{"id":2904,"date":"1993-02-22T10:34:00","date_gmt":"1993-02-22T10:34:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cilip.de\/?p=2904"},"modified":"1993-02-22T10:34:00","modified_gmt":"1993-02-22T10:34:00","slug":"das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=2904","title":{"rendered":"Das Polizeidebakel von Rostock &#8211; Versuch einer analytischen W\u00fcrdigung"},"content":{"rendered":"<h3>von Otto Diederichs<\/h3>\n<p><b>Was in der Nacht des 22. August 1992 im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen begann, hat fraglos die innenpolitische Entwicklung der Bundesrepublik nachhaltig ver\u00e4ndert: Ohne da\u00df sich die Polizei in der Lage gesehen h\u00e4tte, ihnen ernsthaft Widerstand entgegen zu setzen, griffen ca. 150-200 zumeist jugendliche Randalierer &#8211; beklatscht von Eltern und Nachbarn &#8211; die inmitten einer f\u00fcr die fr\u00fchere DDR typischen Plattenbau-Siedlung liegende &#8218;Zentrale Anlaufstelle f\u00fcr Asylbewerber (ZASt)&#8216; mit Steinen und Molotow-Cocktails an. Am Abend des 23.8. versuchten sie, inzwischen auf ca. 500 angewachsen, erneut, die ZASt zu st\u00fcrmen. Bis in die fr\u00fchen Morgenstunden des folgenden Tages dauerten die Auseinandersetzungen. Am Abend des gleichen Tages erreichte die Gewalt ihren H\u00f6hepunkt: die (unterdessen ger\u00e4umte) ZASt sowie ein danebenliegendes (bewohntes) Wohnheim f\u00fcr Vietnamesen wurden in Brand gesetzt. Erst am Dienstag, den 25.8.1992 gegen 3.00 Uhr morgens ebbten die K\u00e4mpfe ab.<\/b><\/p>\n<p>Zwar hatte es rund ein Jahr vorher im s\u00e4chsischen Hoyerswerda eine \u00e4hnliche Aktion gegeben. Diese war jedoch bei weitem nicht so spektakul\u00e4r und dementsprechend weniger beachtet worden. Die Bilder von Rostock indessen gingen um die Welt.<!--more--><\/p>\n<p>Wer versucht, den Ursachen dieser &#8218;Polizeipleite&#8216; im vielf\u00e4ltigen Interessengestr\u00fcpp zwischen Rostock und Schwerin nachzugehen, gewinnt schnell den Eindruck, da\u00df eine restlose Aufkl\u00e4rung vermutlich kaum m\u00f6glich sein, vor allem aber von keiner der beteiligten Seiten ernsthaft betrieben wird.<\/p>\n<h4>Asylpolitik in Rostock<\/h4>\n<p>Kontinuierlich wuchs in den Jahren 1991\/92 die Zahl der in Rostock-Lichtenhagen untergebrachten AsylbewerberInnen an. Im Sommer 1992 eskalierte die Situation. Die ZASt war restlos \u00fcberf\u00fcllt, die Menschen lagerten bereits im Freien, und t\u00e4glich trafen weitere Asylsuchende &#8211; vor allem Roma aus Rum\u00e4nien &#8211; ein oder wurden von Schleppern einfach dort abgesetzt.<a name=\"fnverweis1\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Bereits ein Jahr zuvor, am 26.7.1991, hatte Rostocks Oberb\u00fcrgermeister Klaus Kilimann (SPD) sich an das Schweriner Ministerium gewandt und dem damaligen Innenminister Georg Diederich (CDU) mitgeteilt, die Zust\u00e4nde in und um die ZASt seien unhaltbar geworden, so da\u00df er das Schlimmste bef\u00fcrchte: &#8222;Schwerste \u00dcbergriffe bis hin zu T\u00f6tungen sind nicht mehr auszuschlie\u00dfen&#8220;.<a name=\"fnverweis2\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn2\">[2]<\/a> Einen Monat sp\u00e4ter, am 28.8.1991, hatte der Minister dem B\u00fcrgermeister sein Verst\u00e4ndnis bekundet und zugleich bedauert, keine schnelle Abhilfe schaffen zu k\u00f6nnen.<a name=\"fnverweis3\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn3\">[3]<\/a> Ungeachtet weiterer Eingaben der Rostocker Kommunalpolitiker sowie von Lichtenhagener B\u00fcrgern blieb die Situation im wesentlichen wie sie war. Auch das, was die Rostocker Stadtregierung selbst h\u00e4tte unternehmen k\u00f6nnen, wurde bewu\u00dft unterlassen. So erkl\u00e4rte z.B. der Rostocker Innensenator Peter Magdanz (SPD) gegen\u00fcber seinem Parteifreund, dem Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion in Schwerin, Knut Degner, &#8222;da\u00df es sehr wohl alternative Unterkunftsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Roma gegeben h\u00e4tte. Es h\u00e4tte beispielsweise in seiner Macht gestanden, die Asylbewerber in Turnhallen unterzubringen&#8220;, dies habe er jedoch abgelehnt, da &#8222;die Roma dann mit Rum\u00e4nien telefonieren und man am n\u00e4chsten Abend vor demselben Problem steht&#8220;.<a name=\"fnverweis4\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn4\">[4]<\/a> Als Degner dies unter dem Eindruck der Rostocker Krawalln\u00e4chte der \u00d6ffentlichkeit mitteilte, verlor er in der Folge seine bisherige Aufgabe.