{"id":3020,"date":"1993-08-22T11:56:29","date_gmt":"1993-08-22T11:56:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cilip.de\/?p=3020"},"modified":"1993-08-22T11:56:29","modified_gmt":"1993-08-22T11:56:29","slug":"literatur-rezensionen-und-hinweise-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=3020","title":{"rendered":"Literatur, Rezensionen und Hinweise"},"content":{"rendered":"<p><strong>Literatur zum Schwerpunkt<\/strong><br \/>\nDie aktuelle Asyldiskussion in der BRD hat eine Vielzahl von Ver\u00f6ffentlichungen hervorgebracht, von denen zwei zur Demonstration der h\u00f6chst unterschiedlichen Brauchbarkeit vorgestellt werden:<i><\/i><!--more--><\/p>\n<p><b>Appel, Roland; Roth, Claudia (Hg.):<\/b> <i>Die Asyl-L\u00fcge. Ein Handbuch gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, K\u00f6ln (Volksblatt-Verlag) 1992, 280 S., DM 19,80<\/i><br \/>\n<b>Ludwig, Ralf u.a. (Hg.):<\/b> <i>Fluchtpunkt Deutschland, Marburg (Sch\u00fcren) 1992, 176 S., DM 19,80<\/i><br \/>\nDas Buch von Appel\/Roth kommt aus dem Umkreis der Organisationen und Gruppen, die praktische Solidarit\u00e4t mit Fl\u00fcchtlingen und MigrantInnen leisten: Themen sind u.a. die offizielle Zahlengaukelei mit der Asylstatistik, der Fl\u00fcchtlingsbegriff, die Diskussion um den Art. 16, Situation von Fl\u00fcchtlingsfrauen, ausl\u00e4ndische Prostituierte, Gewalt und Rassismus, Handlungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr B\u00fcrgerrechts- und Fl\u00fcchtlingsgruppen (Adressenteil im Anhang). Unter den vielen aktuellen Ver\u00f6ffentlichungen eine der brauchbarsten.<\/p>\n<p>Sowohl f\u00fcr die Debatte wie auch die praktische Arbeit sehr viel weniger n\u00fctzlich ist das Buch von Ludwig u.a.. Im Anhang nicht die Adressen von Initiativen und themenbezogenen Arbeitsgruppen, sondern der Ausl\u00e4nderbeauftragten und (wozu?) der Rechtsanwaltskammern. Artikel und Interviews von unterschiedlicher G\u00fcte: ein verwaschener multi-kulti-Beitrag von Peter Glotz, eine wenig informative \u00dcbersicht \u00fcber die Art. 16-Debatte (Klees), ein geschw\u00e4tziges Interview mit Regine Hildebrand einerseits und andererseits pr\u00e4zise Thesen zur Fl\u00fcchtlings- und Migrationspolitik von Trittin und Grenz, Artikel \u00fcber eine th\u00fcringische ZAST (Linke\/ Ness) und \u00fcber die psychosoziale Situation von Fl\u00fcchtlingen (Br\u00fcck u.a.) stehen sich gegen\u00fcber. Insgesamt sehr durchwachsener Versuch des Verlages, bei einem aktuellen Thema mitzumischen.<br \/>\n<strong>Asyl- und Ausl\u00e4nderrecht in der EG<\/strong><br \/>\nIm allgemeinen sind die Diskussionen und Beschl\u00fcsse aus den Zirkeln der EG-Kommission, der &#8218;Ad-hoc-Gruppe Einwanderung&#8216; oder der Schengener Verhandlungsgruppen nicht \u00f6ffentlich und tauchen nur in Vorlagen f\u00fcr den Innenausschu\u00df des Bundestages u.\u00e4. meist sehr d\u00fcnn sprudelnden Quellen auf. Regelm\u00e4\u00dfige Informationen finden sich hingegen in Statewatch (PO Box 1516, London N 16 OEW) und Migration Newssheet (Churches&#8216; Committee for Migrants in Europe, 174, rue Joseph II, B-1040 Br\u00fcssel).