{"id":4009,"date":"1991-11-26T18:20:32","date_gmt":"1991-11-26T18:20:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cilip.de\/?p=4009"},"modified":"1991-11-26T18:20:32","modified_gmt":"1991-11-26T18:20:32","slug":"literatur-rezensionen-und-hinweise-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=4009","title":{"rendered":"Literatur &#8211; Rezensionen und Hinweise"},"content":{"rendered":"<p><strong>Literatur zum Schwerpunkt<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkung: Die Diskussion um die Schengener Abkommen, TREVI und die neuere Entwicklung von Interpol zeichnet sich durch ein erhebliches exekutives \u00dcbergewicht aus. Die wichtigsten Informationen sind meist \u00f6ffentlich nicht zug\u00e4nglich. Einen \u00dcberblick k\u00f6nnten die Berichte des BMI bzw. Kanzleramtsministers an den Innenausschu\u00df des Bundestages vermitteln &#8211; der nach einigen Konflikten &#8211; regelm\u00e4\u00dfiger informiert wird.<!--more--><\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlichungen aus dem Umfeld der Polizei u.a. offizieller Instanzen<\/p>\n<p>Wir f\u00fchren hier nur die wichtigeren Publikationen auf. Fast alle polizeilichen Fachzeitschriften haben sich in den letzten Jahren zu Fragen der internatio-nalen oder europ\u00e4ischen Zusammenarbeit, der Grenz\u00f6ffnung u.\u00e4. ge\u00e4u\u00dfert. Die wichtigsten Artikel sind in &#8222;Kriminalistik&#8220; erschienen. Die &#8222;Deutsche Polizei&#8220; (Zeitschrift der GdP) hat sich vor allem mit der k\u00fcnftigen Rolle des Grenz-schutzeinzeldienstes befa\u00dft. Die &#8222;Polizeizeitung &#8211; Baden-W\u00fcrttemberg&#8220; brachte \u00fcber mehrere Ausgaben verstreut Darstellungen anderer westeurop\u00e4ischer Polizeisysteme und druckt ansonsten treu die Stellungnahmen des Innenministers Schlee, der in der IMK, was offizielle Erkl\u00e4rungen betrifft, eine treibende Rolle f\u00fcr mehr Kooperation \u00fcber die Grenzen einnahm.<\/p>\n<p>Schaefer, Kurt: Internationale Verbrechensbek\u00e4mpfung, BKA-Schriftenreihe Bd. 44, Wiesbaden 1976\/77<\/p>\n<p>Steinke, Wolfgang: Polizei und Justiz in der internationalen Zusammenarbeit, BKA-Vortragsreihe Bd. 23 &#8211; Polizei und Justiz, Wiesbaden 1977, S. 39-45 (auch in Kriminalistik 11\/ 1976, S. 481 ff.)<br \/>\nSteinke kritisiert u.a. die Voraussetzungen und Wege der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen und fordert einen eigenst\u00e4ndigen Bereich der Amtshilfe, der weder im damals noch geltenden Deutschen Auslieferungsgesetz, noch im Internationalen Rechtshilfegesetz (IRG) von 1983 vorgesehen ist.<\/p>\n<p>Herold, Horst: Perspektiven der internationalen Fahndung nach Terroristen &#8211; M\u00f6glichkeiten und Grenzen, BKA-Vortragsreihe Bd. 25 &#8211; M\u00f6glichkeiten und Grenzen der Fahndung, Wiesbaden 1980, S. 137-145<br \/>\nDer Aufsatz des fr\u00fcheren BKA-Chefs benennt im wesentlichen dieselben Fragen, die seit den 80er Jahren im Zusammenhang mit organisierter Kriminalit\u00e4t und Drogenhandel thematisiert wurden: die Schwerf\u00e4lligkeit von Interpol und internationaler Rechtshilfe, die Hindernisse f\u00fcr eine Zusammenarbeit im tech-nischen Bereich etc. Interessanterweise wird die Zusammenarbeit mit den damaligen &#8222;sozialistischen&#8220; L\u00e4ndern bei der Terrroistenfahndung als geradezu vorbildlich dargestellt.