{"id":21287,"date":"2022-03-03T14:07:56","date_gmt":"2022-03-03T14:07:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cilip.de\/?p=21287"},"modified":"2022-03-03T14:07:56","modified_gmt":"2022-03-03T14:07:56","slug":"blaue-gefuehlswelten-emotion-und-affekt-digitaler-polizeiarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=21287","title":{"rendered":"Blaue Gef\u00fchlswelten:\u00a0Emotion und Affekt digitaler Polizeiarbeit"},"content":{"rendered":"<h3>von Ben Hundertmark<\/h3>\n<p><strong>In sozialen Netzwerken beteiligen sich Polizeibeh\u00f6rden an der Gef\u00fchlsaufladung ihrer Institutionen: Mit humoristischen und personalisierten Kommunikationsangeboten suchen sie den Kontakt zu B\u00fcrger*innen. Das Verh\u00e4ltnis zwischen staatlichen Organisationen und der Zivilgesellschaft wird im digitalen Raum neu verhandelt.<\/strong><\/p>\n<p>Im Januar 2020 pointierte Marcus da Gloria Martins, ehemaliger Pressesprecher der Polizei M\u00fcnchen, bei der Vortragsreihe TEDx TALKS ein Dilemma polizeilicher \u00d6ffentlichkeitsarbeit in sozialen Netzwerken:<\/p>\n<p><em>\u201eSocial Media funktioniert nur mit Emotionen, nur. Ganz im Ernst: Finden Sie uns wahnsinnig emotional? Nein, oder? &#8230; Und dann m\u00fcssen wir Humor? Dann m\u00fcssen wir Emotionen? Das ist sehr schwierig\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/em><\/p>\n<p>Einerseits sind Polizeibeh\u00f6rden in Deutschland an rechtliche Grunds\u00e4tze der Neutralit\u00e4t, Sachlichkeit und Richtigkeit gebunden, welche auch im Kontext von Kommunikationsangeboten an B\u00fcrger*innen im digitalen Raum gelten. Andererseits wollen sie eben dort Sichtbarkeit, Ansprechbarkeit und Pr\u00e4senz vermitteln. Daf\u00fcr m\u00fcssen sie sich im Wetteifern um Aufmerksamkeit und Reichweite den Kommunikationskulturen und sozioalgorithmischen Funktionslogiken sozialer Netzwerke anpassen, was die kontinuierliche (Re-)Produktion von Emotionen sowie das Hervorrufen affektiver Reaktionen bei adressierten Nutzer*innen erforderlich macht.<!--more--><\/p>\n<p>Sei es bei einem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hlDxSIup218\">Imagefilm<\/a> f\u00fcr die Hamburger Wasserschutzpolizei auf YouTube, der den polizeilichen Alltag der selbsternannten \u201eBaywatcher\u201c als actionreichen Ritt \u00fcber die Wellen inszeniert, bei <a href=\"https:\/\/www.tiktok.com\/@polizei.nrw\/video\/6898729516881988865?is_copy_url=1&amp;is_from_webapp=v1\">humoristischen Kurzvideos<\/a> auf einem polizeilichen Account auf TikTok oder bei nahezu intim wirkenden Einblicken in das Privatleben sogenannter <em>Instacops<\/em>, die ihren Follower*innen auf Instagram virtuelle Urlaubsgr\u00fc\u00dfe senden: Die polizeiliche \u00d6ffentlichkeitskommunikation der Gegenwart kommt vielfach im Gewand popkultureller Referenzen und digitaler Medienkulturen daher.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Vertreter*innen von Polizeibeh\u00f6rden stellen sich daf\u00fcr in sozialen Netzwerken als humorvoll, sympathisch, authentisch und menschlich dar. Auf personalisierten Accounts orientieren sich Polizist*innen mittels vermeintlicher N\u00e4he, Privatheit und Intimit\u00e4t an der (Bild-)Sprache von Influencer*innen und inszenieren sich als vertrauensw\u00fcrdige Sicherheitsdienstleister*innen, transparente B\u00fcrger*innenbeauftragte und nahbare \u201eMenschen hinter der Uniform\u201c.