{"id":2124,"date":"1999-08-20T13:20:52","date_gmt":"1999-08-20T13:20:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cilip.de\/?p=2124"},"modified":"1999-08-20T13:20:52","modified_gmt":"1999-08-20T13:20:52","slug":"frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=2124","title":{"rendered":"Frauen und polizeiliche Jugendarbeit &#8211; Von der Weiblichen Kriminalpolizei zur m\u00e4nnlichen Jugendsachbearbeitung"},"content":{"rendered":"<h3>von Dunja Rother<\/h3>\n<p><b>Die \u201eWeibliche Polizei\u201c und die \u201eWeibliche Kriminalpolizei\u201c bildeten die Anf\u00e4nge der polizeilichen Jugendarbeit insgesamt. Heute ist der Frauenanteil in diesem polizeilichen T\u00e4tigkeitsbereich nur noch sehr gering. Das Geschlechterrollenstereotyp aber blieb.<\/b><\/p>\n<p>Anfang der 70er Jahre lag der Frauenanteil am Polizeipersonal der westeurop\u00e4ischen Staaten zwischen 0,5 und 15%. Bef\u00f6rderungsm\u00f6glichkeiten bestanden f\u00fcr die Beamtinnen kaum. F\u00fchrungspositionen waren fast ausschlie\u00dflich von M\u00e4nnern besetzt. Die relativ wenigen Frauen in F\u00fchrungspositionen waren meist Chefinnen anderer Frauen. Der Aufgabenkatalog von Polizei-\/ Kriminalbeamtinnen war international relativ einheitlich. Sie befa\u00dften sich schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit gef\u00e4hrdeten und delinquierenden Kindern und Jugendlichen, mit Kindern und Frauen als Opfern von Straftaten sowie weiblichen \u201ehilflosen Personen\u201c.[<a name=\"fnverweis1\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fn1\">1<\/a>] Genau dies war auch der T\u00e4tigkeitsbereich der in den 20er Jahren entstandenen Weiblichen Kriminalpolizei (WKP), die bis in die 70er der einzige Bereich der Polizei war, zu dem Frauen in Deutschland Zugang hatten. Der Frauen bis heute unterstellte gute Umgang mit Kindern und Jugendlichen machte die Anf\u00e4nge polizeilicher Jugendarbeit zur reinen Frauendom\u00e4ne.<!--more--><\/p>\n<h4>WP und WKP \u2013 von den 20er bis zu den 70er Jahren<\/h4>\n<p>Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert war die \u201eGef\u00e4hrdung\u201c und \u201eVerwahrlosung\u201c der Jugend zu einem politischen Thema avanciert. Kinder und Jugendliche fanden sich in den Gef\u00e4ngnissen neben Erwachsenen wieder und wurden zun\u00e4chst auch von Strafjustiz und Polizei wie diese behandelt.<\/p>\n<p>Nach dem Vorbild der britischen Besatzungsmacht wurde in K\u00f6ln erstmals am 1. Juli 1923 eine uniformierte \u201eWeibliche Polizei\u201c (WP) geschaffen.[<a name=\"fnverweis2\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fn2\">2<\/a>] Es handelte sich um eine Art Wohlfahrtspolizei, die sich in Streifeng\u00e4ngen um \u201egef\u00e4hrdet\u201c erscheinende M\u00e4dchen k\u00fcmmern sollte. Ein Pendant f\u00fcr Jungen gab es nicht. Hintergrund f\u00fcr die Entstehung einer eigenen weiblichen Polizeieinheit, die sich ausschlie\u00dflich um M\u00e4dchen k\u00fcmmerte, waren die Versuche zur Reglementierung der Prostitution nach dem Ende des 1. Weltkrieges. Schon 1921 hatte die britische Besatzungsmacht eine Ordonnanz 83 zur \u201eBek\u00e4mpfung von Geschlechtskrankheiten\u201c erlassen, aufgrund derer vermehrt Frauen und M\u00e4dchen des \u201eHerumtreibens\u201c verd\u00e4chtigt wurden und wegen der niedrigen Verdachtsschwelle teilweise f\u00fcr l\u00e4ngere Zeiten im Frauengewahrsam landeten.