<a name=\"fnverweis5\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn5\">[5]<\/a>5<\/p>\n<p>Die allgemeine Lage und die Stimmung der B\u00fcrgerInnen in Lichtenhagen war somit allen Verantwortlichen nicht unbekannt. In dieser Situation erschien in einer Lokalzeitung &#8211; drei Tage vor dem Krawallwochenende &#8211; die folgende Nachricht: &#8222;Wenn die Stadt nicht bis Ende der Woche in Lichtenhagen f\u00fcr Ordnung sorgt, dann machen wir das. Und zwar auf unsere Weise. Mit diesen Worten meldete sich ein anonymer Anrufer im Namen einer &#8218;Interessengemeinschaft Lichtenhagen&#8216; gestern in unserer Redaktion, (&#8230;). In der Nacht vom Samstag zum Sonntag r\u00e4umen wir in Lichtenhagen auf. Das wird eine hei\u00dfe Nacht, droht der Anrufer unverhohlen&#8220;.<a name=\"fnverweis6\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn6\">[6]<\/a> Der kommentarlose Abdruck einer anonymen Drohung, die in der beschriebenen Situation nahezu zwingend einen Mobilisierungseffekt ausl\u00f6sen mu\u00dfte, ist f\u00fcr eine seri\u00f6se Zeitung ungew\u00f6hnlich. (Bis heute wollen denn auch Ger\u00fcchte nicht verstummen, der Anrufer k\u00f6nne so anonym nicht gewesen sein.) Zwei Tage sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichte ein anderes Rostocker Lokalblatt ein Interview mit drei Jugendlichen: &#8222;Wir werden am Sonnabend hier sein, sagte Chris. Die drei wollen davon wissen, da\u00df die rum\u00e4nischen Roma &#8218;aufgeklatscht&#8216; werden sollen. Die Rechten haben die Schnauze voll! Wir werden dabei sein, sagte Thomas, und Du wirst sehen, die Leute, die hier wohnen, werden aus den Fenstern schauen und Beifall klatschen.&#8220;<a name=\"fnverweis7\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn7\">[7]<\/a> &#8222;Die Polizei kennt die Rostocker Skins und Hools. Wenn etwas so angek\u00fcndigt wird, dann sind wir da&#8220;, bekannte ein beteiligter Skinhead sp\u00e4ter dem Nachrichtenmagazin `Der Spiegel&#8216;.<a name=\"fnverweis8\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn8\">[8]<\/a> Das zu erwartende Szenario war demnach bekannt, und die Polizei in Rostock bereitete sich darauf vor, forderte sogar beim vorgesetzten Landespolizeiamt (LPA) in Schwerin einen zus\u00e4tzlichen Einsatzzug an.<a name=\"fnverweis9\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn9\">[9]<\/a><\/p>\n<h4>Die Polizei<\/h4>\n<p>Nach der f\u00f6deralen Neuordnung der einstigen DDR \u00fcbernahmen die alten L\u00e4nder der Bundesrepublik jeweils &#8218;Patenschaften&#8216; f\u00fcr die Neu-L\u00e4nder. Damit wurden nicht nur die wesentlichen Verwaltungs- und Organisationsstrukturen der &#8218;Paten&#8216; auf die neuen Bundesl\u00e4nder \u00fcbertragen<a name=\"fnverweis10\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn10\">[10]<\/a>, zumeist wurden auch die F\u00fchrungspositionen komplett mit abgeordnetem Personal der Partnerl\u00e4nder besetzt. Von Ausnahmen abgesehen sind dies vielfach Beamte, die aufgrund der in den Neu-L\u00e4ndern f\u00fcr sie g\u00fcnstigeren Bef\u00f6rderungsm\u00f6glichkeiten freiwillig um eine entsprechende Versetzung baten und deren Familien zumeist noch im Westen leben. &#8222;Ab 14.00 Uhr freitags&#8220;, \u00e4rgern sich Ost-Polizisten immer wieder, &#8222;steht beim Lagedienst das Telefon nicht mehr still. Da erkundigen sich die Herren alle nach den Verkehrsverh\u00e4ltnissen auf den Autobahnen Richtung Westen. Und vor Montag mittag braucht man dann nirgendwo mehr anzurufen.&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr die Polizei Mecklenburg-Vorpommerns bedeutete dies, da\u00df unterhalb des Innenministers (seit dem 19.2.1993 ist mit Rudi Geil (CDU) auch diese Funktion mit einem Politiker aus dem Westen besetzt) die Leitungsfunktionen im Ministerium mit M\u00e4nnern des Innenministeriums Schleswig-Holsteins besetzt wurden (Staatssekret\u00e4r = Klaus Baltzer; Abteilungsleiter \u00d6ffentliche Sicherheit = Olaf von Brevern; Abteilungsleiter f\u00fcr Ausl\u00e4nderfragen im Innenministerium und zum damaligen Zeitpunkt zugleich Ausl\u00e4nderbeauftragter der Landesregierung = Winfried Rusch<a name=\"fnverweis11\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn11\">[11]<\/a>). In die F\u00fchrung der Polizei r\u00fcckten ebenfalls M\u00e4nner aus den &#8218;Patenl\u00e4ndern&#8216; Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen:<\/p>\n<ul>\n<li>Leiter des Landespolizeiamtes und damit Mecklenburgs oberster Schutzpolizist wurde der ehemalige Leiter der Polizeidirektion L\u00fcbeck-S\u00fcd Hans-Heinrich Heinsen.