<\/p>\n<p><b>Europ\u00e4isches Parlament:<\/b> <i>Bericht im Namen des &#8218;Ausschusses f\u00fcr Recht und B\u00fcrgerrechte&#8216; zu den Fragen des Asylrechts, Berichterstatter: Heinz Oskar Vetter, 23.2.1987 \u2013 PE Dok A 2-227\/86\/B<\/i><br \/>\nNach wie vor spannende Zusammenstellung der Asylproblematik in den EG-Staaten, Ans\u00e4tze f\u00fcr eine humane Asylpolitik (EG-weites Grundrecht auf Asyl, Erweiterung des Fl\u00fcchtlingsbegriffs auf Kriegs- und B\u00fcrgerkriegsfl\u00fcchtlinge vergleichbar der afrikanischen Fl\u00fcchtlingskonzeption etc.). Die zugeh\u00f6rige Resolution des Parlaments ist abgedruckt im Amtsblatt der EG, Nr. C 99 vom 13.4.1987, S. 167-171. Der Vetter-Bericht wurde von der EG-Kommission und den \u201ef\u00fcr Einwanderungsfragen zust\u00e4ndigen Minister\u201c der EG-Staaten ignoriert.<\/p>\n<p><b>Gilsdorf, Peter:<\/b> <i>Die Kompetenz der Gemeinschaft zur Angleichung asylrechtlicher Bestimmungen in der EG, in: Europarecht 1990, H. 1, S. 65-71<\/i><br \/>\n\u00fcberarbeitete Fassung eines bei der &#8218;Konrad-Adenauer-Stiftung&#8216; 1989 gehaltenen Vortrages. Der EG-Kommissions-Jurist erl\u00e4utert die Intentionen der Kommission mit dem Entwurf einer Asyl-Richtlinie 1988. Der Richtlinienentwurf ging in dieselbe Richtung wie das sp\u00e4tere Dubliner Abkommen, scheiterte aber an Kompetenzstreitigkeiten mit den nationalen Regierungen.<\/p>\n<p><b>Wilke, Axel:<\/b> <i>Vollendung des EG-Binnenmarktes und Asylrecht. Zum Vorentwurf einer EG-Asylrichtlinie, in: Zeitschrift f\u00fcr Rechtspolitik (ZRP) 1989, H. 6, S. 225-229<\/i><br \/>\nAsylbewerberzahlen in der EG, der Richtlinienentwurf, Kompetenzen der EG-Kommission.<\/p>\n<p><b>Barwig, Klaus; L\u00f6rcher, Klaus; Schumacher, Christoph (Hg.):<\/b> <i>Asylrecht im Binnenmarkt. Die europ\u00e4ische Dimension des Rechts auf Asyl, Baden-Baden (Nomos) 1989, 363 S., DM 48,\u2013<\/i><br \/>\nZusammenstellung der Beitr\u00e4ge der 1989er &#8218;Hohenheimer Tage zum Ausl\u00e4nderrecht&#8216;, die j\u00e4hrlich von der Di\u00f6zese Rottenburg-Stuttgart der katholischen Kirche veranstaltet werden (vorhergehende Tagungen: Familiennachzug, Ausl\u00e4nderwahlrecht, soziale Situation etc. \u2013 ebenfalls bei Nomos). Obwohl seit 1989 die Entwicklung rund um Schengen und die EG erheblich fortgeschritten ist, ist der Band nach wie vor ein Steinbruch f\u00fcr Argumente. Im Vordergrund steht die Auseinandersetzung zwischen Ex-BMI Wolfgang Sch\u00e4uble, der die Abschaffung des Art. 16 fordert (BRD als \u201eReserveasylland\u201c der EG), und Berthold Huber, der den Art. 16 u.a. gegen den Richtllinienentwurf der EG-Kommission verteidigt. Ferner: Beitr\u00e4ge \u00fcber Asylrecht in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und zur Diskussion im Rahmen von EG und Europarat.<\/p>\n<p><b>Hailbronner, Kay:<\/b> <i>M\u00f6glichkeiten und Grenzen einer europ\u00e4ischen Koordinierung des Einreise- und Asylrechts, Baden-Baden (Nomos) 1989, 232 S.<\/i><br \/>\n(Konservativer) deutscher Vertreter beim &#8218;Ad-hoc-Komitee des Europarats f\u00fcr das Asylrecht (CAHAR)&#8216;, bef\u00fcrwortet seit geraumer Zeit die Streichung des Art. 16 GG sowie die Einf\u00fchrung des Prinzips der einmaligen Chance, das in Schengen und Dublin und zuvor in einem vorl\u00e4ufigen Entwurf des CAHAR f\u00fcr ein Europaratsabkommen (vgl. Anhang) enthalten ist. Siehe auch:<br \/>\n<b>ders.:<\/b> <i>Ziele und Schranken einer europ\u00e4ischen Asylrechtskoordinierung, in: Neue Zeitschrift f\u00fcr Verwaltungsrecht 1989, H. 4, S. 303-310<\/i><\/p>\n<p><b>Wollenschl\u00e4ger, Michael; Becker, Ulrich:<\/b> <i>Harmonisierung des Asylrechts in der EG und Art. 16 Abs. 2, S. 2 GG, in: Europ\u00e4ische Grundrechte-Zeitung 1990, H. 1\/2, S. 1-10<\/i><br \/>\nDer Richtlinien-Entwurf vor dem Hintergrund des Art. 16.