<\/p>\n<p>Die Bem\u00fchungen der WP wurden durch Polizeif\u00fcrsorgerinnen (Sozialarbeiterinnen) unterst\u00fctzt, die Verd\u00e4chtige und \u201eGef\u00e4hrdete\u201c betreuten. 1924 wurde zus\u00e4tzlich ein \u201eSchutzheim\u201c f\u00fcr die in Schutzhaft genommenen Personen eingerichtet. Damit war eine dreigliedrige Organisation der Erfassung, Unterbringung und ersten Betreuung einschlie\u00dflich \u00e4rztlicher Untersuchung entstanden, die sich als \u201eFrauenwohlfahrt\u201c einen Namen machte. Aus Kostengr\u00fcnden wurde die WP jedoch schon zwei Jahre sp\u00e4ter wieder abgeschafft.<\/p>\n<p>Die \u201eguten Erfahrungen\u201c mit diesem \u201eModellprojekt\u201c f\u00fchrten dazu, da\u00df die privaten und \u00f6ffentlichen F\u00fcrsorgeeinrichtungen, die Frauenverb\u00e4nde und vor allem die weiblichen Landtagsabgeordneten aller Parteien geschlossen die Einrichtung einer \u201eweiblichen Polizei\u201c forderten. Mit Erla\u00df vom 20. Februar 1926 beauftragte das preu\u00dfische Innenministerium die Polizeipr\u00e4sidenten in Frankfurt\/M., Berlin, Essen, Hannover, K\u00f6ln und Magdeburg mit der Schaffung einer Weiblichen Kriminalpolizei (WKP). Die L\u00e4nder Baden, Sachsen und Hamburg folgten mit \u00e4hnlichen Versuchen diesem Beispiel.<\/p>\n<p>Die WKP bearbeitete Anzeigen gegen Kinder und weibliche Minderj\u00e4hrige. Wie zuvor schon die WP-Beamtinnen gingen auch die der WKP Streife. Zu einem ihrer wesentlichen Aufgabenfelder wurde jedoch die Vernehmung kindlicher Zeugen, insbesondere bei Sittlichkeitsdelikten \u2013 eine T\u00e4tigkeit, mit der die Polizei in die Kritik von Strafverteidigern und \u00d6ffentlichkeit geraten war. Versuche, diese Aufgabe auf die Richter abzuw\u00e4lzen oder F\u00fcrsorgerinnen hinzuzuziehen, brachten keine wesentlichen Ver\u00e4nderungen. Die WKP, deren Beamtinnen sowohl f\u00fcrsorgerisch als auch kriminalpolizeilich ausgebildet waren, schien hier eine L\u00f6sung zu bieten. WKP-Beamtinnen wurden in der Folge bei allen Strafverfahren eingeschaltet, in denen Kinder oder weibliche Jugendliche als Zeugen oder Verletzte vernommen werden mu\u00dften. Sie wirkten in Ermittlungsverfahren mit, bei der Erfassung \u201eGef\u00e4hrdeter\u201c und der Einleitung erzieherischer und f\u00fcrsorgerischer Ma\u00dfnahmen. Wenn Betreuungsma\u00dfnahmen notwendig wurden, fungierten sie zudem als Vermittlerinnen f\u00fcr die zust\u00e4ndigen F\u00fcrsorgeeinrichtungen.<\/p>\n<p>Der Zust\u00e4ndigkeitsbereich der WKP definierte sich durch ihre Klientel: n\u00e4mlich Kinder beiderlei Geschlechts, aber nur weibliche Jugendliche und Minderj\u00e4hrige (im heutigen Sinne Heranwachsende von 18-21 Jahren). Jungen fielen nur bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres in ihre Zust\u00e4ndigkeit.[<a name=\"fnverweis3\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fn3\">3<\/a>] Die m\u00e4nnlichen Jugendlichen wurden aus der Arbeit vollst\u00e4ndig ausgeklammert. Zwar gab es Diskussionen \u00fcber die Notwendigkeit, auch f\u00fcr sie eine entsprechende Stelle einzurichten, was aber durch den ausbrechenden Zweiten Weltkrieg vereitelt wurde. Zudem fehlten entsprechend ausgebildete M\u00e4nner. Polizeiliche Jugendarbeit war damals also reine Kinder- und M\u00e4dchenarbeit.