<\/p>\n<h4>Affektive Dynamiken digitaler Polizeiarbeit<\/h4>\n<p>Digitale Polizeiarbeit in sozialen Netzwerken ist l\u00e4ngst humoristisches Meme, geteilte \u00c4sthetik und gemeinsames Lebensgef\u00fchl geworden. Als pro-polizeiliche Deutungsangebote konstruieren Polizeibeh\u00f6rden und ihre Vertreter*innen im digitalen Raum nicht nur geschlossene Realit\u00e4tsentw\u00fcrfe und unterbreiten Nutzer*innen normative Orientierungsangebote. \u00dcber anschlussf\u00e4hige Narrative, geteilte \u00c4sthetik, kollektivierende Hashtags oder visuelle Referenzen formen sie virtuelle Gef\u00fchlsgemeinschaften der F\u00fcrsprache f\u00fcr polizeiliche Perspektiven und der Anteilnahme an beh\u00f6rdlichen Wirklichkeitsentw\u00fcrfen. Polizeiliche Kommunikationsangebote evozieren dabei affektive Reaktionen bei Nutzer*innen. Niedliche Tiervideos, humorvolle Bilder oder schockierende \u201eEinblicke\u201c in den Alltag deutscher Polizeibeh\u00f6rden bieten momentane und fl\u00fcchtige Impulse, Intensit\u00e4ten, Unterbrechungen und Zerstreuungen. Hier liegt die Verf\u00e4nglichkeit polizeilicher \u00d6ffentlichkeitskommunikation im digitalen Raum: Ihre Beitr\u00e4ge verfangen bereits <em>vor<\/em> der Emotion.<\/p>\n<p>Affekt, verstanden als unbewusste Erfahrung von Intensit\u00e4t, ist dem Medienwissenschaftler Eric Shouse zufolge \u201ethe body\u2019s way of preparing itself for action in a given circumstance by adding a quantitative dimension of intensity to the quality of an experience. \u2026 It is always prior to and\/or outside of conscious awareness\u201c.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Affektives Erleben ist entsprechend symptomatisch f\u00fcr den Konsum sozialer Netzwerke. Es bindet Nutzer*innen nachhaltig an die jeweiligen Plattformen, da sie mit jeder noch so kleinen virtuellen Interaktion f\u00fcr Konsum und Teilhabe, Aufmerksamkeit und Anteilnahme belohnt werden, wie die Medientheoretikerin Jodi Dean ausformuliert:<\/p>\n<p><em>\u201eThe subject gets stuck doing the same thing over and over again because this doing produces enjoyment. Post. Post. Post. Click. Click. Click. \u2026 Social networks \u2026 produce and circulate affect as a binding technique. Affect \u2026 is what accrues from reflexive communication, from communication for its own sake, from the endless circular movement of commenting, adding notes and links, bringing in new friends and followers \u2026 Every little tweet or comment, every forwarded image or petition, accrues a tiny affective nugget, a little surplus enjoyment, a smidgen of attention that attaches to it, making it stand out from the larger flow before it blends back in\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/em><\/p>\n<p>Jene Dynamiken greifen keineswegs ausschlie\u00dflich bei polizeilichen Beitr\u00e4gen, sondern funktionieren ebenso bei Katzenvideos oder Fail Compilations, die tagt\u00e4glich in unz\u00e4hlbaren Mengen das Internet fluten. Im Kontext rechtlicher Grunds\u00e4tze der Neutralit\u00e4t, Sachlichkeit und Richtigkeit entfalten sie jedoch f\u00fcr Polizeibeh\u00f6rden eine besondere Brisanz.<\/p>\n<p>Im Folgenden m\u00f6chte ich zwei polizeiliche Kommunikationsangebote in sozialen Netzwerken \u2013 welche ich als <em>blaue Gef\u00fchlswelten<\/em> beschreibe \u2013 n\u00e4her unter die Lupe nehmen. Sie k\u00f6nnen als exemplarische Einblicke verstanden werden, welche die Bandbreite an Gef\u00fchlsangeboten polizeilicher Akteur*innen im Netz ausschnitthaft wiedergeben, zugleich aber die Dynamiken polizeilicher Arbeit im digitalen Raum greifbar machen sollen.<\/p>\n<h4>\u201eThese are my ladies\u201c \u2013 Die Polizei NRW auf TikTok<\/h4>\n<p>Seit April 2020 betreibt die Polizei Nordrhein-Westfalen (NRW) einen institutionellen Account auf TikTok. Dort m\u00f6chte sie sich potenziellen Bewerber*innen und Interessierten am Polizeiberuf \u201epers\u00f6nlich und kurzweilig\u201c pr\u00e4sentieren, dabei aber stets \u201einformativ und relevant\u201c bleiben sowie einen \u201enicht immer ganz ernsten Blick hinter die Kulissen\u201c vermitteln.