{"id":4221,"date":"1990-12-27T21:32:24","date_gmt":"1990-12-27T21:32:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cilip.de\/?p=4221"},"modified":"1990-12-27T21:32:24","modified_gmt":"1990-12-27T21:32:24","slug":"cn-cs-gas-kontaktallergien-nach-polizeilichen-traenengas-cncs-einsaetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=4221","title":{"rendered":"CN\/ CS-\u201eGas\u201c &#8211; KONTAKTALLERGIEN NACH POLIZEILICHEN \u201eTR\u00c4NENGAS\u201c (CN\/CS)-EINS\u00c4TZEN"},"content":{"rendered":"<h3>Von Michael in der Wiesche *<\/h3>\n<p>Berichtet wird \u00fcber die Folgen polizeilicher Reizstoff-Eins\u00e4tze (CN\/ CS-&#8222;Gas&#8220;) f\u00fcr die Gesundheit bundesdeutscher DemonstrationsteilnehmerInnen, die im Rahmen einer medizinischen Dissertation unseres Autors in der Abteilung Dermatologie und Venerologie I der Hautklinik an der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen festgestellt werden konnten.1 Die Auswertung ergab eine Vielzahl mehr oder weniger ausgepr\u00e4gter und andauernder Vergiftungserscheinungen insbesondere an Augen, Atemtrakt und Haut der Befragten sowie einen erheblichen Anteil an positiven Reaktionen im Haut-Allergietest.<!--more--><\/p>\n<h4>1. Einsatzmittel Giftgas<\/h4>\n<p>Trotz der erst zehn Jahre zuvor begangenen Kriegsgreuel durch die Einf\u00fchrung chemischer Kampfstoffe seitens deutscher Truppen im ersten Weltkrieg entwickelte sich bereits vor 1930 eine polizeiinterne Diskussion in der Weimarer Republik, in deren Verlauf auch der Wunsch nach einem &#8222;Polizeigas&#8220; ge\u00e4u\u00dfert wurde.2<br \/>\n1965 berichtete Polizeihauptkommissar J. Otto, da\u00df bundesdeutsche Polizei zumindest \u00fcber Senf\u00f6l verf\u00fcge.3<br \/>\nGr\u00f6\u00dfere Bedeutung gewannen in den 70er und 80er Jahren die beiden heute offiziell eingesetzten Kampfstoffe omega-Chloracetophenon (&#8222;CN&#8220;) und ortho-Clorbenzyliden-malodinitril (&#8222;CS&#8220;). Benutzt werden im wesentlichen drei Anwendungsformen: Wurfk\u00f6rper (&#8222;Granaten&#8220;), aus denen die Reizstoffe durch Verschwelung freigesetzt werden; Wasserwerfer, deren Austrittsstrahl die Substanzen in Konzentrationen von 150 bis 300 mg\/l (=0,03%) enth\u00e4lt; und Reizstoffspr\u00fchger\u00e4te (&#8222;Chemische Keule&#8220;), aus denen Spr\u00fchst\u00f6\u00dfe der in organischen L\u00f6sungsmitteln gel\u00f6sten Wirkstoffe (0,9% CN oder 1% CS) abgegeben werden k\u00f6nnen.4<\/p>\n<p><strong>Gesundheitssch\u00e4dlichkeit<\/strong><\/p>\n<p>Hauptwirkorte von CN und CS sind die Schleimh\u00e4ute der Augen und des Atemtraktes sowie die gesamte Haut-oberfl\u00e4che:<br \/>\n&#8211; Am Auge verursachen sie schon in sehr niedrigen Konzentrationen schmerzhafte Bindehautreizungen, die sich unter ung\u00fcnstigen Einsatzbedingungen bis hin zu Hornhauttr\u00fcbungen und Gewebedefekten mit langanhaltenden Sehverschlechterungen steigern k\u00f6nnen.5<br \/>\n&#8211; Bei Anwendung in geschlossenen R\u00e4umen wurden schwere Sch\u00e4digungen der Atemwege mit Bronchitis, Lungenentz\u00fcndung und Lungen\u00f6dem (Fl\u00fcssigkeitsansammlung im Lungengewebe) beschrieben.6 In einigen F\u00e4llen starben die Betroffenen.7<br \/>\n&#8211; Hinweise auf erbgutsch\u00e4digende und krebserregende Eigenschaften, auf chronische Lungenver\u00e4nderungen sowie besondere Gef\u00e4hrdungen f\u00fcr Schwangerschaften, Kinder, alte und vorerkrankte Menschen sind bislang unzureichend untersucht.8<br \/>\n&#8211; Eine Hautsch\u00e4digung in Form von Brennen und Stechen kann bereits ab Konzentrationen von 0,001 bis 0,005% CS in w\u00e4\u00dfriger L\u00f6sung