<\/p>\n<p>Noch in die Aufbauphase der WKP fiel die \u201eMacht\u00fcbernahme\u201c der Nazis. Die nochbestehenden Polizeif\u00fcrsorgestellen (Sozialarbeiterinnen) wurden 1934 aus Kostengr\u00fcnden aufgel\u00f6st. Die F\u00fcrsorgerinnen konnten sich bei der WKP bewerben. Mit der Zentralisierung der Polizei zwei Jahre sp\u00e4ter wurde die WKP ebenfalls neu organisiert. Jeder gr\u00f6\u00dferen Kripo-Dienststelle wurde \u201ereichseinheitlich\u201c eine WKP-Dienststelle zugeordnet. Gem\u00e4\u00df Erla\u00df vom 24. November 1937 hatte die WKP \u201enur kriminalpolizeiliche Aufgaben zu erf\u00fcllen. Sie ist zwar ein Bindeglied zwischen der Polizei und den Einrichtungen der F\u00fcrsorge, leistet aber selbst keine F\u00fcrsorgearbeit.\u201c[<a name=\"fnverweis4\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fn4\">4<\/a>] WKP-Beamtinnen, mit sozialer Ausbildung als Grundlage, sollten im klassisch polizeilichem Sinne, also repressiv, eingesetzt werden. \u201eErforschung der Ursachen der Gef\u00e4hrdung Jugendlicher und Aufzeigen von Bek\u00e4mpfungsm\u00f6glichkeiten\u201c lautete das Ziel der 1939 im Reichskriminalpolizeiamt (RKPA) aufgebauten \u201eReichszentrale zur Bek\u00e4mpfung der Jugendkriminalit\u00e4t\u201c , die an das Referat \u201eWKP\u201c angegliedert wurde.<\/p>\n<p>Die rechtlichen Grundlagen der WKP-T\u00e4tigkeit waren die Vorbilder f\u00fcr entsprechende Regelungen nach dem Krieg. Die Jugendschutzverordnung von 1940 ist als Vorl\u00e4uferin des Jugendschutzgesetzes von 1951 anzusehen.[<a name=\"fnverweis5\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fn5\">5<\/a>] Die PDV 382.1 \u00fcber die \u201eBearbeitung von Jugendsachen\u201c wies in ihrer alten bis 1988 g\u00fcltigen Fassung eindeutige Parallelen zu den \u201eRichtlinien zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen bei der Polizei\u201c auf, die als Kernst\u00fcck der WKP-Arbeit galt.<\/p>\n<p>Nach dem Krieg mu\u00dfte sich auch die WKP dem Entnazifizierungsverfahren unterziehen. Skepsis und Kritik erschwerten einen Neubeginn. Frauenverb\u00e4nde, die sich f\u00fcr die WKP einsetzten, hatten in den einzelnen Besatzungszonen unterschiedliche Erfolge. In Bayern, W\u00fcrttemberg, Baden und Rheinland-Pfalz blieb eine WKP bestehen. In der britischen Besatzungszone baute man wie 1921 in K\u00f6ln wieder eine uniformierte WP auf. Eine WKP gab es in Nordrhein-Westfalen erst 1952 wieder. 1958 arbeiteten bundesweit 700 Beamtinnen in WKP-Dienststellen.<\/p>\n<p>Den wirtschaftlichen Aufschwung und den enormen Wandel der gesamten Gesellschaftsstruktur in den 60er Jahren \u00fcberstand sie jedoch nicht. Aufgrund der schlechten Aufstiegs- und Verdienstm\u00f6glichkeiten bot die WKP bald keinen Anreiz mehr. Die steigende Nachfrage nach Sozialarbeiterinnen kam nicht der WKP zugute. Die Ausbildung zur Sozialarbeiterin pa\u00dfte sich den ver\u00e4nderten Erfordernissen an, und man honorierte sie entsprechend. W\u00e4hrend Lehrerinnen und Sozialarbeiterinnen schon nach der Einstellung in die Besoldungsgruppe A 12 eingestuft wurden, unterlag die WKP dagegen den Laufbahnrichtlinien der Polizei, die nach einer Einstiegslaufbahn mit A 6 begann. Der fehlende finanzielle Anreiz ist einer der Gr\u00fcnde, weswegen der Nachwuchs f\u00fcr die WKP bald fast ganz ausblieb. F\u00fcr die Krise der WKP sorgte allerdings nicht nur die Konkurrenz der Sozialarbeit.