<\/li>\n<li>Chef der Polizeidirektion (PD) Rostock war zum bewu\u00dften Zeitpunkt der Leitende Kriminaldirektor (LtdKD) Siegfried Kordus, ein ehemaliger Beamter des Bundeskriminalamtes. Dort war Kordus zuletzt als Referatsleiter bei der Staatsschutzabteilung in Meckenheim t\u00e4tig gewesen. Vorgesehen war er in Mecklenburg als k\u00fcnftiger Leiter des im Aufbau befindlichen Landeskriminalamtes.<\/li>\n<li>Einsatzleiter in den Krawalln\u00e4chten von Lichtenhagen war der Polizeioberrat (POR) J\u00fcrgen Deckert, der sich von Bremen, wo er die Abteilung Aus- und Fortbildung geleitet hatte, nach Osten versetzen lie\u00df.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bleibt die Ausr\u00fcstung der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern. W\u00e4hrend diese heute einen Standard haben soll, &#8222;nach dem sich manches westliche Bundesland die Finger lecken w\u00fcrde&#8220;, wie es ein Polizeigewerkschaftler ausdr\u00fcckt, sah dies vor einem halben Jahr, zum Zeitpunkt der Randale, noch anders aus.<a name=\"fnverweis12\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn12\">[12]<\/a> K\u00f6rperschutzausr\u00fcstungen waren zwar zentral eingelagert, jedoch erst in geringer St\u00fcckzahl ausgegeben worden. Abschu\u00dfger\u00e4te f\u00fcr Tr\u00e4nengaspetarden waren in Rostock nicht mehr vorhanden, nachdem die Altbest\u00e4nde der DDR-Zeit ausgemustert worden waren. (Die einstige Volkspolizei besa\u00df hierf\u00fcr Abschu\u00dfbecher sowjetischer Bauart, die auf die Kalaschnikow aufgeschraubt wurden. Da niemand Bilder riskieren wollte, auf denen die Polizei u.U. mit Maschinenpistolen in Formation gegen eine Menschenmenge vorging, waren diese nach der Vereinigung umgehend verschrottet worden.) Anstelle der im Westen \u00fcblichen durchsichtigen Plastikschilde war die Polizei in Rostock noch mit den undurchsichtigen und splitterfreudigen, &#8222;Trabbihauben&#8220; genannten Plasteschilden aus DDR-Zeiten ausger\u00fcstet. F\u00fcr den Funkverkehr standen in Rostock lediglich zwei Funkkreise zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nSoweit die Situation zu Beginn der Krawalle.<\/p>\n<h4>F\u00fchrungsqualit\u00e4ten<\/h4>\n<p>Nachdem er die aus Rostock angeforderten Kr\u00e4fte ordnungsgem\u00e4\u00df unterstellt hatte, fuhr LPA-Leiter Heinsen &#8211; ebenso wie die \u00fcbrigen Spitzenbeamten &#8211; ins Wochenende zu seiner Familie.<a name=\"fnverweis13\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn13\">[13]<\/a> F\u00fcr solche F\u00e4lle bestehen allerorten Bereitschaftsdienste, welche die laufende Arbeit erledigen und f\u00fcr den Eventualfall mit ihren Chefs in Rufbereitschaft stehen.<\/p>\n<p>Unterstellt, da\u00df das entschlossene Vorgehen der Randalierer untersch\u00e4tzt worden ist, mag man mit einigem guten Willen \u00fcber den mi\u00dflungenen Polizeieinsatz von Samstag, den 22.8.1992, hinwegsehen. F\u00fcr den n\u00e4chsten Tag gelingt dies jedoch nicht mehr. Die Bilder von Rostock sind unterdessen von allen Fernsehsendern mehrfach bundesweit ausgestrahlt worden. Damit wirft das weitere Verhalten der vorgenannten Beamten seltsame Schatten, denn offenbar hielt es keiner der Verantwortlichen f\u00fcr n\u00f6tig, umgehend das Wochenende abzubrechen und, wie es seine Pflicht gewesen w\u00e4re, seine f\u00fcr derartige Situationen festgelegten Aufgaben zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Innenstaatssekret\u00e4r Baltzer mu\u00dfte von Ministerpr\u00e4sident Berndt Seite (CDU) gar erst pers\u00f6nlich nach Schwerin zur\u00fcckbeordert werden.<a name=\"fnverweis14\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn14\">[14]<\/a><\/p>\n<p>Polizeiamtsleiter Heinsen zog sich sp\u00e4ter auf mangelnde Informationen aus Rostock zur\u00fcck. &#8222;Wiederholte R\u00fccksprachen mit der PD Rostock sowohl durch mich als auch durch das Lagezentrum des LPA veranla\u00dften die Polizeidirektion Rostock durchgehend zu der Darstellung, da\u00df die Gesamtlage f\u00fchrungs- und einsatzm\u00e4\u00dfig sicher beherrscht wurde&#8220;.<a name=\"fnverweis15\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn15\">[15]<\/a> Erst &#8222;nach den Vorkommnissen des Einsatzes am Abend des 24.08.1992&#8220;, nachdem die ZASt und das danebenliegende Wohnheim der Vietnamesen in Brand gesetzt worden war, sei ihm klargeworden, &#8222;da\u00df die PD Rostock die weiteren Einsatzma\u00dfnahmen aus eigener Kompetenz nicht mehr sicher wahrnehmen konnte&#8220;.