auftreten,9 wobei CN in gleichen Dosen (!) wie CS erheblich potenter wirkt.10 H\u00f6here Konzentrationen und l\u00e4ngere Einwirkdauer f\u00fchren \u00fcber Hautr\u00f6tung und -schwellung bis hin zum Er-scheinungsbild zweitgradiger Verbrennungen mit Blasenbildung.11 W\u00e4rme, Feuchtigkeit, Luftabschlu\u00df und Reibung f\u00f6rdern ebenso wie organische L\u00f6sungsmittel das Eindringen der fettl\u00f6slichen Gifte in die Haut und verst\u00e4rken so deren Wirkung.12<\/p>\n<p><strong>Reizstoffallergien<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber Kontaktallergien gegen\u00fcber CN und CS existieren in der medizinischen Fachliteratur zahlreiche Einzelfallberichte auch aus j\u00fcngerer Zeit.13 Der schwerwiegendste Fall betraf einen 19j\u00e4hrigen Soldaten, der infolge einer Schutzmaskenpr\u00fcfung mit CN im Gasraum einen (lebensbedrohli-chen) allergischen Schock erlitt.14 Im Tierversuch konnte gezeigt werden, da\u00df beide Substanzen potente Aller-gieausl\u00f6ser sind &#8211; CN wiederum st\u00e4rker als CS, insbesondere in seiner Zubereitung f\u00fcr Chemical MaceR-Spr\u00fchger\u00e4te.15<\/p>\n<p>In gr\u00f6\u00dferen, besonders exponierten Kollektiven wie Soldaten und Polizisten (Schutzmaskentests!) scheinen sich dennoch nur relativ wenige F\u00e4lle von Kontaktallergien nachweisen zu lassen. Zwei Untersuchungen in CS-Fabriken zeigen allerdings, da\u00df ihr Auftreten nicht v\u00f6llig zu vernachl\u00e4ssigen ist.16 Tests mit freiwilligen Versuchspersonen konnten dar\u00fcberhinaus die Tierversuchsergebnisse best\u00e4tigen: Unter je acht bis zehn Probanden fanden sich Sensibilisierungsraten zwischen 62 und 70% (f\u00fcr CN) bzw. 55 und 89% (f\u00fcr CS) nach Auftragen bis zu 1%iger Reizstoffzubereitungen auf die Haut.17<br \/>\nEine bislang wenig beachtete, aber besonders exponierte Gruppe stellen DemonstrationsteilnehmerInnen dar, die unter Umst\u00e4nden mehrfach und l\u00e4nger andauernd den Kampfstoffen CN und CS ausgesetzt sein k\u00f6nnen. Diese L\u00fccke soll die im folgenden beschriebene Untersuchung f\u00fcllen.<\/p>\n<h4>2. Methode und Ergebnisse der Untersuchung<\/h4>\n<p><strong>Vorgehen<\/strong><\/p>\n<p>Aus insgesamt 106 DemonstrationsteilnehmerInnen \u00fcberwiegend aus der Gegend um Wackersdorf, dem Rhein-Main-Gebiet und G\u00f6ttingen wurden 56 Personen im Alter von 19 bis 56 Jahren ausgew\u00e4hlt. Sie sollten mindestens einen direkten Hautkontakt mit einem CN- oder CS-haltigen Strahl aus Wasserwerfern oder Reizstoffspr\u00fchger\u00e4ten gehabt haben, um eine relevante Kontamination mit diesen Substanzen voraussetzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Den 42 m\u00e4nnlichen und 14 weiblichen Probanden wurden Frageb\u00f6gen vorgelegt, mit deren Hilfe die jeweilige Vorgeschichte (Anamnese) bez\u00fcglich eventueller Allergien, H\u00e4ufigkeit und Umst\u00e4nde der Reizstoffexposition, die nachfolgende Symptomatik sowie etwaige Behandlungsma\u00dfnahmen erhoben wurden.<br \/>\nHauttestungen erfolgten unter Verwendung spezieller Testpflaster mit Aluminiumkammern, in welche die Testsubstanzen CN, CN-ega und CS-longtil (Bezug: Fraunhofer Institut f\u00fcr Toxikologie und Aerosolforschung in Schmallenberg) in einer Verd\u00fcnnung von 1:1000 (L\u00f6sungsmittel bis 1:100: Ethanol (f\u00fcr CN) und Aceton (f\u00fcr CS); bis 1:1000 (Isopropylmyristat) auf Filterpapierpl\u00e4ttchen eingebracht wurden. Daneben enthielt eine Kammer eine 0,2%ige Vaselinezubereitung des dem CN chemisch verwandten Salben- und Creme-Konservierungsstoffes Chloracetamid, w\u00e4hrend eine Kammer zur Kontrolle leer blieb.