<\/p>\n<h4>Reform oder Abschaffung?<\/h4>\n<p>Seit ihrem Bestehen hatten es die WKP-Beamtinnen mit der Konkurrenzfurcht ihrer m\u00e4nnlichen Kollegen zu tun, die h\u00e4ufig die Existenzberechtigung von Frauen in der Polizei generell anzweifelten. Die m\u00e4nnlichen Vorurteile konnten sich u.a. aus der besoldungsm\u00e4\u00dfigen Bevorzugung der WKP-Beamtinnen aufgrund ihrer f\u00fcrsorgerischen Vorausbildung speisen.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund der Kriminalit\u00e4tsdebatte und den damit in Zusammenhang stehenden Polizeireformdiskussionen der 60er Jahre erhielten die Forderungen nach einer Abschaffung der WKP neue Nahrung. Eine Debatte aus dem Jahre 1969 zeigt die Widerspr\u00fcchlichkeit dieser Diskussion in einer Phase, die einen Umbruch f\u00fcr die Polizei insgesamt darstellt.[<a name=\"fnverweis6\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fn6\">6<\/a>]<\/p>\n<p>In einem Beitrag in \u201eDie Polizei\u201c argumentiert G\u00fcnter Seidel, da\u00df die Polizei sich aufgrund der steigenden Kriminalit\u00e4t zunehmend auf ihre eigentliche Aufgabe, die Repression, konzentrieren m\u00fcsse. Diese Beschr\u00e4nkungen m\u00fc\u00dften auch bei der WKP zu einem Durchdenken ihres Auftrages f\u00fchren. Aufgrund der Einstellungsvoraussetzungen (f\u00fcrsorgerische Ausbildung) seien die Gedankeng\u00e4nge und auch die Arbeitsweise der WKP mehr f\u00fcrsorgerisch als repressiv, obwohl sie nicht zu den F\u00fcrsorgeeinrichtungen hinzuzuz\u00e4hlen sei. Eine f\u00fcrsorgerische Ausbildung sei in der Polizei verzichtbar. Da die Situation der Kriminalit\u00e4t nicht viel Spielraum lasse, habe auch die WKP ihre Kr\u00e4fte auf die Verbrechensaufkl\u00e4rung zu konzentrieren.<\/p>\n<p>Seidels Konsequenz ist die Forderung nach einer Aufl\u00f6sung der WKP. Die WKP-Beamtinnen will er auf die sonstigen fachbezogenen Kriminalkommissariate verteilen, wo sie aber von vielen Arbeitsgebieten ausgeschlossen bleiben sollen. Die Anerkennung der m\u00e4nnlichen Kollegen h\u00e4nge von der \u201eSchnelligkeit ab, mit der die Beamtinnen WKP-Denkweisen ablegen\u201c, also sich den M\u00e4nnern anpassen.<\/p>\n<p>Kritisiert wird Seidel u.a. vom damaligen Herausgeber der \u201eKriminalistik\u201c, Bernd Wehner, sowie vom Chef des nieders\u00e4chsischen Landeskriminalamt Georg Schulz.[<a name=\"fnverweis7\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fn7\">7<\/a>] Seidel verschlie\u00dfe sich einem Stil der Polizeiarbeit, der sich der sozialen Ver\u00e4nderung und den neuen Bed\u00fcrfnissen anpa\u00dft. Wehner r\u00fcgt insbesondere Seidels Einstellung psychologisch-p\u00e4dagogischen Ans\u00e4tzen gegen\u00fcber. In einer Zeit, in der Resozialisierung gro\u00df geschrieben werde, sei reine Fahndungstechnik \u00fcberholt.<\/p>\n<p>Deutlich zeigt sich an dieser Diskussion, da\u00df die Einsch\u00e4tzung der Effizienz der WKP in starkem Ma\u00dfe vom Frauenbild der Autoren und von ihrer Haltung zur Gleichberechtigung beeinflu\u00dft wurde. Die Frage einer Reform der WKP f\u00fchrte zu der grunds\u00e4tzlichen Frage nach der Akzeptanz von Frauen im Polizeidienst.