<\/p>\n<p><b>Weichert, Thilo:<\/b> <i>Drittausl\u00e4nder in der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft, in: Informationsbrief Ausl\u00e4nderrecht 1990, H. 9, S. 257-268<\/i><br \/>\nWeicherts Beitrag ist die erste umfassendere Darstellung der asyl- und ausl\u00e4nderrechtlichen Konsequenzen des Schengener Abkommens in der juristischen Literatur.<\/p>\n<p><b>Yurttag\u00fcl, Ali:<\/b> <i>Festung Europa \u2013 Grenzen dicht f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge, in: B\u00fcrger kontrollieren die Polizei\/ B\u00fcrgerrechte &amp; Polzei\/CILIP \/ Stra\u00dfenmedizin (Hg.): Die Bullen greifen nach den Sternen, Hamburg 1990, S. 24-28<\/i><br \/>\nKommentar zu den nationalen Asylpolitiken und der Vereinheitlichung durch die EG-Innenminister und das Schengener Abkommen (in der Brosch\u00fcre dokumentiert).<\/p>\n<p><b>Meijers, H. u.a.:<\/b> <i>Schengen. Internationalisation of central chapters of the law on aliens, refugees, security and the police, Amsterdam (Kluwer) 1991, 202 S.<\/i><br \/>\nEnglische Version einer Sonderausgabe des Nederlands Juristenblad mit Aufs\u00e4tzen zum Asylrecht gem. Schengen und Dublin, zu den Sanktionen gegen Luftfahrtunternehmen, zur Bewegungsfreiheit und Einreise von Nicht-EG-B\u00fcrgerInnen, Visumspolitik u.a.; im Anhang beide Abkommen in englisch.<\/p>\n<p><b>EG-Kommission:<\/b> <i>Mitteilung der Kommission an den Rat und das europ\u00e4ische Parlament zur Asylfrage, Br\u00fcssel 11.10.91 (SEK 91-1857 endg.) sowie Mitteilung &#8230; zum Thema Einwanderung, Br\u00fcssel 23.10.1991 (SEK 91-1855 endg.<\/i>)<br \/>\nMit diesen Texten versuchte sich die Kommission erneut in die Debatte um die asylrechtliche Harmonisierung einzubringen. Forderungen: schnelle Ratifizierung des Dubliner Abkommen, weitere Harmonisierung (L\u00e4nderlisten, Abschieberegelungen etc.). Die Mitteilungen sind vor dem Hintergrund des Maastrichter Gipfels zu betrachten.<br \/>\n<strong>Folgen des Maastrichter Vertrages<\/strong><br \/>\n<b>Nanz, Klaus-Peter:<\/b> <i>Der \u201e3. Pfeiler der Europ\u00e4ischen Union\u201c: Zusammenarbeit in der Innen- und Justizpolitik, in: Integration 1992, Nr. 3 (Beilage zur Europ\u00e4ischen Zeitung 1992, H.7-8), S. 126-139<\/i><br \/>\n<b>Hailbronner, Kay:<\/b> <i>Perspektiven einer europ\u00e4ischen Asylrechtsharmonisierung nach der Maastrichter Gipfelkonferenz, in: Zeitschrift f\u00fcr Ausl\u00e4nderrecht 1992, H. 2, S. 51-59<\/i><br \/>\nW\u00e4hrend Nanz sich vor allem mit formellen und Kompetenzfragen des Vertrages auseinandersetzt, erhebt Hailbronner Forderungen nach Listen sicherer L\u00e4nder, Schnellverfahren u.a. B\u00fcrgerkriegsfl\u00fcchtlinge d\u00fcrften keinen eigenen Rechtsanspruch erhalten.<br \/>\n<strong>Neuere kritische juristische Literatur<\/strong><br \/>\n<b>Huber, Bertold:<\/b> <i>Asyl- und Ausl\u00e4nderrecht in der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft, in: Neue Zeitschrift f\u00fcr Verwaltungsrecht 1992, H. 7, S. 618-626<\/i><br \/>\nMaterialreicher \u00dcberblick \u00fcber die rechtlichen Entwicklungen im EG-Rahmen.