<br \/>\nNach 48 und 72, im Falle positiver Reaktionen zus\u00e4tzlich nach 96 bzw. 120 Stunden wurden die Testreaktionen nach folgender Bewertungsskala beurteilt:<\/p>\n<p>0 negative Reaktion<br \/>\n(+) fragliche Reaktion: fl\u00fcchtige bzw. schwache R\u00f6tung<br \/>\n+ schwach positive Reaktion: deutliche R\u00f6tung<br \/>\n++ positive Reaktion: R\u00f6tung, Schwellung<br \/>\n+++ stark positive Reaktion: intensive R\u00f6tung, Schwellung, Papeln, Bl\u00e4schen<br \/>\ntox. toxische Reaktion<\/p>\n<h4>Ergebnisse<\/h4>\n<p>Mehr als ein Drittel der Betroffenen (21 von 56 Personen) ist bis zu f\u00fcnf Reizstoffeins\u00e4tzen ausgesetzt gewesen &#8211; 31 Personen z\u00e4hlten bis zu 50, vier mehr als 50 Eins\u00e4tze. In 27 F\u00e4llen ist die Kontamination durch Wasserwerfer erfolgt, in drei F\u00e4llen durch Reizstoffspr\u00fchger\u00e4te, bei 26 Personen durch beide Einsatzmittel; hinzu kamen h\u00e4ufig Schwelk\u00f6rper. 38 Beteiligte meinen, sowohl CN als auch CS ausgesetzt worden zu sein.<\/p>\n<p>Neben direktem Hautkontakt mit den Reizstoffen sei bei fast allen Befragten (52 von 56 Personen) mindestens einmal die Kleidung durchfeuchtet worden. Erstma\u00dfnahmen wie Waschen und Wechseln der Kleidung seien nicht regelm\u00e4\u00dfig erfolgt, die durchn\u00e4\u00dfte Kleidung teilweise am K\u00f6rper getrocknet.<br \/>\nAls Folgeerscheinung der Expositionen wurde eine breite Palette akuter und l\u00e4nger anhaltender Beschwerden angegeben:<br \/>\n&#8211; \u00dcber Augensymptome wie Brennen, Tr\u00e4nenflu\u00df, Bindehautr\u00f6tung, Sehbehinderung und Lidkr\u00e4mpfe beklagten sich alle Testpersonen. In einem Fall soll eine Bindehautentz\u00fcndung \u00e4rztlich behandelt worden sein, in einem anderen \u00fcber ein dreiviertel Jahr angehalten haben. Desweiteren wurde die Entstehung eines Gerstenkorns auf die Reizgasexposition zur\u00fcckgef\u00fchrt.<br \/>\n&#8211; 19 Probandinnen und Probanden erw\u00e4hnten Atembehinderung, sechs Brennen und Stechen in den Atemwegen; Husten wurde achtmal genannt. Neben nicht weiter spezifizierten Brustbeschwerden und Nasenflu\u00df standen einzelne gravierendere Beobachtungen von verz\u00f6gert eintretenden, \u00fcber l\u00e4ngere Zeit wiederholten oder andauernden, z.T. bronchitischen Symptomen und verst\u00e4rkte Asthmaanf\u00e4lle sowie ein beginnendes Lungen\u00f6dem in \u00e4rztlicher Behandlung mit nachheriger erh\u00f6hter Empfindlichkeit gegen\u00fcber fl\u00fcchtigen schleimhautreizenden Substanzen (u.a. Zigarettenrauch).<br \/>\n&#8211; Insgesamt hatten 59% (24 M\u00e4nner und 9 Frauen) aller Betroffenen Hautsymptome bei sich registriert. Aufgef\u00fchrt wurden insbesondere:<br \/>\nSiebenmal ausschlie\u00dflich Brennen oder Juckreiz, viermal R\u00f6tung, zehnmal R\u00f6tung und Brennen und in drei F\u00e4llen Juckreiz, R\u00f6tung und Schwellung der exponierten Hautpartien. Je einmal angegeben wurden: Knoten, R\u00f6tung und \u00bbPickel\u00ab, Verbrennungen, \u00bbSonnenbrand\u00ab am zweiten Tag, zwei bis drei Tage anhaltende Hautreizung, ein wochenlang juckender Ausschlag mit Hautquaddeln sowie im schlimmsten Fall Brennen, R\u00f6tung und Schwellung verbunden mit Blasenbildung und Hauteinblutungen. Fast alle der mutma\u00dflich lediglich mit CN in Kontakt gekommenen Personen (14 von 16 Personen) gaben Hautreaktionen an.<br \/>\n&#8211; Dar\u00fcberhinaus wurden aufgez\u00e4hlt: \u00dcbelkeit, Brechreiz, Magenstechen und -schmerzen, Durchfall, allgemei-ne und Kreislaufschw\u00e4che, Herz- bzw. Brustklopfen, Panik und Depres-sionen, Zahnfleisch- und Nasenblu-ten, verz\u00f6gerte Blutgerinnung sowie Zahnfleischentz\u00fcndung.