<\/p>\n<p>Durch die Neuorganisation der Kriminalpolizei in den 70er Jahren wurden die WKP-Dienststellen weitgehend aufgel\u00f6st. Die Beamtinnen wurden in die Fachkommissariate integriert. Die Sachbearbeitung orientierte sich ab dann nicht mehr am T\u00e4ter, sondern allein am Delikt. W\u00e4hrend Frauen bei der Kripo nach dieser Integration akzeptiert oder besser: geduldet wurden, entbrannte in den 70ern die Diskussion \u00fcber Frauen als Schutzpolizistinnen. Dabei wurde argumentiert, da\u00df Frauen wegen fehlender K\u00f6rperkraft, zu geringer psychischer Belastbarkeit und famili\u00e4rer Ausfallzeiten grunds\u00e4tzlich f\u00fcr den Polizeidienst, insbesondere den schutzpolizeilichen, nicht geeignet seien.<\/p>\n<p>Die Widerst\u00e4nde und Vorurteile gegen Frauen im Polizeidienst konnten erst Jahre sp\u00e4ter \u00fcberwunden werden, als man erkannte, da\u00df man den Einsatz von Frauen bei der Schutzpolizei zur Verbesserung des Bildes der (m\u00e4nnlichen) Polizei in der \u00d6ffentlichkeit nutzen konnte. Aufgrund eines geringeren Aggressionspotentials k\u00f6nne eine Beamtin bei Festnahmen deeskalierend wirken und so eine gr\u00f6\u00dfere Akzeptanz gegen\u00fcber polizeilichem Handeln erreicht werden. Als erstes Bundesland setzte Berlin 1978 Frauen in der Schutzpolizei ein. Danach folgten 1979 Hamburg, 1981 Niedersachsen und Hessen, 1982 Nordrhein-Westfalen, 1986 das Saarland und Schleswig Holstein, 1987 Baden-W\u00fcrttemberg, Bremen und Rheinland-Pfalz. Bayern z\u00f6gerte bis Anfang 1990 mit der Einstellung von Schutzpolizeibeamtinnen.[<a name=\"fnverweis8\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fn8\">8<\/a>]<\/p>\n<h4>Frauenanteil in der polizeilichen Jugendarbeit heute<\/h4>\n<p>Durch eine Umfrage vom September 1998 konnte ein \u00dcberblick \u00fcber die zur Zeit praktizierte Bearbeitungsform von polizeilicher Jugendarbeit geschaffen werden. Angeschrieben wurden die Polizeipr\u00e4sidien bzw. -direktionen aller deutschen St\u00e4dte \u00fcber 200.000 Einwohner sowie der Landeshauptst\u00e4dte. Von den insgesamt 44 versandten Frageb\u00f6gen wurden nur zwei nicht beantwortet. Gefragt wurde u.a. nach dem Frauenanteil in den mit Jugenddelinquenz besch\u00e4ftigten Polizeidienststellen.<\/p>\n<p>Bedenkt man die historische Entwicklung, ergab die Umfrage einen erstaunlich geringen Frauenanteil in der polizeilichen Jugendarbeit. Der Bereich, der urspr\u00fcnglich vollst\u00e4ndig von Frauen besetzt war, ist heute fast ausschlie\u00dflich zu einer M\u00e4nnerdom\u00e4ne geworden. Eine weibliche Mehrheit gibt es nirgends mehr. Mit um 40% liegen Hannover, M\u00f6nchengladbach und Dresden einsam an der Spitze.<\/p>\n<p>Im Hinblick auf die Ver\u00e4nderung der Klientel \u00fcberrascht das Ergebnis jedoch weniger. Zu Zeiten der WP und WKP war polizeiliche Jugendarbeit M\u00e4dchenarbeit, heute ist sie aber fast reine Jungenarbeit. Aufgabenbereich der WKP war die Erfassung sexuell und kriminell \u201egef\u00e4hrdeter\u201c Kinder und weiblicher Jugendlicher. Die Arbeit der WKP bestand nicht ausschlie\u00dflich in repressiver Ermittlungsarbeit, sondern auch im Opferschutz und im Umgang mit benachteiligten Problemgruppen. M\u00e4nnliche Jugendliche waren aus dem Zust\u00e4ndigkeitsbereich vollkommen herausgenommen und zwar gerade, weil es an entsprechend ausgebildeten M\u00e4nnern mangelte. Schon in den Jugendschutzdienststellen in Niedersachsen nach 1954, in denen es auch m\u00e4nnliche Jugendsachbearbeiter gab, waren M\u00e4nner f\u00fcr die m\u00e4nnlichen Jugendlichen zust\u00e4ndig, w\u00e4hrend die WKP bei ihrer Klientel blieb.