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Das Videoportal TikTok erm\u00f6glicht Nutzer*innen die Produktion und Verbreitung kurzer Videoclips, die mit Musik hinterlegt oder um audiovisuelle Effekte erg\u00e4nzt werden k\u00f6nnen. Ein erster Blick auf den Account der Polizei NRW verr\u00e4t, dass die Beh\u00f6rde keineswegs erfolglos auf der Plattform interagiert: \u00dcber 440.000 Personen folgen den dort ver\u00f6ffentlichten Beitr\u00e4gen und bereits 3,9 Millionen Mal haben Nutzer*innen mit einem Like auf Posts reagiert (Stand: Januar 2022).<\/p>\n<p>Offizielle polizeiliche Kommunikationsangebote auf TikTok sind im deutschsprachigen Raum aktuell (noch) rar ges\u00e4t. Neben der Beh\u00f6rde aus NRW betreibt zurzeit lediglich die Polizei Berlin einen Account, der explizit auf die Anwerbung von Nachwuchs ausgelegt ist. Auf beiden Accounts werden interessierte Nutzer*innen in kurzen Abst\u00e4nden mit humoristischen Videoclips versorgt, welche die Polizeibeh\u00f6rden als attraktiven Arbeitgeber inszenieren sollen. Die gew\u00e4hlten Darstellungsformen orientieren sich vielfach am plattformtypischen Look (und Sound) von Beitr\u00e4gen nichtpolizeilicher Nutzer*innen: In einem <a href=\"https:\/\/www.tiktok.com\/@polizei.nrw\/video\/6907279695243529474?is_copy_url=0&amp;is_from_webapp=v1&amp;sender_device=pc&amp;sender_web_id=7010475085761349126\">Kurzvideo<\/a> ist ein uniformierter Polizist zu sehen, welcher auf einem elektrisch betriebenen Longboard in Richtung Sonnenuntergang rollt und sich einh\u00e4ndig mit der Handykamera filmt. Er bewegt seine Lippen zum Text der Hintergrundmusik, einer elektronischen Coverversion von Dreams der britisch-US-amerikanischen Rockband Fleetwood Mac. Der Post gef\u00e4llt dem digitalen Publikum; immerhin 88.000 Personen hinterlassen ein Like f\u00fcr diesen Beitrag oder kommentieren ann\u00e4hernd begeistert wie eine Nutzerin: \u201eWie cool ist der denn bitte drauf. He\u2018s a REAL ONE.\u201c<\/p>\n<p>Die Polizei NRW hat das Potential derartiger Posts in sozialen Netzwerken erkannt: \u201eContent is King\u201c, erkl\u00e4rt die Beh\u00f6rde ihr Vorgehen auf der hauseigenen Website.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Auf der Suche nach Aufmerksamkeit und Reichweite passt sich die Polizei NRW den Kommunikationskulturen auf TikTok flexibel an. Beh\u00f6rdliche Grunds\u00e4tze scheinen dabei in den Hintergrund zu geraten oder nicht mit der Schnelllebigkeit sozialer Netzwerke schritthalten zu k\u00f6nnen. Denn nach Auffassung der Polizei NRW sei \u201eWandel &#8230; in der Kommunikation die einzige Konstante\u201c.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Die beh\u00f6rdliche Pr\u00e4senz auf TikTok kann als versuchte Antwort auf jenen Wandel gelesen werden, die sich mit aller Macht in Duktus und \u00c4sthetik der Plattform anzupassen versucht.<\/p>\n<p>Auf TikTok ist es der Polizei NRW m\u00f6glich, ein junges und medienaffines Publikum zu adressieren, welches \u00fcber herk\u00f6mmliche Kan\u00e4le polizeilicher \u00d6ffentlichkeitskommunikation weniger effektiv und schnell zu erreichen w\u00e4re. Dass Nutzer*innen der Plattform in besonderer Weise mit Inhalten zu erreichen sind, die Emotionen mobilisieren und affektive Reaktionen hervorrufen sollen, zeigt sich an einem weiteren Post auf dem Account. Unter dem Titel \u201ecuteness overload\u201c erscheint ein 22-sek\u00fcndiges Video, welches mit dem Soundtrack <em>original sound<\/em> von <em>Justin wyss<\/em> hinterlegt ist. Eine rauchig klingende Stimme spricht zu relaxtem Technosound:<\/p>\n<p><em>\u201eThese are my ladies. This is Jill. This my lady Amy. Little Suzy. Briana &#8230; y\u2018know why we call her Briana, right? Yeahhh, it\u2018s a long story. Shaniqua. Helga. Miss Kitty. Jeannie. I dream of &#8230; Theresa. This is Theresa right here.