<a name=\"fnverweis16\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn16\">[16]<\/a><\/p>\n<p>Anders liegt der Fall des Rostocker Polizeichefs Kordus. Da sein designierter Nachfolger, Polizeidirektor Dieter Hempel, sich seinerzeit in Urlaub befand, lag die Verantwortung f\u00fcr die PD Rostock noch bei Kordus, der damit f\u00fcr das sich entwickelnde Desaster formal voll verantwortlich ist. Als Kriminalbeamter ist er zur F\u00fchrung eines gr\u00f6\u00dferen schutzpolizeilichen Einsatzes mangels entsprechender Ausbildung allerdings nicht in der Lage. Sein Versagen liegt deshalb nicht unmittelbar vor Ort in Lichtenhagen begr\u00fcndet, sondern darin, in der Einsch\u00e4tzung der Geschehnisse und der Koordination der daraus sich ergebenden Ma\u00dfnahmen eklatant versagt zu haben und somit nicht, zumindest nicht rechtzeitig, um Verst\u00e4rkungen nachgesucht zu haben. Mit dazu beigetragen haben mag m\u00f6glicherweise das Verh\u00e4ltnis zu seinem Stellvertreter Deckert, von dem sogar die M\u00f6wen im Rostocker Hafen wissen, da\u00df es mehr als unterk\u00fchlt war.<\/p>\n<p>Ob POR J\u00fcrgen Deckert, der als einziger nach Bekanntwerden der schweren Ausschreitungen die Fahrt ins heimatliche Bremen unterbrach und nach Rostock zur\u00fcckkehrte<a name=\"fnverweis17\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn17\">[17]<\/a>, mit der F\u00fchrung des Einsatzes \u00fcberfordert war<a name=\"fnverweis18\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn18\">[18]<\/a>, ist hier weder zu beurteilen, noch weiter relevant. Ein Polizeif\u00fchrer, der drei Tage hintereinander massive, z.T. in T\u00f6tungsabsicht vorgetragene Angriffe abzuwehren hat, dem neben einer Verbindung zur \u00fcbergeordneten Polizeidirektion nur ein Funkkanal zur F\u00fchrung der vor Ort eingesetzten Mannschaften zur Verf\u00fcgung steht und dem dar\u00fcber hinaus angeforderte Verst\u00e4rkungen verweigert werden, kann letztlich nur scheitern. Bei seinen Beamten &#8211; von denen sich etliche (was im Westen nahezu undenkbar ist), trotz z.T. behandlungsbed\u00fcrftiger Verletzungen, wieder zum Einsatz zur\u00fcckgemeldet hatten &#8211; gilt Deckert als beliebter Vorgesetzter. Das mag daran liegen, da\u00df sich Mannschaften vorzugsweise mit jemandem solidarisieren, der mit ihnen &#8218;im Feuer&#8216; war und der in der Hierarchie der Verantwortlichen an letzter Stelle steht. Weiterhin genie\u00dft Deckert die Unterst\u00fctzung der &#8218;Gewerkschaft der Polizei (GdP)&#8216;.<\/p>\n<h4>Unbequeme Fragen ohne Antworten<\/h4>\n<p>Wesentliche Einsatzsituationen, die in der Presse eine zentrale Rolle spielen, k\u00f6nnen hier nicht er\u00f6rtert werden. Etwa der als &#8222;Pakt von Rostock&#8220;<a name=\"fnverweis19\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn19\">[19]<\/a> bekanntgewordene unsinnige Versuch Deckerts, \u00fcber einen selbsternannten Vermittler mit den Randalierern zu einer Art Waffenstillstand zu gelangen, der letztlich dann im Brand der ZAST und des Wohnheimes m\u00fcndete. Ebensowenig die zu einem &#8222;Hemdenwechsel&#8220;<a name=\"fnverweis20\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn20\">[20]<\/a> umgedeutete Abwesenheit von Polizeichef Kordus w\u00e4hrend der entscheidenden Phasen der Brandnacht, als er, vorliegenden Informationen zufolge, in Wahrheit zu Hause schlief<a name=\"fnverweis21\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn21\">[21]<\/a>; oder das Verhalten von Innenminister Lothar Kupfer (CDU), der bei nahezu allen Einsatzbesprechungen in der Rostocker Polizeidirektion dabei gewesen sein will<a name=\"fnverweis22\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn22\">[22]<\/a>, ohne je selbst etwas entschieden zu haben.<a name=\"fnverweis23\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn23\">[23]<\/a> Ganz zu schweigen von einer etwaigen Steuerung durch (west)deutsche Neo-Nazis<a name=\"fnverweis24\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn24\">[24]<\/a>, oder &#8230; oder.<\/p>\n<p>Diese und weitere Fragen sind seri\u00f6s hier nicht zu kl\u00e4ren, zu dicht wuchert das Gestr\u00fcpp divergierender Interessen und gegenseitiger Abh\u00e4ngigkeiten. Statt dessen wird auf einige Aspekte hingewiesen, die bislang \u00fcberhaupt noch keine Beachtung fanden:<\/p>\n<ul>\n<li>Im M\u00e4rz 1992 ver\u00f6ffentlichte das Informationsreferat des Bonner Innenministeriums eine Brosch\u00fcre zum Rechtsradikalismus in der Bundesrepublik.