneren Sicherheit anpreist.<\/p>\n<p>Schadet also Pr\u00e4vention der \u201eJugend\u201c mehr als sie n\u00fctzt? Die Frage ist angebracht, denn entweder zielt Pr\u00e4vention \u2013 als vern\u00fcnftige Sozial-, Bildungs- und Kulturpolitik \u2013 auf <i>alle<\/i> Jugendlichen: dann l\u00e4\u00dft sie sich kaum noch als Mittel zur Kriminalit\u00e4tsverh\u00fctung deklarieren, ohne eine ganze Generation zum \u201eKriminalit\u00e4tsrisiko\u201c[<a name=\"fnverweis28\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn28\">28<\/a>] zu konstruieren. Oder sie zielt nur auf gef\u00e4hrdete Gruppen: dann setzt sie nicht mehr an Ursachen an, sondern best\u00e4tigt die Alltagserfahrung Jugendlicher, \u201enur dann von der \u00d6ffentlichkeit wahrgenommen zu werden, wenn sie Probleme machen und nicht, wenn sie Probleme haben.\u201c[<a name=\"fnverweis29\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn29\">29<\/a>] Nicht zuletzt haben Pr\u00e4ventionsprojekte den Makel, da\u00df sie ihre Versprechen nicht an die Kinder und Jugendlichen selbst richten, sondern dahinterliegende Zwecke anvisieren. Wer Musikschulen zum Zweck der Inneren Sicherheit anpreist, hat den Nutzen oder Schaden von Menschen, nicht aber deren Wohlergehen im Blick. Eine solche \u201ePr\u00e4vention\u201c sabotiert die Botschaft von \u201eToleranz und Menschenw\u00fcrde\u201c[<a name=\"fnverweis30\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fn30\">30<\/a>], die sie zu verbreiten vorgibt.<\/p>\n<h5>Christine Hohmeyer studierte Musik und Politikwissenschaft und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der AG B\u00fcrgerrechte.<\/h5>\n<h6>[<a name=\"fn1\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis1\">1<\/a>] Im Internet nachzulesen unter <a href=\"http:\/\/www.Bayernspd.de\/schily\/reden\/reden_e.htm\">http:\/\/www.Bayernspd.de\/schily\/reden\/reden_e.htm<\/a><br \/>\n[<a name=\"fn2\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis2\">2<\/a>] ebd.<br \/>\n[<a name=\"fn3\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis3\">3<\/a>] Haas, V.: Jugendkriminalit\u00e4t in Stuttgart, in: Dreher, G.; Feltes, T. (Hg.): Das Modell New York: Kriminalpr\u00e4vention durch \u201eZero Tolerance\u201c? Holzkirchen 1997, S. 194<br \/>\n[<a name=\"fn4\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis4\">4<\/a>] BKA &#8211; Infopool Pr\u00e4vention: Kriminalpr\u00e4vention in Deutschland. L\u00e4nder-Bund-Projektsammlung, Wiesbaden, 3. Ausgabe 1999. In gedruckter Form liegt eine fr\u00fchere Fassung vor: Babl, S.; B\u00e4ssmann, J.: Kriminalpr\u00e4vention in Deutschland und Europa. Akteure, Modelle und Projekte. Ausgew\u00e4hlte Dokumente aus dem Infopool Pr\u00e4vention, hg. vom BKA, Wiesbaden 1998<br \/>\n[<a name=\"fn5\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis5\">5<\/a>] Zirk, W.: Jugend und Gewalt, Stuttgart 1999, S. 117 (der Autor war Jugendbeauftragter beim LKA Berlin, Zentralstelle f\u00fcr Jugendsachen)<br \/>\n[<a name=\"fn6\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis6\">6<\/a>] Babl; B\u00e4ssmann a.a.O. (Fn. 4), S. BY 4<br \/>\n[<a name=\"fn7\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis7\">7<\/a>] ebd., S. HB4<br \/>\n[<a name=\"fn8\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis8\">8<\/a>] Zirk a.a.O. (Fn. 5), S. 117<br \/>\n[<a name=\"fn9\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis9\">9<\/a>] vgl. Haustein, R.; Schendel, J.: Jugend, Sozialarbeit, Polizei. Ergebnisse einer Befragung zum Verh\u00e4ltnis von Sozialarbeitern und Polizisten in Berlin, Berlin 1998, S. 15<br \/>\n[<a name=\"fn10\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis10\">10<\/a>] Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.4.1993<br \/>\n[<a name=\"fn11\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis11\">11<\/a>] Zirk a.a.O. (Fn. 5), S. 117<br \/>\n[<a name=\"fn12\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis12\">12<\/a>] \u201eJugendliche aggressive Gruppen