<\/p>\n<p>Neun Probandinnen bejahten die Fra-ge nach \u00e4rztlichen Behandlungsma\u00df-nahmen.<\/p>\n<p><strong>Testergebnisse<\/strong><\/p>\n<p>45 Hauttests (80%) blieben negativ, d.h. ohne Reaktion. Auf Chloracetamid gab es keine positive Reaktion.<br \/>\n21% (= 3 von 14 Personen) der Teilnehmerinnen und 12% (= 5 von 42 Personen) der Teilnehmer zeigten fragliche oder schwach positive Reaktionen: je zwei Frauen und M\u00e4nner auf CN, eine Probandin und drei Probanden auf CN und CS (s. Angabe in Klammern):<br \/>\n&#8211; 28j\u00e4hrige Studentin mit vier CN-Kontakten aus allen drei Einsatzformen, teilweise feuchte Kleidung und Abwaschen des Reizstoffes; Hautbrennen (CN);<br \/>\n&#8211; 25j\u00e4hrige Studentin mit einem CN-Kontakt aus einem Reizstoffspr\u00fchger\u00e4t, feuchte Kleidung und sofortiges Abwaschen des Reizstoffes; keine Hautsymptome (CN\/CS);<br \/>\n&#8211; 25j\u00e4hrige Studentin mit drei CN- und CS-Kontakten aus Wasserwerfern und Schwelk\u00f6rpern, feuchte Kleidung und teilweise Abwaschen des Reizstoffes; nach zwei Tagen \u00bbSonnenbrand\u00ab im Gesicht (CN);<br \/>\n&#8211; 25j\u00e4hriger Student mit sechs CN- und CS-Kontakten aus allen drei Ein-satzformen, teilweise Abwaschen der Reizstoffe; keine Hautsymptome; anamnestisch Heuschnupfen (CN\/CS);<br \/>\n&#8211; 32j\u00e4hriger Krankenpfleger mit CN-Kontakten in mindestens vier F\u00e4llen aus allen drei Einsatzformen, teilweise feuchte Kleidung und Abwaschen des Reizstoffes; schmerzhafte Hautr\u00f6tung (CN\/CS);<br \/>\n&#8211; 26j\u00e4hriger Student mit einem CN-Kontakt aus einem Reizstoffspr\u00fchger\u00e4t, Abwaschen des Reizstoffes nach einigen Minuten; Hautr\u00f6tung und Hautbrennen; anamnestisch Heu-schnupfen (CN);<br \/>\n&#8211; 19j\u00e4hriger Sch\u00fcler mit mehr als zehn CN- und CS-Kontakten aus Wasserwerfern und Schwelk\u00f6rpern, teilweise feuchte Kleidung und Abwaschen der Reizstoffe; Hautr\u00f6tung, -brennen und -juckreiz (CN\/CS);<br \/>\nProbanden mit deutlich bis stark positiven Testreaktionen<\/p>\n<p>Lfd. Nr. 03 11 18<br \/>\n48 Std. ++\/++\/0 + &#8211; ++\/+\/0 + &#8211; ++\/+ &#8211; ++\/0<br \/>\n72 Std. +++\/+++\/0 ++ &#8211; +++\/+ &#8211; ++\/(+) ++\/++\/0<br \/>\n96 Std. nicht +++\/++\/+ +++\/+++\/0<br \/>\n120 Std. +++\/+++\/0 nicht nicht<\/p>\n<p>(Reihenfolge der Testsubstanzen: CN\/CN-ega\/CS-longtil; nicht = nicht abge-lesen)<br \/>\n&#8211; 35j\u00e4hriger Verlagskaufmann mit ca. sechs CN- und CS-Kontakten aus Wasserwerfern und Schwelk\u00f6rpern, teilweise feuchte Kleidung; keine Hautsymptome; anamnestisch Heuschnupfen (CN).<br \/>\nDrei m\u00e4nnliche Testpersonen (= 7% der M\u00e4nner) reagierten deutlich bis stark positiv auf CN, eine zus\u00e4tzlich schwach auf CS (s. Tabelle):<br \/>\n&#8211; 31j\u00e4hriger Zahnarzt mit Lichen ruber (Kn\u00f6tchenflechte): drei CN-Kontakte aus Wasserwerfern, feuchte Kleidung; stark juckende, \u00f6demat\u00f6se Schwellung und R\u00f6tung der Haut an Gesicht und H\u00e4nden, beim dritten Mal st\u00e4rker als beim zweiten Mal (Nr. 3);<br \/>\n&#8211; 37j\u00e4hriger Lehrer mit Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte): ca. zehn CN- und CS-Kontakte aus Reizstoffspr\u00fchger\u00e4ten und Wasserwerfern, feuchte Kleidung und Abwaschen nach 15-60 Minuten; Hautbrennen, -spannen und -r\u00f6tung (Nr. 11);<br \/>\n&#8211; 35j\u00e4hriger Lehrer mit Kontaktallergie gegen Konservierungsmittel sowie Penicillinallergie: zwei CN-Kontakte aus Reizstoffspr\u00fchger\u00e4t und Wasserwerfer (und Schutzmaskentests bei der Bundeswehr), feuchte Kleidung; beide Male Hautschwellung, -r\u00f6tung und -juckreiz \u00fcber mehrere Wochen, lokale Kortikoidbehandlung (Nr. 18).