{"id":2254,"date":"1998-12-20T16:18:55","date_gmt":"1998-12-20T16:18:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cilip.de\/?p=2254"},"modified":"1998-12-20T16:18:55","modified_gmt":"1998-12-20T16:18:55","slug":"smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=2254","title":{"rendered":"Smile, you \u2018re on camera &#8211; Fl\u00e4chendeckende Video\u00fcberwachung in Gro\u00dfbritannien"},"content":{"rendered":"<h3>von Clive Norris und Gary Armstrong<\/h3>\n<p><b>In keinem Land Europas haben sich Video\u00fcberwachungssysteme so durchgesetzt wie in Gro\u00dfbritannien. Ohne rechtliche Schutzvorkehrungen hat sich in den 90er Jahren eine regelrechte Lawine von \u00dcberwachungskameras \u00fcber U-Bahnen, Einkaufszentren und Stra\u00dfen der Innenst\u00e4dte ergossen. Der behauptete Nutzen f\u00fcr die Kriminalpr\u00e4vention ist zweifelhaft, die Gefahren f\u00fcr die B\u00fcrgerrechte liegen dagegen auf der Hand. <\/b><\/p>\n<p>Vor 40 Jahren gab es in Gro\u00dfbritannien noch keine Video\u00fcberwachungssysteme im \u00f6ffentlichen bzw. \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen<br \/>\nRaum. Erst ab 1967, als \u2018Photoscan\u2019 als erste Firma die Installation von Kameras als Mittel gegen Ladendiebstahl vermarktete, wurden diese mehr und mehr zu einem gebr\u00e4uchlichen Ausr\u00fcstungsgegenstand in L\u00e4den und Gesch\u00e4ften. In den beiden folgenden Jahrzehnten war der Einsatz von Video\u00fcberwachungsanlagen im wesentlichen auf den Einzelhandelssektor beschr\u00e4nkt. Der erste dauerhafte und systematische Einsatz von \u00dcberwachungskameras f\u00fcr kriminalpr\u00e4ventive Zwecke au\u00dferhalb des Handels begann 1975, als die Londoner Verkehrsbetriebe Videoanlagen in zun\u00e4chst drei U-Bahnh\u00f6fen einbauten, um ihre Angestellten gegen Raub\u00fcberf\u00e4lle und andere Angriffe zu sch\u00fctzen. Auf den Stra\u00dfen waren es eher Verkehrsstaus als Kriminalit\u00e4tsprobleme, die urspr\u00fcnglich den Ansto\u00df zur Installation von Kameras gaben. 1974 wurden bei einem Versuch, den Verkehrsflu\u00df in Londons Stra\u00dfen zu beschleunigen, 145 Kameras zur \u00dcberwachung der gro\u00dfen Verkehrsadern der Hauptstadt aufgebaut. Allerdings realisierte die Polizei schnell, da\u00df das System auch f\u00fcr die Kontrolle von politischen Demonstrationen verwendet werden konnte. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn2\" name=\"fnB2\">[2]<\/a> Dennoch blieben Videoanlagen im \u00f6ffentlichen und semi-\u00f6ffentlichen Bereich auch in den 80er Jahren eher Einzelerscheinungen, die auf spezifische lokale Probleme ausgerichtet waren. <!--more--><\/p>\n<p>Obwohl die Idee der kameragest\u00fctzten \u00dcberwachung an Boden gewann, war man von einer fl\u00e4chendeckenden \u00dcberwachung noch weit entfernt.<br \/>\nZur \u2018Kriminalpr\u00e4ventionsinitiative des Jahrhunderts\u2019 avancierte die Video\u00fcberwachung \u2013 und die damit verbundene Kontrolle auch der Durchschnittsb\u00fcrgerInnen \u2013 erst in der zweiten H\u00e4lfte der 90er Jahre. 1995 wurden 78% des f\u00fcr Kriminalpr\u00e4vention vorgesehenen Budgets des Innenministeriums f\u00fcr die Finanzierung von Video\u00fcberwachungsprojekten ausgegeben. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn3\" name=\"fnB3\">[3]<\/a> Diese 37 Mio. \u00a3 stellen allerdings nur die Zusch\u00fcsse der nationalen Regierung dar. Weiteres Geld flo\u00df von den Kommunen und in geringerem Umfang von der Privatwirtschaft. Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, da\u00df seit 1993 einige 100 Mio. \u00a3 in erster Linie aus \u00f6ffentlichen Haushalten Gro\u00dfbritanniens f\u00fcr den Aufbau von Video\u00fcberwachungssystemen ausgegeben wurden. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn4\" name=\"fnB4\">[4]<\/a><br \/>\nResultat dessen war ein exponentielles Wachstum innerst\u00e4dtischer Video\u00fcberwachungsprogramme in den Jahren 1990 bis 1998. Bereits 1994 waren aus einer Handvoll Pilotprogrammen 79 Implementationen geworden; und schon 1996 r\u00fchmten sich alle St\u00e4dte \u00fcber 500.000 Einwohner mit Ausnahme von Leeds solcher Anlagen in den Innenst\u00e4dten. Zwischen 1994 und 1998 verf\u00fcnffachten sich die Innenstadtprogramme. Die auf Angaben des Innenministeriums, lokaler Beh\u00f6rden und der Polizei basierende Bestandsaufnahme von Goodwin u.a. hielt im Januar 1998 fest, da\u00df \u201ewenigstens 440 zuschu\u00dffinanzierte Innenstadt\u00fcberwachungsprogramme im Betrieb sind. (&#8230;) W\u00e4hrend diese Programme noch 1994 im wesentlichen auf die gro\u00dfst\u00e4dtischen Bereiche beschr\u00e4nkt waren, haben sie sich bis 1998 auch auf die mittleren und kleineren St\u00e4dte ausgedehnt.