{"id":6414,"date":"2011-02-04T22:34:19","date_gmt":"2011-02-04T22:34:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cilip.de\/?p=6414"},"modified":"2011-02-04T22:34:19","modified_gmt":"2011-02-04T22:34:19","slug":"europaweite-fahndungstage-mit-fragwuerdigem-erfolg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/?p=6414","title":{"rendered":"Europaweite Fahndungstage mit fragw\u00fcrdigem Erfolg"},"content":{"rendered":"<p>Mehr als 21.000 PolizistInnen waren Anfang Februar 2011 im Einsatz, um im Rahmen eines gro\u00df angelegten Fahndungstages europaweit gegen das Verschieben gestohlener Autos vorzugehen. Im Rahmen der \u201eJoint Police Operation\u201c AUTOMOTOR wurden vom 17.\u00a0bis zum 19.\u00a0Februar 150.484 Fahrzeuge, 156.510 Personen und 154.022 Ausweise kontrolliert. Angef\u00fchrt von Ungarn beteiligten sich Polizeibeh\u00f6rden aus 17 EU-Staaten sowie Kroatien an der Aktion. Involviert waren dar\u00fcber hinaus Europol, Interpol und das europ\u00e4ische TISPOL-Netzwerk von Autobahnpolizeien. <!--more-->Ergebnis der aufw\u00e4ndigen Operation: Entdeckt wurden 92 als gestohlen gemeldete Fahrzeuge im Wert von gesch\u00e4tzten zwei Millionen Euro, 34 F\u00e4lle von gef\u00e4lschten Nummernschildern sowie 123 Personen und 34 Ausweisdokumente, die im Schengener Informationssystem oder nationalen Polizeidatenbanken zur Fahndung ausgeschrieben waren. Obwohl die Trefferquote damit im Promillebereich lag, feierte die Ratsarbeitsgruppe f\u00fcr \u201eLaw Enforcement\u201c die Aktion als Erfolg und empfiehlt die Durchf\u00fchrung vergleichbarer Aktionen auch in der Zukunft. \u00dcber die Kosten des dreit\u00e4gigen Gro\u00dfeinsatzes wurden keine Angaben gemacht.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Kurz darauf folgte mit DANUBIUS die n\u00e4chste mehrt\u00e4gige koordinierte Aktion auf Wasserstra\u00dfen mit Focus auf dem Rhein-Main-Donau-Gebiet.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Aus Deutschland waren das Saarland, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-W\u00fcrttemberg beteiligt. Wieder waren Frontex, Interpol integriert, die EU-Polizeiagentur Europol sorgte mit einer Standleitung f\u00fcr den ungebremsten Zugriff auf ihre Datensammlungen. Insgesamt nahmen Polizeibeh\u00f6rden und Gendarmerien aus 14\u00a0Mitgliedstaaten teil, die hierf\u00fcr auf 200 Schiffen unterwegs waren. Ziel war die Bek\u00e4mpfung von Schmuggel, organisierter Kriminalit\u00e4t und unerw\u00fcnschter Migration. \u00dcber 2.000 Schiffe wurden gestoppt, 246 Strafen verh\u00e4ngt, 113 Warnungen ausgesprochen und 168 \u201eandere Ma\u00dfnahmen\u201c ergriffen.<\/p>\n<p>Ende April startete die EU mit \u201eMitras\u201d (Migration, Traffic and Security) eine weitere JPO, an der 22 EU-Mitgliedstaaten teilnahmen und die sich explizit einer \u201eBek\u00e4mpfung illegaler Migration\u201c auf den vorrangigen Transportwegen der Schengen-Zone widmete.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> 1.838 \u201eillegale Aufenthalte\u201c wurden auf Stra\u00dfen, Schienen und an Flugh\u00e4fen festgestellt. Auch an \u201eMitras\u201c hatte die Grenzschutzagentur EU-Frontex teilgenommen, Ergebnisse wurden auf einer Konferenz in Budapest zusammengetragen.<\/p>\n<p>Die inzwischen teilweise halbj\u00e4hrlich stattfindenden \u201eJoint Police Operations\u201c stehen unter der Leitung der jeweiligen EU-Pr\u00e4sidentschaft und sollen die Polizeibeh\u00f6rden der Mitgliedstaaten und EU-Agenturen miteinander verzahnen. Nicht nur die Teilnahme von Frontex ist indes kritikw\u00fcrdig, da die gegenw\u00e4rtig noch g\u00fcltige Verordnung Eins\u00e4tze zur Kontrolle der EU-Binnengrenzen ausschlie\u00dft. Selbst die Kommission erinnert daran, dass die JPOs eine regelm\u00e4\u00dfige teilweise Au\u00dferkraftsetzung des Schengen-Abkommens darstellen und folglich gegen Artikel 21 des Schengener Grenzkodex versto\u00dfen.<\/p>\n<p>(Eric T\u00f6pfer\/Matthias Monroy)<\/p>\n<h5><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ratsdok. 10713\/11 v. 7.6.2011<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ratsdok. 11254\/11 v. 10.6.2011<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 https:\/\/euro-police.noblogs.org\/2011\/05\/details-about-the-hungarian-mitras-operation<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr als 21.000 PolizistInnen waren Anfang Februar 2011 im Einsatz, um im Rahmen eines gro\u00df<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[104,145],"tags":[],"class_list":["post-6414","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cilip-098","category-meldungen-europa"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6414","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6414"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6414\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6414"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6414"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp-dev.daten.cool\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6414"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}