<\/p>\n<p>Boge, Heinrich: Komplizierte Verfahrensvorschriften und schwerf\u00e4llige Ge-sch\u00e4ftswege, in: Kriminalistik 1\/ 1985, S. 38 ff.<br \/>\nBoges Artikel zielt in dieselbe Richtung wie Steinke. Das IRG wird kritisiert als nur auf das gerichtliche Hauptverfahren abzielend. Polizeiliche Ermitt-lungen insb. im Vorfeld k\u00e4men zu kurz und der technische Standard im Inneren k\u00e4me nach au\u00dfen nicht zur Geltung.<\/p>\n<p>BKA (Hg.): Internationale Verbrechensbek\u00e4mpfung, COD-Literaturreihe Bd. 3, Wiesbaden 1984<br \/>\nDie Bibliographie enth\u00e4lt Abstracts zu Ver\u00f6ffentlichungen aus den Jahren 1973-1984.<br \/>\nders. (Hg.): Internationale Verbrechensbek\u00e4mpfung &#8211; Europ\u00e4ische Perspektiven, BKA-Vortragsreihe Bd. 30, Wiesbaden 1985<br \/>\nDer Band gibt die Beitr\u00e4ge der BKA-Tagung von Ende 1984 wieder und steht bereits im Zusammenhang mit der Diskussion um die Grenz\u00f6ffnung. Das Saarbr\u00fcckener Abkommen zwischen der BRD und Frankreich, der Vorl\u00e4ufer von Schengen I, war bereits unterzeichnet. Die Beitr\u00e4ge beziehen sich auch auf Rechtshilfe-Abkommen des Europarats, Interpol, TREVI, Zusammenarbeit in der Informationstechnik, operative Zusammenarbeit vs. Rechtshilfe.<\/p>\n<p>Kriminalistik 8-9 und 10\/ 1987<br \/>\nDie Schwerpunkthefte bieten wichtiges Material zur internationalen Zusam-menarbeit. Dabei werden die Beitr\u00e4ge in der vorgenannten Publikation weit-gehend vertieft. Insbesondere Heft 10 widmet sich den Fragen der grenznahen Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>BKA (Hg.): Ausl\u00e4nderkriminalit\u00e4t in der Bundesrepublik Deutschland, BKA-Vortragsreihe Bd. 34, Wiesbaden 1989<br \/>\nDer Band greift eine Reihe von Fargen der internationalen Zusammenarbeit auf. Ausl\u00e4nderkriminalit\u00e4t wird u.a. unter dem Gesichtspunkt der organisierten Kriminalit\u00e4t thematisiert.<\/p>\n<p>ders. (Hg.): Technik im Dienste der Straftatenbek\u00e4mpfung, BKA-Vortragsreihe Bd. 35, Wiesbaden 1990<br \/>\nVon besonderer Bedeutung ist der Aufsatz von Rupprecht, der die technische Vereinheitlichung unter den europ\u00e4ischen Polizeien beschreibt (S. 153 ff.). Auch andere Beitr\u00e4ge werfen Schlaglichter auf die europ\u00e4ische Zusammen-arbeit im technischen Bereich.<\/p>\n<p>PFA-Schriftenreihe 3-4\/ 1989: Grenz\u00f6ffnung in der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft &#8211; Perspektiven f\u00fcr die innere Sicherheit,<br \/>\nDas Heft enth\u00e4lt eine Reihe von Beitr\u00e4gen, die au\u00dfer der Standardargumentation zu Grenz\u00f6ffnung-Sicherheitsverlust-Ausgleichsma\u00dfnahmen etc., weiterhin Informationen \u00fcber das Schengener Informationssystem, TREVI, Reaktionen und Entwicklungen bei den europ\u00e4ischen Partnerpolizeien etc.