<\/p>\n<p>Der geringe Frauenanteil an der polizeilichen Jugendarbeit erscheint in einem anderen Licht, wenn man betrachtet, in welchem Bereich Frauen in der Polizei insgesamt vornehmlich eingesetzt werden \u2013 f\u00fcr T\u00e4tigkeiten n\u00e4mlich, die emotionale Betroffenheit und menschliches Gesp\u00fcr erfordern. Dazu geh\u00f6ren insbesondere die \u00dcbermittlung von Todesnachrichten, die Konfrontation mit Schwerverletzten, mit Suizidgef\u00e4hrdeten, das Einschreiten bei Gewalt in Familien und bei der Vernehmung von gewaltgesch\u00e4digten oder der Gewalt beschuldigten Menschen, insbesondere von \u00e4lteren Menschen, Frauen, Kindern und Jugendlichen. In der Polizei, einer von M\u00e4nnern dominierten Subkultur, ist der Hauptaufgabenbereich von Frauen, sowohl bei der Schutz- als auch bei der Kriminalpolizei, der Bereich der \u201ephalluszentrierten Gewalt\u201c, also der von M\u00e4nnern ver\u00fcbten sexuellen Gewalt. Hier kommt der Polizei weniger die reine Ermittlungsarbeit, als emotionale Schlichtungsarbeit zu. Die polizeiliche Aufgabenverteilung bleibt also entsprechend der Geschlechtsrollenverteilung, wie auch schon in den Anf\u00e4ngen der Weiblichen Polizei. Da sich die M\u00e4nner gerade gegen die weibliche Geschlechterrolle abgrenzen wollen, bedeutet \u201erichtige\u201c Polizeiarbeit f\u00fcr sie das repressive Einschreiten von M\u00e4nnern gegen M\u00e4nner \u2013 sie folgen damit dem traditionellen Stereotyp von M\u00e4nnlichkeit.[<a name=\"fnverweis9\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fn9\">9<\/a>]<\/p>\n<p>Es hat sich also weniger etwas an der Aufgabenverteilung f\u00fcr Beamtinnen ge\u00e4ndert als an der polizeilichen Jugendarbeit an sich. Eine Jugendsachbearbeitung hinsichtlich delinquenter m\u00e4nnlicher Jugendlicher gab es fr\u00fcher nicht, sie wurde von der Bearbeitung der erwachsenen Tatverd\u00e4chtigen nicht getrennt. Heute sind die tatverd\u00e4chtigen Jugendlichen in der Regel m\u00e4nnlich, wie auch \u00fcberwiegend die Polizeibeamten, die mit der Bearbeitung betraut sind.<\/p>\n<p>Neben der Ver\u00e4nderung des Klientels hat sich \u00fcberwiegend auch die Organisationsstruktur in der polizeilichen Jugendarbeit ver\u00e4ndert. Die WKP war ein zentral organisierter Bereich der jeweiligen Polizeidirektionen bzw. -pr\u00e4sidien. Lag ein Fall in ihrer Zust\u00e4ndigkeit, wurde er an diese zentrale Stelle abgegeben. Heute findet man zentrale Jugendkommissariate nur noch vereinzelt. Viel h\u00e4ufiger werden F\u00e4lle mit jugendlichen Tatverd\u00e4chtigen dezentral von Jugendsachbearbeitern in den einzelnen Polizeidienststellen bearbeitet. Die Jugendlichen stehen dann nicht mehr \u201eihrem\u201c Sachbearbeiter gegen\u00fcber, sondern dem jeweils regional zust\u00e4ndigen.<\/p>\n<p>Nach dem Umfrageergebnis scheint ein Zusammenhang zwischen einer zentralen Organisationsform und dem Anteil von weiblichen Beamtinnen zu bestehen. Wie die folgende Tabelle zeigt, liegt der Frauenanteil in einem zentral organisierten Jugendkommissariat in der Regel h\u00f6her als bei einer dezentralen Bearbeitung von Jugenddelinquenz in den einzelnen Inspektionen und Polizeidienststellen.