<\/p>\n<h4>3. Bewertung<\/h4>\n<p>Eine Absch\u00e4tzung der im Polizeieinsatz am Zielort erreichten Reizstoff-konzentrationen erweist sich als relativ schwierig, da diese einerseits ver-schiedenen Umweltbedingungen unterliegen und zudem nicht selten verschiedene Einsatzmittel kombiniert werden. Bei den auf kurze Entfernungen zugeschnittenen Spr\u00fchger\u00e4ten spielt au\u00dferdem die unterschiedliche Fl\u00fcchtigkeit der verwendeten L\u00f6sungsmittel eine nicht unwesentliche Rolle.18<\/p>\n<p>Wie diese Untersuchung zeigt, treten bei DemonstrantInnen eine Vielzahl wahrscheinlich toxischer Reaktionen auf, wenn sie in Kontakt mit CN und CS kommen. Darunter finden sich in Einzelf\u00e4llen solche, die auf eine ernst-zunehmende Sch\u00e4digung des Atmungssystems hinweisen. Der Anteil an Hautsymptomen ist dagegen mit 59% der Betroffenen recht gro\u00df. Immerhin knapp 20% reagierten im Hauttest positiv.<\/p>\n<p>Bei derartig giftigen Substanzen wie CN und CS besteht allerdings die Schwierigkeit, geeignete Testkonzentrationen zu finden, da sie sogar in Verd\u00fcnnungen von 0,0004 bzw. 0,0005% noch toxische Hautreaktionen hervorrufen k\u00f6nnen.19 Daher d\u00fcrfen die acht fraglich positiven Reaktionen nicht als eindeutig aller-gisch angesehen werden. Auch lassen die angegebene Symptomatik bei der Mehrzahl dieser Personen sowie test-immanente Schwierigkeiten bei der Beurteilung schwacher Hautreaktionen keine eindeutige Diag-nosestellung zu. Unter dem Eindruck von insge-samt 45 negativen Testergebnissen k\u00f6nnen diese Reaktionen allerdings als Hinweis auf eine sich noch entwickelnde oder schwach ausgepr\u00e4gte allergische Reaktionslage gedeutet werden. Dies umso mehr, als Marzulli und Maibach20) zumindest f\u00fcr CS nachweisen konnten, da\u00df eine Testkonzentration von 0,1%, wie sie hier aus Sicherheitsgr\u00fcnden verwendet wurde,21 unter Umst\u00e4nden zu falsch negativen Ergebnissen f\u00fchren kann. Eine erneute Exposition dieser ProbandInnen mit CN und CS sollte vermieden werden.<\/p>\n<p>Eindeutige Hinweise aus Vorgeschichte und Testreaktionen lie\u00dfen sich jedoch bei drei m\u00e4nnlichen Personen (Nrn. 3\/11\/18) ermitteln. Sie waren von Wasserwerfern getroffen worden &#8211; zwei zus\u00e4tzlich aus Reizstoffspr\u00fchger\u00e4ten &#8211; und hatten \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum durchfeuchtete Kleidung getragen. In einem Fall (Nr. 3) f\u00fchrte bereits der zweite CN-Kontakt zu ausgepr\u00e4gten, wahr-scheinlich allergischen Hautreaktionen an exponierten K\u00f6rperstellen. In zwei F\u00e4llen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer klinisch relevanten Sen-sibilisierung gegen CN auszugehen. Dies gilt ebenso f\u00fcr Proband Nr. 11, der trotz nicht so beeindruckender Vorgeschichte deutlich positive Testergebnisse auf CN, weniger eindeutig auf CS zeigte .<\/p>\n<p>Keine der untersuchten Personen reagierte auf das mitgetestete Chloracetamid. Damit scheidet eine m\u00f6gliche Kreuzreaktivit\u00e4t zu CN auch bei stark sensibilisierten Menschen offenbar aus. Eine Kreuzreaktivit\u00e4t w\u00fcrde bedeuten, da\u00df eine gegen (z.B.) Chloracetamid sensibilisierte Person allergisch auf CN-Kontakt reagiert, ohne zuvor durch CN selbst sensibilisiert worden zu sein (und umgekehrt). Die einzigen bisher an CN-Sensibilisierten festgestellten Kreuzallergien bestehen gegen\u00fcber dem Antimykotikum (Pilzmedikament) Clofen-oxyd22, das in Frankreich inzwischen aus dem Handel genommen wurde und in