<\/p>\n<p>IMK (Hg.): Organisierte Kriminalit\u00e4t in Europa, Stuttgart Juni 1990<br \/>\nEs handelt sich hier um Beitr\u00e4ge einer Expertenanh\u00f6rung der IMK im M\u00e4rz 1990, deren Ausflu\u00df u.a. die Vorlage des &#8222;OrgKG&#8220; im Bundesrat war. Die ausl\u00e4ndischen Beitr\u00e4ge vermitteln einen Eindruck \u00fcber die \u00c4hnlichkeit der Entwicklung polizeilicher Ermittlungsmethoden in Europa insbesondere hinsichtlich verdeckter Methoden.<\/p>\n<p>St\u00fcmper, Alfred: Die gro\u00dfe Herausforderung der Sicherheitsorgane, in: Bereitschaftspolizei &#8211; heute, 6\/ 1990, S.4-10 und 7-8\/1990, S. 14-20<br \/>\nders.: Sicherheit in Europa, in: Kriminalistik 1\/ 1990, S. 2-8<br \/>\nDer ehemalige oberste Polizist Baden-W\u00fcrttembergs hat immer wieder in die Debatte um Grenz\u00f6ffnung und Ausgleichsma\u00dfnahmen eingegriffen. Seine Artikel repr\u00e4sentieren die Beschw\u00f6rungen organisierter Kriminalit\u00e4t und die daran gekn\u00fcpften Forderungen der Polizei nach einer Fahndungsunion und mehr Zusam-menarbeit im operativen Bereich nahezu in Reinform.<\/p>\n<p>BKA (Hg.): Organisierte Kriminalit\u00e4t in einem Europa durchl\u00e4ssiger Grenzen, COD-Literaturreihe Bd. 10, Wiesbaden 1990<br \/>\nDie hier erfa\u00dfte Literatur stammt aus 1980-1990 und bezieht sich sowohl auf das Thema OK als auch auf Fragen der Zusammenarbeit in Europa und stellen damit eine gewisse Verl\u00e4ngerung des o.g. Bd. 3 dar.<br \/>\nders. (Hg.): Organisierte Kriminalit\u00e4t in einem Europa durchl\u00e4ssiger Grenzen, BKA-Vortragsreihe Bd. 36, Wiesbaden 1991<br \/>\nDen Hintergrund der BKA-Tagung von 1990 bildete einerseits die wachsende Diskussion um die organisierte Kriminalit\u00e4t und das OrgKG, andererseits die nunmehr auch nach Osten ge\u00f6ffneten Grenzen. Insofern hat sich die Debatte gegen\u00fcber dem o.g. Band 30 der Vortragsreihe verschoben.<br \/>\nPolizeiver\u00f6ffentlichungen aus dem Ausland<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien<\/p>\n<p>Exeter University Centre for Police Studies (Hg.): Policing Europe after 1992, Exeter 1990<br \/>\nBeitr\u00e4ge einer Konferenz, an der vorwiegend Polizeibeamte teilnahmen, Bezug \u00fcber: Bill Tupman, Director of the Centre for Police Studies, Exeter University, Exeter EX 4 4QJ, England<\/p>\n<p>Clutterbuck, Richard: Terrorism, Drugs and Crime in Europe after 1992, Routledge 1990<br \/>\nDer Autor ist als polizeinaher Hardliner bekannt wegen seiner Ver\u00f6ffentli-chungen zu Nordirland. Seine Arbeit \u00fcber Europa geht in dieselbe rechte Richtung.<\/p>\n<p>House of Commons, Home Affairs Committee: Practical Police Cooperation in Europe, I. Report, II. Memoranda of Evidence, London (HMSO) 1990<br \/>\nVor allem die Stellungnahmen (II.) von Polizeibeh\u00f6rden, Innenministerium, Zoll etc. enthalten wichtiges Material \u00fcber die diversen Formen der Polizei-kooperation und der Beteiligung Gro\u00dfbritanniens.<\/p>\n<p>Baker, Stuart Robin: When Boundaries dissapear. How will Europe be when its frontiers are removed in 1992?, in: Policing 4\/1988, S. 281 ff.<br \/>\nEiner der fr\u00fchesten Artikel, der den britischen Unmut \u00fcber die Aufhebung der Grenzkontrollen verdeutlicht.