<\/p>\n<p><b>Marx, Reinhard:<\/b> <i>Das Europa der Innenverwaltungen, in: Demokratie und Recht 1992, H.3, S. 243-247<\/i><br \/>\nKritischer Kommentar zur Politik der EG-Innenminister und zur Asylrechts\u00e4nderung von 1992, deren vorbestimmtem Scheitern, Prognose weiterer Versch\u00e4rfungen.<br \/>\n<b>ders.:<\/b> <i>Anforderungen an ein europ\u00e4isches Asylrecht, in: Kritische Justiz 1992, H. 4, S. 405-426<\/i><\/p>\n<p><b>Immigration Law Practioners&#8216; Association:<\/b> <i>Ausl\u00e4nder und Asylverfahrensrecht in den 12 Mitgliedstaaten der EG. Ein Bericht von Jim Gillespie, London 1993, 37 S. (ILPA, 115 Old Street, London EC 1V 9JR)<\/i><br \/>\n\u00dcbersicht \u00fcber bestehende Regelungen und Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Mindestnormen zur Gew\u00e4hrleistung eines effektiven Rechtsschutzes.<br \/>\n<strong>Beitr\u00e4ge aus (dem Umfeld) der Polizei<\/strong><br \/>\n<b>Lintner, Eduard:<\/b> <i>M\u00f6glichkeiten der politischen Steuerung des Zustroms von Asylbewerbern und des Ausl\u00e4nderzuzugs unter Ber\u00fccksichtigung des Aspekts des Abbaus der Grenzkontrollma\u00dfnahmen innerhalb Europas, in: Die Polizei 1992, H. 11, S. 262-267<\/i><br \/>\nDer Autor ist Staatssekret\u00e4r im BMI. Asylsuchende als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge, bundesdeutsche Asyl(abschaffungs)politik, Schengen, Vertragspolitik mit Osteuropa etc. Der Artikel erschien in einem Schwerpunktheft der Polizei \u00fcber \u201eGewalt gegen Asylbewerber und andere Ausl\u00e4nder\u201c!<\/p>\n<p><b>Die Polizei:<\/b> <i>Polizeiliche Zusammenarbeit mit Osteuropa, Die Polizei 1993, H. 6 (Schwerpunktheft)<\/i><br \/>\nWiedergabe von Beitr\u00e4gen eines Fachkongresses der IMK im M\u00e4rz 1993, Themen u.a. Grenzsicherung, Folgen der Grenz\u00f6ffnung in Osteuropa.<\/p>\n<p><b>Robertson, Myles:<\/b> <i>Die Auswirkungen der Kriminalit\u00e4t in Osteuropa auf die EG, Referat auf einer von Siemens\/Nixdorf organisierten Tagung \u201ePolizei und moderne Kommunikation\u201c (10.-12.5.93 in Bremen)<\/i><br \/>\nDer Autor ist Mitglied des &#8218;Research Institute for the Study of Conflict and Terrorism&#8216;. \u201eMigration ist nat\u00fcrlich kein Verbrechen. Illegale Migration oder Menschenschmuggel ist ein Verbrechen.\u201c (S.73)<\/p>\n<p><b>Halt, Adalbert:<\/b> <i>Stationen einer bitteren Reise, in: Deutsche Polizei 1993, H. 7, S. 19-27<\/i><br \/>\nBisher waren kritische Schilderungen der Situation an der deutschen Ostgrenze nur in der Presse zu finden. Der Beitrag von Halt, Erfahrungsbericht einer Informationsreise zu den BGS-Standorten an der deutschen Ostgrenze, ist frei von der \u00fcblichen Kriminalisierung derjenigen, die die &#8218;Gr\u00fcne Grenze&#8216; illegal \u00fcberschreiten, und schildert statt dessen eindringlich die \u201eerb\u00e4rmliche Situation\u201c, die Fl\u00fcchtlinge im BGS-Gewahrsam erwartet, die Arbeitssituation der BGS-Beamten, die Motivation der neu eingestellten Hilfskr\u00e4fte u.\u00e4.<\/p>\n<p><b>Expertenkommission Grenzpolizeiliche Personenkontrolle (Schweiz):<\/b> <i>Schlu\u00dfbericht, Bern 1993 (f\u00fcr SFr 25,\u2013 erh\u00e4ltlich beim Komitee Schlu\u00df mit dem Schn\u00fcffelstaat, Postfach 6948, CH-3001 Bern)<\/i><br \/>\nDie vom Justizministerium eingesetzte Kommission fordert eine Beteiligung an den europ\u00e4ischen Kl\u00fcngeln der polizeilichen und ausl\u00e4nderpolitischen Zusammenarbeit.<\/p>\n<p><b>Mori\u00e9, Rolf u.a (Hg.):<\/b> <i>Auf dem Weg zu einer europ\u00e4ischen Polizei, Stuttgart (Boorberg) 1992, 229 S.