\u201c <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn5\" name=\"fnB5\">[5]<\/a> Dabei wurden nicht einmal jene Systeme, die ohne Regierungssubventionen finanziert wurden (wie die in Glasgow oder Doncaster), mitgez\u00e4hlt.<br \/>\nVon dieser massiven Expansion ist aber nicht nur der \u00f6ffentliche Raum von Innenst\u00e4dten und Einkaufsstra\u00dfen betroffen. \u00dcberwachungskameras sind heute fester Bestandteil des Verkehrswesens: Tausende Kameras wurden zur \u00dcberwachung von Autobahnen, Bahnsteigen, Bahnhofshallen sowie See- und Flugh\u00e4fen installiert. Anfang der 90er begann ein umfassendes Programm zur Ausstattung der 250 Londoner U-Bahnh\u00f6fe mit Kameras. Im M\u00e4rz 1996 hatte allein die Firma Sony schon 5.000 Ger\u00e4te installiert. Die 55 km lange Zentrallinie, durch deren 34 Stationen j\u00e4hrlich 166 Mio. Passagiere geschleust werden, wird von 500 Kameras \u00fcberwacht, die von einem zentralen Kontrollraum aus gesteuert werden. Zur Kontrolle von Firmengel\u00e4nden, R\u00e4umlichkeiten und Mitarbeitern hat auch die Privatwirtschaft ihre Investitionen in Sachen Video\u00fcberwachung ausgedehnt. Selbst in Krankenh\u00e4usern, Schulen und sogar Kinderg\u00e4rten trifft man immer h\u00e4ufiger auf Kameras. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn6\" name=\"fnB6\">[6]<\/a><br \/>\nKurz gesagt: f\u00fcr die \u00fcberwiegende Mehrheit der BritInnen ist es unm\u00f6glich geworden, ihren t\u00e4glichen Gesch\u00e4ften nachgehen zu k\u00f6nnen, ohne durch \u00dcberwachungskameras beobachtet zu werden. EinwohnerInnen einer belebten Gro\u00dfstadt m\u00fcssen damit rechnen, da\u00df ihr Bild im Laufe des Tages buchst\u00e4blich von Dutzenden \u00dcberwachungssystemen diskret eingefangen und aufgezeichnet wird. Sollten B\u00fcrgerInnen, KundInnen oder Angestellte jedoch etwas gegen diese Praxis einwenden wollen oder nach Datenschutzbestimmungen fragen, werden sie feststellen m\u00fcssen, da\u00df es kaum Beschwerdeverfahren oder rechtliche Schutzbestimmungen \u00fcber die Verwendung des aufgezeichneten Materials gibt.<\/p>\n<h4>Fehlende rechtliche Regulierung<\/h4>\n<p>Anders als in Deutschland, wo gerade die Verrechtlichung den polizeilichen \u00dcberwachungsmethoden zu mehr Legitimit\u00e4t verhalf und ihre Ausbreitung f\u00f6rderte, profitierten diese in Gro\u00dfbritannien vom Verzicht auf jegliche Regelung. Es gibt keine gesetzlichen Bestimmungen \u00fcber Videoaufnahmen im \u00f6ffentlichen Raum, keine Registrierung oder Lizensierung der daf\u00fcr gebrauchten Systeme, keine einklagbaren Normen \u00fcber die Nutzung solcher Ger\u00e4te oder andere Verpflichtungen f\u00fcr die Betreiber. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn7\" name=\"fnB7\">[7]<\/a><br \/>\nDar\u00fcber hinaus fehlt im britischen Rechtssystem generell ein Anspruch auf den Schutz der Privatsph\u00e4re bzw. ein und Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Wer sich \u00fcber Videoaufzeichnungen durch Polizei oder kommunale Beh\u00f6rden beschweren will, mu\u00df auf wenig erfolgversprechende rechtliche Hilfskonstruktionen wie \u201eunerlaubtes Betreten\u201c, \u201eBel\u00e4stigung\u201c, \u201eDiffamierung\u201c oder den Schutz der Urheberrechte am eigenen Bild zur\u00fcckgreifen. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn8\" name=\"fnB8\">[8]<\/a> Wegen des fehlenden rechtlichen Schutzes der Privatsph\u00e4re sah sich k\u00fcrzlich der Londoner High Court au\u00dferstande, gegen einen Stadtrat einzuschreiten, der Videomaterial, auf dem der Selbstmordversuch eines Mannes auf einer Stra\u00dfe dokumentiert war, an die Medien weitergegeben hatte. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn9\" name=\"fnB9\">[9]<\/a> Selbst wenn das (sich in der Beratung befindliche) Datenschutzgesetz Verwendung und Weitergabe von Informationen \u00fcber identifizierbare Personen st\u00e4rker limitieren sollte, werden auch in Zukunft weitreichende Ausnahmen f\u00fcr die Sicherheitsbeh\u00f6rden gelten. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn10\" name=\"fnB10\">[10]<\/a><\/p>\n<h4>Effizienz der Video\u00fcberwachung<\/h4>\n<p>\u201eVideo\u00fcberwachungskameras haben bewiesen, da\u00df sie funktionieren; deshalb brauchen wir mehr davon dort, wo die Kriminalit\u00e4t hoch ist\u201c, so erkl\u00e4rte der Premierminister 1994. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn11\" name=\"fnB11\">[11]<\/a> F\u00fcr diese \u00dcberzeugung gab es jedoch keine schl\u00fcssigen Beweise. Die Investitionen wurden get\u00e4tigt und die Anlagen installiert, bevor deren Effizienz systematisch untersucht war. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn12\" name=\"fnB12\">[12]<\/a> Die methodologisch akzeptablen Befunde bis zum Jahre 1994 gingen auf wenige kleinere Evaluationsstudien zur\u00fcck, die eher widerspr\u00fcchliche Ergebnisse gezeitigt hatten. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn13\" name=\"fnB13\">[13]<\/a> Trotz der enorm hohen Investitionen steht eine seri\u00f6se und unabh\u00e4ngige Langzeitstudie nach wie vor aus.<br \/>\nDie von den Bef\u00fcrwortern der Technologie angef\u00fchrten Belege kamen nicht von professionellen und unabh\u00e4ngigen Gutachtern, sondern entstammten \u201e\u00e4rmlichen ad-hoc Bem\u00fchungen unqualifizierter und eigenn\u00fctziger Praktiker\u201c. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn14\" name=\"fnB14\">[14]<\/a> Dramatische Erfolgsstories aus den fr\u00fchen 90er Jahren \u00fcber die St\u00e4dte, die Video\u00fcberwachung eingef\u00fchrt hatten, wurden zum Teil des Mythos: Kings Lynn habe bei Kfz-Vergehen einen R\u00fcckgang von 97%, Airdrie einen von 95% erreicht, Newcastle f\u00fchrte Hunderte von Verhaftungen auf die neue Technik zur\u00fcck. Behauptungen wie diese fanden Eingang in Werbebrosch\u00fcren der Hersteller und Finanzierungsantr\u00e4ge der lokalen Beh\u00f6rden. Die Medien st\u00fcrzten sich auf Nachrichten \u00fcber die \u2018neue, wunderbare\u2019 Technik.<br \/>\nDie anf\u00e4nglichen Erfolgszahlen basieren allerdings nur auf \u2018Rohdaten\u2019 \u00fcber Kriminalit\u00e4t. Jahreszeitlich bedingte Schwankungen der registrierten Kriminalit\u00e4t und Verdr\u00e4ngungseffekte aus den \u00fcberwachten Zonen an andere Orte einer Region wurden nicht \u00fcberpr\u00fcft. Solche Daten waren schlicht bedeutungslos und wurden durch nachfolgende Studien zu einem gro\u00dfen Teil revidiert. So hatte etwa der lokale Polizeichef von Airdrie 1993 erkl\u00e4rt, die Kriminalit\u00e4t sei insgesamt um 74% zur\u00fcckgegangen, und die Aufkl\u00e4rungsquoten h\u00e4tten sich nahezu verdreifacht. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn15\" name=\"fnB15\">[15]<\/a> Diese Zahlen wurden von den Medien verbreitet und auch der Innenminister berief sich darauf. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn16\" name=\"fnB16\">[16]<\/a> Die zwei Jahre sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichte unabh\u00e4ngige Evaluationsstudie kam zu anderen Ergebnissen: Tats\u00e4chlich registrierte die Polizei nach Einf\u00fchrung der Video\u00fcberwachung weniger Straftaten. Der R\u00fcckgang betrug aber nicht 74, sondern nur 21%; die Aufkl\u00e4rungsquote stieg nur um ein Sechstel statt um ein Drittel. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn17\" name=\"fnB17\">[17]<\/a> Auch ohne Aufbl\u00e4hung durch Medien und PR sind diese Zahlen beachtlich, insbesondere weil keine Verdr\u00e4ngungseffekte nachgewiesen werden konnten.<br \/>\nDie Befunde anderer unabh\u00e4ngiger Studien von gr\u00f6\u00dferen Innenstadtprogrammen sind weniger eindeutig. Die Studie des Innenministeriums zum System in Newcastle unterst\u00fctzt am ehesten die Ergebnisse aus Airdrie. Die registrierten Straftaten waren hier um 19% zur\u00fcckgegangen. Bei den Ordnungsst\u00f6rungen war allerdings keine Ver\u00e4nderung festzustellen, der Effekt der Kameras auf bestimmte Vergehen nahm au\u00dferdem nach einer gewissen Zeit wieder ab. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn18\" name=\"fnB18\">[18]<\/a> Squires und Measors konnten f\u00fcr Brighton lediglich einen R\u00fcckgang der registrierten Kriminalit\u00e4t um insgesamt 10% nachweisen, und entgegen den Behauptungen, da\u00df \u201edie Video\u00fcberwachung den Bezirk zu einem der sichersten in ganz Gro\u00dfbritannien\u201c mache, stiegen die Gewalttaten sogar um 1% an. Ferner gab es Hinweise auf einen Verdr\u00e4ngungseffekt. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn19\" name=\"fnB19\">[19]<\/a> Doncaster verzeichnete einen R\u00fcckgang der registrierten Kriminalit\u00e4t um 6%. Nachdem in der Innenstadt die Kameras installiert waren, stiegen allerdings die verzeichneten Delikte in den Au\u00dfenbezirken zum Teil um 31% an. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn20\" name=\"fnB20\">[20]<\/a> Eine Studie des Innenministeriums zum Video\u00fcberwachungsprogramm in der Innenstadt von Birmingham kam zu dem Schlu\u00df, da\u00df das Kamerasystem das allgemeine Kriminalit\u00e4tsniveau in der Innenstadt nicht reduzieren konnte: Raub\u00fcberf\u00e4lle und Diebst\u00e4hle an Personen stiegen ebenso wie Diebst\u00e4hle aus Kraftfahrzeugen. Auch hier wurde eine Verlagerung in umliegende Bezirke erkannt. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn21\" name=\"fnB21\">[21]<\/a> F\u00fcr Sutton wurde eine 13%ige Abnahme der Kriminalit\u00e4t in den \u00fcberwachten Bereichen verzeichnet, die Rate im gesamten Verwaltungsbezirk verringerte sich sogar um 29%. Schl\u00e4gereien konnten dagegen nur wenig einged\u00e4mmt werden. Diebst\u00e4hle (ohne Ladendiebstahl) verlagerten sich von den \u00fcberwachten Stra\u00dfen hin zum Inneren von Verkaufszeilen. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn22\" name=\"fnB22\">[22]<\/a><br \/>\nInsgesamt gesehen deuten die Ergebnisse sorgf\u00e4ltiger Studien darauf hin, da\u00df Video\u00fcberwachung tats\u00e4chlich ein Instrument der Kriminalpr\u00e4vention darstellt, da\u00df sie aber nur eine begrenzte Wirkung insbesondere auf Eigentumsdelikte und bei Vergehen im Zusammenhang mit Kraftfahrzeugen entfaltet. In bezug auf Gewaltdelikte, die die \u00d6ffentlichkeit am st\u00e4rksten beunruhigen, ist der Effekt viel geringer zu veranschlagen und vieles deutet darauf hin, da\u00df Video\u00fcberwachung lediglich kriminalisierbare Vorf\u00e4lle in andere Gebiete abdr\u00e4ngt.<br \/>\nUnter diesem Blickwinkel kann der Boom der Video\u00fcberwachung in Gro\u00dfbritannien nicht mehr allein als rationale Antwort auf das Kriminalit\u00e4tsproblem erkl\u00e4rt werden, sondern mu\u00df in seinem umfassenderen \u00f6konomischen, politischen und ideologischen Kontext gestellt werden.<\/p>\n<h4>Der gesellschaftliche Kontext<\/h4>\n<p>In \u00f6konomischer Hinsicht ist die Einf\u00fchrung von Video\u00fcberwachung in Innenst\u00e4dten eng mit den tiefgreifenden \u00c4nderungen verbunden, denen der Konsumbereich unterworfen ist. Zum einen verst\u00e4rkte der \u00f6konomische Niedergang der Innenst\u00e4dte die Entwicklung von Einkaufszentren auf der gr\u00fcnen Wiese und brachte w\u00e4hrend der sp\u00e4ten 80er und fr\u00fchen 90er Jahre einen 40%igen R\u00fcckgang der Einnahmen in den Einkaufsstra\u00dfen der Innenst\u00e4dte mit sich. W\u00e4hrend die neuen Einkaufsgalerien an den Stadtr\u00e4ndern als bequem, sicher und \u00e4sthetisch ansprechend wahrgenommen wurden, erschienen die Innenst\u00e4dte als heruntergekommene, schmutzige und unattraktive Orte. Wenn der Verfall weiter fortschreiten sollte, so sorgte sich eine Reihe von landesweit in den Stadtzentren vertretenen Handelsketten, w\u00fcrde der Wert des Grundbesitzes fallen. Gesch\u00e4ftsleute sahen daher in der Video\u00fcberwachung einen Weg, das Image der Innenst\u00e4dte dem der Galerien anzugleichen und wurden zu aktiven politischen und finanziellen F\u00f6rderern der Video\u00fcberwachung. Die Nutzung des \u00f6ffentlichen Raums der Innenst\u00e4dte wurde zunehmend von Gesch\u00e4ftsinteressen dominiert, die bestimmte Personen und Aktivit\u00e4ten als wenig f\u00f6rderlich f\u00fcr ihre am \u2018Normalkunden\u2019 orientierten Vorstellungen des W\u00fcnschenswerten ansahen. Ein Viertel der Innenstadtmanager, so eine Umfrage, mi\u00dfbilligte politische Versammlungen, die H\u00e4lfte waren gegen \u2018herumlungernde\u2019 Jugendliche und ebenfalls die H\u00e4lfte wollte das Betteln auf den Stra\u00dfen verbieten. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn23\" name=\"fnB23\">[23]<\/a><br \/>\nAuf der politischen Ebene mu\u00dfte die konservative Regierung zu ihrer Best\u00fcrzung feststellen, da\u00df sie dem andauernden Anstieg der registrierten Kriminalit\u00e4t offensichtlich nichts Wirksames entgegenzusetzen hatte. Dabei war sie gerade wegen ihrer \u2018law and order\u2019-Slogans gew\u00e4hlt worden. Sie hatte die Bezahlung der Polizei erh\u00f6ht, mehr Beamte eingestellt und die diesbez\u00fcglichen Ausgaben zwischen 1982 und 1991 um 43% gesteigert. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn24\" name=\"fnB24\">[24]<\/a> Trotzdem verdoppelte sich zwischen 1979 und 1992 die Zahl der registrierten Straftaten von knapp unter drei Millionen pro Jahr auf \u00fcber sechs Millionen.<br \/>\nMit diesem Ergebnis kam die Regierung immer st\u00e4rker unter Druck der damaligen Opposition von Blairs \u2018New Labour\u2019, die sich mit dem Slogan \u201etough on crime, tough on the causes of crime\u201c als die wahre \u2018law and order\u2019-Partei darzustellen versuchte. Im Namen des Wahlerfolges wischte New Labour alle b\u00fcrgerrechtlichen Bedenken gegen die neue \u00dcberwachungstechnik vom Tisch. Der konservativen Regierung andererseits, die h\u00e4nderingend ihrem \u2018law and order\u2019-Image hinterherlief, mu\u00dften Zahlen, die eine massive und unmittelbare Reduktion von Kriminalit\u00e4tsraten versprachen, wie ein Geschenk des Himmels erscheinen \u2013 wie auch immer diese Zahlen zustande gekommen waren. Mit der F\u00f6rderung von Video\u00fcberwachungsanlagen bewies man Handlungsbereitschaft: Am Tage konnte sich jeder von der raschen Verbreitung der Kameras ein eigenes Bild machen, und am Abend wurde den Fernsehzuschauern das gefilmte Material in Form von Kriminaldokumentationen wie \u2018Police Camera Action!\u2019, \u2018Eye Spy\u2019 oder \u2018Britain Most Wanted\u2019 als \u2018infotainment\u2019 serviert.<br \/>\nAus der Faszination der Medien an Filmmaterial aus den \u00dcberwachungskameras erwuchs eine erhebliche ideologische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Einf\u00fchrung der Systeme. St\u00e4ndig konnte man Erfolgsgeschichten senden oder zur Fahndung nach aufgenommenen fl\u00fcchtigen T\u00e4tern aufrufen. Allerdings repr\u00e4sentieren derartige Fernsehsendungen nur einen winzigen Ausschnitt dessen, was in 17 Mio. Stunden w\u00f6chentlich von den Kameras aufgezeichnet wird. Polizei oder lokale Beh\u00f6rden sind sich der \u00f6ffentlichen Wirkung des ausgestrahlten Materials sehr bewu\u00dft und w\u00e4hlen die Ausschnitte sorgf\u00e4ltig aus. Gezeigt werden nur Vorf\u00e4lle, die mit den g\u00e4ngigen Vorstellungen von \u2018richtiger Polizeiarbeit\u2019 \u00fcbereinstimmen und diese in einem moralisch unzweifelhaften Licht pr\u00e4sentieren. Die \u00dcberwachung von Demonstranten, die Vertreibung \u2018l\u00e4stiger\u2019 Jugendlicher durch die Polizei oder die Fernhaltung von Kindern aus Einkaufszentren durch Wachleute gehen nicht \u00fcber die Fernsehbildschirme. Dennoch geh\u00f6ren sie zur t\u00e4glichen Praxis der Video\u00fcberwachung.<\/p>\n<h4>Die Realit\u00e4t der Video\u00fcberwachung<\/h4>\n<p>Es gibt eine wachsende Anzahl von Studien, die sich mit der Effizienz von Video\u00fcberwachung als Mittel der Kriminalpr\u00e4vention befassen, jedoch sind diese meist nur am Resultat und nicht am Proze\u00df selbst interessiert. Wer bzw. was von den Beobachtern an den Schirmen beobachtet wird und was in den Augen der Operateure als verd\u00e4chtiges Verhalten erscheint, wurde bisher kaum untersucht. Dieser Frage sind wir mit einer Studie nachgegangen, in der wir \u00fcber 600 Stunden die Beobachter in drei Videokontrollzentren selbst beobachtet haben. Wir skizzieren im folgenden die Ergebnisse unserer Untersuchung zur sozialen Konstruktion des Verdachts. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn25\" name=\"fnB25\">[25]<\/a><br \/>\nGro\u00dfe Stadtzentren und gesch\u00e4ftige Einkaufsstra\u00dfen konfrontieren die \u00dcberwachungsoperateure mit einem erheblichen Problem: wie filtert man angesichts der Masse von unbekannten Menschen, die auf den Bildschirmen erscheinen, diejenigen heraus, die man intensiver beobachten will? Die Antwort ist unspektakul\u00e4r: die Operateure werfen ein Auge auf die sozialen Gruppen, die am ehesten f\u00fcr abweichend gehalten werden. Die Konsequenz daraus ist wenig erfreulich: M\u00e4nner, vor allem wenn sie jung sind und schwarze Hautfarbe haben, sind bei dieser Beobachtung \u00fcberrepr\u00e4sentiert. 