<\/p>\n<p>Es ist festzuhalten, da\u00df dieser Punkt des Fragebogens gerade von den Pr\u00e4sidien beantwortet wurde, die \u00fcber eine zentrale Bearbeitungsform verf\u00fcgen. Die restlichen St\u00e4dte haben fast alle eine dezentrale Bearbeitungsform gew\u00e4hlt. Es ist zu vermuten, da\u00df in diesen St\u00e4dten der Frauenanteil nicht h\u00f6her ist als in den hier aufgef\u00fchrten St\u00e4dten mit dezentralem System. In den St\u00e4dten der neuen Bundesl\u00e4nder ist der Anteil der Beamtinnen im Schnitt h\u00f6her. Sie verf\u00fcgen in der Regel auch \u00fcber eine zentrale Bearbeitung von Jugendsachen.<\/p>\n<p><strong>Frauenanteil in den Jugenddienststellen der Polizei<\/strong><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"2\" align=\"center\">Dezentrale Organisation<\/th>\n<th colspan=\"2\" align=\"center\">Zentrale Organisation<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"left\">Hannover<\/td>\n<td align=\"right\">ca. 40%<\/td>\n<td align=\"left\">M\u00f6nchengladbach<\/td>\n<td align=\"right\">40%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"left\">M\u00fcnster<\/td>\n<td align=\"right\">20%<\/td>\n<td align=\"left\">Dresden<\/td>\n<td align=\"right\">38,5%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"left\">Wuppertal<\/td>\n<td align=\"right\">18,75%<\/td>\n<td align=\"left\">Chemnitz<\/td>\n<td align=\"right\">26,6%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"left\">K\u00f6ln<\/td>\n<td align=\"right\">18,3%<\/td>\n<td align=\"left\">Stuttgart<\/td>\n<td align=\"right\">24,5%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"left\">Bielefeld<\/td>\n<td align=\"right\">16,6%<\/td>\n<td align=\"left\">Rostock<\/td>\n<td align=\"right\">23,1%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"left\">L\u00fcbeck<\/td>\n<td align=\"right\">11,1%<\/td>\n<td align=\"left\">Magdeburg<\/td>\n<td align=\"right\">22,2%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"left\">Bochum<\/td>\n<td align=\"right\">8%<\/td>\n<td align=\"left\">Schwerin<\/td>\n<td align=\"right\">20%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"left\">Mainz<\/td>\n<td align=\"right\">4,3%<\/td>\n<td align=\"left\">Oberhausen<\/td>\n<td align=\"right\">11,1%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"left\">Bremen<\/td>\n<td align=\"right\">2,7%<\/td>\n<td align=\"left\">Karlsruhe*<\/td>\n<td align=\"right\">5,4%<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>*Karlsruhe verf\u00fcgt sowohl \u00fcber ein zentrales Jugenddezernat, als auch \u00fcber denzentrale JugendsachbearbeiterInnen in den Revieren.<\/p>\n<p>Die zentrale Organisationsform scheint sich also auf den Frauenanteil beg\u00fcnstigend auszuwirken. Bei einer nur geringen Anzahl an Bewerberinnen bei der Polizei insgesamt bietet sich der Einsatz von Frauen in einem Jugendkommissariat eher an als eine Verteilung \u00fcber s\u00e4mtliche Polizeidienststellen, in denen es zu einem Kontakt mit jugendlichen Tatverd\u00e4chtigen kommen kann und JugendsachbearbeiterInnen t\u00e4tig werden. Doch JugendsachbearbeiterIn zu sein bedeutet eben nicht unbedingt ein ausschlie\u00dfliches Arbeitsfeld im Jugendbereich. Sie werden in den Polizeidienststellen im Gesamtspektrum polizeilicher T\u00e4tigkeit eingesetzt, wenn Bedarf besteht. Eine Jugendsachbearbeiterin m\u00fc\u00dfte also auch in \u201etraditionell m\u00e4nnlichen Bereichen\u201c t\u00e4tig werden. In Jugendkommissariaten werden die Beamtinnen jedoch wieder separat von den M\u00e4nnerdom\u00e4nen eingesetzt.