{"id":6264,"date":"2015-06-03T07:55:26","date_gmt":"2015-06-03T07:55:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cilip.de\/?p=6264"},"modified":"2015-06-03T07:55:26","modified_gmt":"2015-06-03T07:55:26","slug":"im-souterrain-der-polizei-wandlungen-im-verhaeltnis-polizei-sozialarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=6264","title":{"rendered":"Im Souterrain der Polizei?\u00a0Wandlungen im Verh\u00e4ltnis Polizei \u2013 Sozialarbeit"},"content":{"rendered":"<p><strong>Polizei und Soziale Arbeit \u2013 zwei Welten scheinen aufeinander zu sto\u00dfen: Kontrolle und Repression auf der einen, Hilfe und Unterst\u00fctzung auf der anderen Seite. Glaubt man dem herrschenden Sicherheitsdiskurs, dann haben beide so viel gemeinsam, dass es keine Alternative zur engen Zusammenarbeit gibt.<\/strong><\/p>\n<p>Seit vier Jahrzehnten wird \u00fcber die Beziehungen zwischen Polizei und Sozialer Arbeit in der Bundesrepublik gestritten. Aber kaum war der Streit entbrannt, da wurde bereits verk\u00fcndet, es gehe nicht mehr um das \u201eOb\u201c, sondern nur um das \u201eWie\u201c der Zusammenarbeit.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Bald bildete sich ein Kanon jener Merkmale heraus, wie sich beide Seiten begegnen m\u00fcssten: \u201egrunds\u00e4tzliche Akzeptanz der jeweiligen Berufsgruppe\u201c,<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> \u201egleichberechtigte Partner\u201c,<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> \u201egleichberechtigte Kooperation\u201c,<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> \u201egegenseitige Anerkennung\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>, \u201eein klares Rollenverst\u00e4ndnis und die gegenseitige Akzeptanz der unterschiedlichen Professionen\u201c<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> etc. Ein gleichberechtigtes Verh\u00e4ltnis \u2013 so der Konsens \u2013 muss die Basis jeder Zusammenarbeit bilden. Inwieweit dieser Anspruch in den mittlerweile entstandenen Arbeitsbeziehungen umgesetzt wird, darf seiner gebetsm\u00fchlenartigen Wiederholung zum Trotz bezweifelt werden.<!--more--><\/p>\n<p>Die Eigenst\u00e4ndigkeit jeder Seite zu beteuern, steht am Anfang aller Kooperationsforderungen. Diese zu ignorieren, w\u00fcrde jedes Bestreben um \u2013 wie auch immer geartete \u2013 Zusammenarbeit unm\u00f6glich machen. Denn auf den ersten Blick sind die Unterschiede offenkundig:<\/p>\n<p>Idealtypische Gegen\u00fcberstellung von Polizei und Sozialarbeit<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"121\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"172\"><strong>Polizei<\/strong><\/td>\n<td width=\"123\"><strong>Soziale Arbeit<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"121\">Verwaltungstyp<\/td>\n<td width=\"172\">Eingriffsverwaltung<\/td>\n<td width=\"123\">Leistungsverwaltung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"121\">Rechtsgrundlage<\/td>\n<td width=\"172\">Strafprozessordnung;<br \/>\nPolizeirecht<\/td>\n<td width=\"123\">Sozialgesetzb\u00fccher<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"121\">Bedeutung des Rechts<\/td>\n<td width=\"172\">Befugnis zu Eingriffen<\/td>\n<td width=\"123\">Leistungsanspruch<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"121\">bedeutendes Prinzip<\/td>\n<td width=\"172\">Legalit\u00e4tsprinzip<\/td>\n<td width=\"123\">Unterst\u00fctzungsprinzip<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"121\">Instrumente<\/td>\n<td width=\"172\">Zwang(sdrohung)<\/td>\n<td width=\"123\">Angebote\/Freiwillig\u00adkeit<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"121\">Sanktionen<\/td>\n<td width=\"172\">negative<\/td>\n<td width=\"123\">positive<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"121\">Perspektive<\/td>\n<td width=\"172\">mit Handlungen verbundene Risiken; Verantwortlichkeit zuschreiben<\/td>\n<td width=\"123\">Chancen f\u00fcr Individuen er\u00f6ffnen; Pers\u00f6nlichkeit entwickeln<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"121\">basales Paradigma<\/td>\n<td width=\"172\">St\u00f6rung<\/td>\n<td width=\"123\">Hilfe und F\u00f6rderung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"121\">Dauer<\/td>\n<td width=\"172\">schnelle Intervention<\/td>\n<td width=\"123\">langfristige Arbeit<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"121\">Ziel<\/td>\n<td width=\"172\">rechtstreues Verhalten<\/td>\n<td width=\"123\">soziale Integration<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"121\">zu