{"id":3796,"date":"2002-02-25T17:14:17","date_gmt":"2002-02-25T17:14:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cilip.de\/?p=3796"},"modified":"2002-02-25T17:14:17","modified_gmt":"2002-02-25T17:14:17","slug":"internet-streifen-recherchen-ohne-verdacht-im-weltweiten-datennetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=3796","title":{"rendered":"Internet-Streifen &#8211; Recherchen ohne Verdacht im weltweiten Datennetz"},"content":{"rendered":"<h3>von Martina Kant<\/h3>\n<p><strong>Virtuelle \u201eStreifenfahrten\u201c im Internet geh\u00f6ren mittlerweile zu den Standardma\u00dfnahmen beim Bundeskriminalamt (BKA), bei der bayerischen Polizei und den Verfassungsschutzbeh\u00f6rden. Unausgesprochenes und auch unerreichbares Ziel dabei ist es, s\u00e4mtliche \u00c4u\u00dferungen im World Wide Web, im Chat und in Newsgroups auf ihre strafrechtliche Relevanz bzw. \u201eVerfassungsfeindlichkeit\u201c zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/strong><\/p>\n<p>Bereits seit dem 1. Februar 1995 werten PolizeibeamtInnen des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) und des Polizeipr\u00e4sidiums M\u00fcnchen anlass\u00adunabh\u00e4ngig das Internet nach strafbaren Inhalten aus. Nach einem vierj\u00e4hrigen Pilotprojekt wurde das Sachgebiet \u201eNetzwerk\u00adfahndung\u201c im Februar 1999 als dauerhafte Zentralstelle f\u00fcr Bayern mit neun BeamtInnen beim LKA angesiedelt. Wie uns die Pressestelle des Polizeipr\u00e4sidiums M\u00fcnchen Ende M\u00e4rz mitteilte, recherchieren auch neun BeamtInnen des dortigen Kommissariats 343 weiterhin ohne Anlass im Netz.<!--more--><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Bayerns Innenminister G\u00fcnther Beckstein gefordert hatte, auch in den anderen Bundesl\u00e4ndern poli\u00adzeiliche Stellen zur Internet-Recherche einzurichten, beschloss die Innen\u00administer\u00adkonferenz im November 1998 statt dessen, dass das BKA als Zentralstelle diese Aufgabe \u00fcbernehmen sollte. Im M\u00e4rz 1999 nahm schlie\u00dflich die \u201eZen\u00adtralstelle f\u00fcr anlassunabh\u00e4ngige Recherchen in Datennetzen\u201c (ZaRD) beim BKA ihre Arbeit auf. Nach Auskunft der BKA-Pressestelle sind derzeit f\u00fcr den Bereich der sog. Staatsschutzdelikte acht BeamtInnen in der Staatsschutzabteilung in Bonn-Meckenheim besch\u00e4ftigt. Die zw\u00f6lf BeamtInnen der Wies\u00adbadener Dienst\u00adstelle befassen sich bei ihren Recherchen mit der \u00fcbrigen Kriminalit\u00e4t im Internet.<\/p>\n<h4>Ermittlungsschwerpunkt Kinderpornografie<\/h4>\n<p>Im Zentrum der anlasslosen Recherchen steht sowohl in Bayern als auch beim BKA die Suche nach kinderpornografischem Material und dessen Anbietern. Dieser Schwerpunkt schl\u00e4gt sich jedenfalls in den Statistiken \u00fcber Verdachtsf\u00e4lle nieder. Die \u00dcbersicht gibt weniger Aufschluss \u00fcber die \u201eKriminalit\u00e4t im Netz\u201c, sondern sagt eher etwas \u00fcber die Arbeitsweise der Polizei aus: Gefunden wird, wonach auch gesucht wird.<\/p>\n<p>Da das BKA eigens eine Gruppe f\u00fcr die Suche nach Staatsschutzdelikten ins Netz schickt \u2013 nach eigenen Angaben mit dem T\u00e4tigkeitsschwerpunkt Rechtsextremismus \u2013, ist die Zahl der Verdachtsf\u00e4lle in diesem Bereich entsprechend h\u00f6her als bei den bayerischen Polizei-Surfern.