der BRD nie eine Rolle spielte,23 und der Substanz 1,1-Dichloracetophenon24. Eine von Maibach und Marzulli25 mitgeteilte Kreuzreaktivit\u00e4t zwischen CN und CS ist bisher nicht best\u00e4tigt worden.26 Im Tierversuch konnte au\u00dferdem gezeigt werden, da\u00df 1-Bromacetophenon und Acetophenon an CN-allergischen Meerschweinchen ebenfalls positive Reaktionen hervorrufen.27 Eine Sensibilisierung unserer ProbandInnen durch derartige Substanzen kann also nicht vollst\u00e4ndig ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>Eine statistisch gesicherte Aussage l\u00e4\u00dft sich anhand der vorgelegten Untersuchung sicher nicht treffen. Es ist jedoch davon auszugehen, da\u00df bei De-monstrationsteilnehmerInnen beson-ders nach CN-, aber auch CS-Exposition Kontaktallergien auftreten k\u00f6n-nen. Inwieweit diese unmittelbar und eindeutig Folge polizeilicher Reizstoffeins\u00e4tze sind, ist unter den gege-benen Umst\u00e4nden nicht feststellbar, wenngleich recht wahrscheinlich. Um Hinweisen auf ein gr\u00f6\u00dferes Sensi-bilisierungspotential des CN &#8211; vor allem in seiner Zubereitung f\u00fcr Reizstoffspr\u00fchger\u00e4te &#8211; nachgehen zu k\u00f6nnen, w\u00e4ren breiter angelegte Studien unter Polizisten w\u00fcnschenswert.<\/p>\n<p>Hinweis:<br \/>\nGegen einen adressierten und frankierten Umschlag (1,70 DM) schickt die Redaktion den interessierten Le-sern die Anmerkungen zu.<br \/>\n* Arzt in G\u00f6ttingen<\/p>\n<h6>1) Michael in der Wiesche, Kontaktallergien nach polizeilichen &#8222;Tr\u00e4nengas&#8220;- (CN\/CS)-Eins\u00e4tzen, Medizinische Dissertation in der Abteilung Dermatologie und Venerologie der Hautklinik an der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen.<br \/>\n2) vgl. Nr. 25 der Literaturliste<br \/>\n3) vgl. Nr. 31 d.L.<br \/>\n4) vgl. Nr. 7; 22 d.L.<br \/>\n5) vgl. Nr. 2; 34; 38 d.L.<br \/>\n6) vgl. Nr. 24; 37 d.L.<br \/>\n7) vgl. Nr. 18; 30 d.L.<br \/>\n8) vgl. Nr. 5; 6; 9; 15; 17; 18; 20; 21; 33; 35; 40 d.L.<br \/>\n9) vgl. Nr. 1 d.L.<br \/>\n10) vgl. Nr. 19 d.L.<br \/>\n11) vgl. Nr. 8; 16 d.L.<br \/>\n12) vgl. Nr. 14; 19; 39 d.L.<br \/>\n13) vgl. Nr. 12 d.L.<br \/>\n14) vgl. Nr. 23 d.L.<br \/>\n15) vgl. Nr. 4 d.L.<br \/>\n16) vgl. Nr. 3; 36 d.L.<br \/>\n17) vgl. Nr. 26; 27; 32 d.L.<br \/>\n18) vgl. Nr. 14 d.L.<br \/>\n19) vgl. Nr. 11; 13; 29 d.L.<br \/>\n20) vgl. Nr. 28 d.L.<br \/>\n21) vgl. Nr. 10 d.L.<br \/>\n22) vgl. Nr. 10 d.L.<br \/>\n23) vgl. Nr. 29 d.L.<br \/>\n24) vgl. Nr. 32 d.L.<br \/>\n25) vgl. Nr. 27 d.L.<br \/>\n26) vgl. Nr. 26 d.L.<br \/>\n27) vgl. Nr. 4 d.L.<\/h6>\n<h4>Literatur<\/h4>\n<p>1) BALLANTYNE B, GALL D, ROBSON DC (1976)<br \/>\nEffects on man of drenching with dilute solutions of o-chlorobenzylidene malononitrile (CS) and dibenz(b,f)-1,4-oxazepine (CR), in: Med Sci Law 16, 159-170<\/p>\n<p>2) BLECKMANN H, SOMMER C (1981)<br \/>\nKlinische Aspekte von Tr\u00e4nengasver\u00e4tzungen der Hornhaut, in: Klin Monatsbl Augenheilkd 178, 141-144<\/p>\n<p>3) BOWERS MB, OWENS EJ, PUNTE CL<br \/>\nInterim report of CS exposures in plant workers, in: Chemical Warfare Laboratories Technical Memorandum 24-50<br \/>\nArmy Chemical Center, Maryland 1960<\/p>\n<p>4) CHUNG CW, GILES AL (1972)<br \/>\nSensitization of guinea pigs to alpha-chloroacetophenone (CN) and ortho-chlorobenzylidenemalononitrile (CS), tear gas chemicals, in: J Immunol 109, 284-293<\/p>\n<p>5) D\u00c4NIKEN A von<br \/>\nLiteratur\u00fcbersicht \u00fcber die Toxikologie der Tr\u00e4nengase<br \/>\nChlorazetophenon (CN), o-Chlorbenzyliden Malononitril (CS) und Dibenz(b,f)-1,4-oxazepin (CR)<br \/>\nGiftabteilung