<a name=\"fnverweis25\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn25\">[25]<\/a> Bedeutsam f\u00fcr diese Analyse wird sie deshalb, weil sich darin auch ein Artikel des LtdKD Kordus findet, in dem es u.a. hei\u00dft: &#8222;Die zunehmende Ausl\u00e4nderfeindlichkeit richtete sich ebenfalls gegen die noch in Rostock lebenden vietnamesischen B\u00fcrger&#8220;<a name=\"fnverweis26\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn26\">[26]<\/a>, und: &#8222;Zusammenfassend kann gesagt werden, da\u00df das rechtsextremistische Potential in Rostock in keiner Weise untersch\u00e4tzt werden darf&#8220;.<a name=\"fnverweis27\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn27\">[27]<\/a> (Siehe auch S. 103) Ein knappes halbes Jahr sp\u00e4ter, als es darauf angekommen w\u00e4re, solche Erkenntnisse umzusetzen, sah Kordus (trotz entsprechender Warnungen<a name=\"fnverweis28\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn28\">[28]<\/a>) nach eigenem Bekunden &#8222;die vietnamesischen Staatsb\u00fcrger weniger in Gefahr (&#8230;) als die Polizei&#8220;.<a name=\"fnverweis29\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn29\">[29]<\/a><\/li>\n<li>Am fr\u00fchen Montagabend, dem 24.8.1992 gegen 19.00 Uhr, werden den bedr\u00e4ngten Mecklenburgern vom Bundesinnenministerium (BMI) Einheiten des Bundesgrenzschutzes (BGS) angeboten, in Schwerin und Rostock jedoch abgelehnt. Dies ist um so erstaunlicher, als nahezu zeitgleich die Verb\u00e4nde der Hamburger Bereitschaftspolizei zur\u00fcckgezogen wurden. Nachdem vorherige Anfragen der Hamburger Innenverwaltung, ob man ihre Bereitschaftspolizisten an der Ostsee noch ben\u00f6tige, anderthalb Stunden lang nicht beantwortet wurden, war die Frage gegen 16.00 Uhr dringlich erneuert worden, da die Verb\u00e4nde in Hamburg selbst gebraucht w\u00fcrden. Gegen 18.00 Uhr befahl LPA-Chef Heinsen dann von Schwerin aus das Herausl\u00f6sen dieser Mannschaften. Mit Wissen um die hierdurch aufgerissene L\u00fccke, wurde das Angebot des BMI eine Stunde sp\u00e4ter dennoch abgelehnt.<\/li>\n<li>Die Frage nach den BGS-Einheiten ist von doppelter Bedeutung. Dem Vernehmen nach hatten sich die bereits vor Ort befindlichen Grenzschutzverb\u00e4nde bisher selbst angeboten. Zwar liegt es zun\u00e4chst in der Verantwortung der L\u00e4nderinnenminister, zur Unterst\u00fctzung ihrer Polizeien ggf. zus\u00e4tzliche BGS-Kr\u00e4fte anzufordern. Auf diese einfache Formel wird sich Bundesinnenminister Rudolf Seiters (CDU) jedoch kaum glaubhaft zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen, da er nicht gehindert ist, seinerseits BGS anzubieten, wenn sichtbar wird, da\u00df die regionalen Kr\u00e4fte \u00fcberfordert sind. Ohne einer &#8211; selbst in linken Kreisen zu findenden &#8211; Tendenz, das Wort reden zu wollen, als angemessene Ma\u00dfnahmen gegen rechte Entwicklungen im allgemeinen und rechte Gewaltt\u00e4ter im besonderen mit massiven polizeilichen Ma\u00dfnahmen zu begegnen, kommt der daraus resultierenden politischen Bedeutung<a name=\"fnverweis30\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn30\">[30]<\/a> der Frage, warum das Bonner Innenministerium erst am Montag, dem dritten Tag der Krawalle aktiv wurde, besondere Bedeutung zu. Dies um so mehr, wenn man neben der unmittelbaren Situation in Rostock auch die internationale politische Bedeutung ber\u00fccksichtigt, welche die dortigen Vorg\u00e4nge inzwischen erlangt hatten.<a name=\"fnverweis31\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn31\">[31]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4>Der Untersuchungsausschu\u00df in Schwerin<\/h4>\n<p>Ungew\u00f6hnlich schnell beschlo\u00df der mecklenburgische Landtag am 28.8.1992, nur vier Tage nach dem Ende der Krawalle, die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Kl\u00e4rung der Rostocker Vorf\u00e4lle. Nach den Erfahrungen mit den meisten bisherigen Untersuchungsaussch\u00fcssen, die gemeinhin als &#8222;schweres Gesch\u00fctz&#8220;<a name=\"fnverweis32\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn32\">[32]<\/a> parlamentarischer Kontrollt\u00e4tigkeit gelten, sollte man von diesem Gremium nicht allzuviel erwarten. In der Regel scheitert eine wirkliche Sachaufkl\u00e4rung schon am Desinteresse oder der Inkompetenz der meisten Ausschu\u00dfmitglieder. Wo wirklich brisante Vorg\u00e4nge offenbar werden