<\/i><br \/>\n<b>Rupprecht, Reinhard u.a.:<\/b> <i>Innere Sicherheit im Europ\u00e4ischen Binnenmarkt. Strategien und Optionen f\u00fcr die Zukunft Europas \u2013 Grundlagen, Bd. 10, G\u00fctersloh (Bertelsmann Stiftung) 1992, 392 S.<\/i><br \/>\nBeide B\u00e4nde befassen sich nur mittelbar und am Rande mit Fragen des Asylrechts und der Einwanderung in der EG. Rupprecht\/Hellenthal entwerfen ein \u201eProgramm f\u00fcr eine Europ\u00e4ische Gemeinschaft Innerer Sicherheit (EGIS)\u201c, das die bestehende Richtung administrativer und polizeilicher \u201eHarmonisierung\u201c im Rahmen von TREVI und Schengen ausdehnen will zu einem einheitlichen Konzept, das deutlich nach deutschem Vorbild gezimmert ist. Dazu holen sie sich Kommentare, u.a. von Wollenschl\u00e4ger, der sich mit den Konsequenzen f\u00fcr das Asylrecht auseinandersetzt. In dem Band von Mori\u00e9 u.a. d\u00fcrften insb. die Beitr\u00e4ge von Siegele, der eine Zusammenfassung der europ\u00e4ischen Polizei- und Sicherheitskooperation gibt (\u201eVon TREVI bis Europol\u201c) sowie von Storbeck (Leiter des Europol-Aufbaustabes in Stra\u00dfburg) interessieren.<br \/>\n<strong>Brosch\u00fcren und Reader aus dem Spektrum der KritikerInnen:<\/strong><br \/>\n<b>Bundesarbeitsgemeinschaft Fl\u00fcchtlinge der Gr\u00fcnen u.a.:<\/b> <i>Im Fadenkreuz Europas. Asylpolitik und Innere Sicherheit der EG, Bonn 1993 (Bezug \u00fcber Bundesgesch\u00e4ftsstelle der Gr\u00fcnen, Ehrental 2-4, 53332 Bornheim)<\/i><\/p>\n<p><b>Leuthard, Beat:<\/b> <i>Im elektronischen Spinnennetz gefangen, Z\u00fcrich (Rotpunkt) erscheint voraussichtlich September 1993, SFr 37,\u2013 (Vorbestellungen bei Komitee Schlu\u00df mit dem Schn\u00fcffelstaat, Adresse s.o.)<\/i><\/p>\n<p><b>Statewatch:<\/b> <i>Statewatching the new Europe, London \u2013 a Handbook of the European State, London (vorauss. August) 1993, \u00a3 4,50 (incl. Versand, Bestellungen bei Statewatch, Adresse s.o.)<\/i><br \/>\nNach L\u00e4ndern gegliederter \u00dcberblick \u00fcber Polizeistrukturen, Geheimdienste, Rassismus, Asyl und Migration.<br \/>\n(s\u00e4mtlich: Heiner Busch)<\/p>\n<p><strong>Neuerscheinungen \u201eorganisierte Kriminalit\u00e4t\u201c<\/strong><br \/>\n<b>Freiberg, Konrad; Thamm, Berndt Georg:<\/b> <i>Das Mafia-Syndrom. Organisierte Kriminalit\u00e4t: Geschichte \u2013 Verbrechen \u2013 Bek\u00e4mpfung, Hilden (Verlag Deutsche Polizeiliteratur) 1992, 320 S., DM 39,80<\/i><br \/>\n<b>Leyendecker, Hans; Rickelmann, Richard; B\u00f6nisch, Georg:<\/b> <i>Mafia im Staat. Deutschland f\u00e4llt unter die R\u00e4uber, G\u00f6ttingen (Steidl) 1992, 320 S., DM 24,\u2013<\/i><br \/>\n<b>Roth, J\u00fcrgen; Frey, Marc:<\/b> <i>Die Verbrecher-Holding. Das vereinte Europa im Griff der Mafia, M\u00fcnchen, Z\u00fcrich (Piper) 1993 (4. Aufl.), 436 S., DM 38,\u2013<\/i><br \/>\n<b>Scherer, Peter:<\/b> <i>Das Netz. Organisiertes Verbrechen in Deutschland, Frankfurt\/M., Berlin (Ullstein) 1993, 236 S., DM 19,90<\/i><br \/>\n<b>O&#8217;Brien, Joseph F.; Kurins, Andris:<\/b> <i>Ehrenwerte M\u00e4nner. Das FBI und der Pate von New York, Frankfurt\/M. (S. Fischer) 1992, 384 S., DM 39,80<\/i><\/p>\n<p>Organisierte Kriminalit\u00e4t ist eines der beliebtesten innenpolitischen Themen der letzten Jahre. Seit letztem Jahr versprechen nun einige Monographien (in der Regel von Journalisten verfa\u00dft) einer breiteren \u00d6ffentlichkeit Aufkl\u00e4rung \u00fcber das Ph\u00e4nomen \u201eOK\u201c.