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die Textpassage ist aus dem Animationsfilm Surf\u2018s Up entnommen, in welcher der Pinguin Tank Evans voller Stolz seine Sammlung an Surf-Troph\u00e4en pr\u00e4sentiert. In der polizeilichen Variation auf TikTok verlassen ein Dutzend Malinois-Welpen in Zeitlupe eine Rampe, erkunden mit zaghaften Schritten wei\u00df gekachelte Flure, auf denen ihre tapsigen Pfoten immer wieder an Halt verlieren. Eine Hand kommt ins Bild, zu der umgehend ein Welpe hochspringt, um sie freudig abzuschlecken. Mit drolliger Verspieltheit entdecken die jungen Hunde das Geb\u00e4ude. Das Video ist ein Zusammenschnitt aus mehreren Szenen, das ausgew\u00e4hlte Impressionen von den kleinen Vierbeinern zusammenzuf\u00fchren scheint. Kommentare unter dem Beitrag wie \u201eOh, jetzt hab ich nen Zuckerschock\u201c, \u201eich schmelze\u201c oder \u201eParadies auf Erden mit diesen Fluffyballs\u201c zeigen, dass das Video unmittelbar affizierend auf andere Nutzer*innen der Plattform wirkt.<\/p>\n<p>Die Welpen sprechen das Publikum auf TikTok in besonderer Weise an: Sie sind entz\u00fcckt vom niedlichen Hundenachwuchs, schenken der Polizei einen fl\u00fcchtigen Moment digitaler Aufmerksamkeit oder bleiben gleich im konstanten Feed an Beitr\u00e4gen der Beh\u00f6rde h\u00e4ngen. Die Konsument*innen des Beitrags lassen sich als virtuelle Gef\u00fchlsgemeinschaft denken, welche ein positives Bild der Institution Polizei vermittelt bekommen soll. Dass sich Hunde (und insbesondere knuffige Welpen) f\u00fcr die Kommunikation in sozialen Netzwerken eignen, haben nicht nur Polizeibeh\u00f6rden erkannt. L\u00e4ngst ist Hunde- bzw. Tier-Content zu einer eigenst\u00e4ndigen Vermarktungsstrategie in sozialen Netzwerken avanciert, die Nutzer*innen ansprechen, positive Emotionen mobilisieren und Beziehungen zur beworbenen Marke, Dienstleistung oder Institution herstellen soll.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Auf TikTok funktionieren derartige Inhalte besonders gut:<\/p>\n<p><em>\u201eEmotional experience \u2026 aims to capture the user\u2019s attention and induce emotional reactions \u2026 The characteristic of TikTok is the short video of music, which combines the strong expression ability of music with the expression of the popular culture potential of short video \u2026 TikTok, with the slogan of recording a good life, has been recognized by users for spreading the atmosphere and sharing fun. Young people always have the feeling of being unable to stop browsing. This unconscious emotional experience captures the user\u2019s attention and improves the ability to watch TikTok\u201c.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/em><\/p>\n<p>Angesprochene Nutzer*innen sollen die Polizei NRW nicht nur als humorvolle, tierliebe und sorgetragende Institution in Erinnerung behalten, sondern ihr ganz allgemein positive Eigenschaften zusprechen. Die intendierte Wirkung derartiger Beitr\u00e4ge geht weit \u00fcber den fl\u00fcchtigen Moment des Konsums hinaus. Vielmehr soll die Polizei NRW nachhaltig mit positiven Emotionen verbunden werden und sich in guter Erinnerung in das Weltbild adressierter Nutzer*innen einf\u00fcgen. Daf\u00fcr ist die Polizei NRW bereit, rechtliche Grunds\u00e4tze polizeilicher \u00d6ffentlichkeitskommunikation zu umgehen. Denn mit sachlicher Informationsversorgung der Bev\u00f6lkerung hat dieses Kommunikationsverhalten wenig zu tun. Vielmehr versucht sich die Polizei NRW als Influencerin, indem die Beh\u00f6rde nach allen Regeln der digitalen Kommunikationskunst agiert und dabei ihre rechtsstaatliche Rolle im beh\u00f6rdlichen Verwaltungsgef\u00fcge missachtet.