k\u00f6nnten, wird dies zumeist durch nicht\u00f6ffentliche Absprachen \u00fcber die Parteigrenzen hinweg erledigt. Was sich der &#8222;Parlamentarische Untersuchungsausschu\u00df zu den Ereignissen um die ZASt (Zentrale Aufnahmestelle) f\u00fcr Asylbewerber in Mecklenburg-Vorpommern&#8220; in Schwerin allerdings leistet, ist schon besonderer Erw\u00e4hnung wert. Nach der formellen Einsetzung tat sich au\u00dfer kleinlichem Gez\u00e4nk um das weitere Prozedere erst einmal vier Wochen lang gar nichts, bevor dann zun\u00e4chst die ausgebrannte ZASt besichtigt wurde. Abgesehen von dem SPD-Abgeordneten Manfred Ri\u00dfmann lie\u00dfen (und lassen) es die beiden Oppositionsparteien SPD und PDS geschehen, da\u00df angeforderte Akten versp\u00e4tet<a name=\"fnverweis33\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn33\">[33]<\/a> oder unvollst\u00e4ndig<a name=\"fnverweis34\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn34\">[34]<\/a> \u00fcberstellt werden. (Da\u00df die Aktenvorbereitung im Innenministerium zudem auf oberster Ebene und im engsten Kreise erledigt wird, sei nur am Rande erw\u00e4hnt.) Auch da\u00df Innenminister Kupfer &#8211; weit ans Ende der Zeugenbefragungen plaziert<a name=\"fnverweis35\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn35\">[35]<\/a> &#8211; einen Ministerialbeamten in die Ausschu\u00dfsitzungen entsendet<a name=\"fnverweis36\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn36\">[36]<\/a> und sich so, \u00fcber den Sachstand stets voll informiert, entsprechend pr\u00e4parieren kann, ist kein Thema. Was immer das Motiv f\u00fcr das Desinteresse der PDS sein mag, die Motive der SPD<a name=\"fnverweis37\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn37\">[37]<\/a> liegen offen: Mit dem Rostocker Oberb\u00fcrgermeister Kilimann und seinem Innensenator Magdanz sind zwei ihrer Parteigenossen unmittelbar in den Skandal verwickelt. Aufkl\u00e4rung erwartet von diesem Gremium denn auch schon lange niemand mehr!<a name=\"fnverweis38\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn38\">[38]<\/a><\/p>\n<h4>Unbehagliche Schlu\u00dffolgerungen<\/h4>\n<p>Da\u00df trotz der eingangs skizzierten Ausgangslage &#8218;Rostock&#8216; lediglich eine Gemengelage aus Inkompetenz, menschlichem Versagen und mangelnder Ausstattung gewesen sein soll, ist schwer zu glauben. Eine solche Schlu\u00dffolgerung griffe zu kurz, denn zu viele `Zuf\u00e4lle&#8216; treffen hier aufeinander. Eher ist zu vermuten, da\u00df im Sp\u00e4tsommer 1992 das bisherige ministerielle Desinteresse an der ZASt und ihren Bewohnern sowie die in der Bundesrepublik allgemein zunehmende Fremdenfeindlichkeit sich auf der Polizeiebene fortsetzte. Bei streng hierarchisch strukturierten Organisationen wie der Polizei, die zudem traditionell eher konservativ ausgerichtet ist, setzen sich solche Stimmungen in der Regel schnell durch. Ministerielle Unt\u00e4tigkeit findet so ihre Entsprechung in der Polizeif\u00fchrung und von dort &#8211; in einer Art vorauseilendem Gehorsam &#8211; von oben nach unten, durch alle Entscheidungsebenen. Dies um so leichter, wenn man sich zugleich auch eines allgemeinen gesellschaftlichen Konsenses sicher sein kann. So geriet der wachsende Fremdenha\u00df in Lichtenhagen auf den Entscheidungswegen zwischen Rostock und Schwerin zu einem institutionalisierten Rassismus, bei dem niemand eine Notwendigkeit sah, mehr als das routinem\u00e4\u00dfig unbedingt N\u00f6tigste zu tun. Da\u00df eine solche Haltung die Gewaltt\u00e4tigkeiten in Rostock-Lichtenhagen immer weiter eskalieren und mit den Brandstiftungen vom 24.8.1992 endg\u00fcltig aus dem Ruder laufen lie\u00df, h\u00e4tte \u00fcber 100 Menschen beinahe das Leben gekostet. Dennoch brauchen sich die unmittelbar Verantwortlichen selbst im nachhinein keine gr\u00f6\u00dferen Gedanken \u00fcber eigenes Fehlverhalten zu machen. In stillschweigendem Konsens setzt sich die bisherige Haltung fort. Mit dem nach monatelangem Z\u00f6gern im Februar unausweichlich gewordenen Hinauswurf von Innenminister Kupfer aus dem Schweriner Kabinett soll der Fall politisch gel\u00f6st sein. Auf polizeilicher Ebene ist Polizeioberrat Deckert allem Anschein nach derjenige, an dem letztlich die alleinige Verantwortung f\u00fcr das Debakel h\u00e4ngenbleiben soll, bevor endg\u00fcltig die Akten geschlossen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4>Epilog<\/h4>\n<p>Am Dienstag, dem 25.8.1992, einen Tag nach dem Brand, verlegte LPA-Chef Heinsen &#8222;eine F\u00fchrungsgruppe des LPA in das Geb\u00e4ude der PD Rostock&#8220;.