AdressatInnen<\/td>\n<td width=\"172\">Distanz:\u00a0Verd\u00e4chtige\/St\u00f6rerInnen<\/td>\n<td width=\"123\">Vertrauen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Diese vielf\u00e4ltigen Unterschiede werden in der allgemeinen Diskussion auf zwei Gegensatzpaare verk\u00fcrzt: Kontrolle versus Hilfe und Legalit\u00e4tsprinzip (die Pflicht zur Strafverfolgung) versus Vertrauensschutz den KlientInnen gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Angesichts dieser Unterschiede ist zu Recht darauf hingewiesen worden, dass beiden Seiten \u201eunterschiedliche, zum Teil inkompatible Funktionen, Aufgaben, Handlungslogiken und professionelle Selbstverst\u00e4ndnisse zugrunde liegen\u201c, aus denen \u201eGrenzen der Kooperation und der Gemeinsamkeiten\u201c resultierten.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<h4>\u00dcberschneidungen<\/h4>\n<p>Wenngleich niemand diese strukturellen Differenzen im Grundsatz in Zweifel zieht, so werden regelm\u00e4\u00dfig zwei Gr\u00fcnde angef\u00fchrt, die eine Kooperation f\u00f6rmlich erzwingen. Der erste bezieht sich darauf, dass Polizei und Sozialarbeit h\u00e4ufig mit denselben Personen, denselben sozialen Milieus, denselben sozialen Problemen besch\u00e4ftigt sind: Gewalt gegen Kinder ruft sowohl eine strafrechtliche Reaktion als auch eine nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz hervor; der Umgang mit illegalen Drogen ist ein polizeiliches und ein sozial-\/gesundheitspolitisches Problem; h\u00e4usliche Gewalt, Obdachlosigkeit, Jugendgruppen, Rechtsextreme etc.. Kurz: Es gibt \u201eimmer mehr Ziel- und Problemgruppen, denen sich Polizei und Sozialarbeit gleicherma\u00dfen zuwenden.\u201c<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p>Der zweite Grund bezieht sich auf den Umstand, dass die idealtypische Gegen\u00fcberstellung entscheidende Aspekte beider Institutionen (oder Professionen) nicht ber\u00fccksichtigt: \u201eEs ist aber\u201c, so Feltes, \u201ebei weitem nicht so, dass die eine Seite nur hilft und die andere nur kontrolliert.\u201c In Wirklichkeit sei es wegen der \u201evielf\u00e4ltige(n) Aufgaben\u00fcberschneidungen\u201c so: \u201ePolizei und Sozialarbeit teilen sich Hilfe und Kontrolle\u201c. Die Polizei, das zeigten Feltes\u2018 Untersuchungen des schutzpolizeilichen Alltags aus den 1980er Jahren, sei eine \u201eunspezifische Hilfeinstitution\u201c, die von den B\u00fcrgerInnen gerufen werden, weil keine andere Einrichtung verf\u00fcgbar sei. Und dass die Sozialarbeit auch kontrollierende Aufgaben wahrnehme, sei hinl\u00e4nglich bekannt.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> In Wirklichkeit seien beide in einem Bereich zwischen helfenden und kontrollierenden T\u00e4tigkeiten besch\u00e4ftigt, so dass die \u201eZusammenarbeit \u2026 nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig\u201c sei.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<h4>Polizei, Pr\u00e4vention und soziale Probleme<\/h4>\n<p>Ende der 1970er Jahre wurde auf Initiative des Kriminologen und damaligen nieders\u00e4chsischen Justizministers Hans-Dieter Schwind der Versuch unternommen, institutionelle Konsequenzen aus dem Umstand zu ziehen, dass vor allem SchutzpolizistInnen mit sozialen Problemen oder mit den unmittelbaren Folgen sozialer Missst\u00e4nde konfrontiert werden. Unter der \u00dcberschrift \u201ePr\u00e4ventionsprogramm Polizei\/Sozialarbeiter\u201c (PPS) wurden in einem Polizeirevier Hannovers sechs SozialarbeiterInnen vor Ort t\u00e4tig. Konzeptionell sollten zeitgleich mit der Polizei, die SozialarbeiterInnen des Reviers nach einem \u201eEreignis\u201c t\u00e4tig werden. Die Polizei sollte ermitteln, die SozialarbeiterInnen (die Opfer\/T\u00e4terInnen) betreuen, beraten oder an Unterst\u00fctzungseinrichtungen vermitteln. Durch dieses Modell wollte man die \u00dcberforderung der PolizistInnen durch ausbildungsfremde, nicht-polizeiliche T\u00e4tigkeiten vermeiden und den Betroffenen schnell und wirksam helfen.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>Au\u00dferhalb Hannovers fand das Modell wenig Nachahmung. Nach der Wende wurden im nieders\u00e4chsischen \u201ePartnerland\u201c Sachsen-Anhalt mit SozialarbeiterInnen besetzte \u201eJugendberatungsstellen\u201c bei allen Jugendkommissariaten des Landes eingerichtet, die dem PPS-Modell folgen.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Die Propagierung der Sozialarbeit in der Polizei<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> blieb ansonsten folgenlos. 