<\/p>\n<h4>\u201eNicht allt\u00e4glich(er)\u201c Beruf \u2013 Digitales Community Policing<\/h4>\n<p>Die Personalisierung polizeilicher \u00d6ffentlichkeitskommunikation in sozialen Netzwerken sowie die Adaption medialisierter Kommunikationskulturen der digitalen Aufmerksamkeits\u00f6konomie erf\u00e4hrt mit der Figur sogenannter <em>Instacops<\/em> ihre Vollendung. Seit 2019 umfasst das Kommunikationsangebot der Polizei Niedersachsen personalisierte Accounts von Polizist*innen auf Instagram, welche unter dem Hashtag <em>#instacops<\/em> mit B\u00fcrger*innen in virtuellen Kontakt treten und \u201edigital auf Streife\u201c gehen sollen.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> \u201eOffenheit, Sensibilit\u00e4t und Vertrauen\u201c stehen dabei im Mittelpunkt des sogenannten Digitalen Community Policings (DCP), in dessen Rahmen Beamt*innen im digitalen Raum Pr\u00e4senz zeigen und ihre jeweiligen Polizeibeh\u00f6rden visuell ansprechend repr\u00e4sentieren sollen.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Bei der Umsetzung des DCP\u2018s orientiert sich die Polizei Niedersachsen am plattformtypischen Kommunikationsstil des Influencer*innen-Marketings und ersucht mittels pers\u00f6nlich und privat anmutender (Bild)Sprache das Vertrauen der Bev\u00f6lkerung in die Polizei zu st\u00e4rken.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>Dabei kommunizieren die <em>Instacops<\/em> ungewohnt emotional und intim mit B\u00fcrger*innen: Sie teilen Details aus ihrem Privatleben, zeigen sich abseits der Uniform oder berichten \u00fcber berufliche Belastungen, Zweifel und Vulnerabilit\u00e4t. Auch wenn positive Darstellungsformen des polizeilichen Alltags auf den Accounts \u00fcberwiegen \u2013 Hundewelpen, l\u00e4ssig dreinblickende Polizist*innen und humoristisch intendierte Beitr\u00e4ge sind auch dort in \u00fcberwiegender Mehrheit zu finden \u2013, m\u00f6chte ich im Folgenden Kontraste zum zuvor gezeigten aufspannen. Mich interessieren dabei insbesondere die Wirkungsweisen und Funktionen von polizeilichen Selbstrepr\u00e4sentationen, die Betroffenheit, Mitgef\u00fchl oder Best\u00fcrzung evozieren und damit Nutzer*innen in besonderer Weise zum Mitf\u00fchlen polizeilicher Perspektiven einladen.<\/p>\n<p>Ein Blick auf den Instagram-Account von Polizeioberkommissar und <em>Instacop<\/em> Marius Beernink aus Hannover vermittelt das Bild von einem freundlichen, kompetenten und kollegialen Polizisten, der interessierte Nutzer*innen einl\u00e4dt, \u201egemeinsam\u201c mit ihm auf Streife zu fahren, \u201ebesondere\u201c Eins\u00e4tze im Fu\u00dfballstadion oder bei der Hubschrauberstaffel zu erleben und ihm in den Sommerurlaub zu \u201efolgen\u201c. Der junge Beamte gibt sich dabei nicht nur tierlieb und kinderfreundlich, sondern teilt bereitwillig seine Begeisterung f\u00fcr Sport und Reisen. Nutzer*innen sollen ihm bei seinem pers\u00f6nlichen Werdegang innerhalb der Polizei Niedersachsen begleiten, Einblicke in seine beruflichen Stationen als angehender Kommissar erhalten und in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden mit den neusten Highlights aus seinem polizeilichen Arbeitsalltag versorgt werden.