des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheitswesen, Bern 1983<\/p>\n<p>6) D\u00c4NIKEN A von, FRIEDERICH U, LUTZ WK, SCHLATTER C (1981)<br \/>\nTests for mutagenicity in salmonella and covalent binding to DNA and protein in the rat of the riot control agent o-chlorobenzylidene malononitrile (CS), in: Arch Toxicol 49, 15-27<\/p>\n<p>7) DAMM HR<br \/>\nPers\u00f6nliche Mitteilung, M\u00fcnster 1988<\/p>\n<p>8) EISSNER H, LIEBESKIND H (1964)<br \/>\nDermatitis durch Chloracetophenon, in: Z Hautkr 37, 143-152<\/p>\n<p>9) ELSKAMP DMW<br \/>\nToxicologie van CS, in: MBL rapport 1982-9, Medisch Biologisch Laboratorium TNO, Rijswijk 1982<\/p>\n<p>10) FOUSSEREAU J, MALEVILLE J, Mme PETITJEAN, BASSET MA (1968)<br \/>\nL&#8217;allergie de contact au cloph\u00e9noxyde,<br \/>\nles r\u00e9action crois\u00e9es avec 1&#8217;w-chlorac\u00e9toph\u00e9none, in: Bull Soc Fr Derm Syph 75, 124-125<\/p>\n<p>11) FUCHS T, IPPEN H (1986)<br \/>\nKontaktallergie auf CN- und CS-Tr\u00e4nengas, in: Derm Beruf Umwelt 34, 12-14<\/p>\n<p>12) FUCHS T, WIESCHE M in der (1990)<br \/>\nZur Frage der Kontaktallergien auf CN und CS (\u00bbTr\u00e4nengas\u00ab) bei Demonstrationsteilnehmern, in: Z Hautkr 65, 288 &#8211; 295<\/p>\n<p>13) GOLLHAUSEN R, HOLZMANN H, RING J (1988)<br \/>\nKontaktdermatitis durch Tr\u00e4nengas, in: M\u00fcnch med Wochenschr 130, 680-682<\/p>\n<p>14) GROMES W (1974)<br \/>\nDie Wirkung von CN unter Ber\u00fccksichtigung seines Aggregatzustandes bei den verschiedenen Einsatzweisen, in: Polizei, Verkehr, Technik 19, 67-68<\/p>\n<p>15) GWYNN RH, SALAMAN MH (1953)<br \/>\nStudies on co-carcinogenesis: SH-reactors and other substances tested for co-carcinogenic action in mouse skin, in: Br J Cancer 7, 482-489<\/p>\n<p>16) HELLREICH A, MERSHON MM, WEIMER JT, KYSOR K, BOTTIGLIERI NG<br \/>\nAn evaluation of the irritant potential of CS aerosols on human skin under tropical climatic conditions, in: Edgewood Arsenal Technical Report EATR 4252, Edgewood Arsenal, Maryland 1969<\/p>\n<p>17) HIMSWORTH COMMITTEE<br \/>\nReport of the enquiry into the medical and toxicological aspects of CS (orthochlorobenzylidene malononitrile), Part I: Enquiry into the medical situation following the use of CS in Londonderry on 13th and 14th August, 1969<br \/>\nHer Majesty&#8217;s Stationary Office, London 1969<\/p>\n<p>18) HIMSWORTH COMMITTEE<br \/>\nReport of the enquiry into the medical and toxicological aspects<br \/>\nof CS (orthochlorobenzylidene malononitrile), Part II: Enquiry into toxicological aspects of CS<br \/>\nand its use for civil purposes, Her Majesty&#8217;s Stationary Office, London 1971<\/p>\n<p>19) HOLLAND P, WHITE RG (1972)<br \/>\nThe cutaneous reactions produced by o-chlorobenzylidene-malononitrile and w-chloroacetophenone when applied directly to the skin of human subjects, in: Br J Dermatol 86, 150-154<\/p>\n<p>20) HU H, FINE J, EPSTEIN P, KELSEY K, REYNOLDS P, WALKER B (1989)<br \/>\nTear gas &#8211; harassing agent or toxic chemical weapon?, in: J Am Med Assoc 262, 660-663<\/p>\n<p>21) JONES R (1975)<br \/>\nCrying over spilt tear gas, in: New Sci 68, 618<\/p>\n<p>22) KASSNER D (1973)<br \/>\nBedeutung von Reizstoffen als polizeiliches Einsatzmittel, in: Frankfurter Polizei 8, 61-71<\/p>\n<p>23) KLEINE-NATROP HE, PINZER B, HORN K (1975)<br \/>\nHautsch\u00e4den durch Tr\u00e4nengas, in: Derm Monatsschr 161, 678-680<\/p>\n<p>24) KRAPF R, THALMANN H (1981)<br \/>\nAkute Exposition durch CS-Rauchgas und klinische Beobachtungen, in: Schweiz med Wochenschr 111, 2056-2060<\/p>\n<p>25) KRONBERGER (1930)<br \/>\nDas Polizeigas, in: Die Polizei 27, 11-12<\/p>\n<p>26) LEVIN