90% der gezielt Observierten sind m\u00e4nnlich, 40% sind Jugendliche. Schwarze werden anderthalb bis zweieinhalb mal so h\u00e4ufig observiert, wie es ihrem Bev\u00f6lkerungsanteil entsprechen w\u00fcrde.<br \/>\n30% der Observierten r\u00fccken aus kriminalit\u00e4tsrelevanten Anl\u00e4ssen in den Blick der Operateure, weitere 20% wegen ihres \u2018ungeb\u00fchrlichen Verhaltens\u2019. Bei der gr\u00f6\u00dften Gruppe (40%) existiert jedoch kein offensichtlicher Grund oder Anla\u00df f\u00fcr die Beobachtung. Dieses Verh\u00e4ltnis spiegelte sich auch in den Antworten auf unsere Frage nach den Gr\u00fcnden des Verdachts: Nur ein Viertel wurde wegen ihres konkreten Verhaltens in den Blick genommen. In einem Drittel der F\u00e4lle wurde die Aufmerksamkeit der Beobachter in den Zentralen von au\u00dferhalb auf Ziele gelenkt. Signifikant aber waren jene F\u00e4lle, bei denen Personen nur deshalb als \u2018verd\u00e4chtig\u2019 eingestuft wurden, weil sie zu einer bestimmten Kategorie, zu einer sozialen oder subkulturellen Gruppe geh\u00f6ren.<br \/>\nJugendliche, M\u00e4nner und Schwarze wurden systematisch und \u00fcberproportional observiert, nicht wegen ihrer Beteiligung an Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten, sondern \u2018ohne bestimmten Grund\u2019, allein auf der Basis kategorialer Zuordnung. Wenn \u00e4ltere Menschen oder Frauen Ziel der Beobachtung waren, geschah dies sehr viel wahrscheinlicher aufgrund von Delikten oder wegen ihres ersichtlichen Verhaltens. Von den fast 900 gezielten \u00dcberwachungen, die wir dokumentieren konnten, f\u00fchrten nur 45 zu Eins\u00e4tzen (vornehmlich wegen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten), und nur zw\u00f6lf hatten eine Festnahme zur Folge. Davon bezog sich die H\u00e4lfte auf kleinere Ordnungswidrigkeiten.<br \/>\nDer polizeiliche Blick der Kameras erfa\u00dft eben nicht alle Stra\u00dfenbenutzer in gleicher Weise, sondern in erster Linie die, die stereotyp als potentiell abweichend angesehen oder wegen ihres Aufzugs bzw. Auftretens von den Kontrolleuren als \u2018nicht respektabel\u2019 aussortiert werden. Auf diesem Wege werden m\u00e4nnliche, schwarze Jugendliche \u2013 also in erster Linie die ohnehin schon sozial und \u00f6konomisch marginalisierten \u2013 in verst\u00e4rkter Form zum Gegenstand von \u00dcberwachungen, unnachsichtigen Interventionen und offiziellen Stigmatisierungen. In der Summe f\u00fchrt Video\u00fcberwachung kaum zu mehr Gerechtigkeit. Sie verhindert nur selten, da\u00df jemand Opfer einer Straftat wird. Sie ist vielmehr ein Instrument der Ungerechtigkeit, weil sie diskriminierende polizeiliche Eingriffe verst\u00e4rkt.<\/p>\n<h4>Die Zukunft der Video\u00fcberwachung<\/h4>\n<p>Trotz des Booms der \u00dcberwachungskameras in den vergangenen Jahren mu\u00df der heutige Stand der Technik als fr\u00fches Entwicklungsstadium angesehen werden. Erst allm\u00e4hlich beginnen die Herstellerfirmen, das Potential dieser Technologie zu erkennen und praktische Wege der Umsetzung herauszufinden. Viele der von uns interviewten Experten der Branche folgten ausgesprochen panoptischen Visionen. Die meisten waren auf einen zus\u00e4tzlichen Ausbau bestehender Systeme oder die Einbeziehung weiterer Bereiche der St\u00e4dte geradezu versessen. Einige wiederum spekulierten auf die M\u00f6glichkeiten automatisierter \u00dcberwachung und Identifikation. Gegenw\u00e4rtig st\u00f6\u00dft eine systematische Identifikation, Aufzeichnung und Klassifikation von Menschen an \u00f6ffentlichen Orten noch auf technische Schwierigkeiten. Zwar versorgen schon verschiedene Software-Firmen wie \u2018Memex\u2019 und \u2018Dectel\u2019 die Polizeibeh\u00f6rden mit ausgefeilter Bildhandhabungs-Software. Eine verl\u00e4\u00dfliche Technik, die eine automatische Identifizierung von Personen anhand ihrer Gesichtsmerkmale und den unmittelbaren Abgleich mit den Daten einer Bilddatenbank erm\u00f6glichen w\u00fcrde, steht jedoch noch nicht zur Verf\u00fcgung. Im Londoner Bezirk Newham soll in K\u00fcrze ein Feldversuch hierzu gestartet werden.