<\/p>\n<p>Imbert, Sir Peter: Do we need a British FBI, in: Police Review 1989, 14. Juli, S. 1416 ff.<br \/>\nDer Chef der Metropolitan Police of London fordert in diesem vieldiskutierten Artikel eine zentrale Polizeiinstanz und damit das Ende des zumindest formal vorhandenen Dezentralismus des englischen Polizeisystems. Er begr\u00fcndet dies u.a. mit den Aufgaben, die sich im Rahmen der EG-Kooperation stellen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Birch, Roger: International Cooperation of the Police, in: Police Journal Nr. 4\/ 1991<br \/>\nDer Vorsitzende der Vereinigung der Polizeichefs (ACPO) wendet sich gegen die Aufhebung der Grenzkontrollen und kritisiert die Schengener Regelungen als unzureichend. U.a. fordert er ein Datensystem zum Austausch von weichen Daten.<br \/>\nNiederlande<\/p>\n<p>In den vergangenen beiden Jahren hat das Allgemeen Politieblad (Zeitschrift der Gemeindepolizeien) regelm\u00e4\u00dfig Aspekte der Schengener Verhandlungen und der Vertr\u00e4ge kommentiert. Die meisten Beitr\u00e4ge wurden von Beamten der neuen Europa-Abteilung im CRI (der Zentralstelle der holl\u00e4ndischen Kriminalpolizei) verfa\u00dft.<\/p>\n<p>Fijnaut, C.\/ Hermans, R. (Hg.): Police Cooperation in Europe, Lochem 1987<br \/>\nBeitr\u00e4ge in Englisch u.a.: von dem holl\u00e4ndischen Polizeiforscher Fijnaut (Internationalization of criminal investigation in Europe), dem belgischen Gendarmerie-Oberst Bruggemann (\u00fcber grenz\u00fcberschreitende Observation), und dem deutschen Polizisten Tabarelli (\u00fcber kontrollierte Lieferungen).<\/p>\n<p>Fijnaut, C.\/ Heijder, A. (Hg.): Recht van spreken. Twintig jaar Recherche Advies Commissie, Lochem 1989<br \/>\nInteressant sind insbesondere die Beitr\u00e4ge von Fijnaut, der die Entwicklungen der polizeilichen Ermittlungen in den Niederlanden, Belgien, der BRD und Frankreich vergleicht, und van Straten &#8211; dem damaligen Chef des CRI &#8211; \u00fcber Interpol und internationale Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Blonk, G.\/ Fijnaut, C.\/ de Kerf, E. (Hg.): Grensverleggende Recherche, Lochem 1990<br \/>\nMit Beitr\u00e4gen \u00fcber die Schengener Verhandlungen, die Kooperation im Grenzbereich um Aachen und Maastricht, gegen ein europ\u00e4isches FBI u.a.<\/p>\n<p>van Reenen, Piet: Policing Europe after 1992. Cooperation and Competition, in: European Affairs Heft 2\/ 1989, S. 45-53<br \/>\nIm Unterschied zu vielen anderen argumentiert van Reenen (damals Leiter der Nederlandse Politie Akademie) nicht mit dem angeblichen Sicherheitsverlust, sondern hebt die Unterschiede der europ\u00e4ischen Polizeisysteme hervor und thematisiert die Konflikte, die bei einer Vereinheitlichung entstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nederlandse Politie Academie\/ Politie Studie Centrum (Hg.): Report of the European Police Summer Course 1989, Warnsveld\/ Apeldoorn Dezember 1989<br \/>\nNeben Vortr\u00e4gen von van Reenen, Fijnaut u.a. enth\u00e4lt dieses B\u00e4ndchen ver-gleichende Informationen \u00fcber die Polizeisysteme europ\u00e4ischer Staaten (in Englisch).