<\/p>\n<p>Tab. 1: Verdachtsf\u00e4lle bei anlassunabh\u00e4ngigen Internet-Recherchen<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"155\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"129\"><strong>LKA Bayern<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"129\"><strong>BKA<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>2001<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>2000<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>1999<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>2001<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>2000<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>1999<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">Kinderpornografie<\/td>\n<td width=\"43\">407<\/td>\n<td width=\"43\">409<\/td>\n<td width=\"43\">416<\/td>\n<td width=\"43\">903<\/td>\n<td width=\"43\">1117<\/td>\n<td width=\"43\">1008<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">sonst. Sexueller (Kindes-)Missbrauch<\/td>\n<td width=\"43\">4<\/td>\n<td width=\"43\">36<\/td>\n<td width=\"43\">17<\/td>\n<td width=\"43\">6<\/td>\n<td width=\"43\">13<\/td>\n<td width=\"43\">5<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">Tier-\/Gewaltpornografie<\/td>\n<td width=\"43\">22<\/td>\n<td width=\"43\">58<\/td>\n<td width=\"43\">90<\/td>\n<td width=\"43\">20<\/td>\n<td width=\"43\">70<\/td>\n<td width=\"43\">15<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">Pornografie\/Jugendschutz<\/td>\n<td width=\"43\">104<\/td>\n<td width=\"43\">143<\/td>\n<td width=\"43\">129<\/td>\n<td width=\"43\">1<\/td>\n<td width=\"43\">1<\/td>\n<td width=\"43\">6<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">BtMG<\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\">11<\/td>\n<td width=\"43\">18<\/td>\n<td width=\"43\">17<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">Arzneimittelgesetz<\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\">36<\/td>\n<td width=\"43\">37<\/td>\n<td width=\"43\">27<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">Wirtschafts- u. Computerkriminalit\u00e4t<\/td>\n<td width=\"43\">5<\/td>\n<td width=\"43\">12<\/td>\n<td width=\"43\">6<\/td>\n<td width=\"43\">12<\/td>\n<td width=\"43\">14<\/td>\n<td width=\"43\">21<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">Urheberschutz<\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\">1<\/td>\n<td width=\"43\">11<\/td>\n<td width=\"43\">7<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">sonstige Delikte<\/td>\n<td width=\"43\">39<\/td>\n<td width=\"43\">21<\/td>\n<td width=\"43\">21<\/td>\n<td width=\"43\">7<\/td>\n<td width=\"43\">7<\/td>\n<td width=\"43\">12<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\"><strong>Staatsschutzdelikte<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>5<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>19<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>17<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>89<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>243<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>8<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><strong>[2]<\/strong><\/a><\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">davon Linksextremismus<\/td>\n<td width=\"43\">0<\/td>\n<td width=\"43\">0<\/td>\n<td width=\"43\">1<\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">davon Rechtsextremismus<\/td>\n<td width=\"43\">5<\/td>\n<td width=\"43\">19<\/td>\n<td width=\"43\">16<\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\"><strong>Verdachtsvorf\u00e4lle gesamt<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>586<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>698<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>696<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>1086<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>1531<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>1126<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">davon