2005 wurde das Projekt in Hannover mit der Begr\u00fcndung eingestellt, sein Ansatz sei von der Entwicklung \u00fcberholt.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>Der schutzpolizeiliche Alltag ist nur ein Bezugspunkt der Diskussion. Systematisch wichtiger sind die Entwicklungen im polizeilichen Selbstverst\u00e4ndnis. Dies l\u00e4sst sich besonders deutlich am Umgang der Polizei mit Jugendlichen, die bis heute im Zentrum aller Kooperationsbem\u00fchungen stehen, nachzeichnen: Ausgehend von den \u201eHalbstarkenkrawallen\u201c der 1950er Jahre wurden bereits in den 1960er Jahren fl\u00e4chendeckend auf die Jugend gerichtete Konzepte bei den Polizeien der Bundesl\u00e4nder etabliert.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> W\u00e4hrend dies weitgehend unbeachtet von der \u00d6ffentlichkeit umgesetzt werden konnte, provozierten die Pl\u00e4ne f\u00fcr eine spezialisierte \u201eJugendpolizei\u201c erheblichem Widerstand, der dazu f\u00fchrte, dass das urspr\u00fcngliche Konzept ge\u00e4ndert bzw. gar nicht realisiert wurde.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Der grundlegende Gedanke, eine nur auf Jugendliche ausgerichtete Polizeieinheit zu schaffen, die in Alter, Kleidung und Habitus den Jugendlichen entspricht, zu denen sie Kontakt im Alltag, in den Jugendeinrichtungen, auf der Stra\u00dfe etc. halten soll, hat sich hingegen durchgesetzt. Heute hei\u00dfen sie \u201eszenekundige Beamte\u201c oder arbeiten z.B. in Berlin in den \u201eOperativen Gruppen Jugendgewalt\u201c. Im Hinblick auf das Verh\u00e4ltnis zur Sozialarbeit ist bemerkenswert, dass sie im Auftreten und im Umgang \u00c4hnlichkeiten mit SozialarbeiterInnen aufweisen.<\/p>\n<p>Eine besondere Form \u201eaufsuchender Polizeiarbeit\u201c ist die \u201eGef\u00e4hrderansprache\u201c, die nicht nur, aber auch von jenen \u201eklientelnahen\u201c PolizistInnen gef\u00fchrt werden. Bei diesen \u201eAnsprachen\u201c handelt es sich um eine pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahme; weder der Verdacht einer Straftat, noch eine konkrete Gefahr gehen ihr voraus, sondern eine Prognose \u00fcber das erwartete Verhalten einer polizeibekannten Person. Die Person soll dazu bewegt werden, die erwartete Handlung zu unterlassen: nicht zum Fu\u00dfballspiel oder zur Demonstration zu gehen oder nicht mit der Clique um die H\u00e4user zu ziehen. Das rechtliche Fundament dieses Vorgehens ist mehr als d\u00fcnn.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> Entscheidend im Hinblick auf die Sozialarbeit ist jedoch, dass die PolizistInnen ihre eigene T\u00e4tigkeit als \u201eein bisschen Sozialarbeit\u201c beschreiben. Weil sie ein \u201ebestimmtes Vertrauensverh\u00e4ltnis\u201c aufbauten, w\u00fcrden sie auch von den Jugendlichen als jemand betrachtet, \u201ewo sie Halt haben\u201c. Einerseits setzten die Gef\u00e4hrderansprachen voraus, dass man \u00fcber die Jugendlichen und ihr Umfeld Bescheid wisse: Vater, Mutter, Oma, Peergroup \u2013 \u201eganz enge soziale Daten musst du eigentlich wissen\u201c, andererseits erlaubten sie, etwa wenn die Jugendlichen zuhause aufgesucht w\u00fcrden, Einblick in deren \u201eUmfeld\u201c \u2013 von der Gr\u00f6\u00dfe der Wohnung \u00fcber die Geschwisterzahl bis zum Beruf der Eltern.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Zwei Entwicklungen werden hier deutlich: Die pr\u00e4ventiv motivierte T\u00e4tigkeit der Polizei im ausgeweiteten Vorfeld sowie Handlungsformen, die im sozialarbeits-\u00e4hnlichen Gewand daherkommen.<\/p>\n<p>Die Gef\u00e4hrderansprachen f\u00fcgen sich in das Selbstbild vieler PolizistInnen ein, demzufolge sie h\u00e4ufig Aufgaben der Sozialarbeit wahrnehmen (m\u00fcssen).<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Die Selbstwahrnehmung als \u201eaufsuchende SozialarbeiterIn\u201c wird dabei von einer Kritik an den Professionellen begleitet, die ihre Arbeit nicht \u201erichtig\u201c machten \u2013 etwa weil sie Feierabend h\u00e4tten, wenn die sozialen Probleme manifest werden, oder sie auf Seiten der (polizeilichen) Problemgruppen st\u00fcnden oder weil sie sich der Kooperation verweigerten.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a> Polizeistrategisch sind die Konsequenzen dieses Befunds naheliegend: Die Sozialarbeit muss mit ins Boot geholt werden.