<\/p>\n<p>Ein <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/B8EWyvNoQnn\/\">Beitrag<\/a> des nieders\u00e4chsischen <em>Instacop<\/em> scheint nicht in die schier endlose Reihe positiver Eindr\u00fccke aus dem Leben des Polizisten zu passen. Am 2. Februar 2020 postet Marius Beernink ein Bild, das ihn auf Gehhilfen lehnend in privater Kleidung auf einem Gehsteig zeigt. Sein L\u00e4cheln wirkt leicht erzwungen, eine gewisse Niedergeschlagenheit steht ihm ins Gesicht geschrieben. Der Text neben dem Bild verr\u00e4t den Grund daf\u00fcr: Bei einer k\u00f6rperlichen Situation habe er sich das Kreuzband gerissen, weshalb er bis auf Weiteres keinen Streifenwagen mehr fahren k\u00f6nne. Im Kontext der personalisierten Selbstdarstellung auf dem Account soll der Post Mitgef\u00fchl und Betroffenheit f\u00fcr den verletzen Polizisten evozieren. Denn f\u00fcr Konsument*innen seiner Beitr\u00e4ge, die dem Account unter Umst\u00e4nden bereits \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum folgen, soll Marius Beernink nicht irgendein Polizist sein: Nutzer*innen sollen das Gef\u00fchl bekommen, die Person Marius Beernink zu kennen, ihr nahe zu kommen und Einblicke in sein Leben zu erhalten. Sie sollen an seinem pers\u00f6nlichen Schicksal teilhaben und mitf\u00fchlen. Die Verletzung des jungen Polizisten l\u00e4dt Nutzer*innen dazu ein, mit Sorge, Wut oder Best\u00fcrzung auf die Neuigkeit von \u201eihrem\u201c <em>Instacop<\/em> zu reagieren und sich dar\u00fcber hinaus \u00fcber das k\u00f6rperliche Wohl und die Sicherheit von Polizist*innen im Rahmen ihrer Berufsaus\u00fcbung Gedanken zu machen. Denn Beernink beschreibt das Risiko von Verletzungen als Teil seines Berufs: \u201eZu einem Beruf, der gerne als \u201anicht allt\u00e4glich\u2018 beschrieben wird, geh\u00f6ren eben auch nicht allt\u00e4gliche Dinge wie das Anwenden k\u00f6rperlicher Gewalt oder Festnahmen fl\u00fcchtender Personen\u201c.<\/p>\n<p>Als personalisierte Erz\u00e4hlung polizeilicher Vulnerabilit\u00e4t hebt der Post die <em>Menschlichkeit<\/em> von Polizist*innen hervor: Nutzer*innen sollen den \u201eMenschen hinter der Uniform\u201c erkennen, der \u2013 wie andere Menschen eben auch \u2013 verletzbar ist und Gef\u00fchle hat. Der Hashtag <em>#sicherfuerdich<\/em> unter dem Beitrag festigt popul\u00e4re, gewerkschaftsnahe Erz\u00e4hlungen von Polizist*innen, die t\u00e4glich ihre Knochen f\u00fcr das Wohl Anderer hinhalten w\u00fcrden. Die Emojis in schwarz-blau-schwarzer Farbgebung spinnen jene Lesart weiter: Sie k\u00f6nnen als subtiler Anschluss an das polizeiliche Narrativ der <em>Thin Blue Line<\/em> gedeutet werden, welches die Polizei als einzige H\u00fcterin der Gesellschaft vor Anomie und Chaos stilisiert.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die polizeilichen Gef\u00fchlswelten der nieders\u00e4chsischen <em>Instacops<\/em> entfalten sich \u00fcber mehrere Beitr\u00e4ge hinweg: In ihrer Gesamtheit sollen sie ein bestimmtes Bild von einer oder einem individuellen Polizist*in vermitteln, welche(r) repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Institution Polizei stehen soll. Die unterschiedlichen Accounts der <em>Instacops<\/em> bieten Nutzer*innen in \u00c4sthetik, (Bild)Sprache und Selbstrepr\u00e4sentation der Polizist*innen verschiedene Gef\u00fchlswelten an, welche die Vielf\u00e4ltigkeit an Menschen in der Polizei aufzeigen sollen. Die Polizei Niedersachsen intendiert ein vielschichtiges Image ihrer Institution auf Instagram zu konstruieren, welches f\u00fcr m\u00f6glichst viele Nutzer*innen der Plattform anschlussf\u00e4hig gestaltet sein soll. Ohne die Mobilisierung von Emotionen w\u00fcrde dieses personalisierte Kommunikationsangebot der Beh\u00f6rde nicht funktionieren, denn nur so bleiben Nutzer*innen dauerhaft an \u201eihren\u201c <em>Instacops<\/em> interessiert und konsumieren in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden propolizeiliche Wirklichkeitsentw\u00fcrfe und Narrative, welche das Weltbild der adressierten Nutzer*innen nachhaltig pr\u00e4gen sollen.