aufgrund von Eigenrecherchen<\/td>\n<td width=\"43\">411<\/td>\n<td width=\"43\">471<\/td>\n<td width=\"43\">411<\/td>\n<td width=\"43\">1086<\/td>\n<td width=\"43\">1531<\/td>\n<td width=\"43\">1126<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">davon aufgrund von Hinweisen Dritter<\/td>\n<td width=\"43\">285<\/td>\n<td width=\"43\">281<\/td>\n<td width=\"43\">285<\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Andere internettypische Deliktsbereiche wie Urheberrechtsverst\u00f6\u00dfe und bestimmte Betrugsformen bleiben hingegen weitgehend unber\u00fccksichtigt. Die Polizei sieht sich schlicht \u00fcberfordert, das gesamte Netz konzentriert und systematisch auch nach anderen Delikten zu durchsuchen.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Mittlerweile haben die Landeskriminal\u00e4mter Online-Meldestellen eingerichtet, an die SurferInnen ihre Beobachtungen \u00fcber verbotene Pornografie, Volksverhetzung usw. der Polizei schicken k\u00f6nnen.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Ob allerdings das Online-Denunziantentum die Polizei entlastet, darf bezweifelt werden: Nach Auskunft des bayerischen LKA betrafen von den 4.572 Hinweisen, die es im Jahr 2001 erhielt, rund 63\u00a0% keine strafrechtlich relevanten Inhalte, knapp 30\u00a0% waren der Polizei bereits bekannt.<\/p>\n<h4>Strategien und Ermittlungsmethoden<\/h4>\n<p>Die bayerischen \u201eNetzwerkfahnder\u201c begannen 1995 zun\u00e4chst damit, die Angebote der Mailboxen zu kontrollieren. Mittlerweile durchsuchen die PolizeibeamtInnen prinzipiell alle Dienste des weltweiten Datennetzes. Die Suche nach illegalen Inhalten im WWW \u00fcber allgemeine Suchmaschinen wie Google oder Altavista sei aber wenig effizient, erbringe zu viele Treffer und oft nur vermeintlich illegale Inhalte, mit denen die Website-Betreiber Aufmerksamkeit erwecken wollten. Daher recherchiert die Polizei dort, wo sie \u201eTreffer\u201c vermutet. Das seien bei der Suche nach indizierten rechtsextremen Musiktiteln Filesharing-B\u00f6rsen (z.B. Napster) oder bei der Suche nach Kinderpornografie vor allem einschl\u00e4gige Diskussionsforen im Usenet sowie Chat-R\u00e4ume. Dort habe es immer wieder Hinweise auf tats\u00e4chliche illegale Web-Seiten gegeben.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>Die bayerischen Fahnder w\u00fcrden dabei gezielt nach PC-Usern suchen, die \u201ein den Foren bzw. \u00fcber Passwortkontakte pornografische Bilder und Texte tauschen, Pornografie auf Videos und sonstigen Datentr\u00e4gern zum Kauf anbieten, sexuelle Dienste gegen Geld offerieren (Hostessen), &#8230; Typen, die Minderj\u00e4hrige an P\u00e4dosexuelle gegen Bezahlung zu vermitteln versuchen.\u201c Polizeilich interessant seien auch \u201ediejenigen, die als sog. Verbalerotiker Bildschirmdialoge f\u00fchren, und nat\u00fcrlich auch Personen, die Privatkontakte mit sexueller Erwartung suchen.\u201c<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Mit diesem \u201eRaster\u201c d\u00fcrfte die Polizei weit \u00fcber das Ziel hinausschie\u00dfen. Problematisch an diesem Vorgehen ist insbesondere, dass auch \u00c4u\u00dferungen und sexuelle Neigungen in den Blickwinkel der Ermittler geraten, die strafrechtlich vollkommen irrelevant sind.