<br \/>\nMethoden des halbautomatischen Abgleichs mit einzelnen Bilddatenbanken werden bereits jetzt immer h\u00e4ufiger genutzt. Dem Vorbild der Hooligan-Datenbank entsprechend, die w\u00e4hrend der Fu\u00dfballeuropameisterschaften 1996 zum Einsatz kam, <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn26\" name=\"fnB26\">[26]<\/a> wurden inzwischen solche f\u00fcr Demonstranten, Bankr\u00e4uber und mutma\u00dfliche illegale Immigranten aufgebaut. Demn\u00e4chst ist mit Dateien f\u00fcr Tierschutzaktivisten, Umweltsch\u00fctzer, Ladendiebe etc. zu rechnen. Die M\u00f6glichkeit einer beinahe landesweiten Bilddatenbank aller B\u00fcrger r\u00fcckt mit der vorgeschlagenen Einf\u00fchrung eines neuen F\u00fchrerscheins n\u00e4her. Die darauf enthaltenen Fotos werden voraussichtlich in digitalisierter Form beim Kraftfahrzeugamt gespeichert, wo sie der Polizei permanent zur Verf\u00fcgung stehen. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn27\" name=\"fnB27\">[27]<\/a><br \/>\nEine automatische Identifizierung der im nationalen Polizeicomputer (PNC) gespeicherten Autokennzeichen ist bereits Praxis. Die Kameras im Innenstadtring von London sind an den PNC gekoppelt. Dieses System, das auf der Integration von digitalen Bildern, Computern und fortgeschrittenen Bilderkennungsverfahren basiert, erm\u00f6glicht die Aufzeichnung und die Erkennung jedes Fahrzeugs, das in die \u2018Square Mile\u2019 der Londoner City f\u00e4hrt. Das Kennzeichen wird fotografiert, automatisch dekodiert und gegen eine Datei verd\u00e4chtiger oder gesuchter Fahrzeuge abgeglichen. <a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fn28\" name=\"fnB28\">[28]<\/a><br \/>\nDiese Kombination von digitaler Fotografie, Bilderkennung. Rasterfahndung und neuen Datenbanktechnologien birgt in sich die Aussicht auf eine Gesellschaft \u00fcberwachter Massen, in der all unsere Bewegungen und Interaktionen im \u00f6ffentlichen Raum beobachtet, aufgezeichnet und dokumentiert werden. Es ist durchaus nicht abwegig zu behaupten, da\u00df mit der Jahrtausendwende die Erwartung von Anonymit\u00e4t im \u00f6ffentlichen und zivilen Leben Gro\u00dfbritanniens gegenstandslos wird. Jede Reise, jedes Treffen und jede Begegnung k\u00f6nnten so im Prinzip offiziell registriert werden, und gegenw\u00e4rtig gibt es, wenn \u00fcberhaupt, nur unzuverl\u00e4ssige Garantien, da\u00df diese Informationen nur zu wohlmeinenden Zwecken benutzt w\u00fcrden.<\/p>\n<h5>Clive Norris lehrt Kriminologie an der School of Comparative and Applied Social Sciences der Universit\u00e4t von Hull in England. Gary Armstrong unterrichtet Kriminologie und Soziologie an der Universit\u00e4t Reading. Zusammen mit Jade Moran haben sie 1998 den Sammelband \u2018Surveillance, Closed Circuit Television and Social Control\u2019 herausgegeben.<\/h5>\n<h6><a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB1\" name=\"fn1\">[1]<\/a> Offizieller Aufkleber in Londoner Vorortz\u00fcgen<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB2\" name=\"fn2\">[2]<\/a> Mainwaring-White, S.: The Policing Revolution, Brighton 1983, p. 91<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB3\" name=\"fn3\">[3]<\/a> Goodwin, M.; Johnstone, C.: Williams; K.: New spaces of law enforcement (Closed Circuit television, public behaviour and the policing of public space), Unpublished paper, Institute of Geography and Earth Sciences, University of Wales, Aberystwyth 1998, p. 3<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB4\" name=\"fn4\">[4]<\/a> Norris, C.; Armstrong. G.: CCTV and the Rise of the Mass Surveillance, in: Carlen, P.; Morgan, R. (eds.): Crime Unlimited, London 1998<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB5\" name=\"fn5\">[5]<\/a> Goodwin et al. a.a.O. (Fn. 3), p. 3<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB6\" name=\"fn6\">[6]<\/a> McCahill, M.; Norris, C.: Watching the workers: Crime, CCTV and the Workplace, in: Davis, P.; Jupp, V.; Francis, P. (eds.): Invisible Crimes, London \u2013 erscheint 1999<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB7\" name=\"fn7\">[7]<\/a> Maguire, M.: Restraining Big Brother: The regulation of surveillance in England and Wales, in: Norris, C.; Moran, J.; Armstrong, G. (eds.): Surveillance, closed circuit television and social control, Aldershot 1998<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB8\" name=\"fn8\">[8]<\/a> Sharpe, S.: Electronically Recorded Evidence: A Guide to the Use of Tape and