<br \/>\nB\u00fcrgerrechtliche und Polizeikritische Beitr\u00e4ge<\/p>\n<p>Die kritischen Beitr\u00e4ge kamen vor allem von Ausl\u00e4ndergruppen, Daten-schutzorganisationen und aus dem Kreis kritischer Juristen. Viele dieser Stellungnahmen wurden von der Presse nicht wahrgenommen und liegen daher nur in Kopie vor. Dies gilt insbesondere f\u00fcr das Ausland. Auch die deutsche \u00dcbersetzung der negativen Empfehlung des niederl\u00e4ndischen Staatsrates ist bisher nicht \u00fcber den Bundestags-Innenausschu\u00df hinausgedrungen. Verwiesen sei ferner auf die Beitr\u00e4ge in B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP (Hefte 30 und 33) sowie auf die regelm\u00e4\u00dfigen Kurzinformationen und Materialhinweise in STATEWATCH (PO-Box 1516, London N 16 0EW).<\/p>\n<p>B\u00fcrger Kontrollieren die Polizei\/ Stra\u00dfenmedizin\/ B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP (Hg.): Europol &#8211; die Bullen greifen nach den Sternen. Europ\u00e4ische Gemeinschaft der Inneren Sicherheit, Hamburg 1990 (Bezug \u00fcber Stra\u00dfenmedizin, c\/o BUU, Hohenesch 63, 2000 Hamburg 50)<br \/>\nDie Brosch\u00fcre ist mittlerweile in 2. Auflage erschienen und enth\u00e4lt u.a. den Text des Schengener Abkommens. Dieser kann bei der o.a. Adresse auch separat bestellt werden.<\/p>\n<p>Busch, Heiner: Europa &#8211; ein Mekka der Kriminalit\u00e4t, in: Kritische Justiz 1\/1990, S. 1-13<\/p>\n<p>Fijnaut, C.; R\u00fcter, F. u.a.: Schengen en verder, Schwerpunkt von Delikt en De-linkwent 21 &#8211; Sept. 1991<br \/>\nBeitr\u00e4ge sowohl von offizieller als auch von kritischer Seite auf einer Konfe-renz in Amsterdam (siehe Universiteit Amsterdam).<\/p>\n<p>G\u00f6ssner, Rolf: Zur Europ\u00e4isierung des Sicherheits- und \u00dcberwachungsstaats, in: Neue Kriminalpolitik 3\/ 1990, S. 26 ff.<\/p>\n<p>Institute of Race Relations (Hg.): Europe &#8211; Variations on a theme of racism, Race and Class &#8211; Special Issue, No. 32, 3\/ 1991<br \/>\n(Siehe hierzu den Aufsatz von T. Bunyan in diesem Heft.)<\/p>\n<p>Internationale Liga f\u00fcr Menschenrechte: EG 1993 &#8211; Europa der B\u00fcrgerrechte und der Demokratie? Memorandum an die Mitglieder des Deutschen Bundestages, Berlin 1989 (Bezugsadresse: Mommsenstr. 27, W-1000 Berlin 12)<\/p>\n<p>Klerks, Peter: Terreurbestrijding in Nederland, Amsterdam (Ravijn) 1989<br \/>\nders.: Het Schengen Informatie Systeem, in: Privacy en Registratie 3\/ 1989, S. 16-21<\/p>\n<p>Lagodny, Otto: Europ\u00e4ischer Binnenmarkt, justitielle internationale Rechts-hilfe in Strafsachen und (inter-) nationaler Grundrechtsschutz, in: Neue Kri-minalpolitik 3\/ 1990, S. 31 ff.<\/p>\n<p>Meijers, H., et. al.: Schengen. Internationalisation of central chapters of the law on aliens, refugees, security and the police, Amsterdam (Kluwer) 1991<br \/>\nSicherlich eine der genauesten Ver\u00f6ffentlichungen zum Thema. Der Band enth\u00e4lt u.a. die englische Version des Schengen-Abkommens und der europ\u00e4ischen Asylkonvention, die noch nicht in einer deutschen Ver\u00f6ffentlichung vorliegt.