<\/p>\n<h4>Sozialarbeit zwischen Hilfe und Kontrolle<\/h4>\n<p>Die Stilisierung der Sozialarbeit als einer helfenden Profession war immer schon nur die halbe Wahrheit. Zum einen haben sich sozialarbeiterische Arbeitsfelder im justiznahen Bereich herausgebildet, f\u00fcr die die Zwitterstellung zwischen der Durchsetzung des staatlichen Strafanspruchs und der Hilfe f\u00fcr die Klientel charakteristisch ist: im Strafvollzug, in der F\u00fchrungsaufsicht und Bew\u00e4hrungshilfe, aber auch in der von den Jugend\u00e4mtern wahrgenommenen Jugendgerichtshilfe. Bereits Mitte der 1980er Jahre, als mit den \u201eambulanten Ma\u00dfnahmen\u201c die Bedeutung der Sozialarbeit im strafenden Kontext zunahm, sahen kritische BeobachterInnen die Sozialarbeit in das \u201eSouterrain der Justiz\u201c verwiesen; wolle sie ihre Selbstst\u00e4ndigkeit behalten, dann m\u00fcssten Strafe und Hilfe institutionell getrennt werden.<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a> Der Einwand blieb ohne Folgen; mitunter wird behauptet, der Aufstieg aus dem Kellergeschoss sei gelungen.<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a><\/p>\n<p>Zum anderen ist Soziale Arbeit seit jeher von \u201ekontrollierenden\u201c Elementen durchzogen. Von der Zwangseinweisung der Armen in Arbeitsh\u00e4user bis zu den karitativen Wurzeln b\u00fcrgerlicher F\u00fcrsorge: Im Grundsatz zielt Soziale Arbeit auch auf die \u201eEinpassung\u201c des Individuums in die Gesellschaft. Insofern wirkt Soziale Arbeit in aller Regel darauf hin, einen bestimmten \u201eSozialtypus\u201c herzustellen, indem sie als allgemeine Sozialkontrolle auszugleichen sucht, woran andere (Sozialisiations-)Instanzen gescheitert sind. Selbst in der emanzipatorischen Variante, die alle Menschen zu einem selbstverantwortlichen, selbstbestimmten Leben bef\u00e4higen will, versucht Soziale Arbeit, Angebote zu unterbreiten, die praktisch wirksam werden k\u00f6nnen: Es ist \u2013 unabh\u00e4ngig von der staatlichen Schulpflicht \u2013 sinnvoll eine Schule zu besuchen, weil Wissen und Qualifikation auch Voraussetzung widerst\u00e4ndigen Verhaltens sind. Es ist sinnvoll, keinen Diebstahl zu begehen \u2013 auch wenn man die Eigentumsordnung ablehnt \u2013, weil man sich ansonsten viel \u00c4rger einhandeln und Entwicklungschancen verbauen kann. \u201eSozialarbeiter sensibilisieren ihre Adressaten f\u00fcr die jeweils bestehende normative Lage\u201c<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a> und hoffen, dass jene sie in ihrem Handeln ber\u00fccksichtigen. Vor 40 Jahren erschien eine Untersuchung, in der die SozialarbeiterInnen als \u201esanfte Kontrolleure\u201c beschrieben wurden:<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a> Teilnehmende Beobachtung und Aktenauswertungen f\u00fchrten zu dem Ergebnis, dass SozialarbeiterInnen nicht weniger als PolizistInnen auf abweichendes Verhalten reagieren, aber anders. Nicht die Kriminalisierung sei f\u00fcr sie handlungsleitend, sondern die konkrete Lebenssituation der KlientInnen.<\/p>\n<p>Die an diesen Befund gekn\u00fcpfte Hoffnung, das \u201eSelbstverst\u00e4ndnis als Helfer\u201c k\u00f6nne in das Zentrum sozialarbeiterischer Professionalisierungsbestrebungen treten und SozialarbeiterInnen k\u00f6nnten deshalb k\u00fcnftig bereit sein, \u201ejegliche Produktion von Devianten einzustellen\u201c,<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a> hat sich in den folgenden Jahrzehnten nicht erf\u00fcllt. 1990 diagnostizierte Helga Cremer-Sch\u00e4fer die Wandlung des vormals festgestellten \u201e,Kontroll-Kartell(s)\u2018: zwei abgegrenzte, doch koexistierende Institutionen\u201c hin zu einem von \u201eJustiz und Sozialarbeit\u201c gebildeten \u201eSyndikat\u201c, in dem die \u201e,sanften Kontrolleure\u2018 \u2026 ihren Adressaten nicht mehr selbstst\u00e4ndig, als eine eigene Institution, gegen\u00fcber(treten).\u201c<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a><\/p>\n<p>Was sich im engen Feld der Kriminalit\u00e4tskontrolle bereits in den 1980er Jahren anbahnte, wurde unterst\u00fctzt durch den allgemeinen politischen Kurswechsel, in dessen Rahmen neoliberale Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik durch eine individualisierende Sozialpolitik flankiert wurde, die die Bew\u00e4ltigung ihrer Probleme den Betroffenen aufb\u00fcrdete und der Sozialen Arbeit den Platz zuwies, ihre Klientel zur Probleml\u00f6sung zu bef\u00e4higen. In keinem Bereich wurde das so offenkundig wie in der Arbeitsmarktpolitik, die seither unter dem Motto des \u201eF\u00f6rderns und Forderns\u201c Hilfsangebote mit Sanktionsdrohungen verbindet: Wer sich nicht helfen lassen will (bei Schulden oder Suchtproblemen), dem droht der Entzug der Leistungen. Mit dieser Sozialpolitik wurden die Felder der \u201eSoziale(n) Arbeit in Zwangskontexten\u201c<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a> ausgeweitet. Zugleich wurde auch innerhalb der Sozialarbeit das Feld bereitet, auf den sich \u201eeine \u2013 sehr unterschiedlich ausgepr\u00e4gte \u2013 zunehmende Akzeptanz und Normalisierung \u2026 von Sanktionen als Bestandteil der Sozialen Arbeit\u201c entwickeln konnten.