<\/p>\n<h4>Res\u00fcmee<\/h4>\n<p>Das Kommunikationsverhalten von Polizeibeh\u00f6rden in sozialen Netzwerken wirft Fragen hinsichtlich der Legitimit\u00e4t und Angemessenheit beh\u00f6rdlicher \u00d6ffentlichkeitsarbeit im digitalen Raum auf. Die Landespolizeien NRW und Niedersachsen beteiligen sich auf TikTok und Instagram aktiv an der Gef\u00fchlsaufladung ihrer Institutionen, sie evozieren vielf\u00e4ltige Emotionen bei adressierten Nutzer*innen und machen sich im digitalen Kampf um Aufmerksamkeit, Likes und Reichweite affektive Dynamiken zunutze.<\/p>\n<p>Anders als Privatpersonen handeln Polizeibeh\u00f6rden nicht auf der Grundlage von Freiheiten, sondern auf der Grundlage von Kompetenzen. Sie haben kein Recht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung. Im Gegenteil: Ihr Handlungsrahmen wird durch gesetzliche Kompetenzzuweisungen \u00fcberhaupt erst konstruiert. Au\u00dferhalb ihrer gesetzlichen Aufgabenzuweisungen, Gefahren f\u00fcr die \u00f6ffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwehren, fehlt Polizeibeh\u00f6rden die gesetzliche Kompetenz B\u00fcrger*innen beliebige Kommunikationsangebote zu unterbreiten. Skatende Polizisten in Uniform, niedliche Hundewelpen oder vermeintlich authentische \u201eEinblicke\u201c in den polizeilichen Alltag geh\u00f6ren nicht dazu. Vielmehr muss sich das Kommunikationsverhalten von Polizeibeh\u00f6rden zu jeder Zeit an rechtsstaatlichen Standards und Grunds\u00e4tzen messen lassen. Dies gilt auch f\u00fcr beh\u00f6rdliche (Selbst)Darstellungen in sozialen Netzwerken, wie die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages bereits 2015 ausf\u00fchrten:<\/p>\n<p><em>\u201eAuch die an die \u00d6ffentlichkeit gegebenen (Selbst)Darstellungen der Polizei sind &#8230; staatliche Informationen. Die Polizei ist weiterhin als Teil der vollziehenden Gewalt rechtsstaatlichen Grunds\u00e4tzen verpflichtet; insoweit unterliegt auch sie bei der Verbreitung von Informationen den Geboten der Neutralit\u00e4t, Sachlichkeit und Richtigkeit\u201c<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a><\/em><\/p>\n<p>In sozialen Netzwerken wird polizeiliche \u00d6ffentlichkeitskommunikation nicht selten zum Selbstzweck: Denn sie wird auch betrieben, um in den digitalen Weiten sozialer Netzwerke Geh\u00f6r zu finden, um aus fl\u00fcchtig interessierten Konsument*innen treue Follower*innen zu machen, um situativ zu affizieren oder nachhaltig zu beeinflussen, um nahbar, authentisch oder lustig zu wirken, just for the joke. Das ist weder legitim noch angemessen. Nicht ohne Grund d\u00fcrfen Polizeibeh\u00f6rden als staatliche Organisationen nicht in Prozesse der \u00f6ffentlichen Meinungsbildung eingreifen. Influencer*innen in Uniform erschweren vielmehr die freie Willensbildung im digitalen Raum. Solange B\u00fcrger*innen als Konsument*innen polizeilicher Propaganda in sozialen Netzwerken adressiert werden, \u00fcberschreiten Polizeibeh\u00f6rden ihre gesetzlichen Kompetenzen. Demokratischen Anspr\u00fcchen einer digitalen Zivilgesellschaft werden sie mit \u201ecopaganda\u201c nicht gerecht.