<\/p>\n<p>Mols, G.P.M.F. (Hg.): Dissonanten bij het akkord van Schengen, Deventer (Kluwer) 1990<br \/>\nDer Band erschien noch vor der Unterzeichnung des Abkommens und thematisiert alle wesentlichen damit zusammenh\u00e4ngenden Fragen.<\/p>\n<p>Spencer, Michael: Europe and that all, hg. vom National Council for Civil Liberties, London 1990 (erh\u00e4ltlich bei Central Books, 99 Wallis Road, London E9)<\/p>\n<p>Universiteit Amsterdam &#8211; Seminarium voor Strafrecht en Strafrechtspleging &#8218;van Hamel&#8216; (Hg.): Documentatiemateriaal voor de Schengen Conferentie (17.6.1991), Amsterdam 1991<br \/>\nMaterialsammlung f\u00fcr eine Tagung der Universit\u00e4t Amsterdam, enth\u00e4lt u.a. die Entw\u00fcrfe f\u00fcr ein Ratifikationsgesetz, die ablehnende Stellungsnahme des Staatsrats und die Antwort der Regierung.<\/p>\n<p>Weichert, Thilo: Die internationale Zusammenarbeit der Polizei, in: geheim 3\/ 1988, S. 11 ff. und 1\/ 1989, S. 18 ff.<br \/>\nders.: Drittausl\u00e4nder in der EG, in: Informationsbrief Ausl\u00e4nderrecht 9\/ 1990, S. 257-268<br \/>\nders.: Das geplante Schengen Informationssystem, in: Computer und Recht 1\/ 1990, S. 63 ff.<br \/>\ns\u00e4mtlich: HB<\/p>\n<p>Sonstige Neuerscheinungen<\/p>\n<p>Komitee f\u00fcr Grundrechte und Demokratie: Jahrbuch &#8217;90, Sensbachtal 1991, rd. 400 S., DM 25,-, Rabatte bei gr\u00f6\u00dferen Abnahmemengen)<br \/>\nDas Jahrbuch enth\u00e4lt eine Vielzahl von Artikeln und Materialien, die nicht nur die Aktivit\u00e4ten des Komitees beleuchten, sondern auch allgemein f\u00fcr B\u00fcrgerrechtsaktivisten von Bedeutung sind. Schwerpunkt u.a.: Die Wende in der DDR und ihre Folgen.<br \/>\nHB<\/p>\n<p>Hildebrandt, Helmut: Professionelle Polizei. Ein Beitrag zu einer denkbaren Organisationsphilosophie, Stuttgart (Boorberg) 1990, 159 S., DM 48,&#8211;<br \/>\n\u00dcber das Erkennen und Benennen organisations- und bewu\u00dftseinsm\u00e4\u00dfiger Schwachstellen im polizeilichen Handeln &#8211; etwa bei F\u00fchrung, Ausbildung, Spezialisierung &#8211; hinaus bleiben die weiteren Ausf\u00fchrungen des Autors bedau-ernswert d\u00fcnn. Dar\u00fcber kann auch die Flut an Quellenangaben und Fu\u00dfnoten nicht hinwegt\u00e4uschen. Letztlich reduziert sich der Inhalt auf die Erkenntnis: &#8222;Sicherheit im Auftreten, Handeln, Entscheiden, d.h. die Auf-gaben der ge-genw\u00e4rtigen Position souver\u00e4n meistern, bedeutet z.B. mit weniger Zeitaufwand mehr und Besseres leisten, sympathischer und wirkungsvoller einzuschreiten oder auch f\u00fchren, bedeutet, seine Arbeit pro-fessioneller zu gestalten&#8220; (S. 41). Die Frage, ob die vom Verlag umworbenen Polizeif\u00fchrungskr\u00e4fte das Buch wegen ausgepr\u00e4gtem Soziologiechinesisch \u00fcberhaupt annehmen, wird da nebens\u00e4chlich. Schade, da h\u00e4tte man von dem gelernten Polizeibeamten und heutigen Vorsitzenden des Berliner Innenaus-schusses mehr erwarten d\u00fcrfen &#8211; und m\u00fcssen.<br \/>\nOD<\/p>\n<p>See, Hans: Kapital-Verbrechen. Die Verwirtschaftung der Moral.<br \/>\nD\u00fcsseldorf (Claasen) 1990, 367 S.