Video Recordings, in: Criminal Proceedings, London 1989, Chapter 5<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB9\" name=\"fn9\">[9]<\/a> The Guardian v. 26.11.1997<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB10\" name=\"fn10\">[10]<\/a> Maguire a.a.O. (Fn. 7)<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB11\" name=\"fn11\">[11]<\/a> The Independent v. 27.2.1994<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB12\" name=\"fn12\">[12]<\/a> Short, E.; Ditton, J.: Does CCTV Affect Crime?, in: CCTV Today 1995, No. 2, pp. 10-12 (2)<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB13\" name=\"fn13\">[13]<\/a> ebd.<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB14\" name=\"fn14\">[14]<\/a> Pawson, R.; Tilley, N.: What works in Evaluation Research, in: British Journal of Criminology 1994, No. 3, pp. 291-306<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB15\" name=\"fn15\">[15]<\/a> The Guardian v. 16.4.1993; The Independent v. 6.6.1994<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB16\" name=\"fn16\">[16]<\/a> The Guardian v. 19.10.1994<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB17\" name=\"fn17\">[17]<\/a> Short, E.; Ditton, J.: Does Closed Circuit Television Prevent Crime? An Evaluation of the Use of CCTV Surveillance Cameras in Airdrie Town Centre, The Scottish Office, Central Research Unit, Edinburgh 1996<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB18\" name=\"fn18\">[18]<\/a> Brown, B.: Closed Circuit Television in Town Centres: Three Case Studies, Crime Prevention and Detection Series Paper 73, Home Office, London 1995, p. 26<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB19\" name=\"fn19\">[19]<\/a> Squires, P.; Measor, L.: Closed Circuit TV Surveillance and Crime Prevention in Brighton: Half Yearly Report, Brighton 1996<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB20\" name=\"fn20\">[20]<\/a> Skinns, D.: Crime Reduction, diffusion and displacement: evaluating the Effectiveness of CCTV; in: Norris; Moran; Armstrong (eds.) a.a.O. (Fn. 7)<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB21\" name=\"fn21\">[21]<\/a> Brown, B. a.a.O. (Fn. 18), pp. 34-43<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB22\" name=\"fn22\">[22]<\/a> Sarno, C.: The Impact of Closed Circuit Television on Crime in Sutton Town Centre, in: Bulos, M.; Grant, D. (eds.): Towards a Safer Sutton? CCTV One Year On, London 1996<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB23\" name=\"fn23\">[23]<\/a> Reeve, A.: The panopticisation of shopping: CCTV and Leisure consumption; in: Norris; Moran; Armstrong (eds.), a.a.O. (Fn. 7)<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB24\" name=\"fn24\">[24]<\/a> Audit Commission: Helping with Enquiries: Tackling Crime Effectively, London 1993 (HMSO)<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB25\" name=\"fn25\">[25]<\/a> Die Studie erscheint 1999 unter dem Titel: The maximum surveillance society.<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB26\" name=\"fn26\">[26]<\/a> The Guardian v. 10.2.1996<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB27\" name=\"fn27\">[27]<\/a> Davies, S.: Big Brother: Britain&#8217;s Web of Surveillance and the New Technological Order, London 1996, p. 196<br \/>\n<a href=\"\/1998\/12\/20\/smile-you-re-on-camera-flaechendeckende-videoueberwachung-in-grossbritannien\/#fnB28\" name=\"fn28\">[28]<\/a> Norris, C.; Moran, J; Armstrong, G.: Algorithmic Surveillance: The Future of Automated Visual Surveillance; in: Norris; Moran; Armstrong a.a.O. (Fn. 7)<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Clive Norris und Gary Armstrong In keinem Land Europas haben sich Video\u00fcberwachungssysteme so durchgesetzt<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[152,67],"tags":[],"class_list":["post-2254","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-artikel","category-cilip-061"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2254","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2254"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2254\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2254"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2254"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2254"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}