Untersuchungen alterstypischer Rechtsbr\u00fcche\u201c<br \/>\n[<a name=\"fn13\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis13\">13<\/a>] Thomas, N.: Mit der AG Jaguar erfolgreich gegen junge Gewaltt\u00e4ter, in: Polizei heute 1998, H. 2, S. 53<br \/>\n[<a name=\"fn14\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis14\">14<\/a>] Sch\u00e4fer, H.: Zwischenbeh\u00f6rdliche Kriminalit\u00e4tsprophylaxe. In: Kriminalistik 1977, H. 10, S. 436<br \/>\n[<a name=\"fn15\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis15\">15<\/a>] Schramm, G.: Kriminalpr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen zur Gewaltvorbeugung. In: Der Kriminalist 1994, H. 11, S. 537<br \/>\n[<a name=\"fn16\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis16\">16<\/a>] vgl. \u00a7 13 Kinder- und Jugendhilfegesetz (Achtes Buch Sozialgesetzbuch)<br \/>\n[<a name=\"fn17\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis17\">17<\/a>] Haustein.; Schendel a.a.O. (Fn. 9), S. 54<br \/>\n[<a name=\"fn18\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis18\">18<\/a>] vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 8.6.1999 und Die Polizei-Zeitung Baden-W\u00fcrttemberg 1998, H. 5<br \/>\n[<a name=\"fn19\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis19\">19<\/a>] Babl.; B\u00e4ssmann a.a.O. (Fn. 2), S. BR 1<br \/>\n[<a name=\"fn20\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis20\">20<\/a>] ebd.<br \/>\n[<a name=\"fn21\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis21\">21<\/a>] Baier, R.: Pr\u00e4ventionsaktivit\u00e4ten in Baden-W\u00fcrttemberg. Zusammenfassung einer Umfrage, in: Feltes, T. (Hg.): Kommunale Kriminalpr\u00e4vention in Baden-W\u00fcrttemberg, Holzkirchen 1995, S. 125<br \/>\n[<a name=\"fn22\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis22\">22<\/a>] Schneider, H.; Stock, J.: Kriminalpr\u00e4vention vor Ort, Holzkirchen 1995<br \/>\n[<a name=\"fn23\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis23\">23<\/a>] Frankfurter Rundschau v. 20.5.1999<br \/>\n[<a name=\"fn24\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis24\">24<\/a>] Babl.; B\u00e4ssmann a.a.O. (Fn. 4), S. SH6<br \/>\n[<a name=\"fn25\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis25\">25<\/a>] taz v. 1.2.1996<br \/>\n[<a name=\"fn26\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis26\">26<\/a>] Roth, R.: Die Kommune als Ort der B\u00fcrgerbeteiligung, in: Klein, A.; Schmalz-Bruns, R.: Politische Beteiligung und B\u00fcrgerengagement in Deutschland, Bonn 1997, S. 441<br \/>\n[<a name=\"fn27\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis27\">27<\/a>] vgl. Frankfurter Rundschau v. 9.6.1999<br \/>\n[<a name=\"fn28\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis28\">28<\/a>] vgl. Gabriel, G.; Holthusen, B.; Sch\u00e4fer, H.: Pr\u00e4ventive Projekte gegen Jugendkriminalit\u00e4t, in: DJI Bulletin 1999, Nr. 46, S. 8<br \/>\n[<a name=\"fn29\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis29\">29<\/a>] Schubarth, W.: Jugendprobleme in den Medien. Zur \u00f6ffentlichen Thematisierung von Jugend am Beispiel des Diskurses zur Jugendgewalt, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 1998, Nr. 31, S. 36<br \/>\n[<a name=\"fn30\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/risiko-praevention-zur-polizeilichen-vorbeugung-von-jugendkriminalitaet\/#fnverweis30\">30<\/a>] so der Titel eines Projektes in Schwalmstadt\/Hessen<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Christine Hohmeyer \u201eWer Musikschulen schlie\u00dft, gef\u00e4hrdet die innere Sicherheit\u201c \u2013 f\u00fcr diesen Satz seiner<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[152,69],"tags":[],"class_list":["post-2116","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-artikel","category-cilip-63"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2116"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2116\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}