<\/p>\n<p>Tab. 2: \u201eTatorte\u201c der Verdachtsf\u00e4lle<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"155\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"129\"><strong>LKA Bayern<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"129\"><strong>BKA<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>2001<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>2000<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>1999<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>2001<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>2000<\/strong><\/td>\n<td width=\"43\"><strong>1999<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">Chat \/ IRC \/ ICQ<\/td>\n<td width=\"43\">8<\/td>\n<td width=\"43\">15<\/td>\n<td width=\"43\">122<\/td>\n<td width=\"43\">342<\/td>\n<td width=\"43\">ca. 600<\/td>\n<td width=\"43\">667<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">World Wide Web (WWW)<\/td>\n<td width=\"43\">522<\/td>\n<td width=\"43\">489<\/td>\n<td width=\"43\">368<\/td>\n<td width=\"43\">281<\/td>\n<td width=\"43\">ca. 230<\/td>\n<td width=\"43\">194<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">Usenet \/ Newsgroups<\/td>\n<td width=\"43\">16<\/td>\n<td width=\"43\">64<\/td>\n<td width=\"43\">142<\/td>\n<td width=\"43\">468<\/td>\n<td width=\"43\">ca. 500<\/td>\n<td width=\"43\">189<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">E-Mail-Bereich<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/td>\n<td width=\"43\">32<\/td>\n<td width=\"43\">129<\/td>\n<td width=\"43\">63<\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\">136<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">File-Sharing-Networks \/ FTP<\/td>\n<td width=\"43\">8<\/td>\n<td width=\"43\">1<\/td>\n<td width=\"43\">1<\/td>\n<td width=\"43\">15<\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\">4<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"155\">Sonstige<\/td>\n<td width=\"43\">&#8211;<\/td>\n<td width=\"43\">&#8211;<\/td>\n<td width=\"43\">&#8211;<\/td>\n<td width=\"43\">10<\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"43\">2<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beim blo\u00dfen Beobachten offener Kommunikation bleibt es jedoch nicht. Die BeamtInnen des PP M\u00fcnchen versuchen zum Beispiel im Internet Relay Chat (IRC), einem Dienst, der Online-Kommuni\u00adkation in Echt\u00adzeit \u00fcber die Tastatur erm\u00f6glicht, gezielt mit Anbietern und Empf\u00e4ngern von Pornografie in Kontakt zu kommen. Stammt der Anbieter aus dem Raum M\u00fcnchen, gehen sie zum Schein auf Angebote zum Tausch von Kinderpornografie ein, ansonsten leiten sie ihre Ergebnisse an die zust\u00e4ndige Polizeidienststelle weiter. Ist der Anbieter zu einem Treffen bereit, schl\u00e4gt die Polizei beim Austausch des Materials zu.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Anders als die L\u00e4nderpolizeien kann das BKA in diesen F\u00e4llen grunds\u00e4tzlich nicht selbst aktiv werden. Sto\u00dfen die BeamtInnen auf verd\u00e4chtiges Material, versuchen sie lediglich den Urheber zu ermitteln und geben die Daten an das zust\u00e4ndige LKA.<\/p>\n<h4>\u00dcberwachung politischer AktivistInnen<\/h4>\n<p>Nicht nur die Polizei \u00fcberwacht das Internet. Auch die Verfassungsschutz\u00e4mter beobachten die Internet-Aktivit\u00e4ten auf sogenannte verfassungsfeindliche Bestrebungen. Bekannte Homepages \u201emit extremistischen Inhalten\u201c werden regelm\u00e4\u00dfig auf Aktualisierungen \u00fcberpr\u00fcft, bei Internet-Recherchen neu entdeckte \u201eextremistische\u201c Seiten wertet der Verfassungsschutz systematisch aus.