<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a><\/p>\n<h4>Information, Vernetzung, Kooperation<\/h4>\n<p>F\u00fcr die Entwicklung, die verst\u00e4rkt in den 1990er Jahren begann, muss man sich vor Augen f\u00fchren, dass die Initiative zur Zusammenarbeit regelm\u00e4\u00dfig von der Polizei \u2013 mitunter unterst\u00fctzt aus Kreisen der Justiz \u2013 und von der Politik ausging, die sich als Sicherheitspolitik wiederum auf die polizeilichen Problembeschreibungen und L\u00f6sungsstrategien bezog. Wenn \u201eVernetzungsforderungen\u201c von Seiten der Sozialarbeit ausgingen, so war das die gro\u00dfe Ausnahme. Wie schon in den 1970er Jahren befand sich die Soziale Arbeit in der Defensive. Aber die Stimmen, die die Zusammenarbeit mit den repressiven staatlichen Instanzen als Gefahr f\u00fcr die eigene Profession betrachteten, waren merklich geschw\u00e4cht. Dazu hatte nicht nur die allgemeine Konjunktur punitiver Interventionen beigetragen, sondern auch die institutionelle Schw\u00e4chung, die die Sozialarbeit erfahren hatte.<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a> Mit den \u00f6ffentlichen Ressourcen, die die Pr\u00e4ventionseuphorie der 1990er Jahre versprach, verbanden sich die Hoffnungen von Akteuren und Tr\u00e4gern der Sozialarbeit, die eigenen Anliegen in neuen Netzwerken, in der Zusammenarbeit mit anderen realisieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Interesse der Polizei an der Sozialarbeit ist leicht zu bestimmen: Es speist sich zum einen aus der alltagspolizeilichen Erfahrung, dass polizeiliche Eins\u00e4tze h\u00e4ufig unmittelbar Probleme des Zusammenlebens zugrunde liegen (nachbarschaftliche L\u00e4rmbel\u00e4stigung \u2026) oder dass es sich um strafbare Handlungen handelt, deren sozialen Ursachen offenkundig sind. In der Sozialarbeit sucht die Polizei eine Partnerin, der ihr die perspektivische Konfliktbearbeitung abnimmt. Unter pr\u00e4ventiven Gesichtspunkten sucht sie nach einer Instanz, die wiederkehrende St\u00f6run\u00adgen\/Kriminalit\u00e4t verhindert, indem sie mit ihren Methoden eingreift. Zum anderen ersch\u00f6pft sich die sozialarbeiterische N\u00fctzlichkeit nicht in dieser Entlastung. Denn die Polizei ist f\u00fcr die Wahrnehmung ihrer origin\u00e4ren Aufgaben (der vorbeugenden Verbrechensbek\u00e4mpfung und der Strafverfolgung) an den Zug\u00e4ngen und den Informationen der Sozialarbeit interessiert. So will die Polizei \u00fcber den \u201einterdisziplin\u00e4ren\u201c Ansatz erreichen, was ihr mit eigenen Mitteln nicht gelingt. Nicht nur diese beiden Motivstr\u00e4nge deuten darauf hin, wer in den Kooperationen den Ton angibt. Bereits die gesamte Rahmung ist durch den Bezug auf Kriminalit\u00e4t und deren Pr\u00e4vention polizeilich dominiert.<a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\">[31]<\/a><\/p>\n<p>Mittlerweile ist das Feld polizeilich-sozialarbeiterischer Zusammenarbeitsformen un\u00fcberschaubar. Bereits 1996 unterschied M\u00fccke vier Ebenen der Kooperation: (1) seminaristisch: gegenseitige Kenntnis und Dialog, (2) regionale ph\u00e4nomenbezogene Arbeitsgruppen, (3) im Umgang mit Jugendliche vor Ort und (4) die \u201eSchutzfunktion\u201c gegen\u00fcber Jugendlichen.<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\">[32]<\/a> In seiner Untersuchung nannte Dold 2010 sechs \u201eKopplungen\u201c zwischen beiden Systemen: Arbeitskreise, Verfahren der Verweisung der Klientele an die jeweils andere Institution, Netzwerke mit weiteren Instanzen, gemeinsame Einsatzkonzepte, gegenseitige Schulungen und die Einrichtung von gegenseitigen Kontaktstellen.<a href=\"#_ftn33\" name=\"_ftnref33\">[33]<\/a><\/p>\n<p>Die Formen und Felder der Kooperationen sind vielf\u00e4ltig. Sie reichen von der Mitarbeit in lokalen Kriminalpr\u00e4ventiven R\u00e4ten \u00fcber die delikts- oder gruppenbezogene Zusammenarbeit bis zur Durchf\u00fchrung gemeinsamer Eins\u00e4tze.