RL, MERSHON MM<br \/>\nContact sensitization to CS, a riot control agent, in: Edgewood Arsenal Technical Report EB-TR-73023, Edgewood Arsenal, Aberdeen Proving Ground, Maryland 1973<\/p>\n<p>27) MAIBACH HI, MARZULLI FN (1971)<br \/>\nAllergic sensitization potential of riot control lacrimants: Human draize test, in: Cont Derm Newslett 9, 209<\/p>\n<p>28) MARZULLI FN, MAIBACH HI (1974)<br \/>\nThe use of graded concentrations in studying skin sensitizers: Experimental contact sensitization in man, in: Food Chem Toxicol 12, 219-227<\/p>\n<p>29) MAUCHER OM, STENGEL R, SCH\u00d6PF E (1986)<br \/>\nChloracetophenonallergie, in: Hautarzt 37, 397-401<\/p>\n<p>30) NAEVE W (1960)<br \/>\nEine t\u00f6dliche Chloracetophenonvergiftung, in: Arch Toxicol 18, 165-169<\/p>\n<p>31) OTTO J (1965)<br \/>\nPolizeigas- oder Wasserwerfer?, in: Die Polizei 56, 113-116<\/p>\n<p>32) PENNEYS NS, ISRAEL RM, INDGIN SM (1969)<br \/>\nContact dermatits due to 1-chloroacetophenone and chemical mace, in: New Eng J Med 281, 413-415<\/p>\n<p>33) PHYSICIANS FOR HUMAN RIGHTS<br \/>\nThe casualties of conflict: Medical care and human rights in the Westbank and Gaza Strip<br \/>\nSomerville, Massachusetts 1988<\/p>\n<p>34) SCHLATTER C<br \/>\nEigene orientierende Versuche zur Ermittlung der wirksamen Tr\u00e4nengaskonzentration in Sprays<br \/>\nInstitut f\u00fcr Toxikologie der Eidgen\u00f6ssischen Technischen Hochschule, Z\u00fcrich 1978, unpubliziert<br \/>\nzitiert in: D\u00e4niken A von, Literatur\u00fcbersicht \u00fcber die Toxikologie der Tr\u00e4nengase, Giftabteilung des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheitswesen, Bern 1983, 25, 32<\/p>\n<p>35) SCHMID E, BAUCHINGER M, ZIEGLER-SKYLAKAKIS K, ANDRAE U (1989)<br \/>\n2-Chlorobenzylidene malonitrile (CS) causes spindle disturbances in V79 Chinese hamster cells, in: Mutat Res 226, 133-136<\/p>\n<p>36) SHMUNES E, TAYLOR JS (1973)<br \/>\nIndustrial contact dermatitis, in: Arch Dermatol 107, 212-216<\/p>\n<p>37) THORBURN KM (1982)<br \/>\nInjuries after use of the lacrimatory agent<br \/>\nchloroacetophenone in a confined space, in: Arch Environ Health 37, 182-186<\/p>\n<p>38) UHDE GI (1948)<br \/>\nEye injuries from so-called noncasualty war gases, in: Am J Ophthalmol 31, 323-327<\/p>\n<p>39) WEIGAND DA (1969)<br \/>\nCutaneous reaction to the riot control agent CS, in: Milit Med 134, 437-440<\/p>\n<p>40) ZIEGLER-SKYLAKAKIS K, SUMMER KH, ANDRAE U (1989)<br \/>\nMutagenicity and cytotoxicity of 2-chlorobenzylidene malonitrile (CS) and metabolites in V79 Chinese hamster cells, in: Arch Toxicol 63, 314-319<\/p>\n<h3>Foto: Michael Hughes<\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Michael in der Wiesche * Berichtet wird \u00fcber die Folgen polizeilicher Reizstoff-Eins\u00e4tze (CN\/ CS-&#8222;Gas&#8220;)<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11593,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[152,43],"tags":[385,402,1213,1214,1228,1441],"class_list":["post-4221","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-cilip-037","tag-cn-gas","tag-cs-gas","tag-reizstoffe","tag-reizstoffspruehgeraet","tag-rsg","tag-traenengas"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4221","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4221"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4221\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11593"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4221"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4221"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4221"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}