<\/p>\n<p>Symptomatisch f\u00fcr Anspruch und Wirklichkeit dieser Publikationen ist der Klappentext der zuletzt erschienenen Ver\u00f6ffentlichung von Scherer: \u201eDas erste Buch, das umfassend das Ph\u00e4nomen der organisierten Kriminalit\u00e4t in Deutschland darstellt.\u201c Im Text finden wir dann die bekannten Quellen und F\u00e4lle: das Lagebild OK &#8217;91 des BKA (s. Freiberg\/Thamm S. 123 ff.), die Frankfurter Gastst\u00e4tte &#8218;Pirandello&#8216; (Roth\/Frey S. 182), die deutsche Spur im Mordfall Livantino (s. Leyendecker u.a. S. 286 ff.; Freiberg\/Thamm S. 140), Falcones Vortrag beim BKA (s. Leyendecker u.a. S. 308 ff.) etc. Aber Wiederholungen sind kein Privileg des zu sp\u00e4t Gekommenen. Der ausf\u00fchrlich von Roth\/Frey (S. 120 ff.) vorgestellte Cuntrera-Caruana-Klan fehlt nicht in der Aufz\u00e4hlung von Leyendecker u.a. (S. 270). Ohne die ber\u00fchmte Allg\u00e4u-Mafia kommen weder Freiberg\/Thamm (S. 137) und Leyendecker u.a. (S. 278) noch Roth\/Frey (S. 178) aus. Die Beispiele k\u00f6nnten beliebig fortgesetzt werden: die polnische Prostituierte Jadwiga, die verschwundene Deutsche Carmen, die Dormagener Pizzeria &#8230; sp\u00e4testens beim zweiten Buch kommt einem alles irgendwie bekannt vor. Sollte sich organisierte Kriminalit\u00e4t in Deutschland auf so wenige Ph\u00e4nomene beschr\u00e4nken, da\u00df immer wieder dieselben als Beleg herangezogen werden m\u00fcssen?<\/p>\n<p>Die Autoren w\u00fcrden die Frage als blinde Ignoranz zur\u00fcckweisen \u2013 sie kennen das Credo der OK-Bek\u00e4mpfung: \u201eOrganisiertes Verbrechen, das man erkennen kann, ist schlecht organisiertes Verbrechen\u201c (Roth\/Frey, S. 25). Folglich ist OK tendenziell \u00fcberall, und die jeweils geschilderten Deliktsbereiche scheinen beliebig: Rauschgift, Autoschieberei und die \u201eItalienische organisierte Kriminalit\u00e4t\u201c finden sich in allen Ver\u00f6ffentlichungen. Je nach Vorlieben, so scheint es, werden andere Bereiche einbezogen: Korruption, Gl\u00fccksspiel, die gesamte Milieukriminalit\u00e4t, M\u00fclltransport, Atomhandel, Scheckbetrug, Geldf\u00e4lschung, Transferrubelbetrug, internationaler Waffenhandel &#8230; Da\u00df die Autoren zwar viel (be)schreiben, sie aber eigentlich nicht wissen, wovon sie reden, macht der Umgang mit der leidigen OK-Definition deutlich: Offensiv bekennen sich einzig Roth\/Frey (S. 28) dazu, da\u00df sie sich um die Definitionsfrage nicht scheren: die Gefahr sei so gro\u00df, da\u00df keine Zeit bleibe zu bestimmen, worin sie denn bestehe. Die anderen Autoren erw\u00e4hnen die beiden letzten bundesdeutschen offiziellen Definitionen; einzig Freiberg\/Thamm (S. 109 ff.) setzen sich mit ihnen auseinander. Dies mu\u00df im Vergleich schon als Vorzug angesehen werden \u2013 auch wenn Freiberg\/Thamm nicht mehr zu Wege bringen als eine vollkommen unproblematisierte Auslegung.