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Die Ergebnisse finden sich in den Verfassungsschutzberichten wieder, die in den letzten Jahren um Kapitel zu Internetaktivit\u00e4ten ihrer Klientel erweitert wurden. Hinweise auf fest\u00adgestellte strafbare rassistische, antisemitische oder extremistische Inhalte geben die \u00c4mter an die Polizei weiter. In welchem Umfang die Verfassungsschutzbeh\u00f6rden das Internet als Informationsquelle \u00fcber Aktivit\u00e4ten und \u00c4u\u00dferungen einzelner Personen heranziehen und diese Daten speichern, kann nur gemutma\u00dft werden.<\/p>\n<p>Im Vorfeld des EU-Gipfels in G\u00f6teborg und des G-8-Treffens in Genua \u201ewurden seitens der deutschen Sicherheitsbeh\u00f6rden fortlaufend Internetrecherchen durchgef\u00fchrt\u201c, teilte das Bundesinnenministerium auf eine parlamentarische Anfrage hin mit.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Konkrete Aufrufe zur Beteiligung an Straftaten hat die Polizei dabei in keinem Fall gefunden. Alle Ergebnisse, insbesondere Angebote f\u00fcr Fahrten nach G\u00f6teborg, wurden jedoch registriert und den schwedischen Sicherheitsbeh\u00f6rden \u201efortlaufend\u201c \u00fcber\u00admittelt.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Betroffen von den \u00dcberpr\u00fcfungen waren u.a. die Seiten www.fau.org der anarchosyndikalistischen \u201eFreien ArbeiterInnen Union\u201c (FAU-IAA), www.sav-online.de der Sozialistischen Alternative oder das Mediennetzwerk www.de.indymedia.org.<\/p>\n<p>Auch in Spanien wurden Web-Seiten von GlobalisierungsgegnerInnen Ziel systematischer \u00dcberwachungen durch spanische Sicherheitsbeh\u00f6rden. Schon Monate vor dem EU-Gipfel in Barcelona Mitte M\u00e4rz dieses Jahres registrierten die BetreiberInnen der linken Internet-Plattform www.nodo50.org vermehrt Zugriffe durch Computer der Guardia Civil, der Polic\u00eda Nacional und des spanischen Innenministeriums.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Anhand der IP-Adressen, die im Server-Logfile gespeichert werden, konnte nicht nur die Netzzugeh\u00f6rigkeit der Rechner identifiziert werden, sondern auch, was die staatlichen Surfer auf den Seiten der \u00fcber 400 Organisationen bei nodo50 interessierte. Sie suchten zum einen gezielt nach Ter\u00adminen, Aktionen und Treffpunkten der Anti-Globalisierungsbewegung, und zum anderen versuchten sie sich unter Pseudonymen in Mailing-Listen einzuschreiben \u2013 das misslang allerdings, da sie ung\u00fcltige E-Mail-Adressen angaben. \u00dcber die Medien suggerierte die spanische Polizei, sie w\u00fcsste alles \u00fcber die Anti-Globalisierungsbewegung \u2013 was sie denkt, was sie tut, was sie diskutiert. Nodo50 hat daraufhin kurzerhand den Zugriff f\u00fcr die Computer der Sicherheitsbeh\u00f6rden gesperrt.<\/p>\n<h4>Automatisierung der Web-\u00dcberwachung<\/h4>\n<p>Seit Mitte vergangenen Jahres steht den deutschen Polizei- und Verfassungsschutzbeh\u00f6rden das \u201eInternet-Ermittlungstool\u201c, kurz INTERMIT zur Verf\u00fcgung, das die Fahndungsarbeit gezielter, schneller und damit effizienter gestalten soll. Das vom Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik entwickelte Werkzeug war vom Bundesinnenministerium noch unter Manfred Kanther in Auftrag gegeben worden. Im Kern sei es eine Meta-Suchmaschine, mit der \u201eweitgehend automatisiert und systematisch das Internet nach verbotenen Inhalten wie etwa rechtsex\u00adtremistischen oder kinderpornografischen Seiten\u201c durchsucht werden k\u00f6nne.