<br \/>\n&#8222;Mit Kapital-Verbrechen meine ich alle Verbrechen des Kapitals und nicht nur kriminelle Taten, die im Strafgesetzbuch mit H\u00f6chststrafen bedroht sind&#8220;, definiert See seine Auffassung von Wirtschaftskriminalit\u00e4t. Im Gegensatz zu sonstigen Abhandlungen befa\u00dft er sich dann auch nicht mit rein juristischen oder g\u00e4ngigen Aspekten der &#8218;Sozialsch\u00e4dlichkeit&#8216; von Wirtschafts-kriminalit\u00e4t, sondern geht das Thema aus dem Blickwinkel einer generellen Kapitalismuskritik an. Dieser grunds\u00e4tzlich interessante Ansatz erweist sich indes als die Schw\u00e4che des Buches. Immer wieder stolpert See \u00fcber die eigene Brille: da wird das Ozonloch ebenso zum blo\u00dfen Ergebnis von Wirtschaftskriminalit\u00e4t (S. 170), wie der gesamte deutsche Nationalsozialismus zum &#8222;Kapital-Verbrechen (&#8230;) von 1933 bis 1945&#8220; (S. 36). Handfeste Zahlen und Fakten fehlen hingegen vielfach. Dennoch bietet See immer wieder interessante neue Denkans\u00e4tze &#8211; zur aktuellen Diskussion um Wirtschaftskriminalit\u00e4t allerdings tr\u00e4gt sein Buch leider nichts bei.<br \/>\nOD<\/p>\n<p>Butz Peters: RAF &#8211; Terrorismus in Deutschland, Stuttgart (Deutsche Verlags-Anstalt), 1991, 442 S., 39,80 DM<br \/>\nNach Bekanntwerden der STASI-RAF-Connection konnte man Wetten abschlie\u00dfen, wann das Thema RAF erneut auf dem B\u00fcchermarkt auftauchen w\u00fcrde. Butz Peters ist als erster durch&#8217;s Ziel gegangen &#8211; womit er Sinn f\u00fcr verkaufstr\u00e4chtige Themen bewiesen hat, mehr allerdings nicht. Dabei h\u00e4tte sich die F\u00fclle an Quellenmaterial durchaus zu einem guten Buch verarbeiten lassen &#8211; vorausgesetzt, der Autor h\u00e4tte es geistig durchdrungen. Das ist hier offenkundig nicht der Fall. Insbesondere gilt dies f\u00fcr die Geschichte der bun-desrepublikanischen Linken, die mit ihren zahlreichen Facetten und Verirrungen f\u00fcr die Aufarbeitung des Ph\u00e4nomens RAF eine zentrale Rolle spielt. Bei Peters kommt davon so gut wie nichts vor. \u00dcberhaupt scheint der Autor, Redakteur beim NDR, das Sendeprinzip der Funkh\u00e4user verinnerlicht zu haben: kaum einer der von ihm bearbeiteten Aspekte \u00fcberschreitet die magische (Sendezeit)Grenze von 1.30 Minuten. Leider gibt es bei B\u00fcchern keinen Verbraucherschutz. Lie\u00dfen sich hier nur ann\u00e4hernd Ma\u00dfst\u00e4be des Lebensmittelsrechts anwenden, h\u00e4tte Peters&#8216; die Regale nie erreicht.<br \/>\nOD<\/p>\n<p>Franke, Werner: Luise, Karriere einer Wildsau &#8211; Die fast unglaubliche Ge-schichte eines Drogenschweines im Dienst der Polizei, Bergisch-Gladbach (Bastei-L\u00fcbbe) 1987, 399 S., 12,80 DM<br \/>\nVorgeblich schildert der Ausbilder des einzigen Drogensp\u00fcrschweines, das die Polizei je trainiert und in Dienst gestellt hat (1985-87), in seinem Buch Hintergr\u00fcnde und Stationen dieses ungew\u00f6hnlichen Versuches. Tats\u00e4chlich allerdings ist es zum Psychogramm des Autors geworden. Zunehmend bezieht er die eigene Identit\u00e4t \u00fcber eben dieses Tier. So nehmen denn die ewig gleichen Schilderungen von Presse- und Showauftritten mit rund 200 Seiten allein die H\u00e4lfte des Buches ein, dazu 40 Fotoseiten. Da bleibt f\u00fcr den Rest nicht mehr viel, was bei dem uns\u00e4glichen Schreibstil eher ein Gl\u00fcck ist.