<\/p>\n<p>Die Schilderung exemplarischer F\u00e4lle und die Fallzahlen reichen den Autoren nicht, die Bedrohung durch organisierte Kriminalit\u00e4t deutlich zu machen. Roth\/Frey sind offensichtlich um die halbe Welt (Venezuela, Kolumbien, USA, Spanien, Hongkong &#8230;) geflogen, um der OK auf die Spur zu kommen. Andere begn\u00fcgen sich mit den Aussagen von Kriminalisten oder Zitaten aus internen Polizei- und Geheimdienstpapieren. Verbunden wird diese Mischung dann mit beliebig scheinenden OK-Indikatoren: bei Roth\/Frey (S. 37) die steigende Stra\u00dfenkriminalit\u00e4t oder die Bank\u00fcberf\u00e4lle in der Ex-DDR (S. 41), bei Leyendecker u.a. (S. 118) die Lira-Schw\u00e4che im letzten Jahr, bei Scherer (S. 211) eine aus Italien stammende Pistole eines hessischen B\u00fcrgermeisters oder der hohe Ausl\u00e4nderanteil (S. 202). Wo es um Ausl\u00e4nder geht, nimmt das Differenzierungsverm\u00f6gen noch weiter ab. Soll eine Auflistung aller Gefangenen einer Justizvollzugsanstalt (Scherer S. 203 ff.) ein Indiz f\u00fcr ausl\u00e4ndische OK sein? Soll der Russen-Anteil an der Bev\u00f6lkerung ehemaliger UdSSR-Republiken und anderer Staaten (Freiberg\/Thamm S. 187) ein Indiz f\u00fcr die Ausbreitung der \u201eRussen-Mafia\u201c sein? Glauben Leyendecker u.a. (S. 305) dem von ihnen zitierten LKA-Chef, der behauptet: \u201e\u00dcberall, wo Sizilianer leben, gibt es Mafia-Verbindungen\u201c?<\/p>\n<p>Die Autoren werden diese Fragen alle bejahen. Leyendecker u.a. (S. 236) kennen eine Autoschieberbande, die \u201ein jeder deutschen Gro\u00dfstadt\u201c eine Filiale hat. Und: \u201eBayern ist bis in den letzten Winkel seiner tiefsten Provinz &#8230; ein Aktionsfeld der Mafia geworden.\u201c (S. 278) Scherer spricht vom \u201emarodierenden Berufsverbrechertum\u201c (S. 188) und von der \u201eEiterbeule der Organisierten Kriminalit\u00e4t\u201c (S. 213). Bei so viel Gleichklang in der Diagnose verwundern die geographischen Vergleiche: \u201ePalermo liegt \u00fcberall\u201c (Freiberg\/Thamm S. 319), \u201eFrankfurt ist nicht Palermo, und es liegt knapp 1500 Kilometer weiter n\u00f6rdlich\u201c (Roth\/Frey, S. 32), \u201eBerlin ist ein St\u00fcck Medell\u00edn, &#8230; und ein St\u00fcck Palermo\u201c (Leyendecker u.a. S. 51) oder etwa: \u201eFrankfurt ist \u00fcberall\u201c (Scherer S. 212).<\/p>\n<p>Nach der Lekt\u00fcre dieser B\u00fccher wissen LeserInnen nicht mehr \u00fcber organisierte Kriminalit\u00e4t als vorher. Einzig f\u00fcr Freiberg\/Thamm mu\u00df eine Einschr\u00e4nkung gemacht werden. Das Buch gibt zumindest den polizeilichen Erkenntnisstand wieder, ohne ihn durch journalistische Effekthascherei zu entwerten. Die Ohnmacht gegen\u00fcber ihrem Gegenstand teilen die Autoren jedoch mit ihren Kollegen. Welche Beziehungen etwa zwischen dem ersten Teil ihrer Darstellung (Entstehungsgeschichte z.B. von Triaden, Yakuza, Mafia etc.) und dem zweiten Teil (OK heute) bestehen, wird nicht deutlich. Die polizeiliche Wahrnehmung und Interpretation \u201eorganisierter Kriminalit\u00e4t\u201c wird an keiner Stelle in Frage gestellt.<\/p>\n<p>Alle Ver\u00f6ffentlichungen enthalten Aussagen zur Verbesserung der OK-Bek\u00e4mpfung. Das Schwergewicht liegt auf repressiven Ma\u00dfnahmen. Die Debatte um die Legalisierung von Rauschgiften wird auch aufgegriffen: Freiberg\/Thamm (S. 261 ff.) beschr\u00e4nken sich auf eine blo\u00dfe Wiedergabe der Positionen, Scherer (S. 127 ff.) lehnt jede Legalisierung ab, und Roth\/Frey (S. 371 ff.) machen sich die herrschende Bek\u00e4mpfungsstrategie mit einer moralisch-zivilisationskritisch daherkommenden Argumentation zu eigen. Lauschangriff und milieubedingte Straftaten verdeckter Ermittler (VE) werden diskutiert. Freiberg\/Thamm (S. 226 u. 236) beschr\u00e4nken sich auch hier auf die sehr