<a href=\"#_ftn34\" name=\"_ftnref34\">[34]<\/a> Sie k\u00f6nnen sich auf die Erarbeitung gemeinsamer Problembeschreibungen ebenso erstrecken wie auf die Ausarbeitung abgestimmter Reaktionen oder die Weitergabe personenbezogener Informationen. Die Verh\u00e4ltnisse \u2013 auch die Stellung der Soziale Arbeit \u2013 m\u00f6gen in den verschiedenen Kontexten durchaus unterschiedlich ausfallen. Einige Bereiche lassen sich jedoch identifizieren, in denen eine nachhaltige Verschiebung zwischen Polizei und Sozialarbeit sichtbar ist:<\/p>\n<ul>\n<li>\u00dcber das Pr\u00e4ventionsmotiv schiebt die Polizei sich in das soziale Feld. Das gilt f\u00fcr die genannten szenetypischen Einsatzformen ebenso wie f\u00fcr die h\u00e4ufig unter dem Dach kommunaler Pr\u00e4ventionsforen angebotenen Freizeitveranstaltungen oder auch ihre Pr\u00e4senz an Schulen.<a href=\"#_ftn35\" name=\"_ftnref35\">[35]<\/a> Ob als Organisatorin, Helferin oder Beraterin im Einsatz: der Strafverfolgungszwang ist immer dabei.<\/li>\n<li>Nichts ist f\u00fcr die Pr\u00e4ventivpolizei so wichtig wie Informationen. Deshalb versucht sie, in den Szenen pr\u00e4sent zu sein. Deshalb sucht sie den Kontakt zur Sozialen Arbeit, weil sie dort weitere, tiefere, Person und Umfeld gr\u00fcndlicher ausleuchtende Informationen vermutet.<\/li>\n<li>Der Wunsch nach Informationen wird begleitet von der Vorstellung, die Instrumente der Sozialen Arbeit k\u00f6nnten f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung und Verhinderung in Dienst genommen werden. Dies wird sichtbar an den Bestrebungen, eine Rechtsgrundlage f\u00fcr sogenannte Fallkonferenzen zu schaffen.<a href=\"#_ftn36\" name=\"_ftnref36\">[36]<\/a> Sichtbar wird dies auch an den \u201eH\u00e4usern des Jugendrechts\u201c, in denen die Unterordnung der sozialen Hilfen unter die Zwecke der Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung ihren baulich-insti\u00adtutionellen Niederschlag findet.<a href=\"#_ftn37\" name=\"_ftnref37\">[37]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4>Grenzen setzen<\/h4>\n<p>Offenkundig gibt es Felder der Kooperation, in denen die einseitige Funktionalisierung nicht geschieht. In Konzepten, die auf Gewalt gegen Frauen oder auf Kindeswohlgef\u00e4hrdung reagieren, scheint eher eine Zusammenarbeit \u201eauf Augenh\u00f6he\u201c stattzufinden \u2013 aber auch das ist eher Vermutung als durch Untersuchungen belegte Gewissheit. F\u00fcr die Mehrzahl der Kooperationen muss jedoch festgestellt werden, dass die polizeiliche Indienstnahme die Selbstst\u00e4ndigkeit und damit auch die Wirksamkeit Sozialer Arbeit bedroht.<\/p>\n<p>Die Sozialarbeit ist in eine kriminalpolitische Zange geraten: Unter Verweis auf wachsende Kriminalit\u00e4tsprobleme \u2013 zumal der Jugend \u2013 und schwindendes Sicherheitsgef\u00fchl, werden Forderungen nach Strafversch\u00e4rfungen und schnellen Strafen laut. Auch wenn weder die Zunahme- und Brutalisierungsthese belegt sind, auch wenn bekannt ist, dass harte Strafen keine pr\u00e4ventive Wirkung entfalten, dass zeitnahes Strafen nicht wirkungsvoller als Straflosigkeit ist, der Ruf nach der durchgreifenden Staatsgewalt genie\u00dft den Zuspruch, der allen einfachen L\u00f6sungen zuf\u00e4llt. Sich dieser Indienstnahme zu widersetzen und, deutlicher als das vereinzelt geschieht, die Grenzen des Kontakts zu bestimmen, ist die einzige Chance der Sozialen Arbeit ihre Selbstst\u00e4ndigkeit gegen\u00fcber der kriminalpr\u00e4ventiv-polizeilichen Vereinnahmung zu bewahren.<\/p>\n<h6><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kreuzer, A.; Plate, M. (Hg.): Polizei und Sozialarbeit. Eine Bestandsaufnahme theoretischer Aspekte und praktischer Erfahrungen, Wiesbaden 1981<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 M\u00fccke, T.: Verschiedene Wege \u2013 gemeinsame Ziele?!, in: Sozialmagazin 1996, H. 5, S. 14-20 (16)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 Obermann, R.; St\u00fcwe, G.: Ein un\u00fcberbr\u00fcckbarer Gegensatz, in: Sozialmagazin 1998, H.