<br \/>\nOD<\/p>\n<p>G. Berghaus, B. Brinkmann, C. Rittner, M. Staak (Eds.): DNA-Technology and its Forensic Application, Berlin\/ Heidelberg (Springer) 1991, 225 S., DM 138,&#8211;<br \/>\nIn dem Sammelband werden 35 Aufs\u00e4tze zur Technik und Methode des &#8222;genetischen Fingerabdrucks&#8220; vorgelegt. Einigen \u00dcberblicksaufs\u00e4tzen folgt eine Reihe sehr spezieller Forschungsberichte. F\u00fcr den, der selbst nicht unmittelbar auf dem Gebiet arbeiten, ist das Buch daher von begrenztem Wert. Es vermittelt zwar einen Eindruck, wie vielf\u00e4ltig die mit der DNA-Analyse verbundenen Probleme sind, gibt aber keinen systematischen \u00dcberblick. Auch befassen sich die meisten Beitr\u00e4ge mit der Frage, wie die Untersu-chungstechnik vorangetrieben werden kann, und weniger damit, wie ihre Zuverl\u00e4ssigkeit zu verbessern ist. Eine Ausnahme ist der Aufsatz von Brinkmann, Wiegand und Rand vom Rechtsmedizinischen Institut in M\u00fcnster, der insbesondere die statistische Basis der heute vorwiegend verwendeten Single-Locus-Technik einer kritischen Pr\u00fcfung unterzieht. Da die meisten Beitr\u00e4ge von deutschen Rechtsmedizinern geschrieben sind, kann es von Rechtsanw\u00e4lten, die nach Gutachtern suchen, als Adressenverzeichnis genutzt werden. Auf der Suche nach kritischeren Moleku-larbiologen wird man sich aber wohl im Ausland umsehen m\u00fcssen. (Vgl. Artikel in diesem Heft.)<br \/>\nBG<\/p>\n<p>BKA, Bibliothek (Hg.): Kriminalstatistik, BKA-Bibliographiereihe Bd.5, Wiesbaden 1990, ca. 460 S.<br \/>\nEine au\u00dferordentlich hilfreiche Bibliographie, die umfassend Auskunft gibt \u00fcber eine Unzahl kriminologisch interessanter offizieller und beh\u00f6rdeninterner Statistiken. Soweit es letztere betrifft, kann dieser Band auch dazu dienen, Polizeibeh\u00f6rden wie dem BKA vors\u00e4tzliche Fehlausk\u00fcnfte &#8211; um ein deutlicheres Wort zu vermeiden &#8211; nachzuweisen. Eingeleitet wird der Band durch einen kenntnisreichen Beitrag von Wolfgang Heinz, der nicht nur kriminalstatistische Quellen und ihre Geschichte vorstellt, sondern auch die Grenzen des Indikatorenwerts von Kriminalstatistiken diskutiert.<br \/>\nFW<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Literatur zum Schwerpunkt Vorbemerkung: Die Diskussion um die Schengener Abkommen, TREVI und die neuere Entwicklung<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[46,148],"tags":[],"class_list":["post-4009","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cilip-040","category-rezensionen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4009","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4009"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4009\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4009"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4009"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4009"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}