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Die Software k\u00f6nne W\u00f6rter und Be\u00adgriffe analysieren und w\u00fcrde \u201eTreffer\u201c in einer Unix-Datenbank ablegen. Die Anwendung sei auf das WWW beschr\u00e4nkt; E-Mail- oder Chat-Kom\u00admunikation werde nicht gescannt.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Beim BKA und bayerischen LKA be\u00adfindet sich INTERMIT noch in der Erprobungsphase. Ein regelm\u00e4\u00dfiger Einsatz im Rahmen der anlassunabh\u00e4ngigen Recherchen findet nach Auskunft des BKA noch nicht statt. Neben Fragen der Effizienz \u2013 trotz der Technik ist mit einer Vielzahl von Treffern zu rechnen, die gesichtet werden m\u00fcssen \u2013 ist bislang v\u00f6llig unklar, auf welcher Rechtsgrundlage Polizei und Geheimdienste das gesamte Web scannen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Suche nach Kinder- und Tierpornografie kommt beim BKA und den LK\u00c4 seit 1998 die Software PERKEO zum Einsatz.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> Mit diesem Daten-Scanner k\u00f6nnen beliebige Datentr\u00e4ger (lokal, im Netzwerk, News-Server oder Webspace) durchsucht und Dateien mit pornografischen Bildern anhand der Pr\u00fcfsummen von zuvor identifizierten Bildern gefunden werden. Darin liegt aber gerade die Schw\u00e4che, denn PERKEO kann lediglich Duplikate finden; wird nur ein Bit der Datei ver\u00e4ndert, sinkt die Trefferquote auf Null.<\/p>\n<h4>Rechtliche Grauzone<\/h4>\n<p>Das einfache verdachtslose Surfen in \u00f6ffentlichen Bereichen des Datennetzes wird sowohl von der Polizei als auch von JuristInnen und Datensch\u00fctzerInnen zun\u00e4chst <em>nicht<\/em> als Grundrechtseingriff gewertet, sondern als Informationsbeschaffung aus allgemein zug\u00e4nglichen Quellen \u2013 vergleichbar mit der Auswertung von Zeitungen, Zeitschriften, Filmen usw. nach strafbaren Inhalten.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Dieses sei durch die Aufgabenzuweisungen in den Polizeigesetzen (Gefahrenabwehr, vorbeugende Bek\u00e4mpfung von Straftaten) abgedeckt. F\u00fcr Internet-Recherchen, mit denen Lagebilder oder andere allgemeine Einsch\u00e4tzungen ohne direkten Personenbezug \u2013 z.B. \u00fcber die Zahl rechtsextremistischer Web-Seiten \u2013 gewonnen werden sollen, mag dies zutreffen. Sobald aber im Netz gezielt nach Daten bestimmter Personen gesucht wird, bei den Recherchen personenbezogene Daten erhoben werden oder Polizeibeamte verdeckt an Diskussionsforen oder Chats teilnehmen, greift dies in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ein und bedarf einer rechtlichen Grundlage.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Bundeskriminalamt hei\u00dft dies, dass verdeckte, die polizeiliche Identit\u00e4t bewusst verheimlichende oder verschleiernde Recherchen im Internet <em>rechtswidrig<\/em> sind, da das BKA-Gesetz keine Erm\u00e4chtigungsgrundlage daf\u00fcr darstellt. Nach \u00a7 2 Abs. 1 i.V.m. \u00a7 7 Abs. 2 BKA-Gesetz d\u00fcrfen die BeamtInnen nur <em>offen<\/em> Daten bei nicht-\u00f6ffentlichen Stellen erheben. Auf die Regelungen der Strafprozessordnung kann sich das BKA in diesem Stadium der Beobachtung \u2013 ein Verdacht liegt bei den anlasslosen Recherchen gerade nicht vor \u2013 auch nicht st\u00fctzen.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>Um offen zu ermitteln, muss die Polizei, wenn sie einen Chat-Raum betritt oder an einem Diskussionsforum teilnimmt, ihre Beh\u00f6rdeneigenschaft deutlich machen, ansonsten ermittelt sie verdeckt.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> Dass das BKA sich bei seinen Recherchen im Chat und Usenet als BKA zu erkennen gibt, muss angesichts der hohen Fallzahl (s. Tab. 2) bezweifelt werden.