<a name=\"fnverweis39\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn39\">[39]<\/a> Ausger\u00fcstet war diese Gruppe u.a. mit Funkger\u00e4t f\u00fcr nun sieben separate Kommunikationsstr\u00e4nge. Am Nachmittag erreichte auch Heinsen selbst die Ostseestadt: &#8222;Somit lag ab dem 25.08.1992, 17.30 Uhr, die Einsatzleitung bei mir&#8220;.<a name=\"fnverweis40\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn40\">[40]<\/a> Am n\u00e4chsten Tag begann bundesweit die Mobilisierung zu einer Gro\u00dfdemonstration &#8222;Stoppt die Pogrome&#8220; f\u00fcr den kommenden Samstag (29.8.1992) in Rostock.<a name=\"fnverweis41\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn41\">[41]<\/a> Die polizeiliche Vorbereitung auf diese Demonstration lag ebenso wie die Einsatzleitung bei Heinsen und ging erst &#8222;mit Wirkung ab Sonntag, dem 30.08.1992, 12.00 Uhr, (&#8230;) wieder auf die zust\u00e4ndige Polizeidirektion Rostock \u00fcber&#8220;.<a name=\"fnverweis42\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn42\">[42]<\/a> Der Polizeieinsatz gegen die am Samstag in friedlicher Absicht anreisenden ca. 15.000 DemonstrantInnen lief wie aus dem Polizeihandbuch. Wasserwerfer, Sonderwagen und -kommandos, Hubschrauber, insgesamt waren \u00fcber 3.000 Beamte im Einsatz.<a name=\"fnverweis43\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn43\">[43]<\/a> Was tagelang nicht m\u00f6glich war, funktionierte nun wieder reibungslos.<\/p>\n<p>Er freue sich, &#8222;insbesondere auch f\u00fcr die Rostocker Bev\u00f6lkerung, aber auch f\u00fcr das Bild dieser Stadt in der \u00d6ffentlichkeit, da\u00df die Demonstration weitgehend friedlich verlaufen&#8220; sei<a name=\"fnverweis44\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fn44\">[44]<\/a>, bedankte sich Innenminister Kupfer anschlie\u00dfend in einem Brief an seinen Bonner Amtskollegen f\u00fcr dessen Unterst\u00fctzung durch Bundesgrenzschutzverb\u00e4nde.<\/p>\n<p>In welchem Zustand befindet sich diese Republik?<\/p>\n<h5>Otto Diederichs ist Redakteur und Mitherausgeber von B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP.<\/h5>\n<h6><a name=\"fn1\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis1\">[1]<\/a> Der Tagesspiegel v. 25.8.1992<br \/>\n<a name=\"fn2\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis2\">[2]<\/a> die tageszeitung v. 5.9.1992<br \/>\n<a name=\"fn3\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis3\">[3]<\/a> Antwortbrief des Innenministers v. 28.8.1991<br \/>\n<a name=\"fn4\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis4\">[4]<\/a> die tageszeitung v. 2.9.1992, Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 7.11.1992 und 28.1.1993<br \/>\n<a name=\"fn5\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis5\">[5]<\/a> Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 3.9.1992, Der Tagesspiegel v. 13.1.1992<br \/>\n<a name=\"fn6\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis6\">[6]<\/a> Norddeutsche Neueste Nachrichten v. 19.8.1992<br \/>\n<a name=\"fn7\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis7\">[7]<\/a> Ostsee-Zeitung v. 21.8.1992<br \/>\n<a name=\"fn8\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis8\">[8]<\/a> Der Spiegel v. 28.12.1992<br \/>\n<a name=\"fn9\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis9\">[9]<\/a> Schreiben des Landespolizeiamtes an das Innenministerium v. 7.9.1992 (Az.: 14.006\/14.22 hei-hk)<br \/>\n<a name=\"fn10\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis10\">[10]<\/a> siehe hierzu: B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP 38 (1\/1991)<br \/>\n<a name=\"fn11\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis11\">[11]<\/a> Berliner Zeitung v. 2.2.1993<br \/>\n<a name=\"fn12\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis12\">[12]<\/a> vgl. Deutsche Polizei 10\/92<br \/>\n<a name=\"fn13\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis13\">[13]<\/a> Der Spiegel v. 30.11.1992<br \/>\n<a name=\"fn14\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis14\">[14]<\/a> S\u00fcddeutsche Zeitung v. 24.11.1992<br \/>\n<a name=\"fn15\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis15\">[15]<\/a> Schreiben des Landespolizeiamtes a.a.O. (Fn. 9)<br \/>\n<a name=\"fn16\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis16\">[16]<\/a> ebd.