<\/p>\n<p>Wieviel hat sich also wirklich ver\u00e4ndert?<\/p>\n<h5>Dunja Rother ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universit\u00e4t Bremen im Bereich der Kriminalwissenschaften.<\/h5>\n<h6>[<a name=\"fn1\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fnverweis1\">1<\/a>] Matthes, I.; Kleinlein, W.: Frauen bei der Polizei &#8211; Reservat oder Integration?, in: Kriminalistik 1975, H. 7, S. 303-305<br \/>\n[<a name=\"fn2\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fnverweis2\">2<\/a>] zur Geschichte von WP und WKP vgl. Wehner-Davin, W.: Theorie und Praxis der Bearbeitung von Jugendsachen bei der Polizei, in: Kriminalistik 1977, H. 7, S. 302-309; dies.: Permanent problematisch, in: Kriminalistik 1985, H. 11, S. 565-569; Folberth, R.: Neue Aufgaben der Polizei im jugendstrafrechtlichen Vorverfahren, in: Deutsche Vereinigung f\u00fcr Jugengerichte und Jugendgerichtshilfe (DVJJ)-Journal, 1994, H. 3-4, S. 327-339; Nienhaus, U.: Staatliche Reglementierung von Frauen. Prostitution und weibliche Polizei vor 1933, in: Jahrbuch f\u00fcr Rechtssoziologie und Rechtstheorie 1993, S. 151-156<br \/>\n[<a name=\"fn3\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fnverweis3\">3<\/a>] Piencka, D.: Jugendsachbearbeitung der Polizei in Niedersachsen, in: DVJJ-Journal 1995, H. 2, S. 242f.<br \/>\n[<a name=\"fn4\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fnverweis4\">4<\/a>] zit. n. Wehner-Davin, Permanent problematisch a.a.O. (Fn. 2), S. 567<br \/>\n[<a name=\"fn5\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fnverweis5\">5<\/a>] Folberth a.a.O. (Fn. 2), S. 329<br \/>\n[<a name=\"fn6\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fnverweis6\">6<\/a>] Seidel, G.: Auch die WKP in der Reform, in: Die Polizei 1969, H. 5, S. 157f.<br \/>\n[<a name=\"fn7\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fnverweis7\">7<\/a>] Wehner, B.: Auch die WKP in der Reform?, in: Kriminalistik 1969, H. 9, S. 459f.; Schulz, G.: WKP in der Reform?, ebd., S. 463<br \/>\n[<a name=\"fn8\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fnverweis8\">8<\/a>] Tielemann, K.: Frauen in der Schutzpolizei, in: B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP 46 (3\/1993), S. 18-22<br \/>\n[<a name=\"fn9\"><\/a><a href=\"\/1999\/08\/20\/frauen-und-polizeiliche-jugendarbeit-von-der-weiblichen-kriminalpolizei-zur-maennlichen-jugendsachbearbeitung\/#fnverweis9\">9<\/a>] Franzke, B.; Wiese, B.: Emotionale Frauen &#8211; Coole M\u00e4nner?, in: Kriminalistik 1997, H. 7, S. 507-513 (507)<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Dunja Rother Die \u201eWeibliche Polizei\u201c und die \u201eWeibliche Kriminalpolizei\u201c bildeten die Anf\u00e4nge der polizeilichen<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[152,69],"tags":[],"class_list":["post-2124","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-artikel","category-cilip-63"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2124","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2124"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2124\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2124"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2124"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2124"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}