kurze Aufz\u00e4hlung der Argumente. Leyendecker u.a. (S. 241) wie Roth\/Frey (S. 401) zitieren \u00fcbereinstimmend als offensichtlich besonders unverd\u00e4chtigten Protagonisten den ehemaligen Bundesdatenschutzbeauftragten und ggw. schleswig-holsteinischen Innenminister Bull, demzufolge der Lauschangriff eine soziale Last darstelle, die man als B\u00fcrger hinnehmen m\u00fcsse. Scherer macht sich nicht nur die Forderung von BKA-Pr\u00e4sident Zachert zu eigen, der VE-Einsatz sei von Straftatenkatalog und Richtervorbehalt zu befreien (S. 179), sondern fordert auch, den Lauschangriff bis in den \u201eengste(n) Intimbereich des Schwerstkriminellen\u201c auszudehnen (S. 198). Nur so k\u00f6nne das Ausweichen f\u00fcr Verbrechensplanungen in diese R\u00e4ume verhindert werden! Der Mann ist wenigstens logisch konsequent und ehrlich.<\/p>\n<p>\u00dcber die Realit\u00e4t des polizeilichen Lauschangriffs berichten die beiden ehemaligen FBI-Agenten O&#8217;Brian und Kurins. Belauscht wurde das damalige Oberhaupt einer der f\u00fcnf New Yorker Mafia-Familien, Paul Castellano. Die Autoren beschreiben ausf\u00fchrlich nicht nur das New Yorker Mafiamilieu, die Macht der Familien und deren \u201eT\u00e4tigkeitsbereiche\u201c, sondern auch detailliert die praktischen und technischen Schwierigkeiten ihres Lauschangriffs. Das Buch ist zwar als spannende Kriminalgeschichte (ohne happy end) geschrieben, es enth\u00e4lt dar\u00fcber hinaus aber interessante Aspekte, die f\u00fcr die deutsche Diskussion \u00fcber organisierte Kriminalit\u00e4t von Interesse sind. Dies gilt f\u00fcr das Ph\u00e4nomen OK selbst: es wird deutlich, da\u00df \u201eorganized crime\u201c in den USA sich nach wie vor qualitativ von \u201eorganisierter Kriminalit\u00e4t\u201c in Deutschland unterscheidet. Dies gilt f\u00fcr das Instrument Lauschangriff: die Wanze wird in der K\u00fcche plaziert, und Intimit\u00e4ten werden belauscht, weil sie den moralischen Verfall des Paten dokumentieren sollen. Und dies gilt f\u00fcr die Effektivit\u00e4t des Lauschangriffs: Zwar erm\u00f6glichten die belauschten und aufgezeigten Gespr\u00e4che einen umfangreichen Mafia-Proze\u00df. Castellano starb jedoch vor Proze\u00dfbeginn durch einen von John Gotti beauftragten Killer. Gotti, als Nachfolger Castellanos Chef der Gambino-Familie, wurde sp\u00e4ter aufgrund von geheimen Tonbandaufzeichnungen angeklagt und verurteilt. Die Paten werden belauscht und gehen \u2013 aber die Mafia bleibt. Ist vom Lauschangriff mehr zu erwarten? In deutschen OK-Ver\u00f6ffentlichungen sucht man eine Antwort vergebens.<br \/>\n(Norbert P\u00fctter)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Literatur zum Schwerpunkt Die aktuelle Asyldiskussion in der BRD hat eine Vielzahl von Ver\u00f6ffentlichungen hervorgebracht,<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[51,148],"tags":[],"class_list":["post-3020","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cilip-045","category-rezensionen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3020","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3020"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3020\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3020"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3020"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3020"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}