<\/p>\n<p>Auch die bayerische Polizei bewegt sich bei ihren virtuellen Streifen in einer rechtlichen Grauzone. Denn fraglich ist, ob sie sich bei ihren verdeckten Eins\u00e4tzen im Chat oder Usenet unter Verwendung von Pseu\u00addonymen auf die Bestimmungen des Polizeiaufgabengesetzes (PAG) \u00fcber die Datenerhebung (Art. 31) oder Datenerhebung mit besonderen Mitteln (Art. 33) berufen kann. Zum einen unterscheidet sich diese Form der Datenerhebung erheblich von herk\u00f6mmlichen Streifenfahrten, Recherchen oder der beobachtenden Teilnahme an Veranstaltungen. Je\u00adde Ver\u00f6ffentlichung im Internet ist auf Dauer abrufbar und ohne Pro\u00adbleme dauerhaft speicherbar, jede \u00c4u\u00dferung im Diskussionsforum oder Chat kann mitgeschnitten und einer bestimmten Person zugeordnet werden. Verdachtslose Internetstreifen sind daher eher vergleichbar mit Streifenfahrten mit optionaler Videoaufzeichnung oder \u2013 im Falle der Chat-Kommunikation \u2013 dem verdeckten Einsatz technischer Mittel zur Aufzeichnung des nicht\u00f6ffentlich gesprochenen Wortes oder dem Einsatz Verdeckter Ermittler. Deren Einsatzvoraussetzungen kn\u00fcpfen jedoch im PAG an eine konkrete Gefahr f\u00fcr schwerwiegende Rechtsg\u00fcter (Leib, Leben, Sicherheit des Bundes etc.) oder den Anfangsverdacht ei\u00adner bevorstehenden \u201eStraftat von erheblicher Bedeutung\u201c an; beides ist bei anlassunabh\u00e4ngigen Internetrecherchen nicht ohne weiteres gegeben.<\/p>\n<h4>Totale \u00dcberwachung?<\/h4>\n<p>Dass die Polizei \u201edie Kriminalit\u00e4t im Internet\u201c in den Griff bekommt, glaubt sie nicht einmal selbst (vermutlich deshalb setzt sie bei der Internet-Streife in erster Linie auf Abschreckung<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a>). Auch die Forderung der Deutschen Polizeigewerkschaft nach 5.000 weiteren Stellen f\u00fcr Polizei-Surfer wird daran nichts \u00e4ndern. Alarmieren muss allein schon das staatliche Bestreben, das weltweite Datennetz unter Kontrolle bringen zu wollen. Die Bek\u00e4mpfung von Kinderpornografie ist dabei nur der T\u00fcr\u00f6ffner, der die Legitimation f\u00fcr die Total\u00fcberwachung des Internet schaffen soll. Wenn schlie\u00dflich die InternetnutzerInnen bef\u00fcrchten m\u00fcssen, dass die Polizei wahllos, verdeckt und unter Verwendung von spezieller Software alle jemals ge\u00e4u\u00dferten Netz-Inhalte beobachtet, sind Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt massiv bedroht.<\/p>\n<h5>Martina Kant ist Redakteurin von B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP.<\/h5>\n<h6><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0 Die Angaben aus Tabelle 1 und 2 stammen jeweils aus einer schriftlichen Auskunft der bayerischen LKA- und der BKA-Pressestelle an die Redaktion.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0 In der Zeitschrift Die Polizei 1999, H. 9, S. 265 sind als erste Bilanz des BKA von Mitte Juni 1999 96 F\u00e4lle aus dem Bereich Staatsschutz genannt (davon Linksextremismus: 40, Rechtsextremismus: 22, politisch motiv. Ausl\u00e4nderkriminalit\u00e4t: 18, sonst. Delikte: 16).