<br \/>\n<a name=\"fn17\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis17\">[17]<\/a> Berliner Zeitung v. 2.2.1993<br \/>\n<a name=\"fn18\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis18\">[18]<\/a> Der Spiegel v. 28.12.1992<br \/>\n<a name=\"fn19\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis19\">[19]<\/a> siehe hierzu: die tageszeitung v. 1.2.1993, Der Spiegel v. 8.2.1993, Berliner Zeitung v. 10.2.1993<br \/>\n<a name=\"fn20\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis20\">[20]<\/a> vgl. Der Spiegel v. 28.12.1992<br \/>\n<a name=\"fn21\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis21\">[21]<\/a> S\u00fcddeutsche Zeitung v. 26.8.1992, die tageszeitung v. 1.2.1993<br \/>\n<a name=\"fn22\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis22\">[22]<\/a> Der Spiegel v. 23.11.1992, 30.11.1992 und 28.12.1992<br \/>\n<a name=\"fn23\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis23\">[23]<\/a> Berliner Morgenpost v. 24.11.1992 und 30.1.1993<br \/>\n<a name=\"fn24\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis24\">[24]<\/a> Berliner Zeitung v. 25.8.1992, Der Tagesspiegel und Frankfurter Rundschau v. 26.8.1992<br \/>\n<a name=\"fn25\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis25\">[25]<\/a> &#8222;Wehrhafte Demokratie und Rechtsextremismus&#8220;, Hg. Bundesministerium des Innern, 1992<br \/>\n<a name=\"fn26\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis26\">[26]<\/a> ebd., S. 88<br \/>\n<a name=\"fn27\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis27\">[27]<\/a> ebd., S. 91<br \/>\n<a name=\"fn28\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis28\">[28]<\/a> siehe hierzu: Frankfurter Rundschau v. 26.8.1992, Norddeutsche Neueste Nachrichten v. 26.10.1992, die tageszeitung v. 16.1.1993, Westdeutscher Rundfunk v. 27.1.1993 (Dokumentation: &#8222;Wer Gewalt s\u00e4t &#8230;&#8220;)<br \/>\n<a name=\"fn29\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis29\">[29]<\/a> Der Spiegel v. 23.11.1992<br \/>\n<a name=\"fn30\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis30\">[30]<\/a> vgl.: Berliner Morgenpost v. 26.8.1992<br \/>\n<a name=\"fn31\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis31\">[31]<\/a> Der Spiegel v. 23.11.1992<br \/>\n<a name=\"fn32\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis32\">[32]<\/a> Das Berliner Parlament: Struktur und Arbeitsweise des Abgeordnetenhauses von Berlin, S. 119<br \/>\n<a name=\"fn33\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis33\">[33]<\/a> siehe hierzu: die tageszeitung v. 9.10.1992, Berliner Zeitung v. 4.12.1992, Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 28.1.1993<br \/>\n<a name=\"fn34\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis34\">[34]<\/a> siehe hierzu: Der Tagesspiegel v. 13.1.1993, die tageszeitung v. 30.1.1993<br \/>\n<a name=\"fn35\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis35\">[35]<\/a> Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.10.1992<br \/>\n<a name=\"fn36\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis36\">[36]<\/a> Frankfurter Rundschau v. 30.1.1993, Berliner Zeitung v. 2.2.1993<br \/>\n<a name=\"fn37\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis37\">[37]<\/a> die tageszeitung v. 7.11.1992<br \/>\n<a name=\"fn38\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis38\">[38]<\/a> siehe hierzu: Der Tagesspiegel v. 13.1.1993, Frankfurter Rundschau v. 30.1.1993, die tageszeitung v. 1.2.1993, Berliner Zeitung v. 2.2.1993, S\u00fcddeutsche Zeitung v. 5.2.1993<br \/>\n<a name=\"fn39\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis39\">[39]<\/a> Schreiben des Landespolizeiamtes a.a.O. (Fn. 9)<br \/>\n<a name=\"fn40\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis40\">[40]<\/a> ebd.<br \/>\n<a name=\"fn41\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis41\">[41]<\/a> die tageszeitung v. 27.8.1992<br \/>\n<a name=\"fn42\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis42\">[42]<\/a> Schreiben des Landespolizeiamtes a.a.O. (Fn. 9)<br \/>\n<a name=\"fn43\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis43\">[43]<\/a> Der Tagesspiegel v. 30.8.1992<br \/>\n<a name=\"fn44\"><\/a><a href=\"\/1993\/02\/22\/das-polizeidebakel-von-rostock-versuch-einer-analytischen-wuerdigung\/#fnverweis44\">[44]<\/a> BGS 10\/92<\/h6>\n<h3>Foto: Umbruch Bildarchiv<\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Otto Diederichs Was in der Nacht des 22. 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