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<h6><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0 da Gloria Martins, M.: How the police uses social media to keep us safe, YouTube @TEDx Talks v. 21.1.2020<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0 s. dazu Lee, M.; McGovern, A.: Image Work(s): The New Police (Popularity) Culture, in: Carrington, K.; Ball, M.; O\u2019Brien, E.; Tauri, J. M. (Hg.): Crime, Justice and Social Democracy, London 2013, S. 120-132<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0\u00a0 Shouse, E.: Feeling, Emotion, Affect, in: M\/C Journal 2005, H. 8, S. 1-3<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0\u00a0 Dean, J.: Affective Networks, in: MediaTropes 2010, H. 2, S. 19-44 (21)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> \u00a0\u00a0 Polizei NRW: Die Polizei NRW auf TikTok, <a href=\"http:\/\/www.polizei.nrw.de\">www.polizei.nrw.de<\/a> v. 29.9.2021<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> \u00a0 Polizei NRW: Polizei zeigt B\u00fcrgern\u00e4he in Sozialen Medien, <a href=\"http:\/\/www.polizei.nrw.de\">www.polizei.nrw.de<\/a> v. 29.9.2021<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> \u00a0\u00a0 ebd.<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> \u00a0\u00a0 s. dazu Lancendorfer, K.M.; Atkin, J.L.; Reece, B.B.: Animals in Advertising: Love Dogs? Love the Ad!, in: Journal of Business Research 2008, H. 5, S. 384-391<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> \u00a0 Yu, J.X.: Research on TikTok APP Based on User-Centric Theory, in: Applied Science and Innovative Research 2019, H. 1, S. 28-36 (32)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Polizei Niedersachsen, Digitales Community Policing. Polizistinnen und Polizisten in den sozialen Netzwerken, <a href=\"http:\/\/www.polizei-nds.de\">www.polizei-nds.de<\/a> v. 9.6.2021<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> ebd.<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> s. dazu Agoropoulos, A.: Hundertmark, B.; Janssen, J.; Louis, L.: #instacops. Strategien und Narrative digitaler Polizeiarbeit am Beispiel des Digitalen Community Policings der Polizei Niedersachsen, in: Arzt, C.; Hirschmann, N.; Hunold, H.; L\u00fcders, S.; Mei\u00dfelbach, C.; Sch\u00f6ne, M; Sticher, B. (Hg.): Perspektiven der Polizeiforschung. 1. Nachwuchstagung Empirische Polizeiforschung. 4.\/5. M\u00e4rz 2021, Berlin 2021, S. 219-234<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> s. dazu Wall, T.: The police invention of humanity: Notes on the \u2018thin blue line\u2019, in: Crime Media Culture 2020, H. 3, S. 319-336; Forschungsgruppe Instacops in: B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP 127 (Dez. 2021), S. 99-112<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Deutscher Bundestag, Wissenschaftlicher Dienst: \u00d6ffentlichkeitsarbeit von Polizeibeh\u00f6rden in sozialen Medien, WD 3-3000-157\/15, Berlin 2015,<a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/405538\/c90e0606186c97afa54b9694a865e026\/wd-3-157-15-pdf-data.pdf\"> www.bundestag.de\/resource\/blob\/405538\/c90e0606186c97afa54b9694a865e026\/wd-3-157-15-pdf-data.pdf<\/a><\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Shantz, J.: Insurgent criminology in a period of open social war, in: Radical Criminology 2016, H. 6, S. 1-10 (5)<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Ben Hundertmark In sozialen Netzwerken beteiligen sich Polizeibeh\u00f6rden an der Gef\u00fchlsaufladung ihrer Institutionen: Mit<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[152,132],"tags":[388,781,782,1094,1328,1433],"class_list":["post-21287","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-artikel","category-cilip-128","tag-community-policing","tag-instacops","tag-instagram","tag-polizei","tag-social-media","tag-tiktok"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21287","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21287"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21287\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21287"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21287"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21287"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}