<br \/>\n<a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0\u00a0 vgl. Fiehl, H.: Erfahrungen bei der Recherche in den Datennetzen, in: der kriminalist 1999, H. 1, S. 2-6 (2)<br \/>\n<a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0\u00a0 s. die Liste unter: www.heise.de\/ct\/Netz_gegen_Kinderporno\/meldestellen.shtml<br \/>\n<a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a>\u00a0\u00a0 Steiger, A.; Adler, Ch.: Auf Streife, in: Deutsches Polizeiblatt 2001, H. 4, S. 23-25 (24)<br \/>\n<a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a>\u00a0\u00a0 Fiehl a.a.O. (Fn. 3), S. 3<br \/>\n<a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a>\u00a0\u00a0 Nach Auskunft des BKA erfasst es darunter alle F\u00e4lle, bei denen bei Entdeckung nur eine E-Mail-Adresse des m\u00f6glichen Urhebers bekannt ist. Diese Erkl\u00e4rung \u00fcberzeugt nicht, da auch f\u00fcr diese F\u00e4lle ein \u201eTatort\u201c zutreffen m\u00fcsste. Vermutlich handelt es sich hierbei um E-Mails, die die Polizei selbst als (nicht offen ermittelnde) Beamte erhalten hat.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a>\u00a0\u00a0 S\u00fcddeutsche Zeitung v. 11.\/12.11.1995<br \/>\n<a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a>\u00a0\u00a0 BT-Drs. 14\/2879 v. 10.3.2000, S. 7 (schriftliche Antwort der Bundesregierung)<br \/>\n<a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a>\u00a0 BT-Plenarprotokoll 14\/178 v. 27.6.2001, S. 17509, 17540<br \/>\n<a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a>\u00a0 ebd., S. 17509<br \/>\n<a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a>\u00a0 s. http:\/\/losvigilantes.nodo50.org\/infoenglish.html<br \/>\n<a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a>\u00a0 Pressemitteilung des BSI v. 16.5.2001, www.bsi.bund.de\/presse\/archiv\/intermit.htm<br \/>\n<a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a>\u00a0 vgl. www.heise.de\/tp\/deutsch\/inhalt\/te\/7690\/1.html<br \/>\n<a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a>\u00a0 PERKEO = <strong>P<\/strong>rogramm zur <strong>Er<\/strong>kennung <strong>k<\/strong>inderpornografischer <strong>e<\/strong>indeutiger <strong>O<\/strong>bjekte, s. www.perkeo.net; vgl. www.heise.de\/tp\/deutsch\/inhalt\/te\/1520\/1.html<br \/>\n<a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a>\u00a0 vgl. hierzu bspw. B\u00e4r, W.: Auf dem Weg zur \u201eInternet-Polizei\u201c?, in: B\u00e4umler, H. (Hg.): Polizei und Datenschutz. Neupositionierung im Zeichen der Informationsgesellschaft, Neuwied, Kriftel 1999, S. 167-187 (170)<br \/>\n<a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a>\u00a0 vgl. Bundesbeauftragter f\u00fcr den Datenschutz: 18. T\u00e4tigkeitsbericht (1999-2000), BT-Drucksache 14\/5555 v. 13.3.2001, S. 105<br \/>\n<a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a>\u00a0 vgl. Germann, M.: Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Internet, Berlin 2000, S. 520<br \/>\n<a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a>\u00a0 s. Die Polizei 1999, H. 9, S. 265<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Martina Kant Virtuelle \u201eStreifenfahrten\u201c im Internet geh\u00f6ren mittlerweile zu den Standardma\u00dfnahmen beim Bundeskriminalamt (BKA),<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[152,77],"tags":[309,699,992,1098,1558],"class_list":["post-3796","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-artikel","category-cilip-071","tag-bundeskriminalamt","tag-gipfelprotest","tag-netzwerkfahndung","tag-polizei-im-internet","tag-zard"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3796","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3796"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3796\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3796"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3796"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3796"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}