\u00a012, S. 16-25 (25)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 Lindenberg, M.: Vielfalt erm\u00f6glichen und Sicherheit organisieren?, in: Zeitschrift f\u00fcr Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe (ZJJ) 2012, H. 4, S. 410-415 (415)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 Gref, K.: Kooperation Polizei, Jugendhilfe und Sozialarbeit (PJS) in N\u00fcrnberg. Schwerpunkt Polizei und Jugendamt N\u00fcrnberg, in: ZJJ 2005, S. 193-198 (193)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 Clearingstelle Jugendhilfe\/Polizei (Hg.): Standards in den Arbeitsbeziehungen im Strafverfahren\/Jugendgerichtshilfe (JGH) zu der Polizei in Berlin, Berlin 2011 (Infoblatt 59), S. 2<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 Zusammenstellung n. Gloss, W.: Zum Verh\u00e4ltnis von Polizei- und Jugendrecht in Deutschland. Die Rolle der Beh\u00f6rden am Beispiel der Gef\u00e4hrderansprachen, in: Recht der Jugend und des Bildungswesens 2010, H. 3, S. 323-333 (327); Gref a.a.O. (Fn. 5), S. 196; Matt, E.; Rother, D.: Jugendliche \u201eIntensivt\u00e4ter\u201c, in: Monatsschrift f\u00fcr Kriminologie und Strafrechtsreform (MSchrKrim) 2001, H 6, S. 472-482 (480f.); Jaschke, H.-G.: Polizei und Sozialarbeit im st\u00e4dtischen Brennpunkt, in: Heitmeyer, W.; Dollase, R.; Backes, O. (Hg.): Die Krise der St\u00e4dte, Frankfurt\/M. 1998, S. 398-415 (413f.); Zieger, M.: Verteidigung in Jugendsachen, Heidelberg 2008, S. 112f.; Becker, R.; Tochtenhagen, S.: Der Umgang mit Kindeswohlgef\u00e4hrdung im Bereich der Schnittstellen von Sozialarbeit und Polizei, in: Jugendhilfe 2011, S. 100-108 (101); Lindenberg a.a.O. (Fn. 4), S. 414; Schubarth, W.: Formen, M\u00f6glichkeiten und Grenzen der Gewaltpr\u00e4vention, in: Raithel, J.; Mansel, J. (Hg.): Kriminalit\u00e4t und Gewalt im Jugendalter, Weinheim, M\u00fcnchen 2003, S. 300-316 (302); Schmidt-Zimmermann, S.: Sozialarbeit und Polizei, Neuwied, Kriftel 2000, S. 130<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 L\u00fcders, C.; Holthusen, B.: Das Modellprojekt \u201eKooperation im Fall jugendlicher Mehrfach- und Intensivt\u00e4ter\u201c, in: Praxis der Rechtspsychologie 2006, H. 1\/2, S. 182-193 (192)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 Feltes, T.: Polizei und Soziale Arbeit \u2013 die polizeiwissenschaftlich-kriminologische Sicht, in: M\u00f6ller, K. (Hg.): Dasselbe in gr\u00fcn?, Weinheim, M\u00fcnchen 2010, S. 28-36 (29)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> \u00a0 ebd., S. 29 u. S. 33<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> \u00a0\u00a0 Feltes, T.: Hilfe und\/oder\/durch Kontrolle?, in: Bew\u00e4hrungshilfe 1999, H. 3, S. 287-297 (290)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> \u00a0 Schwind, H.-D.; Steinhilper, G.; Wilhelm-Reiss, M.: Pr\u00e4ventionsprogramm Polizei\/So\u00adzialarbeiter (PPS), in: Kriminalistik 1980, H. 2, S. 58-64<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> \u00a0 s. Enke, T.: Bilanz und Perspektive sozialp\u00e4dagogischer Jugendberatung und Krisenintervention nach polizeilichem Handlungsvollzug im Kontext eines modernen Verst\u00e4ndnisses von sozialer Kontrolle, in: DVJJ-Journal 1998, H. 1, S. 24-34; Bode, R.: Sozialarbeit in der Polizei, in: Kerner, H.-J.; Marks, E. (Hg.): Internetdokumentation des Deutschen Pr\u00e4ventionstages, Hannover 2012<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> \u00a0 Schmitt-Zimmermann a.a.O. (Fn. 7)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> \u00a0 Innenminister Sch\u00fcnemann am 20.5.2005 vor dem Landtag, www.mi.niedersachsen.de\/ portal\/live.php?navigation_id=14797&amp;article_id=61433&amp;_psmand=33<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> \u00a0 Simon, T.: Sozialarbeit und Polizei. Neue Aufgaben, Gemeinsamkeiten und notwendige Grenzen, in: B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP 63 (1999, H. 2), S. 39-48 (42)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> \u00a0 s. die Beitr\u00e4ge von Hirsch, Mekelburg und von Lessing und Liebel in: Brockmann, A.D.; Liebel, M.; Rabatsch, M. (Hg.): Jahrbuch Sozialarbeit 3, Reinbek 1979, S. 196-253; s.a. Lessing, H.; Liebel, M.: Polizeiliche Jugendarbeit in der Bundesrepublik, in: B\u00fcrgerrechte &amp; Polizei\/CILIP 4 (1979), S. 11-13<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> \u00a0 Arzt, C.: Gef\u00e4hrderansprachen gegen\u00fcber Jugendlichen durch die Polizei. Teil 1, Berlin 2007 (Clearingstelle Jugendhilfe\/Polizei, Infoblatt 41); Hahn, N.: Gef\u00e4hrderansprache und Vernehmung, R\u00f6dermark 2013, S. 33; Gloss a.a.O. (Fn. 7), S. 331; Westrich, B.: Die polizeiliche Gef\u00e4hrderansprache am Beispiel der Durchf\u00fchrung bei Mehrfach- und Intensiv\u00e4tern in Rheinland-Pfalz, M\u00fcnster 2009 (Masterarbeit), S. 95<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> \u00a0 ebd., S. 39, 61f. und 59<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\"><strong><strong>[20]<\/strong><\/strong><\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Feltes, T.: Soziale Probleme des Alltags \u2013 Aufgabe von Polizei oder Sozialarbeit?, in: Kriminalistik 1983, H. 5, S. 234-239 (236); Jaschke a.a.O. (Fn. 7), S. 410; Fabian, T.: Einstellungen zur Kooperation von Sozialarbeit und Polizei, in: ders.; Schweikart, R. (Hg.): Brennpunkte der Sozialen Arbeit, M\u00fcnster u.a. 2003, S. 376-389 (279); Fritsch, K.: Anforderungen an die Jugendhilfe im Umgang mit jugendlichen Intensivt\u00e4ter\/-innen, in: Boeger, A. (Hg.): Jugendliche Intensivt\u00e4ter, Wiesbaden 2011, S. 19-41(23)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\"><strong><strong>[21]<\/strong><\/strong><\/a> \u00a0 Jaschke a.a.O. (Fn. 7), S. 410<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> \u00a0 M\u00fcller, S.: Die Sozialarbeit im Souterrain der Justiz, in: ders. (Hg.): Erziehen \u2013 Helfen \u2013 Strafen. Das Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle in der Sozialen Arbeit, Weinheim und M\u00fcnchen 2001, S. 77-91 (original: 1986)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> \u00a0 Trenczek, T.: Auszug aus dem Souterrain \u2013 20 Jahre danach, in: Recht der Jugend und des Bildungswesens 2010, H. 3, S. 293-305<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> \u00a0 Peters, H.: Sozialarbeit und Soziale Kontrolle, in: Anhorn, R.; Bettinger, F. (Hg.): Kritische Kriminologie und Soziale Arbeit, Weinheim und M\u00fcnchen 2002, S. 213-222 (221)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> \u00a0 Peters, H.; Cremer-Sch\u00e4fer, H.: Die sanften Kontrolleure, Stuttgart 1975, S. 88f.<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> \u00a0 ebd. S. 40 und 89<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> \u00a0 Cremer-Sch\u00e4fer, H.: Die sanften Kontrolleure: Konkurrenten oder Kartellpartner strafender Kontrolle?, in: Feltes, T.; Sievering, U.O. (Hg.): Hilfe durch Kontrolle? Frankfurt\/M. 1990, S. 35-53 (42f.)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> \u00a0 K\u00e4hler, H.: Soziale Arbeit in Zwangskontexten, M\u00fcnchen, Basel 2005<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> \u00a0 Lutz, T.: Straf- und Sanktionsmentalit\u00e4t in der Sozialen Arbeit, in: ZJJ 2012, H. 2, S. 157-162 (160)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> s. Seithe, M.: Schwarzbuch Soziale Arbeit, Wiesbaden 2012, insbes. Kap. 3<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> \u00a0 Ziegler, H.: Crimefighters United. Zur Kooperation von Jugendhilfe und Polizei, in: neue praxis 2001, H. 6, S. 538-557 (545f.)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> \u00a0 M\u00fccke, T.: Zusammenarbeit zwischen Polizei und Jugendarbeit, in: Sozialmagazin 1996, H. 5, S. 21-25<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> \u00a0 Dold, A.: Polizei und Soziale Hilfe als Soziale Systeme, Konstanz 2010, S. 127-130<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> \u00a0 s. dazu die Beitr\u00e4ge in M\u00f6ller a.a.O. (Fn. 9)<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref35\" name=\"_ftn35\">[35]<\/a> \u00a0 s. den Beitrag von Volker Eick in diesem Heft<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref36\" name=\"_ftn36\">[36]<\/a> \u00a0 Justizministerkonferenz: Beh\u00f6rden\u00fcbergreifende Zusammenarbeit und Datenschutz. Beschluss. 82. Konferenz am 18.\/19.5.2011 in Halle<\/h6>\n<h6><a href=\"#_ftnref37\" name=\"_ftn37\">[37]<\/a> \u00a0 s. den Beitrag von Klaus Riekenbrauk in diesem Heft<\/h6>\n<h3>Foto: Montecruzfoto<\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Polizei und Soziale Arbeit \u2013 zwei Welten scheinen aufeinander zu sto\u00dfen: Kontrolle und Repression auf<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":11029,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[152,113],"tags":[820,1239,1336,1342],"class_list":["post-6264","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-cilip-108","tag-justiz","tag-sanktionen","tag-sozialarbeit","tag-sozialgesetze"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6264","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6264"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6264\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11029"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6264"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6264"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6264"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}